Archiv für Mai, 2011

Gute OneBox-Integration von Flugdaten: Potenzial für SEOs und SEMs

Montag 30. Mai 2011 von Markus

Ich bin gerade bei Mashable über einen Beitrag gestolpert:
Google’s New Quick Flight Search Makes Your Life Easier

Demnach hat Google eine neue OneBox-Integration für Flugdaten eingebaut – zunächst in zehn Sprachen, darunter auch Deutsch.

Wenn ich nach “flug fmo muc” suche (die Frage kommt oft: Ja, das Münsterland hat auch einen Flughafen – immerhin den drittgrößten in NRW), erhalte ich eine gute Übersicht über die Direktflüge:

Bild

Das [+] habe ich dabei schon ausgeklappt. Der Eintrag ist also auf den ersten Blick etwas kleiner.

Die Integration erscheint u. a. für Suchanfragen wie “flug/flüge Flughafen1 Fluthafen2″ und zeigt nur Direktflüge an. Bei Suchanfragen wie “flug fmo lax” oder “flüge fmo sfo” bleibt der Platz leer, denn direkt fliegt noch keiner von Münster/Osnabrück ins ferne Amerika.

Das Tool funktioniert auch, wenn man nur einen Flughafen eingibt, z. B.

Bild

Der Name der Airline verlinkt übrigens jeweils auf die Startseite der Airline. Die Airlines könnten jetzt natürlich die Suchanfrage abgreifen und mir direkt ein paar passende Flüge anbieten, aber soweit sind die Airlines leider noch nicht.

Wer in der Liste auf den Namen eines Flughafens klickt, wird dann auf eine neue Google-Suche gelenkt, in der dann beide Orte (Start & Ziel) eingetragen sind. Das ist nicht sexy, aber effizient.

Mein Fazit

Spannend ist die Integration schon & sie steht in der Tradition anderer Integrationen, dass sie zwar den Suchkomfort erhöhen mag, aber anderen Websites auch Traffic wegnimmt. Von dieser Einbindung profitieren derzeit wohl primär die Airlines, da sie durch die Verlinkung potenziell Besucher erhalten.

Die Integration hilft aber auch, Besucher vorzuqualifizieren. Wer nur nach “flug zagreb” sucht, wird so auf konkretere Suchanfragen wie “flug von DTM nach ZAG” geschickt. Und darauf können SEOs und SEMs dann ja fleißig optimieren.

Kategorie: SEO | 1 Kommentar »

Qualitätsfaktor-Präsentation SEMSEO 2011

Samstag 28. Mai 2011 von Martin

Auf der SEMSEO 2011 habe ich gestern unsere bisherigen Erkenntnisse zum AdWords Qualitätsfaktor vorgestellt. Dabei ging es im ersten Teil um die Schätzung der Klickwahrscheinlichkeit, die hier im Blog schon ausführlich behandelt und im suchradar zusammengefasst wurde. Komplett neu und sozusagen weltexklusiv war der zweite Teil zum Thema persönlicher/individueller/nutzerspezifischer Qualitätsfaktor.

Die ganze Präsentation gibt es hier als PDF-Download: Vortrag AdWords Qualitätsfaktor SEMSEO 2011

Wie versprochen, hier noch die Hintergrundinformationen zur Präsentation. Die (ziemlich umfangreiche) Langfassung der Präsentation gibt es zum größten Teil hier im Blog. Alle Links dazu habe ich auf der der Qualitätsfaktor-Themenseite zusammengestellt. Wer nicht ganz so viel Zeit hat, liest besser die Zusammenfassung im aktuellen suchradar (Ausgabe 29). Dort finden sich auch die Artikel zur Verwendung der Qualitätsfaktor-Einflusskriterien und zu den praktischen Konsequenzen. Das Thema Nutzer und Qualitätsfaktor wird voraussichtlich im nächsten suchradar behandelt, wahrscheinlich auch hier im Blog.

Und wie immer freue ich mich über Feedback und Diskussionen…

Kategorie: SEM | Keine Kommentare »

Google Correlate: Welche Suchtrends passen zu meiner Grafik?

Donnerstag 26. Mai 2011 von Markus

Google hat mit Google Correlate ein neues Tool vorstellt, das sich in den Googlelabs befindet. Es ist ein Tool, mit dem man zunächst Daten (vor allem zeitliche Datne) eingeben kann und dann Suchbegriffe finden kann, die dazu passen.

Ein Beispiel: Man kann einen zeitlichen Verlauf malen:

Bild

Wer dann auf “Correlate” drückt, erhält Suchbegriffe, die zu diesem zeitlichen Verlauf passen, z. B.

Bild

Prinzipiell ganz witzig, aber in der Praxis habe ich damit kaum gute Ergebnisse gefunden. Google scheint bei den Suchbegriffen eher auf die Korrelation und weniger auf das Suchvolumen zu schauen, so dass man dort viele irrelevante, weil kaum gesuchte Vorschläge erhält.

Und: Das Tool bietet natürlich zunächst erstmal nur US-Daten. Aber trotzdem: Bisschen rumspielen kann man damit ja mal. Spaß macht’s auf alle Fälle.

Noch ein paar mehr Informationen gibt’s übrigens bei SEL:
Google Correlate: More Search Data to Mine

Kategorie: SEO | Keine Kommentare »

Datum im Snippet: Ganz gut, aber wie schaltet man das ab?

Mittwoch 25. Mai 2011 von Markus

Das hat wahrscheinlich schon mal jeder gesehen:

Bild

Google blendet gerne das Datum ins Snippet ein, wenn es sich um einen terminbezogenen Beitrag handelt. Gerade bei Blog-Posts sieht man das immer wieder – was dort ja auch noch halbwegs sinnvoll. Meiner Meinung nach gehört das nicht ins Snippet, aber so hat’s Google nunmal entschieden.

Es gibt aber auch Seiten, bei denen ein Datum angezeigt wird, obwohl die Seite sicherlich kein terminbezogener Beitrag ist:

Bild

Woher kommt nun das Datum? Naja…

Bild

Analog kann man da noch viel mehr Beispiele finden, bei denen immer ein Datum irgendwo auf einer Seite genannt wird. Google scheint hier im Zweifelsfall eher ein Datum zu übernehmern als es wegzulassen.

Leider sorgt das für dreierlei:

  1. Mir stehen ein paar Zeichen weniger für das Snippet zur Verfügung. Durch das Datum verliert man ca. 10 Zeichen.
  2. Das Snippet verliert für mich an Attraktivität, weil das relevante etwas aus dem Fokus geschoben wird.
  3. Es sieht irgendwie nicht richtig aus. Es handelt sich bei dem Datum ja nicht einmal um das Datum der letzten Änderung, was vielleicht inhaltlich dann noch Sinn machen würde. Es ist einfach nur irgendein Datum aus der Seite.

Kein großes Ding, aber einige unserer Kunden nervt das. Eine Lösung bestünde sicherlich darin, die Daten so zu kodieren, dass Google sie nicht auslesen kann. Aber das ist dann auch wieder zuviel Arbeit für so ein kleines Problem.

Wenn jemand dazu eine Idee hat, würd’s mich echt interessieren…

Kategorie: SEO | 19 Kommentare »

Google-Suche und site-Kommando liefern zum Teil unterschiedliche Seiten: Kann man daraus was machen?

Dienstag 24. Mai 2011 von Markus

Wir haben ein neues Tool entwickelt, das automatisiert auf Websites unserer Kunden nach bestimmten Potenzialen sucht. Dafür führen wir zwei Google-Suchen aus:

  1. Eine normale Suche (also “keyword”), um das Ranking unseres Kunden festzustellen
  2. Eine site-Suche (also “keyword site:www.kunde.de”), um zu prüfen, was für diesen Suchbegriff eigentlich die beste interne Seite ist

Dabei zeigt sich, dass beide Suchen in ca. 84% der Fälle dasselbe Ergebnis liefern. In ca. 16% der Fälle passiert dann aber das folgende: (Anmerkung: www.golf.de ist kein Kunde unserer Agentur; den habe ich nur als Test genommen)

Suche ohne site-Kommando:

Bild

Suche mit site-Kommando:

Bild

Ursachen

Grundsätzlich glaube ich, dass es daran liegt, dass beide Suche etwas anders funktionieren. In 85% der Fälle stimmen beide Suchen ja auch überein, so dass man schon davon ausgehen muss, dass die Suche mti dem site-Kommando andere Schwerpunkte setzt.

Ich glaube, dass das site-Kommando eher auf On-Page-Faktoren und interne Verlinkung setzt, während in die normale Suche ja auch die externe Verlinkung einfließt.

