5 gratis Katzenvideos downloaden! Da ich jetzt deine Aufmerksamkeit habe: Wann hast du dich das letzte Mal intensiv mit dem Thema Webanalyse auseinandergesetzt? Mein alljährlicher, heißgeliebter Besuch beim Analytics Summit in Hamburg zeigte mir, wie viel sich im Bereich der Webanalyse innerhalb eines Jahres tun kann.

„Omni-Channel“ ist das neue „Mobile First“

Natürlich war auch Google auf dem Analytics Summit vertreten. Schließlich muss die treue Analyse-Gefolgschaft auf dem neusten Stand bleiben. Das geht am besten durch Informationen aus erster Google-Hand.

Dave Barney kam aus Mountain View eingeflogen und malte uns mit seinen Worten eine wunderbare Omni-Channel-Welt. Um die Zusammenhänge der Offline- und Online-Welt zu demonstrieren, erwähnte Dave das TV-Format „Die Höhle der Löwen“, bei der er u. a. mit Google Correlate (Tool zur Ermittlung zusammenhängender Suchbegriffe) Effekte während der Ausstrahlung auf die Google-Suchanfragen zeigen konnte. Mit Correlate schien auch bewiesen, dass die Deutschen eher im Winter erkältet sind.

Als deutsches Vorzeigebeispiel erwähnte er die Deutsche Telekom. Sie hätten es mit Beacons in den Ladengeschäften und der richtigen Strategie geschafft, nachweisbare Omni-Channel-Effekte herzustellen. Mit Beacons können via Bluetooth Bewegungen von Kunden im Ladengeschäft getrackt werden und beispielsweise auch festgestellt werden, ob ein Anzeigenklick zu einem Besuch um Geschäft geführt hat. Google sei der Telekom beim Omni-Channel-Projekt als Partner zur Seite gestanden. Natürlich hat auch Google ein großes Interesse daran, den deutschen Omni-Channel-Kunden zu durchblicken.

Von Fröschen und Dieben

Michael Janssen von Zedwoo zeigte uns, wie man ein besseres Analytics bekommen kann. Das machte er anhand von elf Hacks, weswegen ich zwischenzeitlich von Mettbrötchen träumte. Aber das nur am Rande.

Mit seinen „Conversion-Dieben“ gewann Michael im vergangenen Jahr die Analytics Challenge. Denn häufig werden Zahlungsanbietern in Analytics fälschlicherweise Conversions zugerechnet. Im Sinne einer negativen Motivation empfahl Michael Janssen uns außerdem, negative Ziele zu setzen. Denn beispielsweise die Aufrufe von 404-Seiten kann man wunderbar mit Zielvorhaben erfassen und sich benachrichtigen lassen.

Ein ungebetener Gast ist ein Analytics-Tag, das nicht auf allen Unterseiten eingebaut ist. Hier kommt tierische Unterstützung zum Tragen: Mit dem Screaming Frog kann man mit wenigen Klicks prüfen, ob das Tag überall vorhanden ist.

Ein Hidden Champion der Webanalyse ist laut Michael in Google Analytics der Kostendatenbericht. Anhand einiger kleiner Bemühungen lassen sich neben AdWords weitere Kosten in das Tool integrieren.

Solche praktischen Tipps fand ich erfrischend und motivierend, da sich viele KMUs beispielsweise weniger mit AI auseinander setzen. Für die Relevanz des Vortrages sprach auch der volle Saal.

Gefährliche Rückschlüsse und Webanalyse-Einstieg

Was gab es noch beim Analytics Summit 2017? Am mitreißendsten war sicher der Vortrag von David Kriesel, ein Data-Science-Experte, der sich inzwischen scheinbar auf eindrucksvolle Präsentationen von Daten spezialisiert hat. Er präsentierte uns Zahlen aus knapp drei Jahren Spiegel.de-Historie. Dabei beeindruckte er uns Summit-Besucher mit Zusammenhängen, die vermeintliche Rückschlüsse und Zusammenhänge vermuten lassen. Insgesamt wollte er uns vermutlich auf eine tiefergehende Analyse der Daten stoßen.

Von Lukas Grebe von Chefkoch.de wollten zum Ende seines Vortrages alle einen „Belohnungsbutton“. Solche selbstgemachten Buttons verteilen nämlich Lukas und sein Business-Intelligence-Team an das gesamte Chefkoch-Team, sobald eine Webanalyse-Aufgabe erfolgreich umgesetzt wurde.

 

Technisch gesehen, schaffte das BI-Team ihr individuelles Analytics dank eines eigenen Codes, der die Schritte von Datalayer und Tag Manager zusammenfasste und individualisierte.

Fazit

Katzenvideos sind spitze! Webanalyse aber auch, und für webzentrierte Unternehmen immer wichtiger. Die Mischung aus Experten-Vorträgen zu Artificial Intelligence oder Data Science und Einsteigerthemen fand ich gelungen. Dadurch fühlen sich vor allem Einsteiger nicht gleich entmutigt. Farbenfrohe Präsentation und sympathische Speaker rundeten den Tag ab.

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About Helen Ramm

Helen Ramm ist Teamleiterin des SEA-Teams in der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Ihr Steckenpferd ist außerdem die Datenanalyse mit Google Analytics.

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