Die Internetkapitäne

Das SEO/SEM-Blog von Bloofusion

Archiv für Juni, 2009

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die schönsten Suchergebnisse im Land?

Dienstag 16. Juni 2009 von Markus

Welche Suchmaschine ist eigentlich die beste? Google, Yahoo, Bing? Wer das mal ganz subjektiv für sich selber testen möchte, ohne von den Suchmaschinen-Marken beeinflusst zu werden, kann sich gerne im Blindtest versuchen.

Die “Blind Search“-Seite von Michael Kordahi zeigt zu einer Suchanfrage die Suchergebnisse der drei großen Suchmaschinen, ohne die jeweilige Marke anzuzeigen. Das ist schon spannend, wenn man die drei Listen nebeneinander sieht.

Ich kann bei meinen persönlichen Tests jedenfalls nicht sagen, dass ich die Google-Ergebnisse besonders oft hoch bewertet hätte…

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Matt Cutts: Linkbait an sich ist nicht schlecht

Dienstag 16. Juni 2009 von Markus

Auf Youtube gibt es ein neues Video von Matt Cutts, in dem er sich zum Thema Linkbait äußert:

In dem Video wird eigentlich wieder die alte Leier gespielt: Wenn es sich um guten Content handelt, verlinken andere Websites darauf - und dagegen hat Google nichts. Für mich fällt sein Beispiel eigentlich nicht unter “echten Linkbait”, weil das “Bait” ja nahelegt, dass man etwas mit der Absicht auf Links macht. Und das kann ich hier nicht unbedingt erkennen.

Trotzdem ist es schön zu hören, dass Matt Cutts sich mal positiv zum Konzept Linkbait äußert. Das klang ja auch schon mal anders. “Whitehat Linkbait” ist also OK, während “Blackhat Linkbait” problematisch ist. Wie immer trifft natürlich Google die Entscheidung, was was ist…

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Google Webmaster Tools helfen jetzt beim Domain-Umzug

Montag 15. Juni 2009 von Markus

In den Google Webmaster Tools gibt es jetzt eine neue Option (”Website-Konfiguration > Adressänderung”), die man nutzen kann, wenn man die Domain einer Website ändert:

webmaster adressaenderung

Ob das Formular irgendetwas bewirkt, konnte ich noch nicht überprüfen. In jedem Fall müssen vor dem Aufruf des Formulars die folgenden Punkte umgesetzt haben:

  • Neue Website anlegen und Inhalte rüberkopieren
  • 301-Umleitung einrichten
  • Neue Website bei den Webmaster Tools hinzufügen

Mehr Informationen gibt’s auch in der Hilfe: “Informieren Sie Google über die Domainänderung“.

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Google und Sitemaps: Jetzt noch besser…

Freitag 12. Juni 2009 von Markus

Das Thema hatten wir ja schon mal: Die Anzahl der indexierten Sitemap-URLs, wie Sie von den Google Webmaster Tools angezeigt werden, muss nicht zwangweise der Realität entsprechen. Nach eigenen Angaben (”An Update on Sitemaps at Google“) hat Google das jetzt allerdings verbessert:

[...] The indexed URL count in Webmaster Tools for your Sitemap files is now even more precise. [...]

Also noch genauer als vorher? Hmmm… aber immerhin:

[...] We’ve drastically reduced the average time from submitting a Sitemap file to processing it and showing some initial data in Webmaster Tools. [...]

Ich prüf das gleich mal. Aber irgendwie trau ich dem Braten immer noch nicht…

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Rich Snippets: Google-Ergebnisse mit Microformats/RDFa aufwerten

Dienstag 9. Juni 2009 von Markus

cover-150wAuf der SMX Advanced haben wir gemerkt, dass das Thema “Rich Snippets” sehr hoch auf der Agenda vieler Unternehmen und Agenturen steht. Wir haben daher ein kurzes Bloofusion Advisory geschrieben, das die Grundlagen für Nicht-Techies übersichtlich zusammenfasst.

