Archiv für die 'Linkbuilding' Kategorie

Ein Link Audit: Sollte man Konkurrenten bei Google melden, die Links kaufen?

Dienstag 8. März 2011 von Markus

Nach den jüngsten Fällen von Abstrafungen durch Google (J.C. Penney, Overstock.com) glaube ich, dass auf Seiten der Unternehmen Link Audits interessanter werden. Denn Google zeigt ja öffentlich, dass sie gegen Unternehmen vorgehen, die bei der Verlinkung schummeln. Ob das auch bei kleineren Unternehmen und auch in Deutschland der Fall ist, bleibt fraglich.

Aber dennoch erscheint es attraktiv, wenn man sich die Konkurrenten anschaut und die, die eklatant gegen Richtlinien verstoßen, dann auch meldet. Dafür benötigt man aber zunächst einen Link Audit, für den eben alle Backlinks der Konkurrenten überprüft werden, um dann ein Urteil zu fällen: Kauft da jemand Links? Oder nutzt jemand andere Methoden des Linkaufbaus, die gegen Google-Richtlinien verstoßen?

Einen solchen Link Audit kann ein Unternehmen natürlich selber durchführen – oder es an seine SEO-Agentur abgeben. Derzeit kann ich sagen, dass wir für eine solche Leistung noch keine Anfrage vorliegen haben, aber ich glaube, dass sich das künftig ändern wird.

Das Anschwärzen unliebsamer Konkurrenten ist natürlich immer grenzwertig. Irgendwie sitzen ja alle im Glashaus und werfen mit Steinen, denn einen wirklich organischen Linkaufbau hat doch nahezu keiner. Da hilft doch fast jeder nach – wenn auch mit unterschiedlichen Strategien und Methoden.

Trotzdem kann ich natürlich Unternehmen verstehen, die (nahezu) sauber arbeiten und die sich daran stoßen, dass ein Konkurrent einfach massiv Links kauft.

Zu diesem Thema wird es im nächsten suchradar einen Artikel geben. Primär geht es dabei zunächst um das “Wie” und nicht um das “Ob”. Wir werden in den nächsten Tagen aber auch noch ein paar Agenturen befragen, wie die das Thema sehen, um auch eine Branchensicht zu bekommen. Mal schauen, was da raus kommt.

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Massenhafte Paid Links by J.C. Penney: Warum man keine Links kaufen sollte

Montag 14. Februar 2011 von Markus

Bloggergate, der große Linkkauf-Skandal, ist gerade so hinter uns, da geht es auch schon weiter mit schlechten Nachrichten in Sachen Verlinkung.

Da hat die NYTimes.com einen tollen Artikel über J.C. Penney geschrieben, in denen sie sich mal die Backlinks der Website www.jcpenney.com angeschaut haben: “The Dirty Little Secrets of Search“.

Da waren dann hundertfach Links dabei, die da nicht sein sollten – zumindest, wenn man sich an die Google-Richtlinien halten würde. Und Google hat’s leider auch gelesen bzw. wurde vom NYT-Autor um einen Kommentar gebeten. Und da hat man sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen und die Website direkt abgestraft.

Die Website www.jcpenney.com ist derzeit vor allem für ihren Markennamen zu finden. Aber die vielen anderen tollen Rankings sind allesamt weg.

Die ganze Geschichte kann man gut bei SEL nachlesen: “New York Times Exposes J.C. Penney Link Scheme That Causes Plummeting Rankings in Google“.

Interessant ist dort auf jeden Fall der Kommentar on J.C. Penney:

J.C. Penney, when contacted by the New York Times, said that they didn’t know anything about the links and promptly fired their SEO firm, SearchDex.

Bei solchen Sachen gibt es ja immer verschiedene Möglichkeiten:

  1. Die Agentur hat eigenmächtig gehandelt, ohne dass der Kunde das wusste. Da stellt sich dann die Frage der Vertragsgestaltung und der Haftung
  2. Der Kunde hat gewusst, was die Agentur gemacht hat, aber es toleriert. Das passiert meiner Meinung nach sehr oft, nach dem Motto “solange die Rankings stimmen, fragen wir nicht, wo die her kommen”.
  3. Die Agentur hat das gar nicht selbst gemacht, sondern jemand beim Kunden. Auch das habe ich schon erlebt. Der Kunde hört von einer tollen Taktik oder möchte selber den Linkaufbau etwas beschleunigen. Und das geht dann in die Hose und die Agentur hat den schwarzen Peter.

Ich prophezeihe mal, dass immer mehr Kunden die Aktionen ihrer Agenturen hinterfragen werden, weil die Gefahr immer publiker und akuter wird, dass man für nicht konformen Linkaufbau abgestraft wird.

Wenn Unternehmen ihren Agenturen aber Fesseln anlegen, muss ihnen auch klar gemacht werden, dass es sehr wenig Linkaufbau-Strategien gibt, bei denen es Links mit den Ankertext “kredit ohne schufa” gibt. Und dass “koscherer” Linkaufbau eben auch den Preis hat, dass er oftmals den unsauberen Maßnahmen unterlegen ist. Aber vielleicht steigert das ja den Bedarf nach Konkurrenz-Audits?

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Broken Links wieder reparieren – aber welche Links sieht Google eigentlich?

Montag 7. Februar 2011 von Markus

Wir haben uns intern ein neues Tool gebastelt, das die Broken URLs aus den Google Webmaster Tools für uns aufbereitet. Die CSV-Liste, die man sich dort herunterladen kann, ist ja meist sehr unübersichtlich – mal davon abgesehen, dass ich mein Excel manchmal einfach nicht dazu bringen kann, die Datei richtig einzulesen.

Also haben wir ein Tool geschrieben, das die Seiten zusammenfasst und auch die Backlinks überprüft. Manche Kunden, die sehr viele Broken URLs haben, fragen sich nämlich, ob der Aufwand gerechtfertigt, einen bestimmten Broken Link per 301-Umleitung zu reparieren. Wenn eine drittklassige russische Website auf eine kaputte URL beim Kunden verlinkt, ist diese Frage durchaus gerechtfertigt.

Also haben wir das folgende gemacht: Aus allen Seiten, die auf eine Broken URL verlinken, wird diejenige herausgefischt, die die höchste Domain-Popularität hat und die auch im Google-Index zu finden ist (überprüft mit “info:URL”).

Und wenn man sich die Auswertungen anschaut, findet man immer wieder Backlinks von Websites mit hoher Domain-Popularität – aber die verlinkende Seite ist laut “info:URL”-Anfrage gar nicht im Google-Index vertreten.

Das wäre ja an sich nichts besonderes, aber die Broken URLs kommen ja direkt von Google. Die Situation ist also wie folgt:

  • Seite A (=fremde Site) verlinkt auf Seite B (=unser Kunde)
  • Seite A erzeugt einen HTTP-Code 200
  • Seite B erzeugt einen HTTP-Code 4xx
  • Die Google-Anfrage “info:A” liefert die Erkenntnis, dass Seite A nicht im Index drin ist

Und jetzt die Frage:

Ist das trotzdem ein Link, den Google erkennen würde, wenn ich ihn denn per 301-Umleitung fixen würde?

Oder anders:

Warum nimmt Google diese Link-Daten eigentlich in die Broken URLs auf? Ist der Crawler über Seite A und den Link auf B gestolpert, hat dann B gecrawlt und Seite A gar nicht erst in den Index aufgenommen? Ist Seite A erst später aus dem Index geflogen (also nachdem diese Link-Information in die Datenbank aufgenommen würde)? Ist Seite A vielleicht trotzdem noch irgendwo im Google-Index drin (nur eben nicht so, dass “info:A” Informationen liefert)?

Stehe dem im Moment etwas hilflos gegenüber. Eigentlich müsste man das austesten, aber ich habe gerade keine Site zur Hand, mit der man das nachbauen könnte.

Dem Kunden würde ich auch raten, alle Broken URLs zu fixen. Denn selbst wenn eine Seite A derzeit nicht im Index vertreten ist, kann sich das ja schnell ändern.

Hat hier jemand noch Erhellendes zum Thema?

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Eine positive Rückmeldung vom Linkbuilding: Manchmal ist Qualität dann eben doch noch wichtig…

Donnerstag 3. Februar 2011 von Markus

Eine kurze Email hat mich heute morgen in dem Glauben bestärkt, dass man mit einer gut gemachten Website beim Linkaufbau Vorteile hat. Unser Mitarbeiter Udo hatte die undankbare Aufgabe, eine Website in einem absoluten Nischen- und B2B-Thema zu verlinken.

Und Udo hat gestern einen Link von einem wichtigen Branchenverband bekommen – und das ohne großes Betteln. Hier die freudige Nachricht:

[...] habe einen Link auf XXXXXXXXXXX gesetzt:
http://www.*********.de/partner/index.html

[...] verlinken wir üblicherweise nur auf die Websites unserer Mitlglieder und auf Projekte, an denen unser Verband selbst beteiligt ist. Nun ist uns aber der XXXXXXXX-Verband angeschlossen, und ich finde, dass Ihr Portal vor allem durch das Blog – so etwas gibt es meines Wissens für die Branche noch nicht konzeptionell interessant ist. Deshalb würden wir gerne dazu beitragen, dass Ihr Projekt im Sinne unserer Branche wachsen kann.

Schön, dass auch Andere unsere (in diesem Fall meine) redaktionellen Bemühungen honorieren. Dann macht die Arbeit auch Spaß! Das Blog, um das es geht, bietet nämlich wirklich relevante Inhalte und nicht nur den üblichen SEO-Quatsch.

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Keyword-Links: Gut oder schlecht? Und woher kommen die?

Mittwoch 19. Januar 2011 von Markus

Wir haben in den letzten Tagen ein neues Tool gebastelt, das Keyword-Links für Money-Keywords findet. Zum Austesten haben wir das für verschiedenste Keywords laufen lassen, die allesamt als “Money-Keywords” gelten, also teure, umkämpfte Suchbegriffe.

Was suchen wir da? Wir suchen Links in der Form <a href=”">Keyword</a>. Dabei prüfen wir natürlich auch, ob es Dofollow-Links sind. Gemeint sind also Links, die so oder so ähnlich aussehen:

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Sind Keyword-Links gut?

Nach gängiger Meinung sollen derartige Links das Ranking für das verlinkte Keyword stärken. Ich persönlich halte derartige Keyword-Links ja für gefährlich, weil Google eben doch nicht blöd ist. Die meisten dieser Links sind halt gekauft oder getauscht. (Womit ich natürlich nicht sagen will, dass das im Beispiel oben der Fall ist)

Wenn wir es mit einer halben Stunde Python-Programmierung (und der allmächtigen Bloofusion-Library) schaffen, mehr als 2.000 Websites zu identifizieren, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einen Link verkaufen oder tauschen, kann Google das auch.

Und wer glaubt, dass ein Link, der auf allen Seiten einer Website wie www.playstation-paradies-123.de (fiktives Beispiel) zu finden ist und mit dem Keyword “Fertighaus” auf eine Website verlinkt, etwas (und das vor allem langfristig) bringt, unterschätzt Google wohl unglaublich.

Man sieht dem Link – wie im Fall oben – natürlich nicht an, ob er gekauft ist oder nicht. Da hat Google natürlich prinzipiell schlechte Karten. Aber die Fragen ist ja, ob Google hier wirklich einen 100%igen Beweis braucht.

Im Übrigen ist es in vielen Fällen so, dass gerade die erstplatzierten Websites für ein bestimmtes Keyword keinen einzigen Keyword-Link haben. Keyword-Links sind also nicht unbedingt der absolute Schlüssel zum Erfolg.

Wir haben uns natürlich auch die ganzen Links angeschaut, um zu prüfen, ob es nicht doch legitime Links sind. Das könnte ja passieren. Aber es ist eben extrem unwahrscheinlich, dass jemand das Wort “Ratenkredit” oder “Fertighaus” verlinkt. Und so war es auch in der Praxis: Ich habe keinen einzigen Link gefunden, der wohl organisch entstanden ist. (Wie gesagt: Genau weiß man’s nie, aber ich habe da schon ein sehr gutes Gefühl)

Wie sind die Keywords verteilt?

Unser Tool überprüft auch, wo die Keyword-Links zu finden sind:

  • Home Page: Die Startseite einer Website verlinkt, aber auch nur die Startseite
  • Deep Page: Eine Unterseite verlinkt, aber auch nur die Unterseite
  • Site-wide: Alle Seiten einer Website verlinken (üblicherweise Footer- oder Navi-Links)

Die Links, die wir gefunden haben, sind dabei wie folgt verteilt:

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Es dominieren also Links der Kategorie Deep Page – in der Regel Blog-Beiträge. Home-Page-Links gibt es auch immerhin noch in ca. 1/6 der Fälle. Site-wide Links sollten eigentlich wirklich der Vergangenheit angehören, aber es gibt sie immer noch.

