Archiv für die 'SEM' Kategorie

Neue Feed-Spezifikationen für Google Shopping

Donnerstag 16. Mai 2013 von Martin

Google hat kürzlich neue Spezifikationen für Produktfeeds angekündigt. Nicht jeder Händler muss deshalb aktiv werden, aber es lohnt sich, die Änderungen durchzugehen und zu prüfen, ob man davon betroffen ist bzw. ob man davon profitieren kann.

Ausschnitt Attributsanforderungen
Auch die Übersicht der Attributsanforderungen wurde aktualisiert

Im Folgenden gehe ich die Änderungen durch. Die genauen Spezifikationen habe ich immer über das jeweilige Attribut verlinkt.

Hochauflösende Bilder

Ganz generell empfiehlt Google nun höher aufgelöste Produktbilder mit mindestens 800×800 Pixeln; akzeptiert werden Bilddateien bis 4 MB. Ich denke, in der Praxis wird das erst mal noch keinen Unterschied machen, da Bilder momentan noch deutlich kleiner angezeigt werden. Das größte mir bekannte Beispiel sind Produktbilder im Format 400×400 auf hochauflösenden Tablets.

Produktkennzeichnungen

Als relevanter für die Praxis scheint mir das neue Attribut Kennzeichnung existiert bzw identifier_exists. Hier kann man mit dem Wert false angeben, dass es für ein Produkt eben keine eindeutige Kennzeichnung gibt.

Für die meisten Produkte müssen Händler eine EAN, MPN oder Marke angeben, oftmals sind zwei dieser drei Angaben gefordert. Das stellt Händler hin und wieder vor Probleme, wenn Produkte keine EAN und MPN aufweisen – etwa, weil sie selbst hergestellt sind. Ganz konkret nennt Google hier vom Händler selbst gebündelte Produkte. Wer beispielsweise Laufschuhe und Laufsocken zusammen anbietet, kann die Kombination nun als Produkt ohne existierende Kennzeichnung einstellen.

Spannend finde ich nun die Frage, inwiefern man sich mit diesem Attribut auch bei fehlenden Daten helfen kann. Es kommt ja oft genug vor, dass große Datenbestände unvollständig sind. Was wohl passiert, wenn Händler bei unvollständigen Daten einfach angeben, dass es gar keine Kennzeichnung gibt? Google hat sich dazu nicht geäußert, aber von Experimenten dieser Art kann ich generell nur abraten.

Multipacks

Wenn Händler mehrere Exemplare des gleichen Artikels im Paket anbieten, dann bezeichnet Google dies als Multipack, wofür spezielle Regeln gelten. So muss das Attribut Multipack verwendet werden, um die Anzahl der Produkte darin anzugeben. Ansonsten ist zu beachten, dass sich das Produktbild sowie die Angaben zu Kennzeichnungen auf den enthaltenen Einzelartikel beziehen müssen.

Wichtig ist, dass diese Regeln nur für vom Händler selbst definierte Multipacks gelten. Multipacks vom Hersteller werden wie jedes andere Produkt behandelt.

Grundpreise

Speziell für die EU und wohl Deutschland ermöglicht Google nun die Angabe von Grundpreisen. So muss in Deutschland nach der Grundpreisverordnung bei bestimmten Waren neben dem Endpreis auch ein Preis pro Mengeneinheit angegeben werden – etwa, wie viel der Liter Wasser im 12L-Kasten kostet. Bisher hat Google diese Verordnung schlicht ignoriert, was die ein oder andere Abmahnung zwischen Wettbewerbern zur Folge hatte.

Um von der Angabe Gebrauch zu machen müssen Werbetreibende zwei Attribute liefern. Das Grundpreis Maß gibt an, welche Menge der Artikel enthält, zum Beispiel “250 g”. Das Grundpreis Einheitsmaß legt anschließend die Basis fest, für die der Grundpreis angegeben werden soll, zum Beispiel “100 g”. Google behält sich vor, später eine andere Basis anzuzeigen (z. B. 1 kg).

Händler, die von der Grundpreisverordnung betroffen sind, haben derartige Angaben bereits auf ihren Websites, so dass die Beschaffung der Daten kein Problem sein sollte. Hier ist dann auch dringend dazu zu raten, diese Daten in den Feed zu übernehmen. Google selbst empfiehlt dieses Attribut, sofern es verwendbar ist – eine Pflichtangabe ist es seitens Google also nicht.

Energieeffizienzsiegel

Ebenfalls möglich ist nun die Angabe der Energieeffizienzklasse. Hierfür gibt es nur die ganz konkreten Werte von G bis A, A+, A++ und A+++. Auch dieses Attribut empfiehlt Google, sofern es anwendbar ist, allerdings nur, wenn es lokale Bestimmungen erfordern.

Nicht jugendfreie Artikel

Mit dem Attribut Nicht jugendfrei bzw. adult können Händler nun einzelne Produkte kennzeichnen, ohne dass dafür der ganze Feed als nicht jugendfrei gelten muss. Google weist darauf hin, dass die Zielseiten jugendfreier Produkte natürlich ebenfalls komplett jugendfrei sein müssen. Maßgeblich für die Definition von jugendfrei sind dabei Googles Richtlinien.

Klarstellungen

Neben den neuen Attributen hat Google auch die Spezifikation von zwei bestehenden Attributen klarer gefasst. So nennt Google nun genauere Anforderungen für die Beschreibung eines Produktes. Diese soll zwischen 500 und 1000 Zeichen liegen (maximal 10.000 Zeichen) und die wichtigsten Eigenschaften des Produkts hervorheben. Google nennt außerdem einige Dinge, die nicht vorkommen sollten, was im Wesentlichen darauf hinausläuft, dass sich die Beschreibung nur auf das Produkt selbst, nicht aber auf den Shop oder andere Produkte beziehen soll.

Konkretisiert wurde außerdem das Attribut Farbe. Dieses soll in Zukunft nur noch die Hauptfarbe und ggf. bis zu zwei Nebenfarben des Produkts enthalten, welche mit Schrägstrichen getrennt werden (Hauptfarbe/Nebenfarbe/Nebenfarbe, also z. B. Rot/Gelb/Grün). Für bestimmte Artikel, bei denen Oberfläche oder Material gleichbedeutend mit der Farbe ist (z. B. Mahagoni, rostfreier Stahl), darf diese Angabe im Attribut Farbe gemacht werden.

Bei den Werten nimmt Google nur noch richtige Farben an, also keine Farbwerte wie #000fff, “W” oder “siehe Bild”. Auch zusammengesetzte Werte wie “RotRosaBlau” will Google nicht mehr sehen. Ich denke, Händler sind hier gut beraten, bei der Benennung nicht zu exotisch zu werden, damit Google die Farben noch erkennen und zuordnen kann.

Weggefallene Attribute

Einige Attribute werden nicht länger unterstützt. Betroffen sind Menge, Merkmal, Hersteller, Genre, Sonderposten, Jahr, Autor und Ausgabe.

Terminliches

Die neuen Spezifikationen gelten ab dem 15. Juli, so dass Händlern noch zwei Monate Zeit für eventuelle Umbauten an ihren Feeds bleiben. Konten, die von der Pflicht zur eindeutigen Kennzeichnung ausgenommen sind, haben hierzulande sogar bis zum 16. Septemter Zeit, das Attribut Kennzeichnung existiert einzubauen.

Fazit

Die meisten Händler dürften nach der Überprüfung ihrer Feeds feststellen, dass keine Änderungen notwendig sind. Für einige bieten sich neue Chancen, insbesondere im Hinblick auf die gestiegene Rechtssicherheit im Zusammenhang mit Grundpreisen und Effizienzsiegeln sowie die Möglichkeit, gefahrlos einzelne, nicht jugendfreie Produkte zu bewerben.

Aufwändige Umbauten sollten die neuen Richtlinien eigentlich nirgends erfordern. Die hochauflösenderen Bilder mag nicht jeder Händler zur Hand haben, aber solange Google das als Empfehlung formuliert sehe ich hier kein Problem. Insofern kann ich die neuen Spezifikationen nur begrüßen: Neue Möglichkeiten, wenig Aufwand, viel Zeit zur Umsetzung.

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SEM-Fallstudie: Dreifacher Umsatz bei gleichem Budget

Donnerstag 7. März 2013 von Markus

Aus meinem letzten Vortrag auf der SEOkomm mit insgesamt 20 SEO-Fallstudien habe ich eins gelernt: Mit Fallstudien kann man wirklich gut zeigen, was man macht – und dass man eben auch deutlich mehr als nur den absoluten Standard macht.

