Archiv für die 'Linkbuilding' Kategorie

So war die SMX München 2013: Recap mit Schwerpunkt SEO, Linkaufbau und Content Marketing

Donnerstag 11. April 2013 von Andreas Schülke

Zwei lange Tage SMX sind vorbei. Für all diejenigen, die nicht live dabei sein konnten, sind hier die wichtigsten Punkte der Speaker zu den Themen SEO, Linkbuilding und Content zusammengefasst.

Damit der Post nicht länger wird als unbedingt nötig, geht es direkt los.

Tag 1

Die eröffnende Keynote verpasste ich leider, aus verlässlichen Quellen weiß ich aber, dass sich folgendes zugetragen haben soll: Danny Sullivan von Search Engine Land versuchte interessante Aussagen aus Jake Hubert von Google heraus zu kitzeln, erhielt aber die üblichen diplomatischen Antworten, die wir alle schon kennen.

Pünktlich zur ersten Session saß ich dann aber im Publikum. Es ging um den Google Zoo, also die wichtigen Updates des Algorithmus in den letzten Jahren. Danny Sullivan verglich den Google Dance, wie es ihn früher gab, mit dem Einbau eines komplett neuen Motors in ein Auto. Bis die Sache richtig rund lief, tanzten die Suchergebnisse durcheinander, daher also der Begriff „Dance“. Die neueren Updates seien eher mit dem hinzufügen von neuen Teilen und Filtern an den Motor vergleichbar. Panda filtert zu dünne Inhalte mit wenig Tiefe, Top Heavy sortiert Websites mit zu viel Werbung aus, und Penguin soll Spam bekämpfen.
Wenn eine Website von einem solchen Filter heraus gesiebt wird, müssen zwei Dinge passieren, um die Seite zu rehabilitieren und wieder in den vorderen Suchergebnissen unterzubringen: Erstens muss die Seite so verändert werden, dass sie den Kriterien des Filters entspricht. Zweitens muss es ein Update des Filters geben, sonst bleibt die Seite bei den „Aussortierten“, auch wenn sie sich verbessert hat.
Das abschließende Plädoyer von Danny, ganz getreu der Metapher vom Automotor: Seid keine Schadstoffe oder überflüssigen Teile! Seid das Benzin, ohne welches die Google-Suchergebnisse nicht auskommen können.

Der zweite Teil dieser Session gehörte Marcus Tober. Interessant waren hier vor allem die Beispiele von Websites, die unter Updates gelitten haben, sich dann aber durch konstante gute Arbeit erholt haben und heute besser dastehen als vor den Updates. Wichtige Faktoren, die dabei herausgestellt wurden, waren der Abbau von schlechten Links bei gleichzeitigem Aufbau von besseren Links, also z.B. ohne harte Keywords im Linktext und mehr Brand-Verlinkungen.
Einer Seite sei eine beeindruckende Erholung vom Panda-Update durch große Investition in die Marke gelungen. Die Werbung auf der Seite wurde verringert, es wurden mehr Premium-Inhalte und Videos angeboten. Das wirkte sich auch positiv auf Nutzersignale wie Klickraten, Bouncerate, Verweildauer auf der Seite und den Anteil wiederkehrender Besucher aus. Markus verriet leider nicht um welche Website es sich handelte.
Fazit: Wer an sein Produkt glaubt, sollte in Schwächeperioden investieren und eine starke Marke aufbauen.

Darauf folgte eine Session zum Thema SEO Metriken:
Richard Baxter (SEOgadget) plädierte dafür, zuallererst die eigenen Inputs zu messen, also alle Marketingaktivitäten. Nur so kann man dann herausfinden, welche davon zum Erfolg geführt haben. Erwähnte Tools, die man zur Datenerfassung nutzen kann waren unter anderem Topsy, simplymeasured.com, commun.it, followerwonk, der Fresh Web Explorer von SEOmoz und natürlich Google Analytics.
Auf die interessante Frage, wie man diesen Wust an Daten integrieren könnte, blieb Richard Baxter eine überzeugende Antwort schuldig.

Martin MacDonald (Expedia) sprach sich im zweiten Teil dafür aus, nicht alle Daten an Jeden weiterzugeben. Das heißt beispielswiese, im Gespräch mit der Geschäftsleitung Abstand halten von SEO-Sprache. Stattdessen ist es besser, Veränderungen von Umsatz und Gewinn zu zeigen, denn letztendlich sind diese Werte am wichtigsten für den Unternehmer. Instrument der Wahl für gut zugeschnittene Reports ist laut Martin MacDonald die „Custom Reports“-Funktion in Google Analytics. Tipp von Martin: Custom Reports von Anderen, die sich schon Gedanken dazu gemacht haben, findet man unter http://www.customreportsharing.com.

Nach der Mittagspause stand die Keynote von Julius van de Laar auf dem Programm. In einer beeindruckenden Präsentation zeigte der Strategieberater, wie das konsequente Sammeln und Nutzen von Daten Barack Obama zur Wiederwahl verholfen hat. Bei den Methoden wäre Datenschützern wohl die Luft weg geblieben, spannend war es aber allemal. Auch die grundlegende Denke finde ich sehr richtig: Wer nicht ständig testet, verpasst wertvolle Erkenntnisse.

Im Anschluss ging es um AuthorRank:
Jake Hubert (Google) zeigte Vorteile der Urheberschaft (authorship) im Internet auf, z.B. wenn ein Autor für mehrere Websites schreibt. Es wurde nochmal kurz erläutert, wie einfach die Umsetzung ist:
1. Die Website setzt das rel=author-Tag zum Profil des Autors auf Google+.
2. Der Autor gibt bei Google+ an, dass er bei der Website mitmacht.
Noch einfacher ist die Bestätigung per E-Mail. Auch hier gilt das Prinzip der beidseitigen Zustimmung. Der Autor hat eine Berechtigung von der Seite, sonst hätte er keine E-Mail-Adresse der Domain. Durch die Bestätigung in der Mail, die nur der Autor selbst öffnen kann, stimmt auch er zu. Wenn der Autor eine Profilseite auf der Domain hat, kann das rel=me-Tag genutzt werden um die Kette bis zu Google+ zu schließen.

rel me author google plus

Auch auf Nachfrage gab es natürlich von Jake keine Aussage darüber, zu welchem Zeitpunkt  Authorship ein Rankingfaktor werden könnte, sondern nur den bekannten Standard: „Wir probieren viel aus. Es gibt keinen Zeitplan, den ich mitteilen kann.“

Den zweiten Teil der Session füllte Marcus Tandler (Tandler.Doerje.Partner) mit 285 Slides in 24 Minuten auf sehr unterhaltsame Art und Weise. Er lieferte einen kurzen Abriss über die Geschichte des Authorship von Yahoos TrustRank 2004 über Googles AgentRank 2005 bis hin zu Google+ im Jahr 2011. Google sei kein soziales Netzwerk, sondern ein soziales Layer, das über andere Google-Dienste gelegt wird mit dem Ziel, Daten über User-Engagement zu gewinnen. Dieser Wert ist wichtig, wenn für Suchanfragen frische Ergebnisse geliefert werden müssen („Freshness“). Das seien inzwischen 35% aller Anfragen.

Im Q&A-Teil danach fiel als erstes die Frage, was passiert, wenn ein Autor und eine Website sich trennen und der Author-Tag auf der Website entfernt wird. Jake sagte, dass ihnen dieses Problem bewusst ist und sie darüber nachdenken, wie es gelöst werden kann. Man kann dem Webmaster sicher nicht verbieten der Tag zu entfernen. Wahrscheinlich wird Google aber die einstmalige Verknüpfung der Inhalte auf der Seite mit dem Autor nicht ganz vergessen.
Es folgte die Frage an Marcus, ob in Zukunft also statt Links bekannte Autoren gekauft werden um Rankings zu verbessern. Laut Marcus ist das kein Ding der Unmöglichkeit, da Autoren aber mit ihrem guten Namen für das geradestehen, was sie schreiben, werden sie sehr vorsichtig sein und nicht für schnelle 200 € etwas Schlechtes schreiben.
Interessant war auch die Frage, ob es nicht möglich sein sollte, dass ein Unternehmen der Urheber von Inhalten wird, wenn beispielsweise ein Team an Beiträgen arbeitet. Jake sagte, dass dies momentan nicht möglich ist, Google aber intensiv über dieses Feedback nachdenkt.

Den Abschluss des ersten Konferenztages bildete das Webmasters on the Roof All-Stars Panel.
Die illustere Runde um Moderator Marcus Tandler lästerte über Google, besprach den Fall der Abstrafung von Interflora und ob alle SEOs bald „Inbound Marketer“ heißen. Selbstverständlich ging es auch um Hämorrhoiden.
Dabei waren Wil Reynolds (SEER Interactive), Richard Baxter (SEOgadget), Fili Wiese (Netlead), Martin MacDonald (Expedia) und Danny Sullivan (Search Engine Land). Wer die Experten im familiären Plausch erleben möchte, dem sei die Aufzeichnung ans Herz gelegt:
MP3: http://www.seofm.com/?p=181
Video: http://www.youtube.com/watch?v=-yACA4x0E08

 

Tag 2: Content, Content, Content

Am zweiten Tag der SMX München 2013 nahm ich alle Vorträge mit, die sich mit Content Marketing beschäftigten.

Den Anfang machte Markus Hövener (Bloofusion). Er präsentierte Strategien um Ideen für gute und verlinkungswürdige Inhalte zu produzieren. Das Linkprofil von Konkurrenten kann Denkanstöße liefern. Hier kann es sich lohnen, bessere Inhalte als alle Anderen zu produzieren, damit es auch wirklich ein starkes Argument für einen Link auf die eigene Seite gibt. Mit der Frage, was wirklich gute Inhalte sind, beschäftigen wir uns später noch eingehender. Als zweite Inspirationsquelle schlug Markus Forumsdiskussionen vor. Ein nützliches Tool für diese Art der Recherche ist omgili.com. Weiterhin lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen, auf welche Inhalte Medien gern verlinken und welche Unterseiten von Konkurrenten, Medien und Foren die meisten eingehenden Links erhalten haben. Darüber hinaus liefert die Keyword-Recherche (z. B. mit ubersuggest.org) oft gute Ideen.

Saša Ebach proklamierte im Anschluss, dass Produktmarketing tot ist. Als Gegensatz dazu und einzige verbliebene Möglichkeit bliebe nur Contentmarketing. Als Positivbeispiel nannte Saša Red Bull und den gesponserten Film „The Art of FLIGHT“, in dem nicht ein einziges Mal das Produkt zu sehen ist. Contentmarketing sei ein Pull-Instrument, oder anders ausgedrückt „der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“. Bei der Auswahl und Erstellung von Inhalten muss man sich also logischerweise an der Zielgruppe orientieren. Als weiteres Argument für die Verschiebung hin zur Erstellung von Inhalten und weg vom Seeding von bestehenden Inhalten wurden zwei unterschiedlich aufgeteilte Budgets gegenübergestellt. Gibt man im Jahr bei einem Gesamtbudget von 30.000 € nur zwei Mal 2.500 € für Content aus und verwendet den Rest (25.000 €!) auf die Kontaktaufnahme, kann man versuchen pro Stück 20 Links zu erhalten. Das ist schwierig und riskant. Viel leichter sei es, zehn verschiedene Inhalte zu erstellen, auch wenn dann nur noch 5.000 € für das Seeding verbleiben. Nach der Portfolio-Theorie steige so die Wahrscheinlichkeit, dass eines der zehn Themen richtig durchstartet, und wenn eines davon ein kompletter Flopp ist, dann fangen die anderen neun dieses Risiko auf.

 

Die zweite Session des Content-Panels begann Laura Lippay von SEOgadget. Zum Thema Contentmarketing in hochkompetitiven Märkten zeigte sie Fälle, von denen man lernen kann. Das Beispiel von swissôtel kennen sicher schon viele.
swissotel worldwide etiquette
Für Laura Lippay ist das ein Beispiel, wie man Werte erzeugen und etwas wirklich Nützliches für die User schaffen kann. Weitere Fallbeispiele waren askmen.com mit ihrer jährlichen Top 99 der heißesten Frauen und die Kampagne für den Batman-Kinofilm „The Dark Knight“ um die Seite whysoserious.com, die gar keine SEO-Interessen verfolgte. Mir fehlte bei diesem Vortrag eine wirkliche Take-Home-Message. Außerdem bleibt die Frage offen, wie man solche (zweifellos sehr schönen) Kampagnen umsetzen soll, wenn man nicht für eine starke Marke oder mit einem riesigen Budget arbeitet.

Wil Reynolds war der zweite Redner dieser Session. Inhaltlich gab es recht große Überschneidungen mit seiner Keynote direkt im Anschluss. Um sich vom Spirit dieses tollen Redners anstecken zu lassen, empfehle ich das Video hier: http://www.seomoz.org/blog/2012-mozcon-videos-are-here
Die Kernaussage hat sich seit dem Video nicht verändert:
Erschaffe Content auf den Du stolz bist!
Das kann ungemütlich sein aber es lohnt sich. „Geht raus und macht etwas, wobei ihr euch nicht wohl fühlt!“. Unmöglich, dass jemand nach den Vorträgen von Wil nicht motiviert war. Wil’s Geheimtipp: Ideen für Inhalte, nach denen Menschen schon suchen, liefert Google. Einfach eintippen, NICHT Enter drücken und schauen, was Google vorschlägt.
google suggest seo is
Und noch ein Tipp: Wil verspricht, dass er Projekte unterstützt, die es wert sind. Wenn statt SEO-Mist „Real Company Stuff“ (RCS) produziert wurde und man zu Recht stolz darauf ist. Einfach mit Hashtag #rcs tweeten.

Der Nachmittag fing sehr vielversprechend an. Eine lehrreiche Präsentation von Karl Kratz über datengesteuerten, dynamischen Content, die viele Impulse lieferte. Datenschützer wären wohl nicht begeistert von der individuell angepassten Contentoptimisierung. Die Möglichkeiten in den Life-Demos zu sehen war beeindruckend. So kann man unter landungpage-ebook.de eine Multi-Layer Landingpage bestaunen, die dem Besucherprofil angepasst wird.
Take-Home-Message: Nicht nur Konversionen erfassen, sondern auch Nicht-Konversionen. Daraus sollte man lernen und entsprechend reagieren.

Im Kontrast dazu behandelte Max Muhr (Bild.de) das Thema Content auf enttäuschendem Niveau. Bei Aussagen wie „Guter Content ist auch immer subjektiv, da sind dem Webdesigner andere Sachen wichtig als dem Redakteur.“ oder „Infografiken können guter Content sein, wenn sie gut gemacht sind.“ konnte ich nicht viel mitnehmen.

Danach besuchte ich die Session zu Extreme SEO. Es war sehr kurzweilig, sich anzuschauen, wie man auch heute noch mit Blackhat-SEO erfolgreich sein kann. Trotzdem ist es meiner Meinung nach ein Tanz auf des Messers Schneide und letztendlich auch nur eine Frage der Zeit, bis man damit auf die Nase fällt. Insgesamt also nichts für mich, auch wenn Mikkel deMib Svendsen offensichtlich sehr viel davon versteht.

Im Anschluss noch eine Session über Tools. Wir stellen regelmäßig Tools ausführlich im Suchradar vor (http://www.suchradar.de/magazin/archiv/2013/1-2013/seo-tools-ueberblick.php), daher hier jeweils nur ein Hinweis auf die neuesten Features.

OnPage.org: Neu ist, dass der AuthorRank geprüft werden kann. Nach Eingabe des Namens sieht man, wie erfolgreich ein Autor ist und mit welchen Themen er in Verbindung gebracht wird.

Thomas Zeithaml stellte ein internes Tool von SEORATIO vor. Interessant fand ich vor allem, dass hier versucht wird den „Linkjuice“ zu berechnen und zu zeigen, wo der Saft durch die interne Verlinkung einer Seite hinfließt.

Johannes Beus zeigte mit Hilfe von SISTRIX, dass iTunes von apple.com im Index abgestürzt ist, weil sie ihre Seiten mit einem 403-Statuscode vor Scrapern schützen wollten, dadurch aber auch den Googlebot aussperrten.

Bei searchmetrics ist neu, dass verschiedene Ränge für Websites ausgegeben werden (z. B. SEO, PPC, Social). Bleibt nur die Frage, wie viel mehr ich wirklich weiß, wenn das Tool mir ausgibt, dass eine Website auf SEO-Rang 118 ist.
Zum Abschluss diskutierten Markus Hövener (Bloofusion), Ralph Binkert (Yatego), Marc Stürzenberger (Weltbild) und Jens Fauldrath (takevalue Consulting) ob Linkbuilding noch wichtig ist. Zwei Tage Konferenz hatten offensichtlich sowohl bei Zuhörern als auch bei Rednern ihren Tribut gefordert und so blieb die Runde recht blass, auch weil in vielen Punkten Einigkeit herrschte und keine Diskussion aufkam. Etwas bissig zeigte sich nur Markus, welcher der SEO-Branche vorwarf sich mit kurzlebigen Trends und leerem Gelaber selbst in den Fuß zu schießen.

Rückblickend bin ich sehr froh, dass ich – das erste Mal – bei der SMX dabei sein durfte. Ich habe viel Inspiration und Motivation aus München mitgenommen. Vielen Dank an die Veranstalter, Moderatoren und alle Redner!

Kategorie: Agenturleben, Linkbuilding, SEO | Keine Kommentare »

Aktualisierte Rangliste: Welche kostenlosen PR-Portale sind relevant?

Dienstag 2. April 2013 von Markus

Wer so nett fragt…

Bild

…bekommt natürlich auch eine nette Antwort. Wir aktualisieren diese Liste intern ohnehin jeden Monat. Die Zusammensetzung hat sich etwas geändert. Wir entfernen auch alle Kandidaten, deren SISTRIX Sichtbarkeitsindex < 0,1 ist. Dadurch fallen dann schon einige raus, die bei Google zum Teil massiv in Ungnade gefallen sind.

Übrig geblieben sind im März 2013 (Top 10):

Bild

Viel Spaß damit!

Kategorie: Linkbuilding, SEO | 17 Kommentare »

Neues SEOmoz-Tool Just-Discovered Links: Guter Anfang, aber noch ausbaufähig…

Freitag 22. März 2013 von Markus

SEOmoz hat mit Just-Discovered Links ein neues Tool im Open Site Explorer vorgestellt. Das Tool zeigt neue Verlinkungen an, die laut SEOmoz innerhalb einer Stunde gefunden werden sollen. Dass das Tool für Linkaufbau genutzt werden kann, hat wohl auch SEOmoz im Hinterkopf gehabt:

Our toolsets and data sources are expanding to support a wider set of inbound marketing activities, but we designed Just-Discovered Links with link builders in mind.

So sieht es erstmal aus:

Bild

Also, wie kommt ein Link da rein? Zuerst muss jemand etwas twittern, z. B.

Bild

Und dann muss auf dieser Seite (http://www.vibrio.eu/blog/?p=4862) ein Link sein:

Bild

Dann wird die Vibrio-Seite als “Just-Discovered” Link für Spiegel Online aufgenommen.

Das Tool an sich halte ich für sehr sinnvoll, z. B. um Konkurrenten zu beobachten und herauszufinden, ob jemand da an einer aktuellen Sache auf dessen Website interessiert ist. Das eröffnet schon Potenziale beim Linkbuilding. Aber: Da ein Tweet eine Voraussetzung für die Aufnahme in die Datenbank ist, wird natürlich nur ein Teil der relevanten Links aufgenommen.

Aber trotzdem: Das Tool geht in die richtige Richtung. Im Moment ist es eh noch im Beta-Stadium und wird für uns auch erst dann interessant, wenn es ein API dafür gibt. Aber so, wie ich SEOmoz kenne, sollte das nicht lange auf sich warten lassen.

Kategorie: Linkbuilding, SEO | Keine Kommentare »

Links verkaufen: Aber bitte nicht auch noch drüber schreiben…

Donnerstag 7. März 2013 von Markus

Ich staune immer wieder, wie offensiv manche Website-Betreiber vorgehen – und wie wenig sie dabei eine gesunde Paranoia an den Tag legen.

Wenn ich mal nach Möglichkeiten suche, einen Textlink zu kaufen, findet man durchaus einige Kandidaten:

Bild

Da findet man dann z. B.

Bild

Oder auch…

Bild

Oder…

Bild

Oder…

Bild

Wenn man mal ignoriert, dass einige dieser Verlinkungen ohnehin keinen oder nur einen sehr geringen Wert haben (weil sie z. B. im Footer liegen), bleibt für mich vor allem eine Frage: Wie schwierig mag es für Google sein, bestimmte Wörter gezielt zu erkennen (sowas wie “linktausch”, “textlinks”, “dofollow”, …) und dann daraus die richtigen Schlüsse zu erkennen? Warum sollte Google die Links derartiger Sites nicht einfach entwerten, wenn sie einen bestimmten Score überschreiten?

Also:

  1. Grundsätzlich sollten derart kritische Wörter auf einer Website nicht auftauchen.
  2. Wenn man es doch tut, sollte man die Seiten wenigstens für Suchmaschinen sperren. Sonst macht macht es Google dann doch viel zu leicht…

Kategorie: Linkbuilding, SEO | 5 Kommentare »

Matt Cutts: Google wird bei Benachrichtungen wg. “unnatürlicher Verlinkungen” auch Beispiel-Links nennen

Mittwoch 13. Februar 2013 von Markus

Matt Cutts hat im folgenden Video eine gute Frage beantwortet: Wenn ich von Google eine Nachricht wegen unnatürlicher Links bekommen – woher weiß ich dann, welche Links Google damit meint. Und interessant wird es eben, weil Matt ankündigt, dass bald auch Beispiele für die Links genannt werden:

 

Hier der Ausschnitt, den ich ganz interessant finde:

“… a feature that we are working on and that we are in the process of rolling out now – which I’m pretty excited about – is that we will actually… well… basically give you examples…

…we will include an example link… you might get one, you might get two, you might get three depending…”

