Wer über das aktuelle Viral „Edeka Supergeil“ stolpert, sucht vielleicht auch auf Google danach. Auf die Website des Werbenden – Edeka – stößt man dabei aber kaum. Denn in Bezug auf SEO hat die Kreativität dann doch nicht mehr so ganz gereicht.

Google Trends zeigt, dass es durchaus ein Interesse für „edeka supergeil“ gibt:

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Auch das Wort „supergeil“ steigt gut an:

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Da investiert Edeka also wohl gutes Geld in die Werbeprofis von JvM, um wirklich „supergeile“ Clips zu generieren, die viral ja auch prima laufen. Und dann muss man sich mal anschauen, wie lieblos das in den Suchergebnissen stattfindet:

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OK, dass YouTube auf Platz #1 steht, ist OK. Dass Google News eingeblendet werden, ist auch OK. Und dann kommt das langweilige Ergebnis von www.edeka.de. Die Klickrate dieser Seite dürfte wohl unterdurchschnittlich sein.

Was hätte man hier alles besser machen können?

  1. Man hätte auf der Seite das Video so einbauen können, dass man dafür vielleicht auch ein Video-Thumbnail bekommen hätte. Das hätte die Klickrate wohl astronomisch gesteigert – wenn Google das denn auch übernommen hätte.
  2. Der Sänger Friedrich Liechtenstein hat ja eine eigene Google+-Seite. Mit einer rel-author-Verlinkung hätte man vielleicht sogar ein Authorship-Thumbnail hinbekommen. (OK, ist inhaltlich nicht ganz korrekt, aber einen Versuch hätte es wert sein können)
  3. Die Meta Description besteht nur aus „Supergeil“ – und sonst nichts. Wenn man hier die 90-Zeichen-Grenze überschritten hätte, hätte man eben auch zwei Zeilen Snippet erhalten und mehr Raum in den Suchergebnissen eingenommen.
  4. Auch im Seitentitel steht nur „Supergeil | EDEKA“. Google schneidet aber erst nach ca. 70 Zeichen ab, so dass man hier auch noch mehr Botschaft hätte unterbringen können („Alle Clips auf einen Blick“).
  5. Wenn es auf der Seite selber eine Bewertungsmöglichkeit gegeben hätte, hätte man wohl auch hübsche Sternchen-Bewertungen als Rich Snippet erhalten.

Wenn man all das gemacht hätte, hätte es mehr Traffic für Edeka gegeben und weniger Traffic für YouTube & Co.

Ich will hier gar nicht JvM die Schuld geben. Aber: Es zeigt mir, dass viele Werbetreibende den letzten Meter einfach noch nicht gehen. Man steckt viel Geld in die Werbung und vergisst dann, aus dem Hype das Maximum für sich selber herauszuholen.

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About Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (SEO - Die neuen Regeln), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.