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Wie Danny Sullivan auf SearchEngineLand berichtet, hat Google vor etwa einem Monat ein umfassendes Algorithmus-Update durchgeführt, um diesen von Altlasten zu befreien und gleichzeitig zukunftssicher zu machen. Das Update trägt den Namen „Hummingbird“ (Kolibri) – was ein Hinweis darauf sein soll, dass die Suchergebnisse künftig schnell und präzise präsentiert werden.

Der Fokus liegt dabei tatsächlich auf der verbesserten Ausgabe der Ergebnisse – vor allem in Hinblick auf die so genannte „Conversational Search“. Es ging weniger darum, wie bei älteren Updates, etwa die Geschwindigkeit der Indexierung zu verbessern (wie beim Caffeine Update in 2010). Auch wurden natürlich bewährte Algorithmusteile, wie etwa „Panda“ oder „Penguin“, die in den letzten Jahren eingesetzt wurden, in Hummingbird übernommen. Die Seiten, die durch Panda und Penguin seinerzeit einen Absturz erfahren haben, werden also durch das neuerliche Update nicht plötzlich wie durch ein Wunder „geheilt“ werden.

Die Conversational Search, also zum Beispiel bei gesprochenen Suchanfragen, soll durch Hummingbird hingegen einen Schub erfahren. Statt nur nach einzelnen Worten innerhalb der Suchanfrage zu suchen, soll fortan die ganze Suchanfrage stärker interpretiert werden. Dementsprechend sollen auch die Suchergebnisse anders sortiert und letztlich besser auf die Anfrage ausgerichtet sein. Google wird – sofern das funktioniert – zukünftig also eine bessere „Antwortmaschine“ werden, mit der man sich irgendwann vermutlich sogar unterhalten kann.

Stärkere oder gar negative Auswirkungen auf die Suchergebnisse hatte das Update bislang nicht. Was sicherlich auch daran zu messen ist, dass es innerhalb des letzten Monats keine nennenswerten Wortmeldungen in der SEO-Szene dazu gab.

Was folgt daraus für SEO?

Wenn die „Conversational Search“ künftig eine stärkere Rolle spielt – was sich in den Köpfen der Suchenden und durch technische Möglichkeiten erst einmal etablieren muss – werden SEOs wohl eher dem Long Tail innerhalb der Keywords ein Mehr an Beachtung schenken müssen. Natürlich wird es durch die „not provided“-Problematik (s. Blogpost von Markus) schwerer werden, herauszufinden, welche Keywords Besucher auf die Seite gelenkt haben. Doch wird die Tendenz weiterhin erkennbar sein.

Ein wichtiges Thema bei der künftigen Ausrichtung von Seiten werden verstärkt auch „implizite Suchanfragen“ sein. Also die verstärkte Berücksichtigung der Situation, in der sich die Suchende befindet, durch Google. Wer sich damit mal etwas weiter auseinandersetzen möchte, sollte sich den Whiteboard Friday unter http://moz.com/blog/the-future-of-user-behavior-whiteboard-friday anschauen, in dem Will Critchlow das Prinzip erläutert.

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About Maik Bruns

Maik Bruns war bis 2017 Berater für SEO und Webanalyse in der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als Online-Marketing-Enthusiast schrieb er zu diesen Themen im Bloofusion-Blog Internetkapitäne, im SEO-, SEA- und E-Commerce-Magazin suchradar und natürlich bei Twitter und Google+.

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