Streng genommen sind Site-wide Links auch die einzigen Links, die Google sehr effizient herausfiltern kann. Bei allen anderen hängt es eben stark vom Einzelfall ab.

Meine Meinung

Keiner hat was davon, in Schönheit zu sterben, wenn die Konkurrenz zeitgleich Keyword-Links kauft und nicht versucht, Links auf anderem Wege (z. V. via Social Media) zu erzeugen.

Aber: Google ist nicht total dumm. Leider ist Google immer noch dumm genug, um vieles nicht zu erkennen. Das liegt in der Natur der Sache, denn ein Link ist zunächst einmal ein Link, dem man nicht ansieht, wie er zustandegekommen ist.

Keyword-Links funktionieren derzeit immer noch recht gut (je nach Art des Links). Und: Es gibt für manche Themen einfach keine Möglichkeit, organische Links zu bekommen, die auf das Keyword ausgerichtet sind. Mit seiner Liebe für Keyword-Links zwingt Google also Website-Betreiber geradezu zum Tricksen.

Manchmal glaube ich, dass ich im falschen Film bin. Die meisten professionellen Linkbuilder schreiben etwas von “thematisch passenden Links”, die man braucht – und dann sieht man zeitgleich, dass viele Website-Betreiber sich Schrott-Links kaufen und damit auch noch – kurz- und mittelfristig – durchkommen.

Da wird Social Media als der heilige Gral des Linkaufbaus gehandelt. Aber zeitgleich wird eben immer noch gekauft, was geht. Ich glaube, dass viele Social Media so sehr herbeisehnen, weil sie es leid sind, für Links zu bezahlen und auch das Risiko nicht mehr tragen möchten, dafür einiges Tages abgestraft zu werden.

Linkaufbau bleibt also auch weiterhin ein spannendes Thema. Und eins, bei dem wohl jeder sein eigenes Rezept und eine Vorstellung vom idealen Link-Mix hat…

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Zehn Beispiele für Links, die über Twitter entstehen (und warum das eigentlich nicht wichtig ist)

Sonntag 16. Januar 2011 von Markus

Ende Mai 2009 habe ich hier im Blog schon mal was geschrieben:
Twittern ist schlecht für SEO

Im Prinzip sehe ich das immer noch so (siehe auch mein Fazit ganz unten). Aber ich wollte auch mal beweisen, dass Twittern eben doch Links bringen kann. Und so habe ich einen kleinen Crawler geschrieben, der Seiten sucht, die ausgehende Links auf unsere Websites haben und die etwas mit unseren Twitter-Accounts zu tun haben.

Twitter.com – also die Seite, auf der die Tweets zu finden sind – bietet zunächst einmal in Bezug auf Linkaufbau sehr wenig. Die Links auf Twitter.com selber sind ja leider alle Nofollow: (Nofollow-Links mit SearchStatus markiert)

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Je nachdem, an welche Doktrin man glaubt, sind diese also alle wertlos oder nicht so wertvoll.

Aber zum Glück gibt es ja externe Dienste, die die Daten von Twitter übernehmen und aufbereiten. Mit unserem Crawler habe ich insgesamt zehn Sites identifiziert, die die Daten so aufbereiten, dass daraus dann wieder Dofollow-Links werden.

Disclaimer: Es gibt wohl mehr als diese zehn Sites. Meine Liste erhebt also keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Website #1: mashable.com

Unter der URL http://mashable.com/twitterlists/user/bloonatic/ findet man dann den Account-Link – aber eben als Dofollow:

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Website #2: Paper.li

Auf Seiten wie http://paper.li/stephanw/2011/01/04 wird jeweils direkt auf die via Twitter verbreiteten Beiträge verlinkt:

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Damit man hier erscheint, muss man allerdings wohl schon einige Follower haben. Denn: Nur, wenn diese sich auch bei Paper.li anmelden, werden die Tweets auch übernommen.

Website #3: Qwerly.com

Auf Seiten wie http://qwerly.com/twitter/bloonatic wird auch direkt auf die Account-URL verlinkt:

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Website #4: Rivva.de

Auf Seiten wie http://social.rivva.de/marc_sauerwald wird jeweils auf Seiten verlinkt, für die es viele Tweets gibt:

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(Diesmal kein Link auf unsere Site. Gestern war da noch einer, aber leider rotieren die Daten auf den Seiten schnell.)

Website #5: Topsy.com

Auf Seiten wie http://topsy.com/twitter/bloonatic gibt es zwar auch viele Nofollow-Links, aber eben auch Dofollow-Links, vor allem für Beiträge, auf die viele weitere Twitter-Nutzer verlinken:

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Website #6: Tweetmeme.com

Tweetmeme nutzen wir in unserem Blog, so dass die natürlich auch wissen, welche Blog-Beiträge wie viele Tweets bekommen. Und daraus erzeugen die dann Seiten wie http://tweetmeme.com/story/3615305889/youtube-videos-richtig-gemacht-zehn-beispiele-fur-youtube-kanale-die-besucher-bringen-und-vier-praxis-tipps – und dort werden dann auch die Beiträge direkt angelinkt:

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Website #7: The Tweeted Times

The Tweeted Times funktioniert ähnlich wie Paper.li – und sorgt dank Seiten wie http://twittertim.es/hannskronenberg für direkte Links auf Artikel, über die man selbst twittert:

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Website #8: Traduc.ch

Keine besonders hübsche Site, aber immerhin wird auf Seiten wie http://www.traduc.ch/csc/index.php?hours=168
direkt auf das Blog verlinkt:

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Website #9: Ubervu.com

Bei Ubervu.com (Wortspiel?) wird direkt auf alle Websites verlinkt, für die sich Tweets finden. Und dann wird für jede Website wie bei http://www.ubervu.com/conversations/www.internetkapitaene.de/ eine Seite erstellt.

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Website #10: Wikio.de

Auch auf Seiten wie http://www.wikio.de/story/pr-portale-vergleich-rangliste-kostenlose-pr-portale-erstellt-238874656 gibt es direkte Links auf konkrete Beiträge (wenn auch nicht unbedingt als Konsequenz eines Tweets):

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Fazit

Meine Meinung von damals halte ich immer noch ein bisschen aufrecht. Ich glaube schon, dass Twitter einem Links wegnimmt, weil Leute eben eine spannende URL eben schnell twittern und eben nicht darüber einen Blog-Beitrag schreiben.

Dennoch: Die zehn Beispiele auf dieser Seite zeigen ja, dass auch über das Twittern Links entstehen können. Und man darf ja auch niemals vergessen, dass Links ja auch daraus entstehen können, dass jemand den Tweet sieht und dann etwas darüber schreibt. Das ist nur leider sehr sehr schwer zu messen.

Wenn man sich die Website anschaut, gibt es dabei eigentlich zwei Klassen:

  1. Websites, die für einen statischen Link sorgen (in der Regel auf die URL, die im Twitter-Account angegeben ist)
  2. Seiten, die oftmals schnell durchrotieren und aktuelle URLs anzeigen

Aus Sicht der klassischen Linklehre sind die Links der zweiten Klasse recht wertlos, weil sie eben nur kurz existieren – vielleicht sogar so kurz, dass Google diese zwischen zwei Crawls gar nicht erst sieht. Oftmals reicht es auch nicht, einfach nur zu twittern, um auf manchen der Portale zu erscheinen. Man muss hinreichend viele Follower haben und idealerweise sollten Beiträge auch in mehreren Tweets von unterschiedlichen Nutzern erwähnt werden. Wer also einfach nur einen Account erstellt, einen Tweet schreibt und dann auf multiple Links hofft, sollte die Hoffnung begraben, auf diesem Wege leicht Links zu erzeuigen. So einfach ist es eben doch nicht.

Die Links der ersten Klasse sind da schon wertvoller, aber Google sollte auch in der Lage sein, diese Seiten oft als das zu erkennen, was sie sind: Zusammengekleisterte Seiten ohne eigenen Inhalt.

Was Google mit diesen Links anstellt, kann man wie so oft leider nur mutmaßen. Aber ganz für die Katz wird das alles in Bezug auf direkte Verlinkungen wohl nicht sein. Und wie gesagt: Der echte Effekt besteht wohl darin, dass andere die Tweets lesen und dann auf diesem Wege irgendetwas entsteht. So ist es jedenfalls bei uns oft.

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Interessantes Fazit vom Flattr-Einsatz: Goodbye Qualitätsjournalismus?

Freitag 7. Januar 2011 von Markus

Bin gerade noch über eine interessante Analyse bei Netzpolitik.org gestolpert: “Kurzfazit: Sieben Monate Flattr im Einsatz” (danke an @bloomarty für den Tipp).

Dort wird analysiert, welche Beiträge zu Verdiensten über Flattr – einen Micropayment-Dienst für Inhalte – geführt haben. Die Zusammenfassung ist leider relativ desillusionierend für alle, die an den Qualitätsjournalismus glauben:

[...] werden längere Hintergrundberichte und arbeitsaufwändige Artikel in der Regel kaum geflattrt. [...]

und

[...] Aus kommerziellen Gründen müssten wir eigentlich nur noch Unterhaltung fahren. Eine Formel um reich zu werden scheint auf jeden Fall Boulevard zu sein. [...]

Das heißt natürlich nicht, dass Beiträge, die nicht in die Rubrik Unterhaltung fallen, nicht unter anderen Aspekten hilfreich sind (PR, Verlinkungen, …). Aber irgendwie ist Flattr vielleicht doch ein Indiz dafür, was Menschen gefällt – und vielleicht auch ein Indiz dafür, was gute Verlinkungen erzeugen kann.

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Wie kann Google eigentlich Paid Links identifizieren? Eigentlich gar nicht, wenn’s gut gemacht ist…

Donnerstag 2. Dezember 2010 von Markus

Ich möchte kurz auf einen interessanten Artikel von Rand Fishkin hinweisen: “A Recommendation for Google’s Webspam Team“. Ich glaube zwar nicht, dass er denen was empfehlen muss, aber der Artikel ist trotzdem interessant.

Denn er zeigt eine der großen Schwachstellen beim Linkaufbau auf, die Google sicherlich nutzen wird oder es bereits macht.

Wer Linkaufbau betreibt, wird derzeit hauptsächlich Keyword-Links aufbauen, also z. B.

<a href=”http://www.meinschuhshop.de/”>Herrenschuhe</a>

Und von derartigen Keyword-Links gibt es halt sehr viele. Man muss sich ja nur mal die Backlinks von bestimmten Websites angucken, die für konkurrenzstarke Begriffe ganz oben zu finden sind. Damit will ich nicht sagen, dass alle großen Unternehmen Links kaufen, aber in letzter Zeit sind mir da schon ein paar sehr krasse Fälle untergekommen, bei denen ich eine Abstrafung durch Google definitiv befürworten würde.

Der Artikel von Rand zielt jetzt darauf ab, zunächst konkurrenzstarke Phrasen zu identifizieren und dann nach Sites zu suchen, die mit genau diesem Ankertext verlinken. Denn: Es ist nicht wirklich sehr wahrscheinlich, dass es Links mit einem Ankertext wie “Immobilien Augsburg” gibt.

Das Problem besteht natürlich vor allem darin, dass man die Ergebnisse dann noch einmal manuell prüfen muss, weil es eben auch legitime Fälle solcher Links geben kann. Und: Rand schlägt erstmal nur vor, Seiten zu bestrafen, die zeitgleich 3+ derartige Links haben.

In der Praxis mag das dann in der Tat einige wenige treffen, aber die meisten erreiche ich damit trotzdem nicht. Denn man findet sehr viele Blog-Beiträge, bei denen es nur einen einzigen Link gibt. Und hier gibt es auch ein echtes Problem, denn so einem Link kann man nicht ansehen, ob er bezahlt wurde oder nicht. Als SEO hat man da natürlich ein sehr sehr starkes Gefühl, aber das reicht eben leider nicht. Und man darf natürlich auch die Dimensionen nicht vergessen. Das alles muss man ja für alle Sprachen und Länder machen. Viel Arbeit.

Dennoch: Ich denke, dass die Aufräumaktionen bewirken werden, dass die ganzen Billig-Links verschwinden werden. Das macht’s aber nicht besser, weil es immer noch gekaufte Links geben wird. Man wird halt nur etwas intelligenter dabei werden müssen und auch mal zwischendurch die Ankertexte sinnvoll variieren müssen. Aber solange man es richtig anstellt, wird man einen gekauften nicht von einem organischen Link unterscheiden können.

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Ein Link ist ein Link? Google sagt: Being Bad to Customers is Bad for Business on Google

Donnerstag 2. Dezember 2010 von Markus

Ich hätte gar nicht gedacht, dass ein einzelner (gar nicht so kritischer) Artikel so viel Antworten heraufbeschwören kann. Dabei geht es um den Artikel “A Bully Finds a Pulpit on the Web“, der am 26. November in der NYT erschien.

Dabei geht es im Kern um die Frage, ob auch schlechte Bewertungen bzw. ein insgesamt schlechter Customer Service positive Auswirkungen aufs Google Ranking haben können. Der Artikel beschäftigt sich mit dem Online-Shop DecorMyEyes.com, der sehr ungeneriert damit umgeht, dass Kunden hier nicht wirklich wie Könige behandelt werden.

Nach Meinung des Unternehmens hat man mit negativen Kommentaren kein Problem, weil diese eben auch für Links sorgen und somit die Website in den Google-Rankings nach oben gespült wird. Prinzipiell klingt es ja ganz logisch: Ein Link ist ein Link.

Aber so einfach ist es dann wohl doch nicht – von den ganz offensichtlichen Konsequenzen abgesehen. Schließlich prüfen manche Neukunden sicherlich vorab die Suchergebnisse und entdecken dann auch zahlreiche negative Kommentare.

Für Google ist das Problem aber anscheined wichtig genug, um sich damit in aller Schnelle zu beschäftigen.

Blog-Post von Google zum Thema:
Being bad to your customers is bad for business

Google stellt in dem Artikel einige Lösungswege vor, die sie nicht gegangen sind. Interessant ist aber der folgende Kommentar:

[...] in the last few days we developed an algorithmic solution which detects the merchant from the Times article along with hundreds of other merchants that, in our opinion, provide an extremely poor user experience. The algorithm we incorporated into our search rankings represents an initial solution to this issue, and Google users are now getting a better experience as a result.

Und dann noch:

We can say with reasonable confidence that being bad to customers is bad for business on Google.

Hier hätten mich natürlich mehr Informationen interessiert, aber Google sagt natürlich nichts zu dem Thema.

Blog-Post von Search Engine Land:
No, You Can’t Rank Well Just By Cultivating Terrible Reviews

SEL geht der These auf den Grund, dass die Website so gute Rankings hat, weil sie Links über negative Bewertungen bekommen hat. Das ist aber wohl nur ein extrem kleiner Teil der Wahrheit:

  • A review of their site on Yahoo! Site Explorer reveals the actual sources of links, likely leading the site’s traffic:
  • Lots of spam sites.
  • Supsected paid links.
  • A few links from group shopping sites like Polyvore.
  • A smattering of links from blogs, including the NYT piece posted above, Oh No They Didn’t, and random blogs.

Ganz so einfach ist es wohl doch nicht. Also: Sei gut zu Deinen Kunden.

Interessant ist das ganze Thema aber auf jeden Fall, weil es eben zeigt, dass ein Link nicht unbedingt ein Link ist. Wie auch immer Google das mit der Analyse macht: Es macht Sinn und sollte Unternehmen dazu anspornen, Kunden auch dazu zu motivieren, positiv über sie zu berichten. Wenn Google schon negative Links rausfiltern kann, sollten doch positive Links auch einen Einfluss haben, oder?

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suchradar-Preview zum Schwerpunktthema “Linkaufbau” – hilfreiche Ressourcen

Dienstag 24. August 2010 von Maik

Es sind bald wieder 2 Monate um – es heißt also im Laufe der kommenden Woche wieder “Das suchradar hat eine neue Ausgabe”. Das Schwerpunktthema der Ausgabe 25 wird “Linkaufbau” sein, zu dem es insgesamt 5 Artikel geben wird, davon 4 von Markus, dem viel daran lag, mal etwas mehr zu diesem in den Medien oft vernachlässigten Thema zu schreiben. Unter anderem stellen wir dazu auch verschiedene Quellen vor, die für Linkaufbau-Interessierte sehr informativ sind (mein Beitrag).

Aber auch die anderen Themen im suchradar können sich sehen lassen: Neues aus der AdWords-Werkstatt von Martin Röttgerding, der auch zusätzlich eine neue Rubrik (die AdWords-Trickkiste – klingt vielversprechend) UND SEO in Action einbringt; HTML 5 und der Relevanz für SEO hat sich Markus angenommen. Ach ja, auch ein Artikel zu LinkedIn (quasi als Nachtrag zur Ausgabe 24 – Social Media) ist von ihm. Manchmal stehe ich vor einem Rätsel, wie der Chef das alles vor die Reihe bekommt. :-)

Natürlich gibt es auch wieder einen Beitrag von Martin Schirmbacher zum Thema Recht. Und auch die Einsteiger kommen nicht zu kurz: Ich erkläre die wesentlichen Dinge der Google Webmaster Tools für alle, die sie noch nicht nutzen und habe mich auch intensiv mit “Facebook für Online-Shops” auseinandergesetzt und einige Tipps parat.