Ein Beispiel:

Die Suche nach “gut lärchenhof” liefert:

  1. Ohne site-Kommando die Seite http://www.golf.de/mercedes-benz-championship/
  2. Mit site-Kommando die Seite http://www.golf.de/golfguide/clubs/club_index/4509/golf-club-gut-laerchenhof-ev

Wenn man sich die Seiten mal anschaut, merkt man, dass hinsichtlich der On-Page-Faktoren die zweite Seite auch deutlich besser geeignet ist. Sie ist die wirklich bessere Seite für die Suchanfrage. Dennoch wird sie in den normalen Suchergebnissen nicht ausgeliefert, weil eben noch andere Faktoren diese Entscheidung überlagern können.

(Near) Duplicate Content

Interessant ist auch, dass beide Suchen eigentlich recht gut dafür geeignet sind, (Near) Duplicate Content zu entdecken. Bei vielen der Ergebnisse ist es so, dass hier unterschiedliche Resultate kommen, z. B. für die Suchanfrage “marc aurel spa”:

  1. Ohne site-Kommando: http://www.golf.de/golfguide/clubs/club_index/8959/marc-aurel-spa–golf-resort
  2. Mit site-Kommando: http://www.golf.de/golffuehrer/clubs/club_detail.cfm?clubnr=8959

Für uns könnte sich das also als probates Mittel erweisen, um automatisiert auf großen Websites Quellen von Duplicate Content herauszufinden.

Multiple Pages

Die Auswertung kann aber auch darauf hindeuten, dass man für einen Suchbegriffe mehrere Seiten hat, die man vielleicht besser zusammenziehen sollte. Wenn man über ein Canonical-Tag mehrere sehr ähnliche Seiten innerhalb der Site vereint, kann man vielleicht daraus für Google eine Seite machen, die durch die summierte Verlinkung bessere Rankings erzielt.

Also:

Es wäre sinnvoll, ein Tool zu basteln, das das Folgende macht:

  1. Das Tool holt sich z. B. über die SISTRIX-API alle Suchbegriffe einer Site
  2. Danach werden beide Suchen ausgeführt (mit und ohne site-Kommanda)
  3. Wenn es eine Abweichung gibt, kann das auf ein DC-Problem hindeuten – dann sollte das Tool uns das melden

Die ersten Testläufe davon habe ich hier schon vorliegen, weil man die Daten aus dem anderen Tool gut dafür verwenden kann. Auch wenn man sich das natürlich immer noch manuell anschauen muss, bekommt man so zumindest ein paar gute Ideen – Sachen, die man bei einer manuellen Durchsicht vielleicht nicht sehen würde.

Kategorie: SEO | 8 Kommentare »

Google Advisor – die neue Konkurrenz für etablierte Finanzplattformen?

Montag 23. Mai 2011 von Markus

Ein kurzer Hinweis auf ein (fast) neues Google-Produkt: Google Advisor. Unter der URL https://www.google.com/advisor/ findet man ein übersichtliches Angebot an Finanzprodukten (in Klammern jeweils ein Äquivalent im deutschen Markt):

  • Mortgages (Kredite)
  • Credit Cards
  • CDs (Festgeld)
  • Checkings (Girokonto)
  • Savings (Sparbücher)

Das ganze scheint sehr gut zu funktionieren und hat vor allem auch eine lokale Komponente. Heißt: Man kann nach Produkten suchen, die auch von einer Bank mit einer Filiale in der Nähe gesucht werden.

Bild

Hier noch ein Google-Video zum Thema:

 

Also, spannend ist das schon. Wie man bei Search Engine Land nachlesen kann, macht Google ja auch fleißig AdWords-Werbung dafür (“Google Goes Big For Financial Comparison Shopping, Launches “Google Advisor”“).

In den USA werden Unternehmen wie Zillow, LendingTree und Mint.com das sicherlich nicht gut finden, weil es Ihnen potenziell Traffic wegnimmt.

Und vor allem darf man sich fragen, wann das dann auch nach Deutschland kommt. Denn Geld kann man damit sicherlich machen. Das gibt Google ja auch in der Hilfe bereitwillig zu:

Yes, Google is paid when you contact a lender.

