Das könnte Facebook-Orten neuen Schwung geben. Die Funktion „Nearby“ bzw. „In der Nähe“, die sich bislang nur auf Check-ins von Freunden bezog, wird mit der neuen Facebook App neu definiert …

Im offiziellen Statement von Sue Young, der zuständigen Facebook-Managerin ist unter anderem zu lesen, wofür die App jetzt genutzt werden kann:

„Nearby helps people discover places near them based on their friends‘ recommendations.“

Außerdem wird es (wie die Bilder zeigen) jetzt auch möglich, mit den Seiten, die man mit „Nearby“/“In der Nähe“ entdeckt, unmittelbar zu interagieren, heißt: Die Seiten lassen sich dort direkt liken, man kann direkt einchecken oder – bei hinterlegter Rufnummer – dort anrufen.

(C) Facebook Studio

Die Nearby-Funktion im Überblick (Bilder (C) Facebook)

Und damit dürfte die Funktion für Unternehmen einen deutlich größeren Stellenwert einnehmen. Denn während Benutzer bislang fast immer enttäuscht waren vom Nutzen der Funktion, dürfte sich diese jetzt sehr viel stärker mit Leben füllen.

Damit man auf der Welle mitsurfen kann, empfiehlt Facebook, die eigene Fanpage – sofern sie gleichzeitig einen Ort repräsentiert – jetzt so zu überarbeiten, dass die User die Funktion optimal nutzen können. Konkret bedeutet das:

  • Die Fanpage mit allen wichtigen Daten füllen, etwa Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer und beschreibenden Detailinformationen zum Unternehmen
  • Kategorie des Firmeneintrags korrekt setzen – dabei nicht vergessen, dass es auch möglich ist, mehrere Kategorien zu setzen.

Außerdem solle man die eigenen Kunden ermutigen, die Page „zu liken, dort einzuchecken, sie zu bewerten und zu empfehlen“, um die Nutzerrelevanz zu erhöhen und somit letztlich auch die Sichtbarkeit bei Freunden. Denn beispielsweise werden die abgegebenen Bewertungen von Nutzern ebenfalls sichtbar gemacht.

Der Rollout der neuesten Facebook-App wird in den nächsten Tagen durchgeführt. Man darf gespannt sein, wie stark die Funktion in den kommenden Monat genutzt wird. Ich persönlich sehe da echtes Potenzial, das mit der mickrigen Ausbeute der jetzigen Funktion nicht mehr zu vergleichen ist. Endlich bekommt sie einen Sinn und ich sehe nicht mehr nur Check-ins von Bekannten, die aus Versehen mal am New Yorker Flughafen eingecheckt haben oder zuletzt vor vier Wochen in der Bar in der Nachbarstadt gewesen sind.

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About Maik Bruns

Maik Bruns war bis 2017 Berater für SEO und Webanalyse in der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als Online-Marketing-Enthusiast schrieb er zu diesen Themen im Bloofusion-Blog Internetkapitäne, im SEO-, SEA- und E-Commerce-Magazin suchradar und natürlich bei Twitter und Google+.

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