In AdWords bin ich gestern über eine neue Beta-Funktion gestolpert: In einigen (wenigen) Konten lassen sich nun Dashboards zusammenstellen.

Die neue Dashboard-Funktion basiert auf dem Berichtseditor. Falls man Zugriff darauf hat, findet man unter dem Menüpunkt „Berichte“ nun einen Reiter für Dashboards. Dort kann man dann neue Dashboards (bzw. „Übersichten“) erstellen und auf gespeicherte Dashboards zugreifen:

 

Erstellt man ein neues Dashboard, dann erscheint erst mal eine leere, gekachelte Fläche:

Auf diesem Kachelraster lassen sich dann einzelne Berichtselemente platzieren. Verfügbar sind:

  1. Charts (Balken-, Linien- und Kuchendiagramme)
  2. Tabellen
  3. Notizen
  4. Kennzahlen

Charts und Tabellen werden mit dem Berichtseditor erstellt. Man kann entweder einen bestehenden Bericht einfügen oder einen neuen erstellen. Dabei kann man auf alle gewohnten Funktionen zurückgreifen.

Notizen sind schlichte Textkärtchen, auf die man beliebig viel schreiben kann. Da es keinerlei Formatierungsoptionen gibt, bleiben sie allerdings schmucklos.

Kennzahlfelder enthalten eine oder mehrere AdWords-Kennzahlen, wobei die Liste der verfügbaren Standardmetriken sehr lang ist. Benutzerdefinierte Felder fehlen allerdings. Im Dashboard werden manche Zahlen dann automatisch gerundet.

Das Ergebnis kann dann so aussehen:

Wie man sieht, entstehen durchaus ansehnliche Dashboards. Noch gibt es viele Schönheitsfehler, aber in der Beta ist die Schaltfläche fürs Feedback an Google immer präsent und ich denke, da werden noch einige Dinge ausgebügelt.

Oberhalb des Dashboards gibt es dann noch einige hilfreiche Funktionen:

  • Der PDF-Download kommt dem Dashboard schon recht nahe, ist aber noch unschön und schneidet manche Zahlen ab.
  • Dashboards können wie Berichte geplant und regelmäßig verschickt werden.
  • Das Datum kann geändert werden, so dass man ein Dashboard auch für ein anderes Datum als heute aufrufen kann.

Diese Funktionen deuten für mich an, dass der Begriff „Dashboard“ nicht immer genau passt. Eigentlich handelt es sich bei Dashboards nämlich um Sammlungen von Einzelberichten, die man ansonsten unter der Bezeichnung „Bericht“ an Kunden oder Vorgesetzte schicken würde.

Fazit

Dashboards scheinen ein nettes Feature zu werden. Wer ein wenig Zeit in die Einrichtung investiert, erhält eine nützliche Übersicht ganz nach den eigenen Vorstellungen. Die Bedienung gestaltet sich dabei sehr einfach und angenehm schnell.

Statt Dashboards nur für den schnellen Überblick zu nutzen kann man diese Funktion aber auch als durchaus mächtiges Reportingtool auffassen. Kleinere Agenturen (die allein Google AdWords anbieten) sowie Inhouse-AdWords-Verantwortliche könnten dieses Tool auch gut verwenden, um ihren Kunden bzw. Vorgesetzten einfache, aber ansprechende Berichte zu präsentieren.

Bis es soweit ist, müsste Google noch einige Dinge überarbeiten. Danach dürfte diese Funktion aber für manche Werbetreibende sehr hilfreich sein.

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About Martin Röttgerding

Martin Röttgerding ist Head of SEA in der Online-Marketing-Agentur Bloofusion und schreibt schwerpunktmäßig über Google AdWords bei den Internetkapitänen, im suchradar und hin und wieder in seinem AdWords-Profi-Blog PPC Epiphany.

Martin Röttgerding ist unter anderem in den folgenden sozialen Netzwerken zu finden: