Die Internetkapitäne

Das SEO/SEM-Blog von Bloofusion

Archiv für die 'SEO' Kategorie

Nachtrag zum SEO-Tools-Test: Mein Wunschzettel

Mittwoch 10. März 2010 von Martin

Im letzten suchradar haben wir vier SEO-Tools getestet (SEOlytics Light, Searchmetrics Rapid, Xovi, SISTRIX Toolbox), die einen Großteil ihrer Funktionalität aus der Erfassung und Analyse von Rankings beziehen. Was genau die Tools daraus machen, ist recht unterschiedlich. Alle können zu einer Domain die gefundenen Rankings und gebuchten Suchbegriffe liefern. Was nach dieser Kernfunktionalität kommt, unterscheidet sich dann aber schon (für Details siehe SEO-Tools im Überblick).

Bei einigen Punkten ist mir völlig klar, dass es da Unterschiede geben muss. Wenn man z.B. Rankings im Zeitverlauf anzeigen will, dann muss man entsprechend viele Daten bereitstellen und verarbeiten - die Funktion ist also mit viel Aufwand verbunden.

An anderen Stellen denke ich aber, da wäre ein Feature quasi “billig zu haben” gewesen. Beispiel: SEOlytics und SISTRIX erfassen, ob eine AdWords-Anzeige über oder neben den organischen Suchbegriffen gefunden wurde. Bei SISTRIX sehe ich dann in der SEM-Übersicht gleich Anzahl und Anteil der On-Top-Anzeigen. Das ist vielleicht nicht die Hammer-Information, aber doch eine interessante Größe, die einen Beitrag zur Einschätzung der Qualität der SEM-Maßnahmen liefert. Eigentlich könnten alle Tools dieses Feature haben - wenn man schon regelmäßig Millionen von Keywords bei Google prüft, dann kann man auch gleich noch festhalten, ob eine Anzeige oben oder rechts platziert war.

Klar ist, der Aufwand, die Suchergebnisseiten bei Google abzuholen, ist gewaltig. Deren Verarbeitung erfordert viel Rechenkapazität. Beides wird aber schon gemacht, also warum nicht das Maximum aus den Suchergebnissen herausholen? Vor diesem Hintergrund habe ich mir Gedanken gemacht, welche Features es eigentlich noch geben könnte.

SEO

Aus den organischen Suchergebnissen könnte man noch einige Zusatzinformationen ziehen. Zum Beispiel:

  • Sind die Bestandteile eines Suchergebnisses auf den Suchbegriff abgestimmt? Man könnte immerhin recht einfach prüfen, ob Wörter fett markiert sind.
  • Wie lang sind Überschriften und Snippets? Werden diese von Google abgeschnitten? Problematisch hier und beim vorherigen Punkt ist natürlich, dass Snippets und teilweise auch Überschriften aus dem DMOZ kommen können. Damit müsste man aber leben können.
  • Existiert ein Cache-Link?
  • Ist eine URL “sprechend”? Automatisiert und mit vertretbarem Aufwand lässt sich die Frage vielleicht nicht abschließend klären, aber man könnte immerhin prüfen, ob Fragezeichen vorkommen oder wie viele URL-Parameter es gibt.
  • Wie lang ist eine URL? Auf welche Verzeichnisebene bezieht sich der Pfad?
  • Kommen Breadcrumbs im Suchergebnis vor?
  • Dürfte in Zukunft wichtiger werden: wie sieht’s mit Rich Snippets aus?

Das alles sind natürlich Informationen, die mich für einzelne Suchergebnisse kaum interessieren dürften. Spannender sind die Angaben in Bezug auf die ganze Domain: Wie viele Suchergebnisse haben abgeschnittene Überschriften oder Snippets? Wie lang sind URLs im Durchschnitt? Kommen Breadcrumbs oder Rich Snippets irgendwo vor?

