Klickt ein Nutzer auf eine AdWords-Anzeige und besucht anschließend ein lokales Geschäft des jeweiligen Werbetreibenden, kann das mittlerweile auch für deutsche Werbetreibende als Conversion erfasst werden. Allerdings funktioniert das nicht in allen AdWords-Konten.

Store Visits 1In den USA gibt es sie schon seit Ende 2014, ein Jahr später sind sie endlich auch in Deutschland angekommen: Conversions in Form von Besuchen im Ladengeschäft. Der neue Conversion-Typ soll einen besseren Überblick über den tatsächlichen Erfolg von Kampagnen vermitteln. So lässt sich sehen, welche Produktgruppen auch abseits der digitalen Welt interessieren und Kunden in die Geschäfte locken.

Funktionsweise

Die Idee dahinter ist recht schnell erklärt: Ein Nutzer klickt auf eine AdWords-Anzeige und besucht anschließend ein lokales Geschäft des Werbetreibenden. Dieser Vorgang wird dann als Conversion erfasst.

Die Angabe der Conversions ist aber nicht ganz so detailliert, wie man es sich vielleicht vorstellen mag – denn die Conversions werden geschätzt. Laut Google sind die Daten aber durchaus valide und unterliegen strengen Anforderungen. Trotzdem haben Schätzungen natürlich meistens den negativen Beigeschmack, dass es sich dabei eben nicht um den tatsächlichen Wert handelt, sondern um den wahrscheinlichen.

Die Daten, auf dessen Basis Google die Conversion-Schätzungen abgibt, basierend auf anonym zusammengefassten Statistiken zum Verhalten von über eine Million Nutzern. Darauf aufbauend entwickelte Google einen Algorithmus, der Schätzungen über die wahrscheinlich durchgeführten Ladenbesuche angibt. Diese werden dann im AdWords-Konto als Conversions erfasst. Sie lassen sich auf Kampagnenebene und den jeweiligen Geräten zugeordnet einsehen.

Die Voraussetzung dafür, dass die Conversions auch korrekt zugeordnet werden können, ist, dass die Standorterkennung von Nutzern im Smartphones aktiviert ist. Um ein Geschäft von einem anderen direkt daneben stehenden Geschäft unterscheiden zu können, greift Google zudem auf GPS-Signale und WLAN-Daten zurück.

Store Visits 2

 

Freischaltung und Voraussetzungen

Auf die Gefahr hin, die Freude über den neuen Conversion-Typen bremsen zu müssen: Die Funktion ist nicht für alle AdWords-Konten verfügbar. Conversions in Form von Besuchen im Ladengeschäft müssen vom jeweiligen Google-Betreuer erst freigeschaltet werden. Das geschieht allerdings nicht ohne weiteres, denn jedes einzelne Konto muss erst noch im Hinblick auf eine Vielzahl an Kriterien geprüft werden. Dafür müssen…

  • … ein verifizierter Google My Business-Account vorliegen,
  • … die Standorterweiterung in AdWords aktiviert sein,
  • … in laut Google „qualifizierten Ländern“ mehrere Geschäftsstandorte vorliegen,
  • … mehr als 30 Geschäfte in Google My Business eingetragen sein und
  • … viele Besuche in den Ladengeschäften sowie mehrere Tausend Klicks auf die Anzeigen vorliegen.

In der Praxis kann die Freischaltung leider schon mal ein wenig dauern. Für das Konto eines unserer Kunden, der alle obigen Kriterien erfüllt, warten wir seit mittlerweile über zwei Wochen auf eine Rückmeldung. Schade, dass die scheinbar sehr gründliche Prüfung so viel Zeit in Anspruch nimmt. Bleibt zu hoffen, dass das in Zukunft nicht immer so lange dauert.

Fazit

Die Idee lokale Ladengeschäfte mit dem AdWords-Konto zu verknüpfen ist meiner Meinung nach definitiv sinnvoll. Wie korrekt die geschätzten Conversions allerdings sind, ist unklar. Zudem wird die Vorfreude von Gewerbetreibenden dadurch deutlich gebremst, dass jedes einzelne Konto zunächst streng und intensiv geprüft und nicht immer freigeschaltet wird.

 

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About Cora Rothenbächer

Cora Rothenbächer ist Online Marketing Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Sie schreibt schwerpunktmäßig über Google AdWords und Bing Ads im Bloofusion-Blog und im suchradar, dem Magazin für SEO, SEA und E-Commerce.

Hobbymäßig spielt sie Ukulele und Gitarre und geht privat gerne auf Konzerte.

Cora ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten: