Letzten Freitag habe ich im Bloofusion-Webinar über dynamische Anzeigenanpassungen gesprochen. Konkret ging es um Countdowns, IF-Funktionen und feed-basierte Anpassungen, wofür es jeweils eine Einführung, viele Praxisbeispiele, einige Kniffe und auch die ein oder andere unorthodoxe Herangehensweise gab.

Aufzeichnung

Die Aufzeichnung ist inzwischen online und kann hier oder auf YouTube angesehen werden:

Offene Fragen

Vor und nach unseren Webinaren gibt es immer die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Angesichts des umfangreichen Themas war die Zeit leider zu knapp, um alles zu beantworten. Da mir das Thema am Herzen liegt (und mich das gute Feedback beflügelt ;)), möchte ich einige Fragen bzw. Antworten an dieser Stelle nachholen.

Wie richtet man die Tabelle für Anzeigenanpassungsdaten ein? Wie bekommt man die Formate richtig hin?

Vorweg: Man braucht keine Angst zu haben, etwas falsch zu machen. Man kann viele Tabellen anlegen und sie auch wieder löschen. Man kann also gefahrlos ausprobieren.

Los geht’s in der gemeinsam genutzten Bibliothek unter den Geschäftsdaten, wo man neue Anzeigenanpassungsdaten hinzufügt. Daraufhin öffnet sich ein Dialog, in dem sich ein Link zur Vorlage findet:

Man kann nun die Vorlage verwenden und beispielsweise in Excel ausfüllen. Es reicht aber schon, eine komplett abgespeckte Version hochzuladen, denn danach kann man in AdWords weiterarbeiten.

Im Grunde kann man einfach eine Textdatei oder eine Excel-Tabelle hochladen, in die man nur den Namen eines Feldes zusammen mit dem Typ in Klammern schreibt. Beispiel: Produktname (Text)

Sobald man das hochgeladen hat, kann man die Tabelle in AdWords anlegen und in den Geschäftsdaten anklicken. Dort kann man nun weitere Spalten hinzufügen und auch Tabellenzeilen einfügen. Für die Ausrichtungsattribute gibt es vorgegebene Spalten, die man ggf. noch einblenden muss. Das folgende Bild zeigt das noch mal in Kurzfassung:

Der große Vorteil hier ist, dass man nur den Dialogen zu folgen braucht und sich die richtigen Formate dann von selber ergeben. Ein einfaches Vorgehen wäre, alle Spalten und eine Zeile einzurichten, das Ergebnis herunterzuladen und als Vorlage zu nutzen, um weitere Zeilen dann wieder in Excel zu erstellen.

Wie bekomme ich auch die URL der Zielseite dynamisiert?

Diese Frage wurde vorher mehrfach gestellt, allerdings musste ich diesen Teil angesichts der begrenzten Zeit wieder herausnehmen.

Dynamische Anzeigenanpassungen sind leider nur für die sichtbaren Teile der Anzeige verfügbar. Es ist also nicht möglich, der Zielseite auf dem gleichen Weg mitzuteilen, was gerade in der Anzeige gestanden hat. Es gibt aber fast immer einen Weg, der mitunter allerdings kompliziert sein kann.

In den allermeisten Fällen ist ValueTrack die Lösung. Mit ValueTrack-Parametern lassen sich zusätzliche Informationen übergeben. Die im Zusammenhang mit Anzeigenanpassungen primär relevanten Parameter sind die folgenden:

  • Geräte: {ifmobile:[value]}, {ifnotmobile:[value]}, {device}
  • Zielgruppen: {targetid}
  • Zielregion: {loc_interest_ms}, {loc_physical_ms}

Die Details zu ValueTrack würden hier den Rahmen sprengen, aber ich denke, wer in der Lage ist, Zielseiten dynamisch anzupassen, wird sich zurechtfinden. Eine Übersicht allen ValueTrack-Parametern gibt es unter https://support.google.com/adwords/answer/6305348

Wie wirkt sich das alles auf den Qualitätsfaktor aus?

Für die Anzeigenauktion macht es keinen Unterschied, ob Anzeigen nun statisch oder dynamisch zustandegekommen sind. Für Google geht es schließlich darum, die Relevanz einer Anzeige zu beurteilen, um deren Klickwahrscheinlichkeit (bzw. Qualitätsfaktor) zu bestimmen. Da der Nutzer der Anzeige nicht ansieht, ob sie statisch oder dynamisch ist, macht das in Bezug auf das Klickverhalten keinen Unterschied.

Letztlich schaut sich Google die fertige Anzeige an, egal, wie sie zustande gekommen ist. Man hat in Bezug auf den Qualitätsfaktor also keinen grundsätzlichen Vor- oder Nachteil. Aber man kann natürlich die Möglichkeiten der dynamischen Anzeigenanpassungen nutzen, um besonders gute Anzeigen zu erstellen. Das wäre dann ein handfester Vorteil.

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About Martin Röttgerding

Martin Röttgerding ist Head of SEA in der Online-Marketing-Agentur Bloofusion und schreibt schwerpunktmäßig über Google AdWords bei den Internetkapitänen, im suchradar und hin und wieder in seinem AdWords-Profi-Blog PPC Epiphany.

Martin Röttgerding ist unter anderem in den folgenden sozialen Netzwerken zu finden: