Blogs, Magazine und Ratgeber-Bereiche werden oft nur dann zum Erfolg, wenn die Inhalte sowohl den Nutzern als auch den Suchmaschinen schmecken. In diesem Podcast werden daher die wichtigsten Bausteine vorgestellt: Keyword-Recherche, Lesbarkeit, optimale Darstellung in den Suchergebnissen, Textqualität, Strukturierung der Inhalte, und vieles mehr. Und auch die Themen „Panda“ und „Quality Rater Guidelines“ werden nicht vergessen!

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Shownotes:

 

Transcript:

Moin und herzlich willkommen zu Search Camp, dem Online Marketing Podcast. Mein Name ist Markus Hövener und mein Thema ist heute der perfekte Content für Suchmaschinen und für Nutzer. Das wollen wir natürlich alle. Ich habe zu diesem Thema ein neues Kompaktseminar aufgelegt. In 3 Stunden kann man alles erfahren, wie man wirklich den perfekten Content generiert. Für alle, die es nicht in mein Seminar schaffen, werde ich heute nochmal das Wichtigste da zusammenfassen und ansonsten würde es mich natürlich freuen, wenn wir uns alle mal vor Ort sehen, entweder im wunderschönen Münster oder wir bieten das Seminar auch jetzt als Online-Seminar an, das heißt man muss seinen Schreibtisch gar nicht mehr verlassen. Was auch immer für euch die beste Option ist, Ihr könnt auch einfach nur zuhören und gleich geht’s los. So, da sind wir jetzt. Wie gesagt, das Thema: der perfekte Content. Und wer will den nicht haben? Völlig klar! Wie kam ich eigentlich so auf die Idee daraus ein Seminar zu machen? Wir selber machen ja ohnehin viele Workshops mit Kunden und man merkt immer so dieses Thema Content schreiben, da kommen echt viele Fragen. Wie sieht eigentlich eine gute Headline aus, wie mache ich dieses? Muss ich auf Keywords achten, ja oder nein? Das kann man natürlich in einem konkreten Workshop erklären, aber jetzt kann ich endlich sagen: Wenn du es willst, du opferst 3 Stunden deiner Zeit, kriegst noch einen schönen Snack dazu, wenn es das Präsentseminar wird und dann erfährst du, was aus meiner Sicht den perfekten Content ausmacht. Insgesamt besteht meine Präsentation aus 10 verschiedenen Bereichen und daran werde ich mich heute auch ein bisschen entlanghangeln. Es geht mir nicht nur darum Werbung für das Seminar zu machen, mache ich natürlich gerne, würde mich freuen, wenn wir uns alle sehen. Aber ich will natürlich auch einfach einen normalen Mehrwert liefern, wie sonst auch. Deswegen hört einfach gerne zu. Ich kann natürlich nicht die ganzen 3 Stunden jetzt hier in 30 Minuten runterbrechen. Das wird auch klar sein. Aber ich möchte mal so den Überblick liefern, was ist mir eigentlich am Thema perfekter Content wichtig. Was wollen wir eigentlich?

Fangen wir mal mit Schritt 1 an, erstmal zu überlegen, was ist so das große Ziel? Wir wollen Content, der für relevante Suchbegriffe rankt. Wir wollen Content, den potentielle Kunden lieben und wir wollen natürlich Content, der Ziele erreichen kann. Ziele ist häufig, muss man ganz ehrlich sagen, eine Conversion, dass jemand was kauft. Kann natürlich auch was anderes sein, wie jemand soll einen Link setzen, jemand soll ein soziales Signal generieren oder einfach nur auf meiner Website herumgucken und diesen Content toll finden. Für uns ist natürlich dieser SEO-Aspekt eher im Vordergrund, also neuen Traffic reinbringen. Es gibt ein paar Stichworte, die rumgeistern, Ten Times Content haben wir vielleicht alle schon mal gehört, also mein Content muss 10 Mal besser sein als der andere Content oder es gibt eben auch Holistic Content, heißt allumfassender Content, der alle Fragen zu einem Thema beantwortet und darum geht’s heute natürlich insgesamt. So ein klein bisschen, wie kriegt man das eigentlich hin? Und man muss auch ein bisschen gucken so dieses große Ziel. Also früher und das finde ich leider immer noch sehr häufig, da war das Ziel Rankings zu erzielen. Kann man machen, aber ein Ranking ist eben nur ein Anfang. Also Ranking heißt wirklich nur, mich hat einer gesehen bestenfalls. Noch besser ist eigentlich der Klick, also jemand hat auch noch draufgeklickt, also er ist dann auch auf einem Content. Ist aber eigentlich auch nur ein Anfang des ganzen. Sondern ich will noch den nächsten Schritt, nämlich er soll auch noch lange auf meinem Content bleiben, er soll nicht zu den Google Ergebnissen zurückkehren und wenn er das alles getan hat, hätte ich im nächsten Schritt gerne idealerweise noch die Conversion. Das ist natürlich dann, hängt’s natürlich davon ab, welche Keywords ich so ausgewählt habe und ob überhaupt mein Produktangebot stimmt. Am liebsten, eines meiner Lieblingsbeispiele ist eigentlich immer Windeln.de, die haben echt tollen Content gemacht, ist kein Kunde von mir. Ich weiß nicht, ob der wirklich konvertiert, aber man sieht, die haben wirklich so mit einem Beitrag wie „Glückwünsche zur Geburt“ 4.000 Top 100 Rankings generiert, also mit einem einzigen Beitrag richtig viel Reichweite generiert. Wenn man das sich mal in Sistrix anguckt, dieser eine Beitrag hat mehr Sichtbarkeit als so manche Website mit der gesamten Website.

Schritt 2: Ich bin motiviert, ich will das machen. Keyword-Recherche ist natürlich immer noch ein wichtiges Thema. Ich höre natürlich auch oft, wir wollen auch über Themen schreiben, die nichts mit Keywords zu tun haben. Sage ich: Klar, kannst du machen. Aber dann erwarte bitte auch nicht, dass irgendjemand darauf kommt. Und ich denke schon immer, wenn es so 2 Themen gibt, das eine wird gesucht, das andere wird nicht gesucht, würde ich mich natürlich als SEO immer für das, was gesucht wird, entscheiden. Keyword-Recherche heißt für uns natürlich vor allem immer der Keyword Planner, ist für mich immer noch das Tool der Wahl. Da kriege ich Suchvolumina, es hat ein paar Nachteile, im Longtail funktioniert das Tool nicht so wahnsinnig gut und Suchvolumen gleich Null heißt auch nicht, dass was nicht gesucht wird, sondern dass es eher selten gesucht wird. Ich brauche ein AdWords Login und mittlerweile muss ich auch hinreichend viel Geld bei AdWords ausgeben, um überhaupt an ordentliche Daten zu kommen. Trotzdem ist es nach wie vor für mich erstmal das wichtigste Tool. Was braucht man ansonsten noch so im Werkzeuggürtel? Man braucht meiner Meinung nach noch ein Suggestion-Tool, also ein Tool, was die Suchvorschläge abgräbt, sowas wie Keywordtool.io oder auch Hypersuggest, die, die halt alle rausholen, und ich finde immer toll, wenn man noch ein W-Fragen Tool zur Hand hat, was halt meine Suchanfrage mit Wörtern wie wer, wie, was kombiniert. Da bin ich ein Freund von Answer The Public oder auch Hypersuggest. Da kann man echt super mit arbeiten. Je nach Zielsetzung muss ich dann halt aus diesen Tools auswählen, was ich möchte, wenn ich einen großen Suchbegriff habe, also einen hochvolumigen Suchbegriff, dann kann ich den Keyword-Planner prima nehmen, also sowas wie Gartenhaus. Wenn ich eher im Longtail operiere, weil es vielleicht ein B2B-Geschäft ist, dann würde ich eher so ein Suggestion-Tool nehmen. Wenn ich Fragen finden möchte, da kommen wir gleich nochmal zu, würde ich natürlich ein W-Fragen-Tool nehmen. Insgesamt am Ende von Schritt 2 sollte ich aus diesen ganzen Tools eine Keyword-Liste zusammenhaben. Idealerweise mit Suchvolumen, um das Ganze irgendwie bewerten und priorisieren zu können. Schritt 2: Keywords konsolidieren oder verwerfen. Erstmal heißt das konsolidieren, warum? Früher war es so, zum Beispiel die Suchanfrage „Gulaschgewürze“ hat andere Suchergebnisse geliefert wie „Gewürze Gulasch“. Ist mittlerweile nicht mehr so. Also früher hätte man 2 Seiten angelegt und heute sagt man einfach, die Unterschiede sind eigentlich nicht da, die Semantik zählt, und es reicht eine Seite zu machen. Das heißt das Keyword-Tool liefert mir gedrehte Wortstellungen, Singular, Plural, konjugiert, dekliniert oder Füllwörter drin. All das muss ich erstmal rausstreichen, um halt diese Keywords zu konsolidieren. Es gibt dann noch den 2. Grundsatz, man sollte viele kleine Inhalte vermeiden. Also dieses Stichwort Holistic Content, ich sollte eher einen großen Beitrag mit vielen Informationen erstellen, das heißt, wenn ich viele niedrigvolumige Suchbegriffe gefunden habe, über die ich sowieso relativ wenig schreiben kann, dann lohnt es sich eher das eben zu konsolidieren und zu sagen, aus diesen 5 kleinen Suchbegriffen mache ich jetzt einen großen Beitrag. Deswegen, das Ergebnis sollte halt sein eine konsolidierte Liste zu haben, wo ich Suchbegriffe und Suchvolumina habe, eventuell oder idealerweise schon zu Artikeln gruppiert. Das ist erstmal eine gute Ausgangslage.

Dann sollte ich mir noch Gedanken machen in Schritt 3 auch, ist das wirklich ein guter Suchbegriff für mich? Da gibt’s so verschiedene Ansätze, einer ist sich so ein Funnel anzugucken, also es gibt verschiedene Schemata, wenn man so möchte. Nutzer durchlaufen bis zu einem Kauf eines Produktes einen gewissen Funnel, verschiedene Phasen. Fängt an mit der Unaware Phase, also der Nutzer hat noch kein Problem und weiß auch nichts davon. Irgendwann kommt die Recherchephase, der Nutzer weiß, dass er ein Problem hat, sucht nach Möglichkeit Lösungen. Dann kommt irgendwann die Vergleichsphase, wie unterscheiden sich eigentlich die Lösungen und irgendwann kommt dann idealerweise auch mal der Kauf. Optimal ist es natürlich, wenn ich Content in allen Phasen des Funnels habe und da muss ich halt eben meine Keywords mal wirklich kritisch hinterfragen: Wo fällt das rein? Um idealerweise dann im nächsten Schritt nicht einfach Content nur für eine Phase zu schreiben und danach verliere ich die Nutzer wieder, sondern um sie wirklich in allen Phasen gleichmäßig bedienen zu können. Ich sollte mich natürlich auch immer fragen, so ein Suchbegriff, wenn ich den mal kritisch prüfe, ist das überhaupt mein Zielkunde? Beispiel wäre, jemand tippt ein „Grundlagen der Jahresabschlusserstellen“. Würde ich sagen, ist vielleicht als Steuerberater vielleicht ein ganz guter Suchbegriff. Ist es aber nicht, denn jemand, der Grundlagen der Jahresabschlusserstellung eintippt, ist sehr wahrscheinlich ein Student, der nach dem gleichnamigen Buch sucht. Der sucht aber keinen Steuerberater. Also hier der klassische Tipp, gucke dir mal die Suchergebnisse an und schaue dir halt wirklich auch an irgendwie, was erscheint da so? Ist das wirklich dein Zielkunde? Ich würde auch immer gucken, mir jedes Suchergebnis sehr kritisch angucken, gibt’s da vielleicht einen Commercial Intent? Das heißt, wenn ich zum Beispiel den Suchbegriff „Haarschnitte Inspiration“ gefunden habe und ich gucke mir die Suchergebnisse an, dann sehe ich, da kommen Beiträge von brigitte.de, jolie.de, Vogue und Konsorten. Das heißt da werden redaktionelle Inhalte erwähnt, da habe ich eine Chance reinzukommen. Für so einen Suchbegriff Nike Sneaker Damen habe ich keine Chance, weil das hat einen Commercial Intent und da wird Google in den allermeisten Fällen ohnehin einen Shop ausspielen wollen und solche Suchbegriffe müsste ich dann idealerweise aus meiner Liste wieder streichen.

Wenn ich mich jetzt entschieden habe, hier, ich habe ein Keyword gefunden oder ein Keyword-Set und dazu möchte ich einen Artikel schreiben, würden wir in Schritt 4 immer etwas starten, was wird Hidden Agenda nennen. Hidden Agenda heißt, wir müssen irgendwie rausfinden, was interessiert diesen Kunden eigentlich alles? Unser Ziel ist Holistic Content, dass wir einen möglichst vollständigen Beitrag schreiben möchten. Du musst nirgendswo anders mehr nachschauen, bei mir steht alles drin. Aber der Kunde hat vielleicht nur eine Suchanfrage reingetippt „Hörgeräte Kosten“ und ich muss jetzt herausfinden, was will der eigentlich alles so wissen, welche Fragen könnte der eigentlich haben zu „Hörgeräte Kosten“? Eine Möglichkeit, finde ich auch die häufigste und die beste, sind eben diese Suggestion-Tools zu nehmen Keywordtool.io, wenn ich das da reinstecke und „Hörgeräte Kosten“ reinstecke, dann kriege ich halt so Suchanfragen wie „Hörgeräte Kostenübernahme Arbeitgeber“, „Hörgeräte Kostenübernahme Rentenversicherung“, „Kosten Hörgeräte für Kinder“, „Hörgeräte Kosten Bluetooth“ und so weiter. Dann kann ich halt diese ganzen Suchbegriffe durchgucken und herausfinden, was interessiert den eigentlich alles so? Also es gibt offensichtlich Hörgeräte für Kinder und für Erwachsene, vielleicht gibt’s da unterschiedliche Produkte für, nehme ich jetzt mal an. Oder auch die Kostenübernahme ist natürlich für die meisten ein wichtiges Thema. Wer übernimmt die Kosten zu welchen Anteilen? Da zählt sicherlich, bin ich Arbeitgeber oder bin ich schon Rentner offensichtlich? Daraus baue ich dann halt meine Struktur des Artikels zusammen, indem ich sage, alle diese Fragen muss ich, nochmal das Stichwort ist Holistic Content, natürlich abarbeiten. Es gibt noch andere Möglichkeiten, Forensuche oder überhaupt sich die Suchergebnisse anzugucken oder sich die ähnlichen Suchanfragen anzuschauen. Aber im Großen und Ganzen muss ich sagen, findet man eigentlich mit diesen Suggestion-Tools immer hinreichend viele gute Vorschläge.

Schritt Nummer 5 für mich die optimale Headline zu schreiben. Also ich habe meine Struktur zusammen und jetzt fangen wir mal mit der Headline an. Kann man sagen, warum fängt der damit an? Ich glaube, es gibt gute Gründe dafür. Es gibt nämlich die sogenannten Scanner und Skimmer, das heißt es gibt Menschen, die gucken sich die Seite an, manchmal gucken Sie sich noch nicht mal die Seite an, sondern haben sie vielleicht im Facebook Feed irgendwo gesehen und auch da muss die Headline halt wirklich catchy sein. Nochmal zurück zu den Scannern und Skimmer. Der Scanner guckt erstmal wirklich nur so aus 30.000 Fuß auf die Seite, guckt sich die Headline an, vielleicht guckt er sich noch ein Bild an, was irgendwo auftaucht und entscheidet sich dann, lohnt sich eigentlich der Zeitaufwand für diesen Artikel? Es gibt auch Menschen, die lesen einfach nur die Headline und wenn die Headline alles gut zusammenfasst, muss ich den Rest auch nicht mehr lesen. Man hat halt keine Zeit mehr. Dann gibt’s den Skimmer, der Skimmer guckt jetzt nicht mehr aus 30.000 Fuß, sondern aus 10.000 Fuß und sieht schon zum Beispiel die Zwischenüberschriften, der sieht vielleicht noch ein Bild mehr, der sieht vielleicht auch den Anfang eines Absatzes, er sieht vielleicht auch ein paar Bullet Points und der will auch gar nicht den ganzen Artikel lesen, der will einfach nur ein bisschen Orientierung haben, was kann ich jetzt hier schnell lesen, um trotzdem alles zu verstehen? Und auch dem muss ich idealerweise was bieten. Dann gibt’s idealerweise natürlich den Reader, der einfach den Artikel von oben nach unten durchliest, je nachdem welchen Statistiken man aber glauben möchte, muss man sagen, hm, gibt’s davon nicht mehr so wahnsinnig viele. Deswegen ist die Headline für mich immer noch extrem wichtig, einfach nur, um erstmal den Punkt zu machen, zu sagen, ich setze mich mit diesem Artikel jetzt auseinander, ich will den lesen und ich finde, es gibt so 7 Faktoren, die eine gute Headline ausmachen. Faktor 1: what’s in it for me? Der Artikel muss sich halt an mich richten, er muss für mich relevant sein. Also nicht, wir haben hier irgendjemand interviewt, sondern der, den wir interviewt haben, der hatte halt wichtige Fakten für mein Leben gebracht und das muss ich herausarbeiten. Faktor 2: Ideal, dieses FOMO nennt man das, Fear of Missing Out, also ich muss klar machen, wenn du das jetzt nicht liest, dann hast du echt ein Problem. Also das hier bringt dich weiter und auch das muss diese Headline kommunizieren. Faktor 3: Ich finde gut, Ansprache des Lesers, also Du oder Sie und nicht man, eine aktive Sprache zu verwenden. Faktor 4: Auch eine persönliche Perspektive, also ich schreibe zum Beispiel über meine Erfahrungen und nicht über unsere Erfahrungen. Faktor 5: Nochmal Satzzeichen zu verwenden, vor allem zur Trennung, also keine Bandwurm-Headline, sondern irgendwo Doppelpunkte einbauen oder nochmal einen Bindestrich zur Trennung. Es muss halt auch gut lesbar sein und schnell. Faktor 6 wäre für mich ideal, wenn der Brand auch noch drin vorkommt. Denn wie gesagt, es kann passieren, dass jemand nur die Headline liest, dann wäre es doch schön, wenn er mit meinem Brand auch in Berührung gekommen ist. Punkt 7: Die Headline muss ohne Kontext verständlich sein. Das gibt es ab und zu mal, also ich muss diese Headline lesen und sagen, okay, ich habe alles verstanden, ich brauche kein Vorwissen, da steht alles drin, was ich wissen muss, um die Entscheidung zu treffen, dass ich diesen Artikel lesen möchte. Dann gibt’s halt so, das habe ich in einem Seminar, das kann ich jetzt hier nicht in der Breite machen, gibt’s so eine Ideenkiste. Es gibt natürlich so Standardartikel, Formate, die man eigentlich immer nutzen kann wie ein List-Post oder auch was Provokatives, was Kurioses, da muss man halt ein bisschen kreativ sein, wie man das Ganze macht. Und muss natürlich auch sagen, es geht nicht nur um die Hauptüberschrift, sondern gerade der Skimmer guckt sich auch die Zwischenüberschriften an, auch da wichtig, dass man die nutzt. Da kann man noch ein paar Keywords unterbringen, nicht übertreiben, also nicht die Brechstange rausholen, sondern auch da idealerweise, wenn man sich die einzelnen Zwischenüberschriften nur anguckt, muss man die Struktur des Artikels perfekt erkennen können.

Schritt Nummer 6: Endlich kommen wir mal zum Content. Alles andere war jetzt so ein bisschen Vorarbeit. Was kann man sagen? Punkt 1: Ganz klar, Keyword-Dichte ist nicht mehr relevant. Die Keywords sollten natürlich sinnvoll oft vorkommen, überhaupt keine Frage, aber jetzt nicht Keyword-Dichte 2 Prozent, 3 Prozent, 4 Prozent. Die Qualität der Inhalte ist entscheidend, der Inhalt muss perfekt zur Suchanfrage passen und der Inhalt muss die Suchanfrage vollumfänglich beantworten. Ein Thema, was immer aufkommt, gerade in Workshops in letzter Zeit, sind so Proof Keywords. Das kommt so aus dem Kontext von WDF*IDF, also mein Lieblingsbeispiel ist: Wenn ich einen Artikel zum Thema Kopfschmerzen schreibe, dann kommt mit einer gewissen Wahrscheinlich das Wort Aspirin vor oder mit einer gewissen Wahrscheinlich das Wort Cluster-Kopfschmerzen. Dadurch, dass Google halt diese Milliarden von Seiten im Index hat, kann es diese Relationen eigentlich relativ gut feststellen. Also auf Seiten, auf denen das Wort A vorkommt, kommt in der Regel auch B vor und auf Seiten ohne A kommt B nicht oft vor. Also man braucht wirklich 2 Wörter, die häufig zusammen auftauchen, aber wo nicht eines dann ohne das andere auftaucht. Dazu kann man WDF*IDF Tools nutzen. Ich bin überhaupt kein Freund davon, weil die meisten einfach methodisch vollkommener Unsinn sind. Ich habe im Seminar habe ich ein Beispiel, wo ich mal WDF*IDF Analyse zum Thema Kopfschmerzen gemacht habe und das stärkste Wort, was vorgeschlagen wird, ist das Wort Flüchtlingsfamilien. Das spielt jetzt vielleicht eher der AfD in die Hände, aber ist natürlich kompletter Unsinn. Deswegen muss man das immer, wer solche Tools nutzen möchte gerne, kritisch überprüfen und immer daran denken, nutzt Google das exakt so? Glaube ich nicht. Es gibt manche Leute, die hingehen und dann wirklich den Text perfekt auf dieses WDF*IDF ausrichten. Bitte macht das nicht! Was gibt’s noch? Um die Lesbarkeit zu verbessern, gibt’s natürlich auch viele Tipps. TL;DR setzt sicht immer mehr durch, also ein „too long; didn’t read“, eine Zusammenfassung eines Beitrages, auch das wieder für die Scanner und Skimmer, die einfach den ganzen Beitrag nicht lesen wollen, also das, was früher einfach ein Fazit war. Fettungen, bin ich auch ein Freund von, also dass man innerhalb des Fließtextes Bereiche fettet und es sollte auch dann so sein, ähnlich wie bei den Zwischenüberschriften, der grobe Inhalt des Textes sollte nur durch Lesen der Fettungen erkennbar sein. Kriegen nicht so viele unbedingt gut hin. Noch ein Tipp ist, natürlich ein Inhaltsverzeichnis reinzubringen, das macht die Wikipedia ziemlich gut, dass jeder Text so ein Inhaltsverzeichnis hat, gerade bei langen Beiträgen sehr hilfreich. Hilft Google auch nochmal die Struktur des Beitrags zu erkennen. Und vielleicht noch ein Thema, Lesbarkeit, da gibt’s zum Beispiel den Flesch-Index. Bin ich auch nicht unbedingt ein Freund von, weil man auch da Texte ohne Sinn hereinstecken kann und trotzdem irgendwie einen Höchstwert erreichen kann. Also man sollte sich das mal angucken. Mein Tool-Tipp ist das www.textanalyse-tool.de, das macht nämlich nicht nur so eine Sichtbarkeitsanalyse, sondern findet auch noch so ganz typische Fehler wie Passivsätze vermeiden, unpersönliche Sprache. Da kann man halt einen Text reinkleben und der sagt dann, wie oft man diese ganzen Fehler macht und das ist, ich finde, für viele sehr hilfreich. Noch ein Thema auch beim Content ist natürlich das Einbetten von Bildern und Videos. Manche glauben so, wenn ich jetzt ein Video einbaue, gerade ein YouTube-Video, das sieht Google und dann ist es gut. John Mueller hat sich unlängst dazu nochmal geäußert, hat gesagt „YouTube video alone doesn’t make a page high quality“. Ist richtig, also auch da glaube ich nicht, dass der Content davon profitiert, dass da per se einfach immer ein Video reingeklebt wird. Es schadet mit Sicherheit nicht, wenn das Video auch dazu passend ist. Insgesamt muss man halt wirklich gucken, so zwei Fälle gerne immer, also Fall 1 ist, ich sollte Bilder einbauen, wenn es zur Suchanfrage passt. Wenn ich zum Beispiel nach „Dekoration, Hochzeit, Inspiration“ suche, dann sehe ich sofort in den Google Ergebnissen wird die Bildersuche ausgespielt. Dann kann ich davon ausgehen, das ist ein visuelles Thema, folgerichtig sollte auch mein Beitrag visuell sein, dann müssen halt auch Bilder drin vorkommen, weil einfach jemand danach sucht. Wenn ich nach „Besteuerung Abfindung Betriebsrente“ suche, muss da kein Bild rein. Da kann ich jetzt den armen Mann zeigen oder den Rentner oder irgendwas, das hat faktisch keinen Mehrwert. Analog auch zu dem Thema Videos, wenn ich sehe, zum Beispiel ich suche nach „Laptop aufschrauben“ und auf Position 1 ist ein YouTube Video in den Google Ergebnissen, wäre das für mich ein Indiz, dass ein Video vielleicht nicht vollkommen verkehrt wäre. Der 2. Fall natürlich Unterstützung der Inhalte, also manche Sachen kann man einfach visuell besser kommunizieren als in Textform und wenn das so ist, sollte ich halt idealerweise auch ein Bild einbauen. Idealerweise auch, damit es natürlich in sozialen Netzwerken gut geteilt wird.

Was haben wir noch? Suchergebnis-Optimierung, das ist Schritt 7. Ist eigentlich auch so ein SEO-Klassiker, wir hatten eben drüber gesprochen, es gibt erstmal das Ranking und dann gibt es den Klick. Damit möglichst viele Klicken, muss mein Ranking halt auch möglichst attraktiv sein. Das kann ich beeinflussen, das wissen die meisten von euch, über Seitentitel und Meta Description, das sollte ich nutzen. Auch hier wieder angrenzend an alles, was ich mir vorher schon überlegt habe, wenn ich dieses „what’s in it for me“ mir überlegt habe bei der Headline, dann sollte das natürlich auch in Seitentitel und Meta Description wiedergespielt werden. Also wie kann ich Geld sparen, wie kann ich Zeit sparen, wie kann ich keine Fehler machen, wie kann ich anderen voraus sein? Das muss mein Suchergebnis kommunizieren. Da gibt’s verschiedene Regeln für, kennen wir wahrscheinlich alle, von der Länge und Breite. Auch hier wieder ein Tool-Tipp, von Sistrix gibt’s ein SERP-Snippet Generator, da kann ich das Ganze mal durchspielen, Seitentitel und Meta Description eingeben. Das hilft mir auch dabei ein paar Sonderzeichen reinzubauen, die hilfreich sein können. Und dann, wenn das optimal ist, also wenn der Balken, der da angezeigt wird, voll blau ist, dann kann ich halt Seitentitel und Meta Description in mein Suchergebnis übernehmen. Sollte ich auch durchaus mit spielen.