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, in diesem Jahr mehrere große Fallstudien zu veröffentlichen. Den Anfang machen wir mit einer SEM-Fallstudie. Dort zeigen wir auf, wie wir eine AdWords-Shop-Kampagne übernommen und dann profitabel gemacht haben.

Wo der Unterschied zwischen einer optimierten und einer unoptimierten Kampagne liegt, zeigt dabei vor allem der folgende Chart aus der Fallstudie:

Bild

Oder wie unser Head of SEM Martin Röttgerding meint:

“Anhand dieses Falles wird deutlich, welchen Unterschied eine professionelle AdWords-Betreuung machen kann. Dabei ist der Erfolg in erster Linie auf eine handwerklich saubere Arbeitsweise zurück zu führen. Für den Kunden bedeutete dies am Ende den dreifachen Umsatz bei gleichbleibendem Budget.”

Die Fallstudie können Sie bei uns auf der Website kostenlos herunterladen:
“Bloofusion Fallstudie: Wie eine AdWords-Shop-Kampagne profitabel wurde”

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Neuer AdWords Editor für erweiterte Kampagnen

Donnerstag 28. Februar 2013 von Martin

Google hat die für Ende Februar angekündigte neue Version des AdWords Editors veröffentlicht. In der Version 10.0.1 bringt der Editor nun die Unterstützung für die kürzlich eingeführten erweiterten Kampagnen mit. Diese sind inzwischen in allen Konten verfügbar.

Neue Funktionen

Folgende neue Funktionen unterstützt der AdWords Editor nun:

1. Umstellung von Kampagnen auf erweiterte Kampagnen. Diese Option steht nun bei den Kampagneneinstellungen:

awe-enhanced-campaigns-settings

Hilfreich ist das vor allem bei der Umstellung von vielen Kampagnen auf einmal, da man mit dem Editor einfach mehrere Kampagnen markieren und die Einstellung ändern kann. Sobald die Kampagnen nach der Umstellung hochgeladen werden, lassen sie sich natürlich nicht mehr zurück stellen.

2. Setzen von Gebotsanpassungen für Mobilgeräte. Diese Option steht gleich neben der Umstellung auf erweiterte Kampagnen (siehe Screenshot oben).

3. Gebotsanpassungen für Zielregionen, zu finden unter AusrichtungZielregionen:

awe-geo-bid-adjustements

4. Anzeigen als bevorzugt für Mobilgeräte kennzeichnen. Diese Option steht bei den Anzeigen jeweils unten rechts:

awe-ad-device-preference

5. Für Anzeigengruppen im Display-Netzwerk kann außerdem ein benutzerdefinierter Gebotstyp festgelegt werden, was dann so aussieht:

awe custom bid type

Hierbei handelt es sich um eine neue Funktion, die auch für Display-Kampagnen die Umstellung auf ein System von Gebotsanpassungen einläutet (dazu später mehr).

Keine neuen Funktionen für Anzeigenerweiterungen

Was ich noch schmerzlich vermisse sind die Funktionen rund um die Anzeigenerweiterungen, insbesondere die Sitelinks auf Anzeigengruppenebene. Hier wäre der Editor wegen der Möglichkeit, viele Änderungen auf einmal zu machen, sehr hilfreich.

Fazit: Die Umstellung kann beginnen

Mit dem neuen AdWords Editor lässt sich die Umstellung auf erweiterte Kampagnen schon mal angehen. Vor allem, wenn die Umstellung nur darin besteht, die erweiterten Kampagnen einzuschalten, geht das nun bequem für beliebig viele Kampagnen auf einmal. Auch lassen sich damit bevorzugt mobile Anzeigen bequem einfügen und verwalten.

Auch wer seine Kampagnen in der Vergangenheit dupliziert hatte, kann nun mit der Umstellung beginnen. Die für die Verschmelzung von bisher getrennten Kampagnen notwendigen Schritte sind im Upgrade-Leitfaden (englisch) beschrieben (im Prinzip nichts, worauf man nicht auch selber kommen könnte). Hier könnte man allerdings auch noch abwarten, ob Google oder jemand anders noch Tools veröffentlicht, mit denen sich der Prozess besser angehen lässt. Da noch bis Juni Zeit ist, besteht zumindest kein Grund zur Eile.

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Bloofusion-Webinar: Die neue Google Produktsuche

Dienstag 19. Februar 2013 von Martin

Google hat mit der Umstellung der Produktsuche auf das kostenpflichtige Google Shopping zaghaft begonnen. Um dabei zu bleiben, müssen Händler in Zukunft Produktlistenanzeigen über Google AdWords schalten und pro Klick bezahlen.

Wie das geht, was von der neuen Produktsuche zu erwarten ist und welche Optimierungsmöglichkeiten es dabei gibt, stelle ich am Freitag um 10 Uhr in einem kostenlosen Webinar vor. Samt Fragerunde geht das Ganze ca. eine Stunde.

Wer Fragen stellen möchte sollte dazu ein Mikrofon bereithalten.

Zur kostenlosen Anmeldung geht es hier.

Alle Informationen, Themen und Termine zu unseren Bloofusion Webinaren gibt es unter www.bloofusion.de/webinar.

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Countdown BLOO:CON: Bis heute (12 Uhr) gibt’s noch Tickets!

Montag 18. Februar 2013 von Fabian

Ein kurzer Hinweis in eigener Sache:  Unternehmen, die sich für unseren SEO- und SEM-Strategietag 2013 in Münster am 21. Februar interessieren, können sich bis heute 12 Uhr noch unter www.bloofusion.de/bloofusion/bloocon/ für eine Mindestspende von 99 € anmelden. Die Unternhemen erwartet eine spannende Mischung an Themen (siehe Agenda). Markus Hövener (Head of SEO bei Bloofusion und Chefredakteur des suchradars), Martin Röttgerding (Head of SEM bei Bloofusion), Dr. Martin Schirmbacher (Partner bei HÄRTING Rechtsanwälte) und Maik Bruns (SEO-Berater bei Bloofusion) werden dafür sorgen, dass die Teilnehmer in Sachen Suchmaschinenoptimierung, Google AdWords, Social Media und Online-Recht wichtige Impulse für das Jahr 2013  erhalten.

Die BLOO:CON wird in angenehmer Atomsphäre auf dem Gut Havichsthorst bei Münster (nahe dem Flughafen Münster/Osnabrück) stattfinden. Für eine ausgezeichnete Bewirtung  (Mittagessen, Kaffeepausen) ist gesorgt, so dass auch zwischen den Vorträgen genügend Zeit bleibt, mit den Referenten und den anderen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen.

Übrigens: Sämtliche Einnahmen aus dem Ticketverkauf spenden wir für die Aktion Kinderhilfe e. V. und unterstützen damit Projekte primär in der dritten Welt.

Also, jetzt noch schnell anmelden!

 

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AdWords kündigt Erweiterte Kampagnen an

Mittwoch 6. Februar 2013 von Martin

Jetzt ist es raus: Mit den sogenannten erweiterten Kampagnen will Google die AdWords-Architektur stark vereinfachen und die Trennung von mobilen und Desktop-Kampagnen aufweichen.

Erweiterte Kampagnen lösen ein Dilemma von AdWords, indem sie das Duplizieren von Kampagnen weitgehend überflüssig machen. Zentral sind dabei die vielen Anpassungen, die es für verschiedene Bereiche gibt.

Mobil und Desktop in einer Kampagne

Wer bisher Anzeigen auf Computern und Mobilgeräten schaltete, war gut beraten, das in getrennten Kampagnen zu tun, denn andernfalls hätte man für Mobilgeräte und Computer das gleiche Gebot verwenden müssen. Weil mobile Klicks aber oftmals weniger wertvoll sind (da über Mobilgeräte seltener eingekauft wird), sind hier entsprechend geringere Gebote sinnvoll.

Mit erweiterten Kampagnen lässt sich das nun alles in einer Kampagne behandeln, wobei die Desktop-Einstellungen sozusagen die Basis darstellen. Ausgehend von den Desktop-Geboten lässt sich über eine Gebotsanpassung dann beispielsweise festlegen, dass für mobile Klicks nur 50% geboten werden soll.

