Archiv für die 'SEO' Kategorie

Das neue x-default-Tag von Google: Wer’s braucht…

Montag 15. April 2013 von Markus

Google hat vor einigen Tagen ein neues “Tag” vorgestellt, das in Kombination mit dem hreflang-Tag funktioniert. Es richtet sich ausschließlich an Unternehmen, die Teile Ihrer Website auf unterschiedliche Sprachen und/oder Länder ausrichten.

Bekanntermaßen (hoffentlich) kann eine Seite mit hreflang-Tags auf seine “Nachbarn” verweisen, also z. B.

  • Eine deutschsprachige Seite oder eine .de-Domain verweist auf die deutschsprachige Seite auf der .at-Domain, damit Besucher auf Google.de und Google.at auf die richtige Seite gelenkt werden.
  • Eine deutschsprachige Seite verweist auf die englischsprachige Seite, damit Besucher auf Google.ca bevorzugt die englischsprachige Seite erhalten.

Das neue Tag richtet nun quasi einen Default ein. Mit dem hreflang-Tag sagt man ja implizit, welche Kombinationen aus Sprachen und Ländern man abdeckt. Das x-default-Tag kann nun auf eine Seite verweisen, die Besucher angezeigt werden soll, die durch diese Sprachen und Länder nicht abgedeckt werden.

Typischerweise ist das z. B. die Startseite einer Konzern-Website. Diese Website schickt deutsche Besucher automatisch in das Verzeichnis /de/, französische Besucher automatisch in /fr/ und so weiter. Ein Besucher aus Peru würde aber einfach nur die Startseite erhalten, um sich dort für ein Land oder eine Sprache seiner Wahl zu entscheiden.

Das würde dann im Code jetzt so aussehen:

<link rel=”alternate” href=http://www.meinewebsite.com/de/ hreflang=”de” />
<link rel=”alternate” href=http://www.meinewebsite.com/fr/ hreflang=”fr” />
<link rel=”alternate” href=”http://www.meinewebsite.com/” hreflang=”x-default” />

Google schreibt zu diesem Tag:

The new x-default hreflang attribute value signals to our algorithms that this page doesn’t target any specific language or locale and is the default page when no other page is better suited.

Ob es dieses Tag wirklich braucht? Da bin mir nicht so sicher. Zumindest ist mir erstmal kein Kunde eingefallen, der das wirklich brauchen könnte, weil es ja schon ein bestimmtes Setup voraussetzt, das so nicht viele Unternehmen haben.

P.S.: Auch die Kollegen von Search Engine Land konnten mit dem Tag wohl nicht so viel anfangen. Deren Beitrag greift jedenfalls nur die von Google gelieferten Beispiele auf. Und auch im Webmaster World Forum gab es da nicht viel zu diskutieren :)

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Nicht alle Verlierer sind auch Verlierer: Der genaue Blick auf Gewinner-/Verlierer-Listen

Sonntag 14. April 2013 von Markus

Ich recherchiere gerade für einen suchradar-Artikel, in dem es darum geht, einige gute Beispiele für Websites zu finden, die aus dem Penguin-Update gut herausgekommen sind. (Ich habe da natürlich einige im Kopf – auch dank Marcus Tober, der auf der SMX nochmal auf check24 hingewiesen hat)

Eigentlich wollte ich mir von den Tool-Herstellern die Verlierer-Listen ziehen und dann automatisiert schauen, wo diese heute eigentlich stehen. Bei der Durchsicht der Daten fällt mir dann allerdings auf, dass man das so automatisiert gar nicht machen kann.

Ein Beispiel: In der Auswertung von Searchmetrics vom 25. April 2012 taucht z. B. die Website kauperts.de als Verlierer auf:

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SISTRIX stimmt dem erstmal zu und sieht hier auch das Penguin-Update als Faktor:

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Wenn man aber mal reinzoomt, sieht man auch, dass es schon eine Woche später wieder nach oben geht:

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Das sieht absolut nicht wie ein typischer Penguin-Verlierer aus – also so z. B.

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Man sieht hier also gut, dass man den Tool-Herstellern und deren Gewinner- und Verlierer-Listen eigentlich nicht groß glauben darf, denn diese werden natürlich zu einem Zeitpunkt veröffentlich, zu dem der Sichtbarkeitswert der folgenden Wochen noch unbekannt ist. Es ist also nicht nicht bekannt, ob es eine normale Schwankung oder wirklich ein Effekt des Updates ist.

Und dann sind auch Auswertungen der Form “Wer hat sich vom Update X eigentlich wieder erholt?” auch relativer Unsinn, wenn man sich denn nur auf die Zeitpunktdaten verlässt und nicht einen Blick auf den gesamten Verlauf wirft.

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So war die SMX München 2013: Recap mit Schwerpunkt SEO, Linkaufbau und Content Marketing

Donnerstag 11. April 2013 von Andreas Schülke

Zwei lange Tage SMX sind vorbei. Für all diejenigen, die nicht live dabei sein konnten, sind hier die wichtigsten Punkte der Speaker zu den Themen SEO, Linkbuilding und Content zusammengefasst.

Damit der Post nicht länger wird als unbedingt nötig, geht es direkt los.

Tag 1

Die eröffnende Keynote verpasste ich leider, aus verlässlichen Quellen weiß ich aber, dass sich folgendes zugetragen haben soll: Danny Sullivan von Search Engine Land versuchte interessante Aussagen aus Jake Hubert von Google heraus zu kitzeln, erhielt aber die üblichen diplomatischen Antworten, die wir alle schon kennen.

Pünktlich zur ersten Session saß ich dann aber im Publikum. Es ging um den Google Zoo, also die wichtigen Updates des Algorithmus in den letzten Jahren. Danny Sullivan verglich den Google Dance, wie es ihn früher gab, mit dem Einbau eines komplett neuen Motors in ein Auto. Bis die Sache richtig rund lief, tanzten die Suchergebnisse durcheinander, daher also der Begriff „Dance“. Die neueren Updates seien eher mit dem hinzufügen von neuen Teilen und Filtern an den Motor vergleichbar. Panda filtert zu dünne Inhalte mit wenig Tiefe, Top Heavy sortiert Websites mit zu viel Werbung aus, und Penguin soll Spam bekämpfen.
Wenn eine Website von einem solchen Filter heraus gesiebt wird, müssen zwei Dinge passieren, um die Seite zu rehabilitieren und wieder in den vorderen Suchergebnissen unterzubringen: Erstens muss die Seite so verändert werden, dass sie den Kriterien des Filters entspricht. Zweitens muss es ein Update des Filters geben, sonst bleibt die Seite bei den „Aussortierten“, auch wenn sie sich verbessert hat.
Das abschließende Plädoyer von Danny, ganz getreu der Metapher vom Automotor: Seid keine Schadstoffe oder überflüssigen Teile! Seid das Benzin, ohne welches die Google-Suchergebnisse nicht auskommen können.

Der zweite Teil dieser Session gehörte Marcus Tober. Interessant waren hier vor allem die Beispiele von Websites, die unter Updates gelitten haben, sich dann aber durch konstante gute Arbeit erholt haben und heute besser dastehen als vor den Updates. Wichtige Faktoren, die dabei herausgestellt wurden, waren der Abbau von schlechten Links bei gleichzeitigem Aufbau von besseren Links, also z.B. ohne harte Keywords im Linktext und mehr Brand-Verlinkungen.
Einer Seite sei eine beeindruckende Erholung vom Panda-Update durch große Investition in die Marke gelungen. Die Werbung auf der Seite wurde verringert, es wurden mehr Premium-Inhalte und Videos angeboten. Das wirkte sich auch positiv auf Nutzersignale wie Klickraten, Bouncerate, Verweildauer auf der Seite und den Anteil wiederkehrender Besucher aus. Markus verriet leider nicht um welche Website es sich handelte.
Fazit: Wer an sein Produkt glaubt, sollte in Schwächeperioden investieren und eine starke Marke aufbauen.

Darauf folgte eine Session zum Thema SEO Metriken:
Richard Baxter (SEOgadget) plädierte dafür, zuallererst die eigenen Inputs zu messen, also alle Marketingaktivitäten. Nur so kann man dann herausfinden, welche davon zum Erfolg geführt haben. Erwähnte Tools, die man zur Datenerfassung nutzen kann waren unter anderem Topsy, simplymeasured.com, commun.it, followerwonk, der Fresh Web Explorer von SEOmoz und natürlich Google Analytics.
Auf die interessante Frage, wie man diesen Wust an Daten integrieren könnte, blieb Richard Baxter eine überzeugende Antwort schuldig.

Martin MacDonald (Expedia) sprach sich im zweiten Teil dafür aus, nicht alle Daten an Jeden weiterzugeben. Das heißt beispielswiese, im Gespräch mit der Geschäftsleitung Abstand halten von SEO-Sprache. Stattdessen ist es besser, Veränderungen von Umsatz und Gewinn zu zeigen, denn letztendlich sind diese Werte am wichtigsten für den Unternehmer. Instrument der Wahl für gut zugeschnittene Reports ist laut Martin MacDonald die „Custom Reports“-Funktion in Google Analytics. Tipp von Martin: Custom Reports von Anderen, die sich schon Gedanken dazu gemacht haben, findet man unter http://www.customreportsharing.com.

Nach der Mittagspause stand die Keynote von Julius van de Laar auf dem Programm. In einer beeindruckenden Präsentation zeigte der Strategieberater, wie das konsequente Sammeln und Nutzen von Daten Barack Obama zur Wiederwahl verholfen hat. Bei den Methoden wäre Datenschützern wohl die Luft weg geblieben, spannend war es aber allemal. Auch die grundlegende Denke finde ich sehr richtig: Wer nicht ständig testet, verpasst wertvolle Erkenntnisse.

Im Anschluss ging es um AuthorRank:
Jake Hubert (Google) zeigte Vorteile der Urheberschaft (authorship) im Internet auf, z.B. wenn ein Autor für mehrere Websites schreibt. Es wurde nochmal kurz erläutert, wie einfach die Umsetzung ist:
1. Die Website setzt das rel=author-Tag zum Profil des Autors auf Google+.
2. Der Autor gibt bei Google+ an, dass er bei der Website mitmacht.
Noch einfacher ist die Bestätigung per E-Mail. Auch hier gilt das Prinzip der beidseitigen Zustimmung. Der Autor hat eine Berechtigung von der Seite, sonst hätte er keine E-Mail-Adresse der Domain. Durch die Bestätigung in der Mail, die nur der Autor selbst öffnen kann, stimmt auch er zu. Wenn der Autor eine Profilseite auf der Domain hat, kann das rel=me-Tag genutzt werden um die Kette bis zu Google+ zu schließen.

rel me author google plus

Auch auf Nachfrage gab es natürlich von Jake keine Aussage darüber, zu welchem Zeitpunkt  Authorship ein Rankingfaktor werden könnte, sondern nur den bekannten Standard: „Wir probieren viel aus. Es gibt keinen Zeitplan, den ich mitteilen kann.“

Den zweiten Teil der Session füllte Marcus Tandler (Tandler.Doerje.Partner) mit 285 Slides in 24 Minuten auf sehr unterhaltsame Art und Weise. Er lieferte einen kurzen Abriss über die Geschichte des Authorship von Yahoos TrustRank 2004 über Googles AgentRank 2005 bis hin zu Google+ im Jahr 2011. Google sei kein soziales Netzwerk, sondern ein soziales Layer, das über andere Google-Dienste gelegt wird mit dem Ziel, Daten über User-Engagement zu gewinnen. Dieser Wert ist wichtig, wenn für Suchanfragen frische Ergebnisse geliefert werden müssen („Freshness“). Das seien inzwischen 35% aller Anfragen.

Im Q&A-Teil danach fiel als erstes die Frage, was passiert, wenn ein Autor und eine Website sich trennen und der Author-Tag auf der Website entfernt wird. Jake sagte, dass ihnen dieses Problem bewusst ist und sie darüber nachdenken, wie es gelöst werden kann. Man kann dem Webmaster sicher nicht verbieten der Tag zu entfernen. Wahrscheinlich wird Google aber die einstmalige Verknüpfung der Inhalte auf der Seite mit dem Autor nicht ganz vergessen.
Es folgte die Frage an Marcus, ob in Zukunft also statt Links bekannte Autoren gekauft werden um Rankings zu verbessern. Laut Marcus ist das kein Ding der Unmöglichkeit, da Autoren aber mit ihrem guten Namen für das geradestehen, was sie schreiben, werden sie sehr vorsichtig sein und nicht für schnelle 200 € etwas Schlechtes schreiben.
Interessant war auch die Frage, ob es nicht möglich sein sollte, dass ein Unternehmen der Urheber von Inhalten wird, wenn beispielsweise ein Team an Beiträgen arbeitet. Jake sagte, dass dies momentan nicht möglich ist, Google aber intensiv über dieses Feedback nachdenkt.

Den Abschluss des ersten Konferenztages bildete das Webmasters on the Roof All-Stars Panel.
Die illustere Runde um Moderator Marcus Tandler lästerte über Google, besprach den Fall der Abstrafung von Interflora und ob alle SEOs bald „Inbound Marketer“ heißen. Selbstverständlich ging es auch um Hämorrhoiden.
Dabei waren Wil Reynolds (SEER Interactive), Richard Baxter (SEOgadget), Fili Wiese (Netlead), Martin MacDonald (Expedia) und Danny Sullivan (Search Engine Land). Wer die Experten im familiären Plausch erleben möchte, dem sei die Aufzeichnung ans Herz gelegt:
MP3: http://www.seofm.com/?p=181
Video: http://www.youtube.com/watch?v=-yACA4x0E08

 

Tag 2: Content, Content, Content

Am zweiten Tag der SMX München 2013 nahm ich alle Vorträge mit, die sich mit Content Marketing beschäftigten.

Den Anfang machte Markus Hövener (Bloofusion). Er präsentierte Strategien um Ideen für gute und verlinkungswürdige Inhalte zu produzieren. Das Linkprofil von Konkurrenten kann Denkanstöße liefern. Hier kann es sich lohnen, bessere Inhalte als alle Anderen zu produzieren, damit es auch wirklich ein starkes Argument für einen Link auf die eigene Seite gibt. Mit der Frage, was wirklich gute Inhalte sind, beschäftigen wir uns später noch eingehender. Als zweite Inspirationsquelle schlug Markus Forumsdiskussionen vor. Ein nützliches Tool für diese Art der Recherche ist omgili.com. Weiterhin lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen, auf welche Inhalte Medien gern verlinken und welche Unterseiten von Konkurrenten, Medien und Foren die meisten eingehenden Links erhalten haben. Darüber hinaus liefert die Keyword-Recherche (z. B. mit ubersuggest.org) oft gute Ideen.

Saša Ebach proklamierte im Anschluss, dass Produktmarketing tot ist. Als Gegensatz dazu und einzige verbliebene Möglichkeit bliebe nur Contentmarketing. Als Positivbeispiel nannte Saša Red Bull und den gesponserten Film „The Art of FLIGHT“, in dem nicht ein einziges Mal das Produkt zu sehen ist. Contentmarketing sei ein Pull-Instrument, oder anders ausgedrückt „der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“. Bei der Auswahl und Erstellung von Inhalten muss man sich also logischerweise an der Zielgruppe orientieren. Als weiteres Argument für die Verschiebung hin zur Erstellung von Inhalten und weg vom Seeding von bestehenden Inhalten wurden zwei unterschiedlich aufgeteilte Budgets gegenübergestellt. Gibt man im Jahr bei einem Gesamtbudget von 30.000 € nur zwei Mal 2.500 € für Content aus und verwendet den Rest (25.000 €!) auf die Kontaktaufnahme, kann man versuchen pro Stück 20 Links zu erhalten. Das ist schwierig und riskant. Viel leichter sei es, zehn verschiedene Inhalte zu erstellen, auch wenn dann nur noch 5.000 € für das Seeding verbleiben. Nach der Portfolio-Theorie steige so die Wahrscheinlichkeit, dass eines der zehn Themen richtig durchstartet, und wenn eines davon ein kompletter Flopp ist, dann fangen die anderen neun dieses Risiko auf.

 

Die zweite Session des Content-Panels begann Laura Lippay von SEOgadget. Zum Thema Contentmarketing in hochkompetitiven Märkten zeigte sie Fälle, von denen man lernen kann. Das Beispiel von swissôtel kennen sicher schon viele.
swissotel worldwide etiquette
Für Laura Lippay ist das ein Beispiel, wie man Werte erzeugen und etwas wirklich Nützliches für die User schaffen kann. Weitere Fallbeispiele waren askmen.com mit ihrer jährlichen Top 99 der heißesten Frauen und die Kampagne für den Batman-Kinofilm „The Dark Knight“ um die Seite whysoserious.com, die gar keine SEO-Interessen verfolgte. Mir fehlte bei diesem Vortrag eine wirkliche Take-Home-Message. Außerdem bleibt die Frage offen, wie man solche (zweifellos sehr schönen) Kampagnen umsetzen soll, wenn man nicht für eine starke Marke oder mit einem riesigen Budget arbeitet.

Wil Reynolds war der zweite Redner dieser Session. Inhaltlich gab es recht große Überschneidungen mit seiner Keynote direkt im Anschluss. Um sich vom Spirit dieses tollen Redners anstecken zu lassen, empfehle ich das Video hier: http://www.seomoz.org/blog/2012-mozcon-videos-are-here
Die Kernaussage hat sich seit dem Video nicht verändert:
Erschaffe Content auf den Du stolz bist!
Das kann ungemütlich sein aber es lohnt sich. „Geht raus und macht etwas, wobei ihr euch nicht wohl fühlt!“. Unmöglich, dass jemand nach den Vorträgen von Wil nicht motiviert war. Wil’s Geheimtipp: Ideen für Inhalte, nach denen Menschen schon suchen, liefert Google. Einfach eintippen, NICHT Enter drücken und schauen, was Google vorschlägt.
google suggest seo is
Und noch ein Tipp: Wil verspricht, dass er Projekte unterstützt, die es wert sind. Wenn statt SEO-Mist „Real Company Stuff“ (RCS) produziert wurde und man zu Recht stolz darauf ist. Einfach mit Hashtag #rcs tweeten.

Der Nachmittag fing sehr vielversprechend an. Eine lehrreiche Präsentation von Karl Kratz über datengesteuerten, dynamischen Content, die viele Impulse lieferte. Datenschützer wären wohl nicht begeistert von der individuell angepassten Contentoptimisierung. Die Möglichkeiten in den Life-Demos zu sehen war beeindruckend. So kann man unter landungpage-ebook.de eine Multi-Layer Landingpage bestaunen, die dem Besucherprofil angepasst wird.
Take-Home-Message: Nicht nur Konversionen erfassen, sondern auch Nicht-Konversionen. Daraus sollte man lernen und entsprechend reagieren.

Im Kontrast dazu behandelte Max Muhr (Bild.de) das Thema Content auf enttäuschendem Niveau. Bei Aussagen wie „Guter Content ist auch immer subjektiv, da sind dem Webdesigner andere Sachen wichtig als dem Redakteur.“ oder „Infografiken können guter Content sein, wenn sie gut gemacht sind.“ konnte ich nicht viel mitnehmen.

Danach besuchte ich die Session zu Extreme SEO. Es war sehr kurzweilig, sich anzuschauen, wie man auch heute noch mit Blackhat-SEO erfolgreich sein kann. Trotzdem ist es meiner Meinung nach ein Tanz auf des Messers Schneide und letztendlich auch nur eine Frage der Zeit, bis man damit auf die Nase fällt. Insgesamt also nichts für mich, auch wenn Mikkel deMib Svendsen offensichtlich sehr viel davon versteht.

Im Anschluss noch eine Session über Tools. Wir stellen regelmäßig Tools ausführlich im Suchradar vor (http://www.suchradar.de/magazin/archiv/2013/1-2013/seo-tools-ueberblick.php), daher hier jeweils nur ein Hinweis auf die neuesten Features.

OnPage.org: Neu ist, dass der AuthorRank geprüft werden kann. Nach Eingabe des Namens sieht man, wie erfolgreich ein Autor ist und mit welchen Themen er in Verbindung gebracht wird.

Thomas Zeithaml stellte ein internes Tool von SEORATIO vor. Interessant fand ich vor allem, dass hier versucht wird den „Linkjuice“ zu berechnen und zu zeigen, wo der Saft durch die interne Verlinkung einer Seite hinfließt.

Johannes Beus zeigte mit Hilfe von SISTRIX, dass iTunes von apple.com im Index abgestürzt ist, weil sie ihre Seiten mit einem 403-Statuscode vor Scrapern schützen wollten, dadurch aber auch den Googlebot aussperrten.

Bei searchmetrics ist neu, dass verschiedene Ränge für Websites ausgegeben werden (z. B. SEO, PPC, Social). Bleibt nur die Frage, wie viel mehr ich wirklich weiß, wenn das Tool mir ausgibt, dass eine Website auf SEO-Rang 118 ist.
Zum Abschluss diskutierten Markus Hövener (Bloofusion), Ralph Binkert (Yatego), Marc Stürzenberger (Weltbild) und Jens Fauldrath (takevalue Consulting) ob Linkbuilding noch wichtig ist. Zwei Tage Konferenz hatten offensichtlich sowohl bei Zuhörern als auch bei Rednern ihren Tribut gefordert und so blieb die Runde recht blass, auch weil in vielen Punkten Einigkeit herrschte und keine Diskussion aufkam. Etwas bissig zeigte sich nur Markus, welcher der SEO-Branche vorwarf sich mit kurzlebigen Trends und leerem Gelaber selbst in den Fuß zu schießen.

Rückblickend bin ich sehr froh, dass ich – das erste Mal – bei der SMX dabei sein durfte. Ich habe viel Inspiration und Motivation aus München mitgenommen. Vielen Dank an die Veranstalter, Moderatoren und alle Redner!

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Kommentar des Tages (fast unkommentiert)

Dienstag 2. April 2013 von Markus

Diesen Kommentar auf den Internetkapitänen hier wollte ich einfach mal (fast) unkommentiert veröffentlichen:
(mit “Fotos” meint er/sie die netten Portraitbilder vom Bloofusion-Team)

Auf den Fotos sehen alle Protagonisten sehr eingebildet aus – wie üblich in einer Branche, in der Wunschträume verkauft werden… ist bei versicherungen und banken ganz öhnlich.

Schämt ihr euch eigentlich nicht, über Google zu schreiben?! Das wird bald Euer größter Feind werden, denn Google versucht jetzt schon jegliche SEO-Techniken von vornherein auszuhebeln. So findet man nur das, was man finden will und nicht das, was SEO-Spaten einem aufdrücken wollen.

Bin mal gespannt, ob ihr den Mut habt, diesen Kommentar zu genehmigen – ach was frag ich mich überhaupt, natürlich macht ihr das NICHT!

..auch eine Strategie der SEO-Heinis: Kritik löschen oder gar nicht erst veröffentlichen. Warum sonst müssen Beiträge vor der Freischaltung erst überprüft werden – andere Menschen nutzen dafür nen Captcha und erlauben dem User eine eigene (unfreischaltbare) Meinung…

Geht sterben, in Eurer Branche!
Bitte!!!

Also gut, doch ein paar Kommentare:

  1. Wir unterdrücken hier keine fremden Meinungen, aber dann sollte man doch wenigstens so viel Mut aufbringen, auch seine Kontaktdaten zu hinterlassen. So ist das einfach nur feige und nicht sonderlich konstruktiv.
  2. Die Freischaltung von Kommentaren braucht es, weil man sonst mit Spam zugeschüttet wird und weil es eben auch rechtlich nicht einwandfreie Kommentare gibt.
  3. Der Kommentar an sich zeigt, dass Du SEO nicht mal im Ansatz verstanden hast. Es geht nicht darum, gegen Google zu arbeiten, sondern mit Google.

Ich freue mich auch weiterhin auf die Diskussionen auf diesem Blog. Aber dann bitte mit richtigem Namen!

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Aktualisierte Rangliste: Welche kostenlosen PR-Portale sind relevant?

Dienstag 2. April 2013 von Markus

Wer so nett fragt…

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…bekommt natürlich auch eine nette Antwort. Wir aktualisieren diese Liste intern ohnehin jeden Monat. Die Zusammensetzung hat sich etwas geändert. Wir entfernen auch alle Kandidaten, deren SISTRIX Sichtbarkeitsindex < 0,1 ist. Dadurch fallen dann schon einige raus, die bei Google zum Teil massiv in Ungnade gefallen sind.

Übrig geblieben sind im März 2013 (Top 10):

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Viel Spaß damit!

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Neues SEOmoz-Tool Just-Discovered Links: Guter Anfang, aber noch ausbaufähig…

Freitag 22. März 2013 von Markus

SEOmoz hat mit Just-Discovered Links ein neues Tool im Open Site Explorer vorgestellt. Das Tool zeigt neue Verlinkungen an, die laut SEOmoz innerhalb einer Stunde gefunden werden sollen. Dass das Tool für Linkaufbau genutzt werden kann, hat wohl auch SEOmoz im Hinterkopf gehabt:

Our toolsets and data sources are expanding to support a wider set of inbound marketing activities, but we designed Just-Discovered Links with link builders in mind.

So sieht es erstmal aus:

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Also, wie kommt ein Link da rein? Zuerst muss jemand etwas twittern, z. B.

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Und dann muss auf dieser Seite (http://www.vibrio.eu/blog/?p=4862) ein Link sein:

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Dann wird die Vibrio-Seite als “Just-Discovered” Link für Spiegel Online aufgenommen.

Das Tool an sich halte ich für sehr sinnvoll, z. B. um Konkurrenten zu beobachten und herauszufinden, ob jemand da an einer aktuellen Sache auf dessen Website interessiert ist. Das eröffnet schon Potenziale beim Linkbuilding. Aber: Da ein Tweet eine Voraussetzung für die Aufnahme in die Datenbank ist, wird natürlich nur ein Teil der relevanten Links aufgenommen.

Aber trotzdem: Das Tool geht in die richtige Richtung. Im Moment ist es eh noch im Beta-Stadium und wird für uns auch erst dann interessant, wenn es ein API dafür gibt. Aber so, wie ich SEOmoz kenne, sollte das nicht lange auf sich warten lassen.

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Neu bei den Bing Webmaster Tools: Site Move

Montag 18. März 2013 von Markus

Microsoft hat darauf hingewiesen, dass in den Bing Webmaster Tools ein neues Features namens “Site Move” gibt:

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Den Seitenhieb auf Google konnte sich Bing dabei nicht ganz verkneifen:

Not just for domain moves

Whereas other Webmaster Tools only allow a “Change of Address” from one domain to another, we wanted to allow web publishers more flexibility.

In jedem Fall ist das neue Feature gut geworden – auch wenn ich natürlich nur das Interface, nicht aber den Effekt testen kann.

Derzeit gibt es drei Fälle, die man dort auswählen kann, während man bei den Google Webmaster Tools nur von einer Domain auf eine andere Domain umziehen kann:

Fall 1: Umzug alte Domain auf neue Domain

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Fall 2: Subdomains umziehen lassen

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Fall 3: Ordner umziehen lassen

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Meine Meinung

Das Feature macht so sicherlich Sinn. Bing weist aber zu Recht darauf hin, dass man natürlich trotzdem 301-Weiterleitungen einrichten muss. Mit den Tools kann man eben nur Bing darauf vorbereiten.

Die drei oben gezeigten Fälle treten in der Praxis von Zeit zu Zeit mal auf, vor allem im Rahmen eines Relaunches. Es wäre daher nur sinnvoll, wenn Google seine Webmaster Tools auch in diese Richtung weiterentwickeln würde. Mal schauen, was da in den nächsten Wochen kommt…

(Schön, dass der Wettbewerb zwischen den Suchmaschinen zumindest in Bezug auf die Webmaster Tools funktioniert…)

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Links verkaufen: Aber bitte nicht auch noch drüber schreiben…

Donnerstag 7. März 2013 von Markus

Ich staune immer wieder, wie offensiv manche Website-Betreiber vorgehen – und wie wenig sie dabei eine gesunde Paranoia an den Tag legen.

Wenn ich mal nach Möglichkeiten suche, einen Textlink zu kaufen, findet man durchaus einige Kandidaten:

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Da findet man dann z. B.

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Oder auch…

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Oder…

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Oder…

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Wenn man mal ignoriert, dass einige dieser Verlinkungen ohnehin keinen oder nur einen sehr geringen Wert haben (weil sie z. B. im Footer liegen), bleibt für mich vor allem eine Frage: Wie schwierig mag es für Google sein, bestimmte Wörter gezielt zu erkennen (sowas wie “linktausch”, “textlinks”, “dofollow”, …) und dann daraus die richtigen Schlüsse zu erkennen? Warum sollte Google die Links derartiger Sites nicht einfach entwerten, wenn sie einen bestimmten Score überschreiten?

Also:

  1. Grundsätzlich sollten derart kritische Wörter auf einer Website nicht auftauchen.
  2. Wenn man es doch tut, sollte man die Seiten wenigstens für Suchmaschinen sperren. Sonst macht macht es Google dann doch viel zu leicht…

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Einladung: Der SEO-Agentur-Roundtable auf der SEO CAMPIXX 2013

Dienstag 19. Februar 2013 von Markus

Wer das Glück hat, auch dieses Jahr wieder ein Ticket für die SEO CAMPIXX ergattert zu haben, ist herzlich eingeladen: Am Samstag von 16:30 bis 17:15 Uhr gibt es wieder einen SEO-Agentur-Roundtable.

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Letztes Jahr haben wir uns da wirklich nett unterhalten und einige Probleme von SEO-Agenturen diskutiert. Es hilft schon, wenn man sich mal mit anderen Agenturbetreibern zusammensetzt, um dann festzustellen, dass man nicht der einzige ist, der ein bestimmtes Problem hat.

Es würde mich also freuen, wenn wieder viele SEO-Agentur den Weg in den Raum “Stadtbranchenbuch” finden. Die Themen können wir gerne wieder wie im letzten Jahr vor Ort festlegen. Gerne könnt Ihr hier aber auch schon schreiben, was Euch besonders unter den Nägeln brennt.

Freue mich auf jeden Fall schon auf die CAMPIXX…

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Countdown BLOO:CON: Bis heute (12 Uhr) gibt’s noch Tickets!

Montag 18. Februar 2013 von Fabian

Ein kurzer Hinweis in eigener Sache:  Unternehmen, die sich für unseren SEO- und SEM-Strategietag 2013 in Münster am 21. Februar interessieren, können sich bis heute 12 Uhr noch unter www.bloofusion.de/bloofusion/bloocon/ für eine Mindestspende von 99 € anmelden. Die Unternhemen erwartet eine spannende Mischung an Themen (siehe Agenda). Markus Hövener (Head of SEO bei Bloofusion und Chefredakteur des suchradars), Martin Röttgerding (Head of SEM bei Bloofusion), Dr. Martin Schirmbacher (Partner bei HÄRTING Rechtsanwälte) und Maik Bruns (SEO-Berater bei Bloofusion) werden dafür sorgen, dass die Teilnehmer in Sachen Suchmaschinenoptimierung, Google AdWords, Social Media und Online-Recht wichtige Impulse für das Jahr 2013  erhalten.

Die BLOO:CON wird in angenehmer Atomsphäre auf dem Gut Havichsthorst bei Münster (nahe dem Flughafen Münster/Osnabrück) stattfinden. Für eine ausgezeichnete Bewirtung  (Mittagessen, Kaffeepausen) ist gesorgt, so dass auch zwischen den Vorträgen genügend Zeit bleibt, mit den Referenten und den anderen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen.

Übrigens: Sämtliche Einnahmen aus dem Ticketverkauf spenden wir für die Aktion Kinderhilfe e. V. und unterstützen damit Projekte primär in der dritten Welt.

Also, jetzt noch schnell anmelden!

 

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