Schritt Nummer 8: Da hatten wir eben noch eine kleine Diskussion drüber mit meinem SEO-Teamleiter, der meinen Schritt 8 nicht so gut fand. Es geht um Featured Snippets, das sind diese Suchergebnisse, man nennt das auch Ranking Zero oder Position Zero, das heißt über dem 1. Suchergebnis erscheint nochmal ein Suchergebnis, was besonders herausgezogen wird. Das ist oft, dass das 1. Suchergebnis dafür herhalten muss, es kann aber auch insgesamt aus den Top 10 kommen. Na ja und viele halten das für sehr attraktiv, also optisch attraktiv ist es auf jeden Fall, es gibt so verschiedene Implikationen in Bezug auf Klickrate und auch vor allem auf die Nicht-Klickrate. Da muss man ganz gut drüber nachdenken. Spannend sind diese Featured Snippets auf jeden Fall, weil sie auch in Voice Search reinspielen. Also wenn ich zum Beispiel mit dem Google Home suche, dann wird da nur noch ein Suchergebnis vorgelesen und das, was vorgelesen wird, ist in der Regel das, das das Featured Snippet bekommen hat. Das heißt so zukunftstechnisch, wenn ich richtig unterwegs sein möchte, dann sollte ich eigentlich auch ein Featured Snippet haben. Es gibt da verschiedene Typen, es gibt Text, Liste und Tabelle, das könnt ihr euch übrigens auch in einem YouTube Video nachgucken. Ich packe das in die Shownotes und dafür gibt’s verschiedene Vorgaben, was die Länge angeht. Das könnt ihr alles in dem Video nachlesen. Grundsätzlich, ich halte das für interessant, aber ich halte es nicht nur interessant, um das Featured Snippet zu bekommen, sondern alles das, was man da macht, ist eigentlich auch für den Nutzer gut. Also zum Beispiel, dass man Sachen in eine Liste packt, die auch in eine Liste gehören und daraus nicht Fließtext macht. Warum? Es ist leichter konsumierbar, dann greifen wieder die Scanner und die Skimmer und dann kann es weitergehen.