Dieser Mechanismus funktioniert so, wie man das auch schon vom Werbezeitplan kennt, wo man ebenfalls prozentuale Gebotsänderungen einstellen kann (z. B. 80% am Wochenende). Auch die Gebotsanpassungen für Mobilgeräte lassen sich nur auf Kampagnenebene festlegen.

Um die Anzeigenschaltung für Mobilgeräte ganz zu unterbinden kann man die Anpassung auch auf -100% setzen. In die andere Richtung ist es auch möglich, ein mobiles Gebot auf 300% zu setzen. Eine reine Mobilkampagne ist durch diese Konstruktion aber nicht mehr möglich.

Neben Gebotsanpassungen ist es auch möglich, separate Anzeigentexte für Mobilgeräte zu definieren. Dies geschieht wie gewohnt in den einzelnen Anzeigengruppen, wo man einer Anzeige nun mitgeben kann, dass sie bevorzugt auf Mobilgeräten ausgespielt werden soll:

Device Preference

Bildquelle: http://www.google.de/adwords/enhancedcampaigns/resources/pdf/upgrade-guide-en.pdf

Bevorzugt heißt dabei genau das, was man argwöhnen könnte: Bindend ist das nicht. Es ist gut möglich, dass Google versucht, anhand des konkreten Geräts oder des Standorts darauf zu schließen, ob eine Nutzungssituation tatsächlich mobil ist. So könnte ein iPad-Nutzer, der per UMTS im Zug surft, als mobil angesehen werden, während ein Handynutzer, der über das heimische DSL online geht möglicherweise die Desktop-Anzeige sieht.

Geographische Anpassungen

Obwohl allgemein die Auswirkungen im Bezug auf mobile Kampagnen in den Vordergrund gerückt werden: Auch im Bezug auf die geographische Ausrichtung tut sich mit dieser Änderung sehr viel, denn auch für Regionen lassen sich nun Gebotsanpassungen vornehmen. Als Beispiel nennt Google hier höhere Gebote, um mobile Nutzer in der Nähe eines Standorts stärker anzusprechen. Das ist schön und gut, aber das größere Potenziale sehe ich in der Berücksichtigung von Kaufkraft auf nationaler Ebene.

Regionale Gebotsanpassung

Bildquelle: http://searchengineland.com/the-big-adwords-update-enhanced-campaigns-puts-the-focus-on-mobile-147626

Zwar sind die Unterschiede zwischen Regionen meist nicht so groß wie zwischen Mobilgeräten und Desktop-Computern, es gab aber auch hier bisher Anlass, Kampagnen aufzusplitten. Denn in kaufkräftigen Regionen konnten sich höhere Gebote schon mal auszahlen, was sich bis jetzt aber nur über separate Kampagnen erreichen ließ. Mit erweiterten Kampagnen geht das jetzt auch in einer Kampagne.

Anzeigenerweiterungen

Auch bei den Anzeigenerweiterungen hat Google Änderungen vorgenommen. Diese lassen sich nun auch für einzelne Anzeigengruppen setzen – vorbei die Zeit, in der man Kampagnen aufteilen musste, nur um jeweils passende Sitelinks setzen zu können. Sitelinks sollen außerdem ihr eigenes Reporting pro Link bekommen, was sich viele lange gewünscht haben.

Interessant ist außerdem die Möglichkeit, Anzeigenerweiterungen nun auch zeitlich zu planen. Das ist insbesondere für die Einblendung von Telefonnummern per Anruferweiterung sinnvoll, denn nicht jedes Unternehmen bietet eine 24-Stunden-Hotline an.

Conversion-Tracking

Neue Funktionen soll es auch beim Conversion-Tracking geben. So soll es nun möglich sein, Interaktionen mit der Anzeige, etwa einen direkten App-Download oder einen Anruf, als Conversion zu erfassen. Hier scheinen in Zukunft noch weitere Möglichkeiten geplant zu sein, darunter auch die Erfassung eines Besuchs im Ladengeschäft als Conversion.

Die Migration

Erweiterte Kampagnen werden in den nächsten Wochen als Option für alle Werbetreibenden verfügbar werden. Mitte des Jahres sollen dann auf jeden Fall alle Kampagnen umgestellt werden.

Auf Werbetreibende, die bisher aufgeteilte Kampagnen verwendet haben, kommt einiges an Arbeit zu. Google hat einen 32 Seiten starken Leitfaden zur Migration veröffentlicht, worin Abläufe beschrieben werden, mit denen Kampagnen wieder vereint werden sollen. Dazu dürfte demnächst auch noch ein neuer AdWords-Editor veröffentlicht werden. Außerdem wurde die AdWords-API bereits erweitert, um mit den neuen Funktionen umgehen zu können.

Bid Management

Werbetreibende, die automatisierte Lösungen für das Bid Management einsetzen, sind im Übrigen gut beraten, mit den jeweiligen Anbietern bzw. Entwicklern Rücksprache zu halten, bevor sie irgend etwas umstellen. Ich nehme mal an, dort dürften die erweiterten Kampagnen noch für so manches durchgearbeitete Wochenende sorgen.

Wer dagegen das Conversion Optimierungstool (Conversion Optimizer) von Google zur Aussteuerung der Gebote einsetzt, kann sich entspannt zurücklehnen. Nicht nur ist damit ein reibungsloser Übergang möglich, das Tool war bisher auch eine gute Alternative zum Aufteilen von Kampagnen, da es Unterschiede zwischen Geräten oder Regionen auch so schon berücksichtigen kann.

Vor- und Nachteile

In der Branche wurde mit Spannung und Angst erwartet, was Google da ankündigen würde. Nachdem vor einer Woche Account-Manager von Google Termine mit Agenturkunden vereinbaren wollten, um die Wogen zu glätten, machten zum Teil abenteuerliche Spekulationen die Runde. Die Mehrzahl der Twitter-Reaktionen auf die “enhanced campaigns” war dann auch nach der Ankündigung ziemlich negativ.

Bemängelt wird vor allem, dass reine Mobilkampagnen nicht mehr möglich sind. Überhaupt fallen durch die Vereinfachungen verschiedene Steuerungsmöglichkeiten weg. Weil Gebotsanpassungen nur noch pauschal auf Kampagnenebene einstellbar sind, lassen sich besondere Feinheiten nicht mehr im Detail regeln. Auch Feinheiten auf Kampagnenebene fallen weg, etwa die unterschiedliche Behandlung von IOS- oder Android-Geräten. Nicht mal mehr eine Sonderbehandlung für Tablets ist noch möglich, da es nun praktisch nur noch Mobil und Nicht Mobilgibt.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass hier vieles vermisst wird, was ohnehin kaum jemand wirklich genutzt hat. Zwar gibt es in der Theorie gute Gründe, für alles Mögliche Aufteilungen vorzunehmen, aber in der Praxis hat das kaum jemand gemacht, weil die vielen Feinheiten nicht mehr handhabbar waren – ohne entsprechende Software (die es am Markt meines Wissens nach nicht gibt) sah man schlicht den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Ich denke eher, dass die Vereinfachungen vielen Werbetreibenden erst die Möglichkeiten eröffnen werden, endlich sinnvoll auf Mobilgeräte und auch auf lokale Gegebenheiten einzugehen. Eine Architektur mit Anpassungen statt duplizierten Kamapgnen, wie sie jetzt eingeführt wird, habe ich bereits bei verschiedenen Gelegenheiten als überfällig bezeichnet und bin entsprechend froh, dass sie endlich kommt. Sicher, nicht alles ist perfekt und der Zwang zur Umstellung wird uns noch viel Arbeit kosten, aber insgesamt ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Lesestoff

So manche US-Agentur hatte schon eine Weile Zugriff auf erweiterte Kampagnen und dementsprechend viel ist im amerikanischen Raum in den letzten Stunden dazu veröffentlicht worden. Die folgenden Beiträge sind teilweise in diesen Post eingeflossen und meiner Meinung nach besonders lesenswert:

Kategorie: SEM | 8 Kommentare »

Neue Details zur Umstellung auf Google Shopping

Donnerstag 17. Januar 2013 von Martin

Anbieter, die die bisher kostenlose Produktsuche nutzen, haben heute Post von Google bekommen. Darin konkretisiert Google die bevorstehende Umstellung auf das kostenpflichtige Google Shopping ab Februar 2013.

Wie erwartet soll der Übergang nicht auf einen Schlag erfolgen, allerdings werden “ab Februar 2013 Gebote zu den Faktoren zählen, die das Ranking von Produkten auf Google Shopping beeinflussen”. Ein genaueres Datum nennt Google nicht, allerdings wurde vor zwei Monaten der 13. Februar als Stichtag für erste Veränderungen genannt.

Neue Anforderungen

In einem aktuellen Blogpost kündigt Google für jenen 13. Februar dann auch neue Richtlinien für Google Shopping an. Diese sind ähnlich umfangreich wie die altbekannten AdWords-Richtlinien und inhaltlich stellenweise sehr ähnlich. Auf den ersten Blick sehe ich nichts kritisches, aber vor allem wer nicht unter den Standard fällt (Shop verkauft typische Konsumentenartikel), sollte sich die Zeit dafür nehmen.

Außerdem gibt es neue Feed-Spezifikationen, die ab März 2013 gültig sind. Die Änderungen beschränken sich augenscheinlich auf Produktvarianten und Bekleidungsprodukte. Eine Übersicht der neuen Spezifikationen ist hier einsehbar, wobei Änderungen grünlich (kaum sichtbar) hinterlegt sind.

Gutschriften

Endlich verfügbar sind nun auch die Gutschriften, mit denen Händlern der Umstieg versüßt werden soll. Wer diese bis zum 12. April hier beantragt, kann 75 Euro auf die Ausgaben für Produktanzeigen gutgeschrieben bekommen.

Interessanter dürfte für viele aber die 10%ige Gutschrift sein, die für entsprechende Ausgaben im Zeitraum vom 15. Februar bis zum 30. Juni 2013 gewährt wird. Wenn ich mir so ansehen, was wir schon jetzt für Produktlistenanzeigen ausgeben, kommt da einiges zusammen.

Voraussetzung für die Gutschriften ist unter anderem, dass man Produktlistenanzeigen (“PLAs”) mit der Ausrichtung “Alle Produkte” schaltet. Als Grundlage für die Gutschriften werden danach aber wohl die gesamten PLA-Kosten genommen (alles andere würde zumindest in meinen Augen keinen Sinn ergeben). Es sollte also ausreichen, das Produktziel “Alle Produkte” mit einem Gebot von einem Cent zu versehen und andere PLA-Kampagnen unabhängig davon aufzubauen.

Fazit: Es tut sich was

Damit kommt die Umstellung auf die Google Produktsuche so langsam ins Rollen. Ich denke, dass viele Händler die Produktlistenanzeigen schon vor geraumer Zeit in ihre AdWords-Strategie integriert haben und sich somit entspannt zurücklehnen können.

In den USA, wo die Umstellung im Oktober abgeschlossen wurde, hat gestern mit RKG eine große Agentur Zahlen veröffentlicht, nach denen im vierten Quartal 2012 28% der AdWords-Klicks im Handel auf PLA-Kampagnen entfielen. Es ist zu erwarten, dass uns in Deutschland eine ähnliche Entwicklung bevorsteht, so dass schon jetzt größere Budgets dafür eingeplant werden sollten.

Davon abgesehen gilt aber, dass auf AdWords-Seite erst mal keine weiteren Änderungen notwendig sind. Bestehende PLA-Kampagnen brauchen also im Hinblick auf Google Shopping nicht extra angepasst zu werden. Nur die Gutschriten sollte man sich auf jeden Fall sichern.

In eigener Sache

Wir beschäftigen uns schon seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Google Shopping bzw. PLA-Optimierung. Unter anderem halte ich dazu am 22. Februar ein kostenlose Webinar. Mehr dazu steht hier.

Kategorie: SEM, SEO | 10 Kommentare »

Jetzt kostenlos anmelden: Die ersten vier Bloofusion-Webinar-Termine stehen fest

Dienstag 15. Januar 2013 von Fabian

Ich habe gerade die ersten vier Termine für unsere kostenlose Bloofusion-Webinar-Reihe live gestellt.