Betrachtung von Teilbereichen

Bei einigen Werten kann einem der Umfang einer Website einen Strich durch die Rechnung machen. Es könnte z.B. sein, dass eine Website sehr unterschiedliche Bereiche hat, so dass die Gesamt- und Durchschnittswerte kaum Aussagekraft besitzen. Deshalb sollte es auch möglich sein, Teilbereiche einer Website zu betrachten, indem man URLs filtert. So könnte man z.B. an die Information kommen, dass alle Seiten im Ordner “/Produkte/” kryptische URLs und abgeschnittene Snippets haben.

Überhaupt könnte man die Ordnerstruktur einer Domain auch visualisieren. Die meisten Tools zeigen schon Tortengrafiken für die SEM-Anzeige-URLs. So etwas könnte man auch für die wichtigsten Unterordner oder Pfade machen. Beispiel: Startseite 5 Rankings, Ordner “Produkte” 75 Rankings, Ordner “Unternehmen” 20 Rankings. Ein Klick auf eine dieser Angaben könnte dann zu einer ähnlichen Darstellung für den jeweiligen Bereich führen. Noch schöner wäre freilich eine Baumdarstellung des Ganzen.

Chancen-Keywords

Einige Tools bieten ein Feature für “Chancen-Keywords”. Bei Xovi sind das zum Beispiel solche Keywords, die sich gerade stark verbessert haben, oder für die eine Domain irgendwo auf den Plätzen 11-30 steht. Das Kalkül ist also, dass man diesen Keywords einen kleinen Schubs gibt, damit die Domain zu den vorderen Rängen aufschließt. Dieses Feature ließe sich noch verbessern, indem man prüft, ob das jeweilige Keyword in der Überschrift des gefundenen Listings schon vorkommt. Falls nicht, dann ist die Chance auf einen “Quick Win” durch Anpassung des Seitentitels da. Dabei könnte man auch direkt aufzeigen, wie viele andere Rankings die jeweilige Seite noch hat - die könnte man ja durch eine Änderung gefährden.

SEM

Im SEM-Bereich sind die Anzeigen weniger vielfältig als die organischen Rankings. Dennoch gibt es auch hier eine Reihe von Informationen, die man daraus ziehen könnte. Allgemein wäre die Frage interessant, wie ausgefeilt die SEM-Maßnahmen zu einer Domain sind. Kommen Anzeigenerweiterungen zum Einsatz? Wie viele verschiedene Anzeigen gibt es? Wie viele Anzeigen enthalten das gesuchte Keyword oder einen Teil davon (=enthalten Fettschreibung)? Wie viele verschiedene Ziel-URLs kommen zum Einsatz? Diese Fragen ließen sich natürlich nur unter dem Vorbehalt beantworten, dass keine Keyword-Insertion verwendet wird. Immerhin für die Ziel-URLs könnte man dem einigermaßen begegnen, indem man bekannte Tracking-Parameter herausfiltert (z.B. “?adword=”).

SEM-SEO-Integration

Allgemein vermisst habe ich die Integration von SEO und SEM. Analysiert wird jeweils, für welche Keywords eine Domain rankt oder Anzeigen schaltet - interessant wäre aber auch, wie eine Domain für ihre eingebuchten Suchbegriffe rankt. Bei den SEM-Keywords einer Domain kann man ja einigermaßen davon ausgehen, dass diese als wichtig angesehen werden. Es wäre also interessant, SEO-Analysen für diese Untermenge von Suchbegriffen einsehen zu können.

Konkurrenzanalyse

Funktionen zur Konkurrenzanalyse bieten alle Tools in irgendeiner Form an. Interessant wären hier noch Vergleichsdaten, sowohl für SEO, als auch für SEM: Wie sind die Positionierungen bei den gemeinsamen Keywords? Wie oft liegt wer vorne? Welche Position wird im Schnitt erreicht? Wie ist der Abstand im Schnitt? Wo sind Abstände besonders groß, wo sind sie so klein, dass man direkt um Positionen konkurriert?