Sure they are :)

Kategorie: Local Search, SEO | 3 Kommentare »

Cost-per-View-Abrechnung für gesponserte YouTube-Videos

Donnerstag 19. Mai 2011 von Martin

Google hat angekündigt, das Abrechnungsmodell für gesponserte Videos bei YouTube ab dem 25. Mai umzustellen. Bisher wurde hier, wie bei AdWords, nach Anzeigenklicks abgerechnet. Das neue Modell sieht vor, dass nur noch dann Kosten anfallen, wenn ein Nutzer nach dem Anzeigenklick auch tatsächlich das Video startet.

Außer dieser Umstellung von CPC auf Cost per View (CPV) scheint sich nichts zu ändern. Das Gebotssystem soll ansonsten unverändert bleiben. Google hat vorsichtshalber schon mal angekündigt, dass auf der AdWords-Oberfläche möglicherweise noch eine Weile von CPC die Rede sein wird, bis alle Texte geändert sind.

Für Werbetreibende scheint die Änderung erst mal positiv zu sein: Natürlich kommt es eher auf das Betrachten des Videos an und weniger auf den Anzeigenklick vorher. Andererseits ist die Änderung auch nicht so gewichtig wie sie auf den ersten Blick scheinen mag, da die Videos ja automatisch starten – mit einer Einschränkung: Wenn vor dem gesponserten Video noch mal eine Video-Werbung kommt. In diesem Fall ist das Cost-per-View-Modell eine Verbesserung für Werbetreibende.

Kaum Änderungen beim YouTube-Qualitätsfaktor?

Ich frage mich ein wenig, wie das Ganze mit dem Qualitätsfaktor zusammenspielen wird, der ja auch bei YouTube zum Einsatz kommen muss. Statt Klicks, Klickraten und Klickwahrscheinlichkeiten zu betrachten müsste man sich dann auf Views, View-Raten und View-Wahrscheinlichkeiten konzentrieren.

Aber was passiert nun mit dem Qualitätsfaktor, wenn die Anzeige zwar oft angeklickt wird, danach aber zuerst eine Werbung kommt und das eigentliche Video seltener angesehen wird? Die View-Rate ginge folglich herunter. Allerdings würde Google dafür durch die andere Werbung verdienen. Die erste Anzeige deshalb abzuwerten wäre also falsch, denn die könnte letztlich nichts dafür. Ich denke daher, dass der Qualitätsfaktor auch beim CPV-Modell maßgeblich weiter auf den Klick und weniger auf den View abzielen wird.

Kategorie: SEM | Keine Kommentare »

Google Webmaster Tools mit Instant-Preview-Check

Donnerstag 19. Mai 2011 von Maik

In den Webmaster Tools von Google ist ab sofort ein neues Tool im Bereich “Labs” verfügbar. In der Unterrubrik “Vorschau” lässt sich jetzt überprüfen, inwieweit die Darstellung der Website gegenüber den vom Rendering Server generierten Daten für die Instant-Preview-Funktion in den Suchergebnissen unterschiedlich ist. Das kann insbesondere bei Implementierung von speziellen Flash- oder auch Serverfunktionen hilfreich sein, denn diese werden nicht immer korrekt gerendert – oder auch mal gar nicht.

vorschau2

Hier noch die Ansicht auf der Suchergebnisseite – sie entspricht der Vorschau in den Webmaster Tools:

vorschau-serps

Interessanterweise werden beim Abrufen von bloofusion.de verschiedene Fehler (siehe Abbildung unten) angezeigt, die sich aber offenbar nicht auf das Vorschaubild auswirken. So ist etwa das Titelbild des aktuellen suchradar angeblich via robots.txt gesperrt ebenso wie verschiedene Grafikelemente des Headerbildes … Google zeigt sie aber dennoch (wie oben zu sehen) in der Vorschau an.

Fehleranzeige in den Webmaster Tools

Entgegen anders lautender Mitteilungen (auch dem offiziellen Blogpost von Google, Link unten) ist die Funktion übrigens doch schon in Deutschland verfügbar.

Offizieller Google Blogpost: http://googlewebmastercentral.blogspot.com/2011/05/troubleshooting-instant-previews-in.html

Kategorie: SEO | 5 Kommentare »

Wie genau sind die Traffic-Zahlen aus den Google Webmaster Tools?

Dienstag 17. Mai 2011 von Markus

Im Moment arbeite ich an einem suchradar-Artikel, in dem ich mal überprüfe, wie die von einem SEO-Tool geschätzten Traffic-Daten eigentlich zum realen Traffic passen.