Da bin ich ja mal gespannt, wie schnell Google das einführt und wie sinnvoll das Feature dann ist. In jedem Fall sehe ich aber den Vorteil, dass man – in sicherlich eher wenigen Fällen – gezielt Einspruch einlegen kann, wenn Google einen Link nennt, der grundsätzlich OK ist. Das soll ja auch mal passieren…

Kategorie: Linkbuilding, SEO | 3 Kommentare »

suchradar-”in action”-Beiträge: Ich brauche da mal Eure Meinung…

Donnerstag 31. Januar 2013 von Markus

Bis morgen läuft noch unsere suchradar-Leserbefragung, aber ein Thema hat sich schon ganz deutlich herauskristallisiert: Es gibt massives Interesse nach konkreten Fallstudien. Was machen andere in Bezug auf Linkaufbau? Wie tricksen Leute bei ihrer Website? Und so weiter…

Da könnte ich sicherlich einiges zu schreiben. Nur: Ich hatte immer den Eindruck, dass genau solche Analysen auch viel Ärger produzieren.

Ich habe zum Beispiel mal einen suchradar-Beitrag über Link-Audits geschrieben und dort einen Screenshot mit Textlinks zum Thema “kredite ohne schufa” (u. ä.) gezeigt. Es war keine Domain angegeben, so dass man sich schon selber ransetzen musste, um herauszubekommen, um wen es da eigentlich ging.

Und trotzdem gab es sehr viel negative Kritik von anderen SEOs, die meinten, dass das einfach zu weit ginge. Man dürfe zwar grundsätzlich über SEO schreiben, aber dann bloß keine realen Beispiele nennen – zumindest nicht, wenn da jemand ein wenig trickst. Und ganz ehrlich: Gerade die getricksten Sachen sind doch die, die Erkenntnisse bringen.

Für das suchradar 41 habe ich eigentlich einen Beitrag geplant, in dem ich mal an Beispielen zeigen möchte, wie sich der Linkaufbau von Portalen geändert hat, die schnell viele Links aufbauen müssen. Ich dachte z. B. daran, mir einige Rocket-Internet-Sachen herauszusuchen, die da ja ganz fleißig unterwegs sind. Was machen die? Wie haben die ihren Linkmix nach Penguin geändert?

Ich will natürlich keine konkreten Seiten nennen, aber jeder, der sich ernsthaft mit der Thematik beschäftigt, wird dann doch irgendwie wissen, wer oder was gemeint ist, wenn ich von einem Möbel-Shop spreche.

Was meint Ihr? Wollt Ihr so etwas lesen? In der “Ohne-alle-konkreten-Links”-Version? Wo seht Ihr die Grenze?

Kategorie: Linkbuilding, Sonstiges | 7 Kommentare »

Traue keiner Metrik, die Du nicht überprüft hast: Power*Trust unter der Lupe

Mittwoch 30. Januar 2013 von Markus

Link Research Tools hat eine Liste der Top-500 CEMPER Power*Trust™ Domains veröffentlicht – also die Domains, die laut der eigenen Metrik besonders vertrauenswürdig verlinkt sind.

Wie so oft, bin ich hier ein Freund davon, diese Wert mal kritisch zu hinterfragen. Vor allem stellt sich mir die Frage, ob Google das eigentlich ähnlich sieht. Also: Sind die dort aufgeführten Websites wirklich so vertrauenswürdig?

Aus der Liste habe ich mir dafür mal drei Kandidaten rausgesucht:

Bild

e-recht24.de:

Die Domain hat viele Links, aber die meisten verlinken halt auf die Unterseite http://www.e-recht24.de/muster-disclaimer.htm. Auf die Startseite verweist kaum jemand, was schon ein seltsames Zeichen für eine Website ist.

etracker.de:

Auch diese Domain hat viele eingehende Links – und zwar, weil im Besucherzähler ein Link drin ist:

<script type=”text/javascript” src=http://www.etracker.de/…></script>
Besucher heute (sponsored by <a class=”etracker” href=”http://www.etracker.de” target=”_blank”>www.etracker.de</a>)</div>

wiredminds.de:

Ähnlich ist das auch bei Wiredminds.de mit solch einem Code:

<noscript>
<div>
<a href=”http://www.wiredminds.de”><img
src=”…”
alt=”" style=”border:0px;”/></a>
</div>
</noscript>

Meine Meinung:

Traue keiner Metrik, die Du nicht hinterfragt hast. Ich persönlich glaube, dass Google viele dieser Konstrukte (gerade Links aus Tracking-Codes oder Widgets) sehr gut erkennen kann. Und deswegen glaube ich auch, dass Tool-Hersteller sich etwas mehr anstrengen müssen, um dem auch Rechnung zu tragen.

Ich weiß, dass es hier um Trust und nicht um Domain Pop geht, aber ich glaube trotzdem nicht, dass Google “die alte Methode” zur Trust-Berechnung genau so benutzt, wie sie im Buche steht. Warum? Weil dann genau solche Ergebnisse wie die oben entstehen. Und das ist wohl nicht im Sinne Googles.

Trotzdem…

…finde ich die Auswertung natürlich interessant (von den Anomalien mal abgesehen). Vor allem ist es dann spannend, wenn man sich mal grundsätzlich anschaut, welche Typen von Websites dort vorherrschen: Medien, Uni-Sites, lokale Portale, große Unternehmen und Organisationen. Und da kann man sich ja schon Content-Strategien überlegen, um mehr Links von solchen Websites zu bekommen.

Kategorie: Linkbuilding, SEO | 4 Kommentare »

Linkaufbau über Foren: Bitte Google nicht für dumm verkaufen

Montag 12. November 2012 von Markus

Ich habe für einen Vortrag (Search Conference) noch einige Positivbeispiele für Content Marketing recherchiert und bin dabei bei einer Website, die meiner Meinung nach inhaltlich alles richtig macht, auf eine recht krasse Form von Linkaufbau über Foren gestoßen.

Da ich die Jungs nicht anschwärzen möchte, ist das meiste natürlich geschwärzt. Hier ein kleiner Ausschnitt der Forenbeiträge:

Bild

Bild

Bild

Bild

Inhaltlich ist das Ganze übrigens gar nicht mal schlecht. Keiner der Forum-Posts ist aufgefallen. In der Regel haben hilfsbereite Menschen darauf geantwortet.

Es ist wohl auch gut, dass jeweils das Wort “hier” oder “dieser” verlinkt wurde. Das sieht organisch aus + hilft sicherlich, dass der Beitrag nicht den anderen Forenteilnehmern auffällt.

Was ich aber an diesem Beispiel klar machen möchte: Glaubt eigentlich irgendjemand, dass Google es bei der recht geringen Anzahl an Forensystemen (vBulletin, phpBB & Co) nicht schafft, Felder wie “Datum des Beitrags” und “Anzahl der geschriebenen Beiträge bisher” auszulesen? Wäre Google nicht mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn Beiträge von “Novizen” grundsätzlich geringer gewertet würden als solche von “alte Hasen”?

Oder mit anderen Worten: Wenn an einem Tag in X Foren extrem identische Beiträge von Novizen auftauchen, ist das nicht nur recht leicht algorithmisch zu finden, sondern auch noch ein Verstoß gegen die Google-Richtlinien. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte hier etwas mehr Kreativität an den Tag legen…

Kategorie: Linkbuilding, SEO | 17 Kommentare »

suchradar-Preview: Welche Infografiken werden auf deutschen Websites eingebaut?

Sonntag 28. Oktober 2012 von Markus

Am Mittwoch wird das suchradar 38 erscheinen (die Print-Abonnenten müssten es schon zum größten Teil im Briefkasten haben – zumindest bei mir ist am Samstag bereits die neue Ausgabe angekommen).

Darin stellen wir zwei Tools vor, um kostenlos und – hoffentlich – professionell aussehende Infografiken zu erstellen. In dem Artikel beleuchten wir aber auch die Frage, ob Infografiken überhaupt noch im Rahmen des Linkaufbaus sinnvoll sind. Und wir schauen uns an, welche Themen eigentlich besonders gut funktionieren.

Die dabei entstandene Infografik möchte ich hier schon mal teilen:

infografiken-3

Um die Daten zu erheben, habe ich über den Verlauf von ca. zwei Wochen jeden Tag nach Websites gesucht, die Infografiken anderer Sites eingebunden haben. Und diese habe ich dann in Themengebiete und Sprache einsortiert.

Dabei ist mir vor allem das folgende aufgefallen:

  1. Es werden in deutschen Sites deutlich mehr englische als deutsche Infografiken eingebaut. Das deutet für mich darauf hin, dass es einfach mehr gute englischsprachige Infografiken gibt und dass viele Blogger ohnehin international unterwegs sind.
  2. Social-Media-Themen funktionieren einfach am besten. Das liegt in der Natur der Sache, da derartige Inhalte (z. B. 10 Dinge, die User an Pinterest lieben und hassen oder Infografik: Bessere Postings auf Facebook) natürlich für Blogger/”Onliner” per se spannend sind.
  3. Auch das Thema SEO/SEM läuft sehr gut, obwohl ich mich nicht auf SEO/SEM-Blogs beschränkt habe. Hier sind als Beispiele zu nennen: SEO-Check: So schneiden Deutschlands Top-Marken ab [Infografik] und SEO: 25 Gründe für eine Abstrafung durch Google [Infografik]. (bei dem zweiten Link liebe ich übrigens den ersten Kommentar :) )

Meiner Meinung nach zeigt sich also ganz klar, dass man bei Infografiken nicht einfach loslegen sollte, sondern sich ganz klar darüber werden sollte, wer diese dann auch verbreiten kann. Für manche Themen gibt es einfach viel zu wenig Blogger und andere Online-Medien, als dass es funktionieren könnte.

Die ganze Story – und meine Einschätzung zum Thema an sich – könnt Ihr dann wie gesagt im suchradar lesen, das am Mittwoch kommt.

Kategorie: Linkbuilding, SEO | 2 Kommentare »

Links entwerten bei Google: Neue Funktion für unnatürliche Links

Mittwoch 17. Oktober 2012 von Markus

Vor einigen Monaten habe ich noch geschrieben “Das wünsch ich mir auch von Google” – und schon ist es da. Google hat ein neues Tool zur Verfügung gestellt, mit dem man Links entwerten kann. Das neue Tool kann man über die URL http://www.google.com/webmasters/tools/disavow-links-main aufrufen:

Bild

Nach Auswahl einer Website gibt es dann nochmal einen netten Hinweis:

Bild

Und dann kann man eine Datei hochladen:

Bild

Die Datei, die man hochladen kann – hatte leider gerade keine passende zum Austesten zur Hand :) – ist eine Text-Datei, in der es drei unterschiedliche Einträge geben kann:

# Kommentare beginnen mit einem #

# domain: bedeutet, dass man alle Links von dieser Domain entwerten möchte
domain:www.boesewebsite.de

# Eine URL bedeutet, das man dem Link von dieser konkreten URL nicht traut

http://www.boesewebsite.de/seo-links

Also eigentlich ganz einfach. Google weist auf verschiedene Aspekte hin:

  1. Es dauert einige Wochen, bis die entwerteten Links auch berücksichtigt werden.
  2. Nur weil eine URL in der Liste auftaucht, heißt es nicht, dass der Link auch tatsächlich entwertet wird. Google behält sich das Recht vor, einen Link trotzdem zu werten.
  3. Die Nutzung des Tools ist nicht als Ersatz für Maßnahmen bei einer Link-Abstrafung zu sehen. Wer also von Google eine Nachricht wg. unnatürlicher Links bekommen hat, muss trotzdem auf diese Nachricht reagieren.
  4. Google sagt auch, dass das primäre Ziel natürlich darin bestehen sollte, unnatürliche Links zu entfernen und nicht einfach nur das Tool zu nutzen.
  5. Wer versehentlich Links hochlädt, kann mit dem nächsten Upload diese Auswahl wieder “resetten”. Man lädt also immer die komplette Liste aller zu ignorierenden Links hoch.

Google selber scheint das Tool eher als Leistung für Website-Betreiber zu sehen, die sich Sorgen um “Negative SEO” machen. Also: Websites, für die jemand ohne dessen Kenntnis und Kontrolle einfach Links aufbaut.

Ich persönlich halte das Tool für sinnvoll und teile dabei nicht die Sorge einiger, dass man das Tool dazu nutzen kann, um gezielt Linknetzwerke “auszuprobieren” und dann evtl. wieder “abzuschalten”. Das wird vor allem deswegen nicht sinnvoll sein, weil das Tool Zeit braucht, um seine Wirkung zu entfalten. Für eine Hardcore-SEOs mag das ein netter Zeitvertreib sein, aber für Unternehmen ist das alles viel zu unsicher.

Und: Wer sich mit solchen Fragen beschäftigt, zeigt doch eigentlich, dass er die neuen Regeln noch nicht verinnerlicht hat. Google will ohnehin ordentliche, legitim verlinkte Websites. In der Zeit, in der man versucht, Links ein- und auszuschalten, sollte man lieber mal über andere, wichtige Fragen nachdenken.

Uns wird das Tool nützen, weil es immer bei Neukunden ein paar Altlasten gibt, die man nicht mehr los wird. Und wenn Google mir dabei helfen kann, diesen “Schrott” gezielt zu melden, nehme ich das Angebot gerne an.

Von Matt Cutts gibt es übrigens noch ein Video zum Thema:

Kategorie: Linkbuilding, SEO | 5 Kommentare »