Allgemein ermitteln die Tools Konkurrenten über gemeinsame Keywords und gemeinsame Keywords sind solche, für die beide Domains in den Top 100 ranken. Dass das funktioniert kann ich nach dem Test der Tools bestätigen: die ermittelten Konkurrenten waren größtenteils auch tatsächlich solche, die aus Kundensicht im Wettbewerb mit der jeweils analysierten Domain standen. Dennoch frage ich mich, ob man die Ermittlung der Konkurrenz nicht auch anders durchführen könnte. Denn eigentlich sind meine SEO-Konkurrenten ja solche, mit denen ich direkt um Rankings konkurriere - also die Websites, deren Rankings in der Nähe von meinen sind. Wenn ich für ein Keyword auf Platz 3 bin, dann sind die Websites in den Top 5 für mich ja viel eher Konkurrenten als die restlichen Top-100-Websites.

Fazit

Ich glaube, auf Basis der eh schon vorhandenen Daten könnte man noch eine ganze Menge cooler Features in die Tools einbauen. Klar, als Außenstehender, der das am Ende nicht umsetzen muss, sagt man so etwas leicht. Aber ich glaube, da geht noch was.

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Google Webmaster Tools: Teilen macht Freu(n)de

Freitag 5. März 2010 von Markus

Eine kurze, aber nicht unwichtige Nachricht von Google, die uns Agenturen das Leben einen kleinen Tacken leichter macht: “Sharing the verification love“.

Es geht, dass es jetzt viel leichter ist, mehreren Accounts Zugriff auf eine Site zu geben. Bislang musste für jeden Account ein eigener Verification-Code eingebaut werden. Jetzt muss nur noch ein Code rein. Derjenige, dem der Account gehört, kann dann weitere Accounts einladen. Praktisch.

Wie richtet man das ein? Zuerst auf die Verifikationsseite gehen (Klick auf “Verified” in der Übersicht):

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Und dann einfach auf “Add a user” klicken und die Email-Adresse eingeben (muss ein Google-Konto sein):

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Und fertig.

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Google experimentiert mit dem Microformat Products

Freitag 5. März 2010 von Markus

Auf der Google-Website findet man seit einiger Zeit auch Informationen zum Microformat “Products”, mit dem man Produktdaten innerhalb einer Seite für Google und andere Dienste markieren kann. Die technischen Informationen dazu gibt’s bei Google.com selber.

Und man kann auch schon sehen, dass die Daten durchaus erkannt werden. Wenn man den Beispiel-Code von Google mal in eine HTML-Seite steckt und diese dann über das Rich Snippets Testing Tool ausprobiert, sieht man, dass die Informationen auf der Seite durchaus schon zu einem Rich Snippet führen:

Bild

Nach derzeitigem Stand würden also der Preis und die Kategorie zusätzlich im Rich Snippet angezeigt werden. Natürlich, wie üblich: “Some restrictions may apply”:

“Note that there is no guarantee that a Rich Snippet will be shown for this page on actual search results.”

Ja, Rich Snippets findet man in der freien Wildbahn noch selten. Selbst wenn eine Website den entsprechenden Markup hat, heißt das nicht, dass Google diese auch entsprechend anzeigt. Aber andersrum formuliert: Wer auf den Markup verzichtet, hat eine 0%-Chance auf ein Rich Snippets. Und alles ist besser als 0%.

Also: Das Ganze ist ein besonders spannendes Thema für alle Online-Shops. Jetzt für die Zukunft rüsten und dann hoffentlich in einigen Monaten davon profitieren.

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Review Management für lokale Unternehmen

Mittwoch 24. Februar 2010 von Markus

Wir haben wieder ein neues Bloofusion Advisory online gestellt: “Review Management für lokale Unternehmen“. Das kann man gerne bei uns auf der Website runterladen - oder eben hier nachlesen:

Google Maps und Bewertungen

anwalt-hamburgFür viele lokal agierende Unternehmen ist Google Maps ein wichtiger Lieferant von potenziellen Kunden. Wer bei Google lokale Suchanfragen wie “anwalt hamburg” oder “kino berlin” stellt, erhält oberhalb der organischen Ergebnisse oftmals eine Karte mit lokalen Ergebnissen, die von Google Maps gespeist werden. Die Mechanismen, nach denen hier die Positionen berechnet werden, sind gut bekannt und umfassen u.a. den Abstand des Unternehmenssitzes zum Stadtmittelpunkt (”Centroid”), die Einsortierung in Kategorien - und Bewertungen.

Diese Bewertungen stammen nur zu einem kleinen Teil von Google selbst. Der Großteil der Bewertungen stammt von anderen Websites, z.B. www.qype.de oder www.gelbeseiten.de. Je nach Branche gibt es noch themenspezifische Websites, von denen ebenfalls Bewertungen einbezogen werden, z.B. www.anwalt.de für Rechtsanwälte und Notare, www.helpster.de und www.medmonitor.de für Ärzte und www.holidaycheck.de für Hotels.

Es gilt übrigens nicht unbedingt, schlechte Bewertungen zu verhindern. Sicherlich sind diese ärgerlich, aber sie sorgen eben auch dafür, dass das eigene Bewertungsprofil organisch aussieht. Außerdem gilt: Bei Google Maps kann man zwar einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Bewertungen und dem Ranking herstellen - es scheint aber keine Verbindung zwischen dem Ranking und der durchschnittlichen Bewertung zu geben. Unternehmen sollten natürlich dennoch soweit möglich gegen negative Bewertungen vorgehen - vor allem gegen negative Bewertungen, die objektiv nicht richtig sind.

Review Management für lokale Unternehmen

Da Bewertungen für Google Maps wichtig sind, sollten lokale Unternehmen Review Management betreiben, also die aktive Überwachung und Steuerung von Bewertungen:

  • Unternehmen müssen die für Ihre Branchen wichtigen Websites identifizieren, die Bewertungen zu Google Maps beisteuern.
  • Kunden müssen proaktiv dazu gebracht werden, dass diese das eigene Unternehmen auf diesen Plattformen bewerten.
  • Unternehmen müssen laufend überprüfen, ob es ungerechtfertigt negative Bewertungen gibt, um gegen diese vorgehen zu können.

Der Test

Für den folgenden Test wurden insgesamt zehn unterschiedliche Branchen untersucht. Es wurde jeweils bei Google Maps überprüft, wie viele Bewertungen ein Unternehmen durchschnittlich hat, wenn es auf der ersten Suchergebnisseite erscheint. Wie man sieht, ist die durchschnittliche Anzahl an Bewertungen hier durchaus unterschiedlich:

Branche: Durchschnittliche Anzahl Bewertungen
Notare: 1,62
Fahrschulen: 2,39
Anwälte: 2,49
Steuerberater: 2,70
Detekteien: 3,00
Ärzte: 7,89
Kinos: 13,36
Immobilien: 37,35
Restaurants: 82,09
Hotels: 205,88

Review Management ist für lokale Unternehmen also in jedem Fall nötig und sinnvoll: Wer sich in einer Branche befindet, in der es üblicherweise nur sehr wenige Bewertungen gibt (z.B. Notare), kann schon mit wenigen Bewertungen gegen seine lokalen Konkurrenten einen klaren Vorteil erringen. Aber auch Unternehmen aus Branchen mit vielen Bewertungen müssen gezielt Review Management betreiben, weil sie sonst nur eine geringe Chance haben, gegen die hohen Bewertungszahlen der Konkurrenten anzukommen.