In dem Zusammenhang schaue ich mir gerade auch mal wieder die Google Webmaster Tools an, die mir ja zumindest für eigenes Websites Traffic-Daten bereitstellen. Prinzipiell sind die ja auch sehr interessant, weil ich daraus konkrete Handlungsempfehlungen ableiten kann. Zum Beispiel:

  1. Suche Suchbegriffe, die eine für ihre Position unterdurchschnittliche Klick-Rate haben
  2. Überprüfe, warum die Seite so schlecht klickt (z. B. Titel und Meta Description) optimieren

Aber leider sind die Daten nicht sehr genau, wie die beiden folgenden Beispiele zeigen.

Falsche Aggregation

Das Grundproblem, das ich mit den Daten sehe, ist, dass sie aggregiert sind. Ein Beispiel:

Bild

Also: Angeblich hat das Keyword, um das es hier geht, eine durchschnittliche Position von 11. Wenn das so wäre, würde ich mir dieses Keyword und die Rankings genauer anschauen, weil man es vielleicht mit ein wenig Aufwand auf die erste Seite bringen könnte.

Leider nur stimmt das eben nicht, wenn man sich die Positionsdaten unten anschaut. Demnach kommt der meiste Traffic über die Position 2, was auch unseren externen Auswertungen entspricht. Ich hätte Verständnis für eine angezeigte Durchschnittsposition von 3 oder 4, aber 11? Das ergibt weder in Bezug auf die Impressions noch auf die Klicks Sinn.

Quantisierte Daten

Ein weiteres Problem liegt darin, dass die Daten quantisiert sind. Ein Beispiel:

Bild

Rein rechnerisch ist hier alles OK: 250 Clicks, 2.500 Impressionen ergeben eine Klickrate von 10%.

Leider nur sind die Daten quantisiert, also in diskrete Werte einsortiert. Bei den Klicks gibt es ober- und unterhalb von 250 die Werte 320 und 200, bei den Impressionen ober- und unterhalb von 2.500 die Werte 3000 und 2000.

Wenn man annimmt, dass die Quantisierung auf der Hälfte zwischen zwei Werten passiert, könnte die reale Klickrate hier zwischen

225 Klicks / 2750 Impressions = 8,2%

oder

285 Klicks / 2250 Impressions = 12,6%

liegen. Es wäre deutlich besser, wenn die CTR auf Basis der realen Traffic-Daten ermittelt würde.

Fazit

Mein Fazit ist eigentlich ähnlich wie bei vielen anderen Daten und Tools: Schau erstmal, ob Du den Daten trauen kannst. Sicherlich ist es besser als nichts, aber die Daten, die die Google Webmaster Tools für den Traffic liefern, sind alles andere als genau.

Warum interessieren wir uns eigentlich für solche Themen? Weil bei uns häufig Kunden nachfragen, wenn sich bestimmte Werte ändern. Manche Kunden nutzen Tools wie SISTRIX, Seolytics oder auch die Google Webmaster Tools und fragen uns dann, warum z. B. die Sichtbarkeitsindex-Werte schwanken. Auf Nachfrage erfahren wir dann meistens, dass sich der Traffic gar nicht geändert hat.

Deswegen schauen wir uns die ganzen Datenquellen sehr genau an – auch aber, um nicht bei uns sofort die Alarmsirenen klingeln zu lassen, wenn mal ein Wert nach unten zeigt.

Mehr dazu im nächsten suchradar 30 (kommt Ende Juni)…

Kategorie: SEO | 2 Kommentare »

Noch eine weitere Review-Quelle für die Google Produktsuche: Qype

Montag 16. Mai 2011 von Markus

Wir erstellen ja alle zwei Wochen eine Liste aller Quellen, aus denen die Google Produktsuche die Bewertungen für Shops bezieht. Bei der heutigen Auswertung ist eine Website hinzugekommen, die eigentlich hätte vorher auffallen müssen: Qype.

So hat Google dort für Plus.de Bewertungen übernommen:

Bild

In diesem Fall sind diese Bewertungen sinnlos, weil sie sich nicht auf den Online-Shop Plus.de, sondern auf eine Filiale beziehen. Aber es spricht natürlich trotzdem nichts dagegen, seine eigenen Shop-Kunden zu Qype zu schicken, um den Online-Shop bewerten zu lassen.

Qype ist zwar auf lokale Unternehmen beschränkt, aber auch ein Online-Shop hat natürlich eine Adresse :)

Kategorie: SEO | 9 Kommentare »