Rich Snippets

Google testet derzeit bei einigen ausgewählten Websites so genannte Rich Snippets, bei denen die Suchmaschinen-Ergebnisse um Informationen erweitert werden. Das Suchergebnis besteht dann nicht mehr nur aus der Titelzeile und dem so genannten Snippet (der zweizeilige Textausschnitt). Vielmehr wird das Snippet z.B. um die Anzahl der Testberichte, der durchschnittlichen Bewertung und der Preislage erweitert. Google nennt diese neue Darstellung daher “Rich Snippets”.

Google (und potenziell andere Suchmaschinen) können die benötigten Informationen aber nicht ohne Hilfe aus den jeweiligen Seiten extrahieren, da einer automatisierten Software die Kenntnis der Inhalte fehlt. Website-Betreiber müssen daher Strukturen in ihren Seiten so aufbereiten, dass diese von Suchmaschinen verstanden werden können.

Markup mit Microformats/RDFa

Diese Markierung von Informationen (Markup) kann derzeit über zwei unterschiedliche Methoden erfolgen: Microformats und RDFa. Wer einen Testbericht auf einer Seite veröffentlich, muss im HTML-Code z.B. kenntlich machen, wo ein Testbericht anfängt und aufhört und wie die Bewertung ist. Die beiden Möglichkeiten hierzu (Microformats und RDFa) nutzen eine leicht unterschiedliche Methodik. Beide Möglichkeiten können aber genutzt werden, ohne dass eine Methode Vor- oder Nachteile hätte.

Ein Testbericht, der Microformats nutzt, könnte z.B. so aussehen:

<div class=”hreview”>
<span class=”item”><span class=”fn”>Pizzeria Mario</span></span>
<span class=”rating”>4.5</span>
<span class=”summary”>Sehr gute Pizza - schnell geliefert und preiswert.</span>
</div>

Die einzelnen Attribute wie “item” und “rating” sind dabei standardisiert, so dass eine automatisierte Software die entsprechend markierten Stellen einer Bedeutung zuordnen. Derzeit gibt es laut Google nur zwei Standards, die von Google selber unterstützt werden: “Reviews” für Testbericht und “People” für Kontakdaten. Weitere Standards (z.B. “Products” für Produktdaten) werden aber sehr wahrscheinlich folgen.

Relevanz

Snippets werden mit großer Wahrscheinlichkeit zunächst keine Auswirkungen auf Suchmaschinen-Rankings haben. Wer also seine Website mit entsprechendem Markup anreichert, wird dadurch eher keinen Zuwachs in der Suchmaschinenreichweite feststellen.

Interessant ist das Konzept derzeit vor allem, weil man dadurch schon sehr bald Suchergebnisse optisch aufwerten und so bei gleichen Rankings mehr Traffic erzeugen können wird.

Relevant sind Rich Snippets zunächst für alle Websites, die über Testberichte verfügen (z.B. Preisportale) oder die Kontaktdaten anzeigen (z.B. Social Networks). Da damit zu rechnen ist, dass auch weitere Standards demnächst unterstützt werden, sollten alle Unternehmen ihre Websites an diese Standards anpassen.

Vor allem sind Rich Snippets für Online-Shops interessant, da diese sowohl über Produktinformationen als auch recht oft über Produktbewertungen verfügen. Diese Informationen sollten auf jeden Fall entsprechend markiert werden, um der Konkurrenz voraus zu sein.

Derzeit scheint es übrigens so zu sein, dass Google die Websites, die über entsprechendes Markup verfügen, manuell freischalten muss. Wer die eigenen Daten also standardkonform markiert, wird nicht automatisch in den Genuss der Rich Snippets kommen.

Meine Einschätzung

Rich Snippets sind sehr interessant, um die eigenen Suchergebnisse optisch aufzuwerten. Gerade Portale und Online-Shops, die über eine Vielzahl strukturierter Daten verfügen, können hier mit oft geringem Aufwand einen signifikanten Effekt erzielen. Unternehmen sollten Ihre Websites jetzt frühzeitig auf die neuen Standards ausrichten, um anderen Konkurrenten einen entscheidenden Schritt voraus zu sein.

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Canonical-Tag = Traffic-Zuwachs? Eine Fallstudie von 1800Flowers.com

Montag 8. Juni 2009 von Markus

Auf der SMX Advanced habe ich auch eine Session zum Thema “Duplicate Content Solutions & The Canonical Tag” besucht, bei der u.a. Jordan Glogau von 1800Flowers.com über seine Erfahrungen sprach. Interessant fand ich auf jeden Fall seine Meinung, dass das Canonical-Tag zumindest die Wirkung hat, dass man mal wieder über Duplicate Content und dessen Folgen (hauptsächlich PageRank Split) nachdenkt - und sich auch Maßnahmen überlegt, wie man den Duplicate Content los wird (über Sperren von Seiten oder das Normalisieren von URLs).

Etwas kritisch fand ich dann seine Auswertung. 1800Flowers.com hat das Canonical-Tag sechs Wochen vor dem Muttertag eingebaut. Das Ergebnis wurde dann mit “Results on Mother’s Day: +20% YOY Revenue in Organic Search” beziffert.

Es ist aber leider immer schwierig, diesen Traffic-Zuwachs auf eine Maßnahme zurückzuführen. Vielleicht haben die innerhalb des letzten Jahres Linkaufbau betrieben, vielleicht hat Google wichtige Kriterien geändert, vielleicht gab’s neuen Content, und so weiter.

Ich konnte die Begeisterung für das Canonical-Tag jedenfalls nicht teilen. Sicher, es ist eine gute Sache, aber wenn jemand 20% Traffic-Zuwachs nur durch dieses Tag bekommt, muss er vorher schon einiges falsch gemacht haben. Und das kann ich mir bei einem Unternehmen, für das online so wichtig ist, nicht ganz vorstellen.

Also, unsere Empfehlung bleibt: Auf jeden Fall das Canonical-Tag als Fallback einbauen, aber primär daran arbeiten, den Duplicate Content direkt zu vermeiden (Sperren von Dubletten, Normalisieren von URLs).

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Google testet den AdWords Bid Simulator

Montag 8. Juni 2009 von Martin

Google hat einigen Advertisern Zugriff auf ein neues Feature gegeben: Der Bid Simulator berechnet im Nachhinein, welche Positionen für bestimmte Gebote herausgekommen wären. Die Simulation erfolgt für einzelne Keywords und den Zeitraum der letzten sieben Tage. Vorausgesetzt, ein Keyword hatte ausreichend Traffic, werden auch direkt die Folgen einer anderen Platzierung berechnet: Wie viele Klicks hätte das gebracht, welche Kosten wären dabei verursacht worden. Search Engine Roundtable hat dazu einen Screenshot veröffentlicht:

Für wen lohnt sich der Einsatz des Bid Simulators?

Derzeit haben nur wenige Advertiser Zugriff auf dieses Feature und es ist nicht klar, ob Google den Bid Simulator generell einführen wird. Die gegenwärtige Implementierung erlaubt nur die manuelle Betrachtung einzelner Keywords und eignet sich daher nicht für den flächendeckenden Einsatz in großen Kampagnen. Dies muss nicht unbedingt ein großer Nachteil sein: In vielen Kampagnen ist eine übersichtliche Anzahl von Keywords für den Großteil der Conversions verantwortlich. Hier lohnt sich eine Simulation allemal - vorausgesetzt, eine Kampagne wird manuell gesteuert. Dem Einsatz von automatisierter Bid Management Software steht der Bid Simulator im Moment nämlich entgegen, da der Bid Simulator eben nur manuell eingesetzt werden kann. An dieser Stelle liegt sicher noch viel Potenzial brach, da eine Software den Bid Simulator ja problemlos für eine große Menge von Keywords einsetzen könnte. Sollte der Bid Simulator eines Tages über eine Schnittstelle angesprochen werden können, dann dürfte Bid Management Software von diesem Feature also besonders profitieren.

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Seiten noch schneller machen - mit dem Page Speed Optimization Add-on und Yahoo! YSlow

Sonntag 7. Juni 2009 von Markus

Google hat mit Page Speed ein neues Add-On für Firefox vorgestellt, das Web-Entwicklern Tipps geben kann, wie man eine bestimmte Seite/Site noch schneller machen kann. Von Yahoo! gibt’s da schon seit einiger Zeit ebenfalls ein Add-On, das ebenso wie das Google-Add-On auf Firebug aufsetzt.

Also, wer z.B. seine Landing Pages noch ein bisschen tunen möchte (in der Hoffnung, den Quality Score nach oben zu verschieben), sollte sich beide Tools mal anschauen:

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SMX Advanced: PageRank Sculpting funktioniert nicht mehr

Mittwoch 3. Juni 2009 von Markus

Danny Sullivan hat in seinem Blog-Post “Google Loses “Backwards Compatibility” On Paid Link Blocking & PageRank Sculpting” ein wichtiges Statement von Matt Cutts auf der SMX Advanced zusammengefasst. Matt Cutts hatte sich zu einer Frage in einer Session über Duplicate Content geäußert und diese Äußerungen in einer späteren Fragerunde nochmal konkretisiert.

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Die Kurzfassung: PageRank Sculpting funktioniert laut Matt Cutts nicht mehr. Wer früher Links als “nofollow” markiert hat, tat dies in der Hoffnung, dass der frei werdende PageRank anderen relevanten Seiten zufließt. Matt Cutts stellte auch nicht in Abrede, dass das so mal funktioniert hat. Mittlerweile solle der PageRank, der einem Nofollow-Link zugeflossen wäre, aber eben “vaporisieren”.

Die positive Nachricht daran ist zumindest, dass es keine Penalties für PageRank Sculpting. Wer also nach wie vor Nofollow-Links hinzufügt, steht nach Aussage von Matt Cutts nun so da, als wenn er eben keine Nofollow-Links gesetzt hätte.

Das Ganze gilt natürlich nicht für externe Links. Hier ist es nach wie vor sinnvoll, ausgehende Links, denen man nicht traut, als nofollow zu markieren.

Ich glaube auch, noch etwas anderes zwischen den Zeilen gehört zu haben: Während der Fragerunde wurde immer mit Extremen argumentiert, also z.B. eine Website, bei der 50% aller internen Links Nofollow-Links sind. Ich kann mir vorstellen, dass es hier wie mit anderen Signalen ist, die als nicht relevant eingestuft werden, z.B. wenn eine Meta Description auf allen Seiten identisch ist. Wer also nur einige Links (z.B. Kontakt, AGB, Impressum) könnte nach wie vor von den Segnungen des PageRank Sculpting profitieren.

Vielleicht kommt ja in den nächsten Tagen noch ein Blog-Post von Matt Cutts zu diesem Thema.

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Having a good time: Impressionen aus Seattle…

Montag 1. Juni 2009 von Markus

Seit Samstag mittag sind wir in Seattle und erfreuen uns am extrem guten Wetter. Gleich besuchen wir noch einen Kunden zum Pitch und wollen danach zum Networking-Auftakt der SMX. Die Touristen-Must-Sees (vor allem die Space Needle) haben wir auch hinter uns - ebenso wie das Shopping. Ich kann nur hoffen, dass der Zoll mich beim Heimflug diesmal nicht wie immer filzt :) (letzte Mal hatte ich das Glück, dass vor mir ein paar Asiaten durch den Zoll gingen, die einige Monitore mit sich rumtrugen… die sind dann auch vom Zoll zielgerichtet herausgewunken worden)

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Martin und Andreas auf unserer “Dinner Cruise”

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Die beiden Internetkapitäne überprüfen den Kurs

Also, liebe Grüße nach Deutschland. Wir melden uns die Tage wieder…

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