Meine Einschätzung

Google Maps kann für viele lokal agierende Unternehmen ein wichtiger Traffic-Lieferant sein. Wer hier auf der ersten Seite oder noch besser der ersten Position erscheinen möchte, muss sich vor allem um seine Bewertungen kümmern - und das auch laufend. Bewertungen sind für Google ein sehr wichtiger Faktor, den man aber zum Glück aktiv beeinflussen kann.

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Mahalo, oder: Google will keine Suchergebnisse in Suchergebnissen

Dienstag 23. Februar 2010 von Markus

Auf SEOBook.com gibt’s einen ganz guten Beitrag: “Spam vs Mahalo: Matt Cutts Explains the Difference“. Im Kern geht es dort um die Frage, welche Arten von indexierten Seiten Google duldet - und welche nicht. Die Grenze zieht Matt Cutts da ganz klar:

“[...] So we said don’t have search results in search results. And if we find those then we may end up pruning those out. [...]“

Noch ein Statement:

“[...] somebody takes a cookie cutter affiliate feed, they just warm it up and slap it out, there is no value add, there is no original content there [...]. They don’t add value. [...]“

Da hat Google aber noch sehr viel aufzuräumen. Wenn ich mal nach “suchergebnisse für” suche, finde ich natürlich direkt viele Suchergebnisse in den Suchergebnissen. Die sind auch relativ schwer algorithmisch zu finden.

Wer derartige Seiten erzeugt, sollte also vor allem auf das folgende achten:

  1. Die Seiten sollten nicht auf den ersten Blick algorithmisch als solche zu erkennen sein (Wörter wie “suchergebnisse” vermeiden).
  2. Die Seiten sollten jeweils inhaltlich wertvoll sein, also einen klaren Mehrwert liefern.
  3. Die Seiten sollten hinreichend viel “Unique Content” enthalten (also z.B. mit variierenden Textelementen arbeiten, so dass es nicht nach einer Schablone aussieht).

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“Top Search Queries” bei den Google Webmaster Tools: Was kann ich daraus lernen?

Freitag 19. Februar 2010 von Markus

Manchmal fragen Kunden aber auch Sachen. Dei “Top Search Queries” bei den Google Webmaster Tools habe ich mir nie so richtig angeschaut - bis eben ein Kunde danach fragte, was eigentlich aus den Daten konkret folgt.

Also, worum geht’s erstmal? Die “Top Search Queries” zeigen mir zwei Blöcke mit Informationen (hier fürs suchradar):

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Ich sehe also, wie oft meine Website für bestimmte Suchbegriffe angezeigt wurde und wie oft sie geklickt wurde.

<Impressions: 35% für “amtsgericht berlin”> bedeutet also:
Wenn man sich insgesamt anschaut, für welche Suchanfragen die eigene Website in den Suchergebnissen angezeigt wurde, dann war das in 35% der Fälle die Suchanfrage “amtsgericht berlin”, für die suchradar.de auf der 16. Position zu finden ist.

<Clickthrough: 58% für “suchradar”> bedeutet also:
Wenn man sich anschaut, für welche Suchanfragen die eigene Website wirklich angeklickt wurde, war das in 58% der Fälle die Suchanfrage “suchradar”, für die suchradar.de auf der 1. Position zu finden ist.

Stimmen die Daten?

Die Daten für Impressions kann ich natürlich nicht überprüfen, aber die für Clickthroughs schon. Also: Im Analytics-Tools nachgeschaut und überprüft, ob das auch die Suchanfragen waren, die für Besucher auf der Website gesorgt haben. Es gibt da ein paar kleine Abweichungen, aber im großen und ganzen stimmen die Daten.

Laut Analytics-Daten ist “google maps optimierung” für suchradar. de auf Platz sieben der meistgesuchten Begriffe, bei den Webmaster Tools erscheint es erst auf Platz 24. Aber wie gesagt: Prinzipiell stimmt das alles so ungefähr (Pi mal Daumen).

Schlussfolgerungen

Was folgt jetzt aber aus den Daten - vor allem: Was kann ich daraus ableiten, dass die Ranglisten von Impressions und Clickthroughs so unterschiedlich sind? Ich finde es sehr schwer, hier allgemein gültige Handlungsanweisungen abzuleiten.

Es wird immer Suchbegriffe geben, für die man Impressions erreicht, aber keine Clicks, weil a) die Position sehr schlecht ist oder b) weil man dafür eben keine relevanten Inhalte hat. Beispiel: “amtsgericht berlin”. Würde ich wirklich auf dieses Listing klicken, wenn ich nach dem Amtsgericht in Berlin suche?

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Von diesen Fällen gibt es in der Spalte Impressions leider einige, z.B. “omneda” (peinlicher Vertipper) oder auch “devk versicherung”.

Es gibt auch Keywords, die in der Clickthrough-Spalte weit oben stehen, aber in der Impressions-Spalte nicht. Beispiel: “suchradar” (Clickthroughs #1, Impressions #4). Daraus folgert aber leider nichts, weil es eben so sein kann, dass andere Suchbegriffe wie “amtsgericht berlin” die Statistik stören.

Insgesamt kann man sich die Zahlen aber schon unter folgenden Aspekten anschauen:

  1. Gibt es Suchbegriffe mit einem hohen Impression-Ranking, aber einem niedrigen Clickthrough-Ranking? Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass das Listing für diesen Suchbegriff für Suchende nicht attraktiv ist.
  2. Man kann sich natürlich auch Schwellen-Keywords zusammensuchen, also Suchbegriffe aus der Impressions- oder Clickthrough-Spalte mit einer Position > 10. Vielleicht findet man so Suchbegriffe, für die man mit On- oder Off-Page-Maßnahmen deutlich bessere Rankings erzielen kann. Da habe ich bei einigen Websites direkt Potenziale gefunden, z.B. weil der Suchbegriff im Seitentitel gedreht vorkam.
  3. Spannend ist auch, dass man sich oberhalb der Tabelle noch anschauen kann, aus welchem Segment die Suchen angezeigt werden sollen: “Blogs Search”, “Directory”, “Groups”, “Images”, “Mobile Devices” und “Web Search”. Erscheint meine Website überhaupt für mobile Suchanfragen? Was interessiert mobile Nutzer stärker als stationäre Nutzer? Google zeigt bei der Auswahl übrigens nur die Segmente an, für die auch jeweils Daten existieren. Wenn also eine Website nicht Google Directory drin ist, gibt es diesen Punkt auch gar nicht erst in der Auswahl.

Also: Wieder jede Menge manuelle Arbeit, um manchmal ein paar Potenziale zu finden.

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Wie man auch mit tollen Assets null Linkbuilding betreiben kann

Dienstag 16. Februar 2010 von Markus

Da reden wir seit Monaten und Jahren darüber, dass Unternehmen tolle Inhalte ins Netz stellen sollen. Top-10-Listen, Studien, Umfragen, Kontroverses, Informatives - und noch viel mehr. Und dann das.

Am Wochenende habe ich die W&V gelesen und dort über die “Recruiting Trends 2010″ gelesen, die (laut Pressemitteilung von Monster “durch das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main und das Online-Karriereportal Monster unter den 1.000 größten deutschen Unternehmen sowie 300 weiteren Firmen aus den Bereichen Automotive, Finanzdienstleistung und IT durchgeführt wurde.”

Cooler Content also, wenn die W&V dem schon zwei Seiten widmet. Nur online gibt’s das Ding eben nicht. Finde ich unter zwei Aspekten seltsam:

  1. Wenn ich bei Google nach “recruiting trends 2010″ suche, erhalte ich vor allem Blog-Beiträge. Aber keine wirklich erhellende Seite von Monster.de. Das ist meiner Meinung nach vor allem schlecht, wenn ein Journalist danach sucht und vielleicht vorschnell aufgibt.
  2. Wenn es auf Monster.de keine Seite dafür gibt, kann ich auch nicht drauf verlinken. Ich kann auf die Startseite verlinken, aber dafür fehlt mir irgendwie die Motivation. Fürs Linkbuilding hilft mir das so also wenig. Und gerade im Jobportal-Umfeld kann man eigentlich immer einen guten Backlink gebrauchen (oder zwei oder drei).

Es gibt wirklich keine Seite für diese Studie auf Monster.de. Dazu ein Zitat aus einer Pressemitteilung:

“Die vollständige Studie „Recruiting Trends 2010“ kann bei Monster Worldwide Deutschland unter studien@monster.de angefordert werden.”

Wenn man die Studie schon nicht online stellt, kann man trotzdem eine Seite dafür erstellen & dort ein Formular zum Generieren von Leads ablegen. Dann finden einen sowohl die Mittelständler, an die sich die Studie ja auch richtet, als auch die Journalisten.

Und wenn ich dann noch eine andere Pressemitteilung von Monster.de lese, muss ich schon lachen:

“[...] Monster setzt auf Social Media [...] Monster Deutschland ist erstes Online-Karriereportal mit vollintegriertem Social Media-Konzept [...]“

Sorry, ich mag Monster echt. Schönes Portal mit coolen Features. Gute Positionierung. Fetziger Name. Aber wenn man schon so ein tolles Ding wie diese Studie hat, kann (und muss) man das auch ordentlich für SEO und Linkbuilding nutzen.

Vielleicht klappt’s ja im nächsten Jahr.

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Scrum und SEO: Interessanter Ansatz

Montag 15. Februar 2010 von Markus

In den letzten Tagen ist mir aufgefallen, dass immer mehr Kunden Projekte nach Scrum umsetzen. Für uns stellte sich intern dann die Frage, ob das Auswirkungen auf SEO und vor allem auf die Angebotsstruktur hat. Diese Gedanken möchte ich gerne ein bisschen teilen.

Zunächst zu Scrum. Da verrät uns die Wikipedia:

“[... ]Scrum (engl. für Gedränge) ist ein Vorgehensmodell mit Meetings, Artefakten, Rollen, Werten und Grundüberzeugungen, das beim Entwickeln von Produkten im Rahmen agiler Softwareentwicklung hilfreich ist. [...]“

Sehr vereinfacht ausgedrückt (ohne auf die ganzen Rollen & Tools einzugehen): Man entwickelt ein Projekt nicht mehr als einen großen monolithischen Block, sondern in einzelnen Teilen (”Sprints”). Und genau hier liegt auch der Unterschied, der für uns als begleitende Agentur relevant ist.

“Früher” war es so, dass wir am Anfang eines Projekts alle Anforderungen aufgeschrieben haben und diese zum Schluss überprüft haben. Oftmals gab es natürlich zwischendurch immer mal Fragen und Sachen, die wir überprüfen mussten. Aber in der Regel war es schon so, dass es einen großen Block Arbeit am Anfang und dann wieder einen großen Block am Ende gab. Leider war es dann manchmal am Ende auch so, dass eigentlich vieles nicht umgesetzt wurde. Das musste dann später gemacht werden, denn der Launch-Termin “stand ja schon fest”. Oder es wurde dann einfach gar nicht mehr gemacht.

Mit Scrum könnte das meiner Meinung nach in der Tat besser laufen. Wenn wir wirklich nach jedem Sprint den aktuellen Stand prüfen können, wäre das schon ein klarer Fortschritt. Die Defizite würden dann einfach in den nächsten Sprint einfließen.

Das treibt natürlich auch die Kosten etwas in die Höhe, weil wir einfach mit mehr Aufwand kalkulieren müssen. Ich glaube aber, dass die Qualität der Website durch ein solches Vorgehensmodell durchaus steigen kann - und vor allem, dass man einfach mehr SEO-Features einbauen kann.

Ich finde das Thema also durchaus spannend. Sobald wir intern mal bei einigen Kundenprojekten Bilanz gezogen habe, schreibe ich gerne mehr dazu.

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Google Maps: Fehler bei den Listings

Montag 1. Februar 2010 von Markus

Wir beschäftigen uns schon seit einiger Zeit mit Google Maps. In den letzten Tagen ist da ein Tool entstanden, das die Bewertungen von Unternehmen ermittelt. Dabei fällt einem erstmal auf, dass in Google Maps immer noch viele Fehler stecken.

Dabei muss natürlich gesagt werden, dass es sich um eine gewaltige Datenmenge handelt und dass da schon mal Fehler passieren. Ich denke aber, dass Google hier einen anderen Anspruch haben sollte. Leider habe ich keine Zahlen zur Größenordnung der Fehler, aber es war nicht besonders schwierig, hier Fehler zu finden.

Hier eine Auflistung der Fehler, die wir häufiger gesehen haben:

Fehlerhafte Erkennung von Bewertungen

Die Suchanfrage “notare stuttgart” liefert Prof. Dr. Walter Sigle mit der Domain www.cms-hs.com. Laut Google Maps gibt es eine Bewertung, und zwar http://www.iflr.com/Article/2324272/Austria-Uphill-struggle.html. Auf der Seite findet sich aber nichts zu Herrn Sigle.

Es gibt auch einen Arzt in Essen, dem die Seite http://www.cosmotourist.de/reisetipp/74207/essen/kennedyplatz/kennedyplatz/ als Bewertung zugeordnet wird. Seltsam.

Fehlerhafte Zuordnung von Unternehmen zu Branchen

Wer nach “anwalt essen” sucht, erhält auf der ersten Position die Lorenz-Kocdemir Gaststättenbetriebs KG:

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Es gibt ein Anwaltsbüro Lorenz in Essen, aber eben nicht unter www.lorenz-essen.de. Laut Archive.org gab es unter der Domain auch nie etwas anderes.

Analog kann man auch z.B. nach “immobilien wuppertal” suchen und dort das “Palette Restaurant” erhalten.

Seltsame Bewertungen

Klar, viele Bewertungen sind gut und auch sehr hilfreich. Dann aber gibt es Sachen wie diese hier:

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Immerhin kann man unsinnige Bewertungen als solche markieren - meiner Meinung nach aber nicht mit durchschlagendem Erfolg.

Keyword Stuffing

Wer nach “zahnarzt frankfurt” sucht, stößt dort auf ein Hotel (zweiter Eintrag):

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Seltsamerweise - denn “zahnärzte” ist wohl das einzige Wort, was die nicht eingegeben haben:

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IAB Schweiz bringt SEO-Studie

Donnerstag 28. Januar 2010 von Markus

Die IAB Schweiz hat eine interessante Studie herausgebracht: “Ranking-Kriterien 2010“. Man hat sich da ganz gut von einer anderen Studie aus den USA inspirieren lassen, aber das tut dem Ding keinen Abbruch.

Für die Studie wurden zahlreiche SEOs (z.B. Roger Balmer von metapeople und Marco Hornung von orange8) aus der Schweiz befragt, welche Ranking-Kriterien sie für wichtig und unwichtig halten. Das wird dann auf verschiedene Fragestellungen verdichtet - und das auf immerhin 65 Seiten.

Da steht jetzt natürlich nichts überraschendes drin, was man bei den “Search Engine Ranking Factors” bei SEOmoz noch nicht gelesen hätte oder was einen jetzt total verblüfft. Aber dennoch: Good stuff! Solche Sachen helfen mit Sicherheit auch in der Arbeit mit dem Kunden, indem Unternehmen dafür sensibilisiert werden, was in Bezug auf Google & Co. wirklich wichtig ist.

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