Folgende Themen und Termine sind fest eingeplant:

25. Januar 2013, 10-11 Uhr
SEO-Monitoring und -Tracking: Was soll man machen?
Referent Markus Hövener (Head of SEO)

22. Februar 2013, 10-11 Uhr
Die neue Google Produktsuche
Referent Martin Röttgerding (Head of SEM)

22. März 2013, 10-11 Uhr
Ist On-Page-Optimierung eigentlich noch wichtig?
Referent Markus Hövener (Head of SEO)

26. April 2013, 10-11 Uhr
SEM mit Google AdWords – ein Überblick
Martin Röttgerding (Head of SEM)

Es gibt auch Neuerungen: Wir haben uns 2013 für die deutsche Version von Go ToWebinar entschieden. Dies sollte aus Usability-Sicht auf jeden Fall ein Fortschritt sein. So wird z. B. die gesamte Korrespondenz  (Anmeldung, Bestätigungsmail etc.)  jetzt auch in deutscher Sprache erfolgen. Des Weiteren sind wir jetzt auch in der Lage deutlich mehr Teilnehmer (bisher max. 100 Teilnehmer) für ein Webinar freizuschalten :)

Ich freue mich auf zahlreiche Anmeldungen!

Infos und Anmeldungen zu den einzelnen Webinaren unter www.bloofusion.de/infos/webinar/.

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suchradar-Ausgabe #39 ist da: Titelthema SEO-Stimmungsbild

Montag 17. Dezember 2012 von Fabian

Die Ausgabe #39 des suchradars steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit! Wir haben vorher aber noch eine Bitte: Schenken Sie uns vor dem Download der neuen Ausgabe fünf Minuten von Ihrer
kostbaren Zeit und nehmen Sie an der suchradar-Leser-Umfrage teil. Mit dieser Umfrage wollen wir das suchradar noch etwas besser machen und die Themen noch mehr auf unsere Leserschaft zuschneiden.

Es gibt natürlich auch noch etwas zu gewinnen! Wir verlosen unter allen, die die Fragen bis zum 1. Februar 2013 beantworten, die folgenden Preise:

> 3x suchradar-Abo für ein Jahr

> 2x DVD “Suchmaschinenoptimierung” von Eric Kubitz

Hier geht´s zur suchradar-Leser-Umfrage

 

Neben aktuellen Nachrichten erwarten Sie u.a. die folgenden Artikel:

Titelthema: “SEO-Stimmungsbild 2012/2013″:

> Das SEO-Stimmungsbild: Der Rückblick, der Ausblick

Außerdem:

> Das SEO-Briefing: Mehr Informationen für die optimale Agenturauswahl
> Linkaufbau mithilfe von Auswertungen: Verkaufsdaten für Reichweite nutzen
> Links von der Wikipedia: Vier Methoden für den Linkaufbau
> Beruf “Sozialvernetzer”: Interview mit Stefan Berndt (Vitakraft)
> Das Google Disavow Tool: Unerwünschte Backlinks einfach entwerten?
> Responsive Web Design: Eine Website für alle Monitorgrößen
> Corporate Blogs: Sind Corporate Blogs hilfreich in Bezug auf SEO?
> AdWords Scripts: Schneller Einstieg in die AdWords-Automatisierung
> Suche und Recht 2012/2013: Was war, was wird?
> Urteile im Online-Recht: Lieferzeiten, Newsletter und Vertragsschlussklauseln

Jetzt kostenlos runterladen oder für das suchradar-Abo anmelden!

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Wie können wir besser werden? Die suchradar-Leser-Umfrage 2012/2013

Mittwoch 12. Dezember 2012 von Fabian

Liebe(r) suchradar-Leser(in),

am Montag (17.12.) erscheint das suchradar #39 mit dem Titelthema “Das SEO-Stimmungsbild 2012/2013: Der Rückblick, der Ausblick”. Wir haben vorher aber noch eine Bitte: Schenken Sie uns fünf Minuten von Ihrer kostbaren Zeit und nehmen Sie an der suchradar-Leser-Umfrage teil. Mit dieser Umfrage wollen wir das suchradar noch etwas besser machen und die Themen noch mehr auf unsere Leserschaft zuschneiden.

Es gibt natürlich auch noch etwas zu gewinnen! Wir verlosen unter allen, die die Fragen bis zum 1. Februar 2013 beantworten, die folgenden Preise:

  • 3 x suchradar-Print-Abo für ein Jahr
  • 2 x DVD “Suchmaschinenoptimierung” von Eric Kubitz

Wir wünschen Ihnen viel Glück und danken Ihnen im Voraus für Ihre Teilnahme!
Hier geht´s zur suchradar-Leser-Umfrage

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