Schritt Nummer 9: Google Panda. Ist heutzutage gar nicht mehr so ein großes Thema, aber Panda wissen wir alle, so August 2011, Boom! ging’s für ganz viele Websites ordentlich nach unten. Auslöser waren damals so Content Farmen wie ehow.com, die es halt ein bisschen übertrieben haben. Vorher hat Google gar nicht so sehr auf Textqualität geachtet, mit Google Panda kam das dann, und Google hat insgesamt so 23 Panda-Fragen gestellt und die auch öffentlich gemacht. Die haben jetzt nicht explizit gesagt, du musst das und das machen, sondern die haben halt mit diesen 23 Panda-Fragen versucht zu erklären, lieber Website-Betreiber, wenn du deinen Content mal kritisch überprüfen möchtest, dann gucke dir doch bitte mal bezüglich dieser Fragen deinen Content an. Da gibt’s so Fragen wie, Frage Nummer 2 ist das übrigens von 23: Wurde der Artikel von einem Experten oder einem sachkundigen Laien verfasst oder ist er eher oberflächlich? Da finden wir uns zum Beispiel wieder bei den Proof Keywords wieder, weil ein Experte würde automatisch, wenn er was zu dem schreibt, auch diese Proof Keywords mit einbauen, weil er sich einfach in dem Thema auskennt. Wenn ich jetzt was über Golf spielen schreiben müsste, keine Ahnung, ist nicht mein Thema, aber derjenige, der da Experte ist, der wüsste genau, wie viel unter Par du spielen musst oder was ein Birdie ist und er würde automatisch dafür sorgen, dass diese Proof Keywords halt in dem Text auftauchen. Oder so Sachen wie Frage Nummer 6: Enthält dieser Artikel Rechtschreibfehler, stilistische oder Sachfehler? Wäre für mich eine klassische Motivation doch mal ein Lektorat einzuschalten oder wenn ich halt nicht der Schreiberling bin, dafür ein Seminar zu benutzen. Spannend auch sowas wie Frage Nummer 10, ich kann jetzt nicht alle machen, aber: Werden in dem Artikel unterschiedliche Standpunkte berücksichtigt? Meine Meinung immer, Dialektik hilft. Also schreib nicht nur das, was 50 Prozent der Leute glauben, sondern beleuchte es von mehreren Standpunkten und so ein dialektischer Beitrag durchaus hilfreich. Angrenzend zum Beispiel auch Frage Nummer 20: Könntet ihr euch diesen Artikel in einem Printmagazin, einer Enzyklopädie oder einem Buch vorstellen? Na ja, Implikationen, eine neutrale Darstellung der Thematik würde schon helfen, auch eine gute Struktur. Also man würde ja nicht einfach nur stumpf 1.000 Wörter schreiben, sondern auch hier wieder Zwischenüberschriften, Lesbarkeit des Textes, auch das ist was, was man in einem Buch berücksichtigen würde.

Dann kommt für mich noch der Schritt 10 oder das Thema 10, wenn man so möchte: Sich mal die Quality Rater Guidelines anzugucken. Das sind 160 Seiten Informationen, langes PDF auf jeden Fall, wo Google eigentlich seine internen Quality Rater mit schult. Früher ist das mal geleakt, mittlerweile ist das, hat Google das dann öffentlich gemacht, weil es sowieso leaken würde. Auch da sind 160 Seiten, ich kann nicht jedem empfehlen sich das selber durchzulesen, muss er ja auch nicht, habe ich ja schon für euch gemacht. Was gibt’s da so für Sachen, was steht da so drin? Ein Konzept oder ich zitiere das mal gerade: „It shoud be clear, who created the content. What individual, what company, what business, what foundation“. Was lernen wir daraus? Ich sollte zum Beispiel ein Autorenprofil drunter haben. Oder es gibt einen relativ umfänglichen Bereich auch, das nennt Google EAT, Expertise Authoritativeness and Trutworthiness, also Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Da steht dann zum Beispiel sowas wie „Formal expertise is important for topics such as medical, financial oder legal advice“. Das heißt, wenn jemand etwas schreibt über Finanzthemen oder über Rechtsberatung, dann sollte er eigentlich auch die formelle Expertise dafür haben, also sollte idealerweise zum Beispiel Rechtsanwalt sein. Solche Signale in den Text einzubauen, zum Beispiel im Autorenprofil, dass ich Rechtsanwalt bin, kann helfen das alles zu transportieren. Oder es gibt eine Sektion über „What is low quality content?“. Da sagt Google zum Beispiel, „Failing to site sources or making up sources, where none exist“, also Quellen zu zitieren, überhaupt das kommt noch so ein paar Mal, dass man überhaupt auf andere Websites verlinkt, dass man nicht einfach nur seinen Beitrag schreibt, sondern weil du ja der Experte bist, kennst du auch quasi die Koryphäen innerhalb dieser Thematik und kannst sie auch noch zitieren und all das kann halt helfen, dass dieser Beitrag wirklich richtig gut funktioniert. Dann gibt’s noch so Sachen über Website Reputation und, und, und. Insgesamt folgt einiges daraus, man sollte sich das mal angucken, ein paar Sachen habe ich jetzt genannt. Wer das Ganze lesen möchte, die 160 seiten, klar gerne, ansonsten kommt gerne ins Seminar.

Damit wäre ich auch soweit erstmal durch. Der perfekte Content ist ein komplexes Thema, ich biete da dieses 3-Stunden-Seminar an, würde mich freuen ein paar von euch da zu sehen, ansonsten konnte ich euch hoffentlich trotzdem heute nochmal so ein Paar Guidelines geben, so ein Paar Gedankenanstöße, was wirklich den perfekten Content ausmacht. Bleibt dran an dem Thema. Ich werde es auf jeden Fall tun und bis bald! Tschüss

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About Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (SEO - Die neuen Regeln), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.