Hier jetzt aber schon einmal mein bescheidener Beitrag zum Schwerpunktthema “Linkaufbau”:

Hilfreiche Ressourcen und Informationsquellen

Linkaufbau als wichtige Säule der unternehmerischen Tätigkeit im Internet ist ein umfassendes und weitreichendes Gebiet. Daher sollte jeder, der Linkaufbau ernsthaft betreibt, nicht nur einer Quelle vertrauen, sondern sich stets bei mehreren informieren, um am Puls der Zeit zu bleiben. Wir haben daher einige Empfehlungen für Sie, auf welchen Portalen, Blogs oder Foren weitere Profis zu finden sind, von denen Sie noch etwas lernen können. Dabei konzentrieren wir uns im Wesentlichen auf solche Websites, die entweder eine Rubrik für den Linkaufbau oder sich vollständig diesem Thema verschrieben haben.

Erkenntnisgewinn

Wichtig zu wissen: Es gibt kaum deutschsprachige Seiten, die sich konzentriert zu diesem Themengebiet äußern. In unserem Land scheint es mehr Generalisten zu geben, die sich um die Gesamtthematik SEO und SEM mit daran angegliederten Bereichen wie Linkaufbau kümmern. Das heißt natürlich nicht, dass es in Deutschland keine guten Linkbuilder gibt, nur veröffentlichen diese nicht so konzentriert zu diesem Thema.

Was man auch beobachten kann: Viele der renommierten Linkaufbau-Autoritäten fahren mehrgleisig. Als Beispiel sei hier Eric Ward genannt, der nicht nur seinen eigenen Blog führt, sondern gleichzeitig auch auf Plattformen wie “Search Engine Watch” oder “Search Engine Land” veröffentlicht. Wir haben uns im Zweifel dafür entschieden, das Portal aufzuführen, da dort in aller Regel auch andere Autoritäten schreiben und die Qualität der Beitrage entsprechend ist.

Unsere Empfehlung für alle Leser: Wenn Sie sich umfassend mit dem Thema Linkaufbau auseinandersetzen wollen oder müssen, schauen Sie sich zunächst die Portale an. Wenn Sie dann später einen Überblick haben, folgen Sie den für Sie wichtigen Persönlichkeiten, entweder über deren Blogs oder bei Twitter, wo die meisten einen Account haben. Bei denen bekommt man dann häufig auch einen persönlicheren Einblick in Dinge außerhalb des Computers.

Wer sich im Übrigen einmal anschauen will, was vieles Profis zum Thema Linkaufbau empfehlen, der sollte sich das große Interview auf http://outspokenmedia.com/seo/link-building-interview/ (mit vielen Interviewpartnern) oder die Seite http://searchengineland.com/21-link-builders-share-advanced-link-building-queries-29848 anschauen, auf der zahlreiche Tipps zum Suchen von Linkquellen gegeben werden. Beide Quellen sind sehr umfangreich und sehr aufschlussreich.

Wissen pur: Portal-Empfehlungen

Wer sich umfassend und von Experten informieren möchte, dem seien zunächst die großen Portale ans Herz gelegt. Folgende können wir Ihnen empfehlen:

Mitreden können: Forum-Empfehlungen

Neben den Portalen gibt es natürlich auch noch viele Foren, in denen über Linkaufbau gesprochen wird. Hier besteht für jeden die Möglichkeit, eine Diskussion zu starten oder sich daran zu beteiligen. Voraussetzung ist in der Regel nur eine Registrierung.

Da es hier ständig wechselnde Themen und unterschiedliche Beteiligungen gibt, listen wir sie der Einfachheit halber nur auf.

Fazit

Um schnell Linkbuilding-Wissen aufzubauen sind Portale rund um das Thema die richtige Wahl. Wer sich dann noch spezieller informieren möchte, dem seien die einzelnen Autoren und ihre Blogs, Twitter-Accounts etc. zu empfehlen.

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