Autor Archiv

Neues E-Book “Rechtliche Stolperfallen beim Facebookmarketing” von allfacebook.de

Mittwoch 11. Mai 2011 von Maik

Endlich einmal ein “Buch”, das sich um das Thema Facebook-Marketing von rechtlicher Seite dreht:

rechtliche-stolperfallen-facebook

 

Die Rechtsanwälte Thomas Schwenke und Sebastian Dramburg (spreerecht.de) sowie Jens Wiese und Philipp Roth von allfacebook.de haben das E-Book “Rechtliche Stolperfallen beim Facebookmarketing” verfasst und beschäftigen sich auf knapp 100 Seiten mit rechtlichen Fallstricken, die sich beim unternehmerischen Umgang mit der Social-Media-Plattform ergeben können – von der Schaffung eines neuen Accounts über Impressumspflichten aber auch in Bezug auf die oft genutzten und nicht immer unproblematischen Gewinnspielaktionen wird hier praxisbezogen viel Aufklärung betrieben. Und das alles nicht ausschweifend, sondern in flüssiger Schreibe und gut lesbar.

Etwas merkwürdig mutet die Nummerierung an, die auf (eigentlich) Seite 6 mit “Seite 1″ beginnt. Gewöhnungsbedürftig. Außerdem nimmt man sich so die Möglichkeit im Adobe Reader – oder einem anderen PDF-Lesetool – einfach die Seitenzahl in die Menüleiste einzutippen und auf der richtigen Seite zu landen.

Inhaltlich ist aber mit dem E-Book ein umfassendes Dokument entstanden, dass in keinem “Regal” von Social-Media-Veranwortlichen fehlen sollte.

Der Link zum Download: http://allfacebook.de/wp-content/uploads/2011/05/facebook_recht.pdf

Kategorie: Sonstiges | 1 Kommentar »

Google verfeinert seine Autocomplete-/Suggest-Funktion

Donnerstag 21. April 2011 von Maik

Google arbeitet für seine Websuche weiter an der Autocomplete- bzw. Suggest-Funktionalität. Laut einem Blogpost (http://googleblog.blogspot.com/2011/04/more-predictions-in-autocomplete.htm) des Unternehmens ist zunächst für englischsprachige Suchanfragen auf www.google.com jetzt ein neues Feature verfügbar, dass es ermöglicht, auch für bisher noch nie getätigte Suchanfragen sinnvolle Vollendungs-Vorschläge zu machen.

autocomplete1

Der Suchmaschinenbetreiber gibt als Begründung dafür die steigende Notwendigkeit an, auf seltene oder noch nie getätigte Suchanfragen einzugehen. Denn immerhin sind das nicht wenige und durch die Erfahrung, die sich im Umgang mit Suchmaschinen ergibt, werden es auch stetig mehr. Google beziffert das zwar nicht konkret, sagt aber:

“What’s tricky is that a huge percentage of the queries we get have almost never been typed before, so this makes it difficult to provide predictions based on popularity.”

Die Vorschläge werden nunmehr insbesondere bei langen Suchanfragen nicht mehr nur auf Basis der bis dahin eingetippten Wörter der gesamten Suchanfrage generiert, sondern auch unter spezieller Berücksichtigung des letzten Wortes oder der letzten Wörter. So kann die Suchmaschine sinnvolle Zusammenhänge innerhalb der eingegeben Suchbegriffe herstellen und sie ergänzen.

autocomplete2

Wann das Update in Deutschland erscheint, ist im Übrigen nocht nicht bekannt, es soll aber nicht mehr allzu lange dauern. Google sagt dazu:

As we continue to improve the feature and test additional languages and locales, I can predict with high probability (pun intended) that we’ll be expanding globally.

Was folgt daraus?

Das Feature ist eine weitere Verbesserung der User Experience bei Google, wird sich aber aus Sicht der Suchmaschinen-Optimierung nicht allzu stark auswirken. Denn auch bislang war die Suggest-Funktion nicht alleine auf Suchanfragen-Popularität ausgerichtet (jetzt allerdings noch ein bisschen weniger wie es scheint) und somit ohnehin schwer kalkulierbar. Auch die Bedienungsweise ändert sich für den Benutzer nicht, nur werden für Mehr-Wort-Suchanfragen häufiger Vorschläge zu finden sein, mit denen man auch etwas anfangen kann.

Dennoch sollte man sich natürlich mit dem Autocomplete allgemein beschäftigen. So lassen sich für gängige Keywords, auf die eine Internetseite optimiert werden soll, natürlich auch die Suggestions zurate ziehen, um Mehr-Wort-Suchbegriffskombinationen zu finden, die dem Benutzer vorgeschlagen werden und die dadurch in der Wahrscheinlichkeit, dass sie gesucht werden, natürlich steigen. Wenn jemand in Deutschland also beispielsweise “sommerurlaub mit kindern” eingibt und Suchvorschläge á la “… am meer” oder “… in den bergen” gemacht werden, ein Unternehmen aber keine Seiten hat, die darauf optimiert sind, ist hier sicherlich ein Ansatzpunkt für die inhaltliche Ausarbeitung/Ergänzung der Unternehmsseiten.

Kategorie: SEO | Keine Kommentare »

Was ist drin bei +1?

Donnerstag 31. März 2011 von Maik

Ergänzend zu Markus Blogpost zum neuen Dienst +1 von Google von heute Vormittag

Wenn man sich die Funktionalität von +1 (derzeit nur auf www.google.com möglich) einmal anschaut, erkennt man doch eine Menge Potenzial. Vor allem in Kombination mit Diensten wie Google Buzz und Twitter, deren Zusatzinformationen in den Suchergebnissen quasi aggregiert werden.

Zunächst einmal muss man sagen, dass es wirklich einfach ist, eine Seite zu “plussen”. Ein Klick und schon wird das – im Grundzustand eher unauffällig graue – Icon blau (siehe Bild) – vorausgesetzt man ist mit seinem Google-Konto angemeldet.

unterzeile-undo

Beim ersten Klick wird dann freundlicherweise auch noch gefragt, ob man das denn alles so haben möchte:

google-infobox edit

In seinen Profildaten lassen sich dann auch jederzeit die vergebenen +1 (Wie spricht man das jetzt eigentlich aus? Und wie lautet das Verb dazu? Pluseinsen? Einsplussen?) nachvollziehen und auch wieder löschen, allerdings soweit ich erkennen konnte nicht gesammelt für alle, sondern einzeln. Letzteres kann man allerdings auch in den Suchergebnissen selber erledigen (siehe Abb. 1, “Undo” in der Unterzeile zum Page-Titel).

profil-mit-plus1

Was passiert in der Suchergebnissen?

Die Suchergebnisse werden offenbar immer mehr zum Tummelplatz von Empfehlungen … und damit auch teilweise etwas unübersichtlich.

Die +1-Empfehlungen werden unmittelbar unterhalb des Suchergebnisses angezeigt und zwar anstelle der Sharing-Information bzw. Twitter-Information: “XXX +1d this”, steht dann dort.

plusd-this

Wenn man in seinem Konto zusätzlich auch den eigenen Twitter-Account angegeben hat, kommen anstelle der “+1″-Info, wie in Abb. 1 zu sehen, auch gerne noch Empfehlungen von Twitterati, denen man folgt. Ebenfalls gibt es auch eine Info, wenn jemand, den man in seinen Google Contacts aufführt, die spezielle Seite in seinem Buzz-Profil geteilt hat. Bislang wird zwar nur jeweils eine Zeile unterhalb des Suchergebnisses und eine unterhalb des Titels gezeigt, dennoch sind es weitere Informationen, die auch erst einmal verarbeitet werden wollen.

Mir ging es bei den Recherchen vorhin teilweise sogar so, dass ich mich ziemlich stark auf die Region unterhalb des eigentlichen Ergebnisses konzentriert habe, um zu sehen, ob einer meiner Bekannten zu der Seite schon einmal etwas zu sagen hatte. Ähnlich wird es mit dem +1-Button sein, wenn er erstmal häufiger geklickt wurde. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, mag jeder für sich selber entscheiden. Ich glaube, dass es vom eigentlich Ergebnis ablenken wird … und damit auch die Qualität der eigentlichen Suchergebnisse etwas stärker in den Hintergrund geraten wird … sofern es eine Empfehlung dafür gibt.

Beigeschmack

Nebenbei: Etwas bringt aus sozialer Sicht bei der Erwähnung von Twitter- und Buzz-Referenzen noch einen kleinen Beigeschmack: Es wird nicht angezeigt, was derjenige, der als Referenz für ein Suchergebnis herangezogen hat, denn dazu gesagt hat. Wenn beispielsweise etwas Negatives über eine Seite verbreitet wurde (“Auf keinen Fall hier bestellen”), möchte ich das persönlich keinesfalls als Empfehlung auftauchen sehen. Dementsprechend ist diese Funktion bisher recht eindimensional … da ist mir der +1-Button schon lieber.

Und? Passiert ‘was?

Ob der Button neben dem Suchergebnis hierzulande genutzt wird oder nicht, wird sich sicherlich noch zeigen, wenn er erst gelauncht ist. Und ob sich Website-Betreiber dazu hinreißen lassen, die demnächst zur Verfügung stehenden externen Buttons auf ihre Websites einzubauen, um das (entschuldigung) “liken” zu ermöglichen, hängt sicherlich nicht zuletzt von dem Nutzen ab, den sie sich davon versprechen. Wenn in den Suchergebnissen dadurch echte Referenzen entstehen, weil die Suchenden tatsächlich auf die Buttons klicken (vorausgesetzt, sie haben überhaupt einen Google-Account), kann daraus etwas gutes werden.

Wer sich übrigens dafür interessiert, wann der Button zur Verfügung steht, sollte sich hier anmelden: https://services.google.com/fb/forms/plusonesignup/

Wichtiger Erfolgsfaktor für +1 wird sein, ob sich die breite Masse dazu hinreißen lässt, ein Google-Konto anzulegen. Immerhin werden die Benutzer der Suchmaschine – und das sind ja bekanntlich nicht wenige – jetzt sehr viel häufiger damit konfrontiert werden, dass durch +1 interessante Verbindungen mit den Suchergebnissen ermöglicht werden.

Unklar ist natürlich auch noch, wie Google dieses Signal für die Zusammenstellung der (personalisierten) Suchergebnisse nutzen wird. Ich kann mir eigentlich noch nicht vorstellen, dass sofort zum Start von +1 entsprechende Klicks als rankingpositiv gewertet werden, denn dafür sind sie noch viel zu wenig repräsentativ, bei der anfänglich kleinen Nutzeranzahl. Lassen wir uns überraschen.

 

Hier noch ein paar interessante Blogposts zum +1-Button:
Offizieller Google Blogpost: http://googleblog.blogspot.com/2011/03/1s-right-recommendations-right-when-you.html
Der Deutsche Google-Blogpost dazu: http://google-produkt-kompass.blogspot.com/2011/03/1-startet-auf-englisch-empfehlungen-in.html
Ein interessanter Blogpost von Search Engine Land, Danny Sullivan: http://searchengineland.com/meet-1-googles-answer-to-the-facebook-like-button-70569

Kategorie: SEO | 3 Kommentare »

Zuwachs für das Content-Team

Dienstag 25. Januar 2011 von Maik

Auch Julia Leutloff ist erst vor Kurzem bei uns eingestiegen. Sie fühlt sich im Bereich Content schon pudelwohl – das merkt man Ihren Texten an. Sie stellt sich hier einmal selbst vor.

“Schon seit August des letzten Jahres bin ich für Bloofusion im Content-Bereich tätig und jetzt quasi zur Praktikantin aufgestiegen.

Was für mich wirklich eine Art Aufstieg ist, denn jetzt habe ich endlich die Gelegenheit herauszufinden, wie SEO wirklich funktioniert. Saß ich vorher in meinem stillen Kämmerlein zuhause am PC und lieferte Texte rund um die Themen XYZ ab, bin ich jetzt vor Ort mittendrin, statt nur dabei – die Frauenquote bei Bloofusion hat damit einen ordentlichen Schub bekommen.

Porträt Julia Leutloff

Das Schreiben und Recherchieren an sich war mir nicht fremd, schließlich habe ich in meinem Magisterstudium gefühlte 1.000 Hausarbeiten, Essays und Seminararbeiten geschrieben (und das oft zu Themen, die weit weniger interessant waren, als die unserer Aufträge!). Nur wie man dem Ganzen auch noch ein SEO-gerechtes Outfit verpasst, wusste ich damals noch nicht.

Im Praktikum lerne ich nun, was überhaupt hinter suchmaschinenoptimierten Content steht und vor allem, wie es in der Praxis anzuwenden ist. Dank der guten Einarbeitung vom Chef und den wirklich immer sehr hilfsbereiten und mit Rat und Tat zur Seite stehenden Kollegen, bin ich, was den redaktionellen und technischen Background anbelangt, bereits nach drei Wochen ein ganzes Stück schlauer. Die böhmischen Dörfer, in denen man doch zu Anfang öfters stand, werden zunehmend kleiner und lassen sich mittlerweile überblicken. Das Tolle an der Arbeit ist, dass man wirklich immer direkt sieht, was man macht: Die Beiträge gehen auf den Websites unserer Kunden online, die Pressemitteilungen stehen bei OpenPR und die Tweets gehen live und direkt an unsere Follower raus – ein tolles Gefühl, wenn nicht alles immer in die Schublade eines Dozenten wandert …

Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr die nächste Zeit mit der Mannschaft von Bloofusion auf großer Fahrt zu sein.”

“Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze” (Franz Kafka)

Kategorie: Agenturleben | Keine Kommentare »

Unser Team wächst: Jan Büchter stellt sich vor …

Freitag 21. Januar 2011 von Maik

Jan Büchter, seit kurzem bei uns, stellt sich hier kurz vor:

“Ich freue mich darüber, seit Januar 2011 mit an Bord von Bloofusion sein zu dürfen. Es ist etwas ganz besonderes hier zu arbeiten, das kann ich jetzt schon sagen. Alle sind zuvorkommend, hilfsbereit, nett und lustig, einfach ein super Team! Das merkt man schon, sobald man das Blooplex-Gebäude betritt, in dem wir alle schön fleißig arbeiten. Ich fühlte mich hier von der ersten Minute an pudelwohl und stelle mich also auch gerne einmal vor:

Jan Büchter ist neu im AdWords-Team

Vor meiner Zeit als Bloofusion-Mitarbeiter war ich in Münster bei der Firma Wyeth Pharma beschäftigt. Dort wurde ich als Industriekaufmann ausgebildet und war schwerpunktmäßig im Marketing eingesetzt. Zuletzt habe ich in Rheine bei der Caritas meinen Zivildienst geleistet.

Ich bin neu im Bereich des Suchmaschinen-Marketing und werde zurzeit von unserem AdWords-Spezialisten Martin angelernt. Ich muss sagen, dass mir dieser Bereich sehr gut gefällt und war überrascht wie umfangreich dieses Thema sein kann. Seit einigen Monaten lese ich mich nun in die Thematik ein und es begeistert mich immer mehr. Vor allem die tägliche Praxisarbeit erfreut mich: Zu sehen, wie meine Umsetzungen nennenswerte Erfolge in Form von Conversions mit sich bringen und Ideen anfangen, Früchte zu tragen. Ja, Erfolg messen zu können und daraus weitere Optimierungen abzuleiten, macht echt Spaß und spornt mich an, von Tag zu Tag bessere Leistungen zu bringen – ganz im Sinne unserer Kunden und letztendlich auch im Interesse von Bloofusion.

Schließen möchte ich diesen “Dialog” mit folgendem Satz:

Ich bin gespannt, was kommen mag, bin bereit für neue Herausforderungen (in diesem Falle Google-AdWords) und freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen überaus netten Kollegen. :-)

Kategorie: Agenturleben | 2 Kommentare »

Facebook mit neuem Statistik-Tool

Mittwoch 24. November 2010 von Maik

Als ich heute morgen routinemäßig kurz einen “Admin-Blick” auf unsere Bloofusion-Fanpage bei Facebook geworfen habe, ist mir ein kleines zusätzliches Statistik-Feature aufgefallen, das bislang nur für Fanpages mit mehr als 10.000 Fans verfügbar war.

Bild der neuen Statistik-Funktion in Facebook

Es zeigt direkt auf einen Blick, wie viele Impressions ein Posting (auf dem Bild als Beispiel ein Anreißer zur aktuellen suchradar-Ausgabe) bereits erlangt hat und in Ergänzung eine Feedback- oder Response-Quote, die einem zeigt, ob man den Nerv der Zuhörerschaft getroffen hat oder ob ein Dialog – und das ist ja das Ziel einer solchen Seite – stattfindet.

Testweise habe ich vorhin mit einer neuen Nachricht versucht, ob die Statistiken sofort nach Veröffentlichung der Nachricht verfügbar sind. Aber hier scheint es eine gewisse Schwelle zu geben, die erreicht werden muss (siehe Abbildung). Ob das jetzt 10, 20 oder 50 Impressions sind, weiß ich aktuell noch nicht.

Statistiken sind nicht sofort verfügbar

Ich finde, das Feature (eine Ableitung der bereits vorhandenen “Interaktionen”-Statistik) ist eine sinnvolle Ergänzung zu den bislang schon vorhandenen Statistik-Werten, denn dieses hier ermöglicht unmittelbar einen Blick auf die Impressions einer einzelnen Veröffentlichung, während bislang eher die Statistik der ganzen Seite in den Facebook-Statistiken im Vordergrund stand. Man hat offenbar verstanden, dass auch auf Seiten kleinerer Fanpage-Betreiber versucht wird (oder versucht werden soll), nicht nur die Gesamtpräsenz, sondern die einzelnen Nachrichten zu verbessern.

“Gefällt mir!”

Kategorie: Sonstiges | 10 Kommentare »

Suchanfragen – Veränderungen in den Google Webmaster Tools

Mittwoch 6. Oktober 2010 von Maik

Beim monatlichen Check unserer Kunden-Konten in den Google Webmaster Tools ist mir gestern eine doch recht deutliche Veränderung aufgefallen. Ich glaube, da ist heimlich, still und leise wieder etwas eingebaut worden … Im Bereich “Ihre Website im Web” > “Suchanfragen” haben sich ein paar Extraspalten eingeschlichen, die die Veränderungen in den Zahlen zeigen. Hier ein Bild:

veraenderungen-gwt

 

Eine sehr praktische Funktion und obendrein ist die Darstellung auch noch vernünftig implementiert worden. Durch die rote und grüne Färbung kombiniert mit den “Pfeil hoch”- und “Pfeil runter”-Symbolen erkennt man sehr schnell, wo was passiert ist. Die nebenstehenden Zahlen zeigen in den Kategorien “Impressionen” und “Klicks” jeweils ganzzahlige Abweichungen, während “CTR”- und “Durchschnittliche Position”-Abweichungen auf eine Dezimalstelle gerundet werden. Letzteres ist natürlich dem geschuldet, dass in den Google Webmaster Tools auch immer angezeigt wird, wie oft eine Website auf welcher Position in den Suchergebnissen angezeigt wird. Dementsprechend kann hier kein ganzzahliger Wert angegeben werden. Sinnvollerweise hat sich Google nicht dazu hinreißen lassen, Nicht-Veränderungen zu markieren. Ansonsten wäre es doch sehr unübersichtlich geworden. :-)

Allerdings ist mir nicht sofort klar gewesen, auf welche Zeitraume sich die Zahlen beziehen. Meine Vermutung ist, dass als “jetzt” der oben wählbare Zeitabschnitt gilt und als “vorher” der Zeitraum gleicher Länge, der sich unmittelbar vor meinem gewählten Zeitraum befindet. Da es hierzu aktuell noch kein Statement von Google gibt, kann das natürlich auch falsch sein.

Was folgt daraus jetzt? Der Vergleich der Zahlen wird insgesamt natürlich leichter, Veränderungen lassen sich so sehr viel schneller erkennen (bei einem unserer Kunden, der starkes Saisongeschäft betreibt, habe ich mich vorhin wegen des komplett roten Screens erst einmal erschrocken) und das eine oder andere externe Tool verliert dadurch vielleicht sogar etwas an Bedeutung.

Schön wäre jetzt noch eine Funktion, die die Vergleichszeiträume exakt wählen lässt, sodass sich vielleicht ein beliebiger Zeitraum in der Vergangenheit mit einem anderen vergleichen ließe. So könnte beispielsweise geprüft werden, ob in einer Zeit, in der zum Beispiel vor 1 Jahr eine halbjährige Aktion gelaufen ist, mehr passiert ist als bei einer gleichgearteten Aktion heute.

Kategorie: SEO | 3 Kommentare »

Conversion Camp Review – ein guter Tag in Frankfurt

Montag 6. September 2010 von Maik

Heieiei… was ist im Vorfeld schon viel darüber geredet worden. Und im Nachhinein muss man sagen: Ein voller Erfolg für Freunde der Konversionsoptimierung. Die Rede ist natürlich vom ersten deutschen Conversion Camp in Frankfurt am Main (http://www.conversion-camp.com) am 02. September – einer interessanten Mischung aus (leider nur etwa 20 Minuten kurzen) Fachvorträgen und der Möglichkeit, sich in Rückzugsräumen mit den Referenten vis-a-vis zu den Themen auseinanderzusetzen (verbal, versteht sich). Und auch von unserer Seite soll es hierzu noch einen kurzen Nachbericht geben.

Vorab: Die Veranstaltung war garniert mit gutem Essen und einigen Kaffeepausen, in denen auch Zeit zum Networken respektive zum Tauschen von Sammelkarten war. Letzteres war eine wirklich gute Idee, wie ich finde. Die Karten mit verschiedenen Motiven wurden bei der Anmeldung ausgegeben. Jeder hatte zunächst nur mehrere Exemplare des gleichen Kartenmotivs, musste aber versuchen, die anderen Motive von den anderen Teilnehmern durch Tauschen zu bekommen. Das war so manches Mal ein guter Anlass einfach einmal den Nächstbesten anzusprechen … und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Ich und Fabian haben es leider nicht ganz geschafft, die Karten vollständig zu tauschen. Allerdings war Fabian zugegebenermaßen schon weiter als ich, habe mich zu oft verquatscht. Es lag aber – selbstverständlich – auch daran, dass wir schon vor Ende der Konferenz unseren Zug erwischen mussten. So werden wir wohl nie erfahren, was gewesen wäre, wenn wir es geschafft hätten, die Karten vollständig zu tauschen (Lottogewinn, ein kostenloser Twitter Account, …?). Und: Der Zug hatte natürlich auch noch Verspätung.

Networking während der Pausen

 

Was gab es denn an Themen, über die ich hier berichten kann? Es drehte sich natürlich alles um Konversionen und wie man sie erreichen kann. Viele Kleinigkeiten wurden schon über die vielen Twitterer in der Union-Halle während der Konferenz angerissen (einfach bei Twitter nach “#cc10” oder “#cc2010” suchen) und auch da kristallisierten sich bereits einige Dinge heraus, die man als Quintessenz durchgehen lassen kann.

  1. Es geht nicht um mehr Traffic, es geht um mehr Konversionen
  2. Erwarte das Unerwartete
  3. darum testen, testen, testen, …
  4. …, Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung

Herausragend aus der Masse, auch was die direkten Feedbacks angeht, waren sicherlich die spannenden Vorträge, die sich mit Neuromarketing beschäftigten. Hier gab es immer wieder erstaunliches über das menschliche Gehirn zu entdecken (Stichwort “Das rote Auto ist lauter”).

Aber der Reihe nach:

9 Uhr, die Frisur sitzt, Fabian und ich treten an, um zusammen mit knapp 250 anderen den ersten Beitrag von Raquel Hirsch (WiderFunnel) zu hören (“Confessions of a CRO Strategist“).

Blick-in-Reihe

Sie brachte dann auch gleich eines der meist getwitterten Statements des Tages auf die Spur: “You don’t need more traffic – you need more conversions!” – ein Credo, das vielen klarmachen sollte, dass man nicht immer auf Äußerlichkeiten achten soll.

  • Außerdem ein anderes klares Wort “You have to test. Guessing is NOT an option!”. Letzteres sollte noch häufiger an dem Tag gehört werden.
  • Unterlegt wurde ihre Theorie von meist sehr überraschenden Vergleichen zwischen Landingpage-Varianten, die getestet wurden – die Teilnehmer im Saal sollten jeweils abstimmen, welche Variante im A/B-Testing besser abschnitt. Dabei lag man totsicher bei der Hälfte der Tests mit der eigenen Einschätzung falsch. :-) Und wie Raquel richtig bemerkte: “There’s no crystal ball [...] and there is no shortcut”, um die richtige Lösung zu bekommen.

Außerdem in Kürze einige erwähnenswerte Stichwörter von Raquel:

  • Ohne Risiko kein Gewinn (im Zusammenhang mit der Brand Police, die intern im Unternehmen auf “Layoutveränderungen” überreagiert)
  • Was in einer Branche funktioniert (emotionale Fotos, dicke Headline etc.) funktioniert in anderen nicht.
  • Es kommt nicht auf die Software zum Testen an, Hauptsache man testet.
  • Je mehr Variationen eingesetzt werden, desto besser. Aber nicht zu viele einsetzen, sonst wird die Datenbasis zu schlecht.
  • Googles Website Optimizer nutzen (“It’s powerful and for free”)

Stephen Pavlovitch (Conversions Factory): “Beyond Testing”

  • A/A-Testing (2 exakt gleiche Varianten) einige Tage durchführen, um zu prüfen, ob die die Datenbasis valide ist. Heißt: Wenn sich beim Gegeneinandertesten von 2 exakt gleichen Versionen eine deutlich durchsetzt, kann etwas an der Datenbasis oder der Software nicht passen.
  • Aber Aufpassen: Der Zufall lässt sich nicht ausschalten. Das heißt, auch bei deutlichen Ergebnissen besteht immer noch die Restchance darauf, dass das Ergebnis falsch ist.
  • Bei der Berechnung der zu veranschlagenden Testdauer hilft http://bit.ly/gwocalc
  • Wichtig: Es kann sein, dass Tests zur “falschen Zeit” ausgewertet werden, wenn beispielsweise der Konversionsprozess länger andauert. So kann es zum Beispiel sein, dass sich ein potenzieller Käufer nach einem Besuch vorher noch bei der Konkurrenz informieren möchte, Preise vergleicht, die Entscheidung nicht alleine treffen kann und Rücksprache hält etc. Dinge, die Zeit kosten …

Patricia Hader (intel)/Raquel Hirsch (WiderFunnel): “Intels CRO Strategies bei Partnern”

Hier ging es mehr um das interne Vorgehen in großen Unternehmen als vielmehr um Bahnbrechende Erkenntnisse zur CRO (Conversion Rate Optimization). Speziell um

  • Interne Beeinflussung und Mission, andere zu überzeugen
  • Klein anfangen und mit kleinen Erfolgen Leute (die Budgets herausgeben) neugierig machen
  • Andere am Erfolg teilhaben lassen (Stichwort “interne Roadshow”), um Appetit auf mehr zu machen
  • Außerdem hat sie noch eine Strategie für die Arbeit mit Business-Partnern vorgestellt (Priorisiere, schaffe eigene Erfolgs-Maßstäbe, “Leverage Insights” -> Nimm das Gelernte und wende es woanders an)
  • Im Anschluss folgte noch eine Case Study von Raquel Hirsch, ohne, dass ich dort besonderes entdecken konnte.

Joachim Graf (Herausgeber iBusiness): “koversionsraten deutscher Online-Shops”

Bei ihm drehte sich alles um “Konversionsraten deutscher Online-Shops 2009″. Hier einige wichtige Eckpunkte:

  • “Konversionsratenoptimierung ist das Direktmarketing der Zukunft”
  • Das “potente” (Entschuldigung) S-Vergleich-Bild, das andeuten soll: Wenn man Konversionsraten mit anderen vergleicht, dass man weiß, wie viel Luft noch nach oben ist – es hat bei amerikanischen Gästen den Gesichtsausdruck verändert.

S-Vergleich, ein Wort, das Amerikanerinnen rot werden lässt

  • Vergleich deutscher und US-Zahlen, was die Conversion Rate (CR) betrifft: Deutschland hinkt hinterher
  • Im Vergleich ist die Elektronikbranche am schlechtesten (CR-Durchschnitt 1,9 %), gefolgt von Einrichtung (3,8 %), Mode (6,8 %), Medien (8,3 %) und den – wie ich finde – Knallern Genussmittel (22 %) und Gesundheit (30 %), dabei greifen Shops über 10 Mio. Umsatz dabei am meisten abgreifen.
  • Höherer Customer Lifecycle = höhere CR
  • Mehr/bessere Kundenbewertung = höhere CR

Claus Eulgem (DKV): “Auf den Kontext kommt es an” – am Beispiel der DKV

  • Selbst Kleingedrucktes kann Sicherheit geben, wenn der Kontext es erfordert (obwohl ansonsten Kleingedrucktes eher abschreckend wirkt, aber das Weglassen, bewirkte das Gegenteil von besserer Konversion)
  • Man muss die Realität der Nutzer berücksichtigen (in welchem Kontext sehen sie welche Informationen, welche Lebenssituation haben sie)

Patrick Schneider (namics): “Was konnte die alte Site nicht, was die neue kann?”

  • Meist übernimmt der “Autopilot” die Steuerung des Gehirns – ein Großteil aller Entscheidungen wir unbewusst getroffen
  • Die Reihenfolge des Konversionsprozesses muss am Nutzer und dessen Denkweise ausgerichtet werden (Beispielsweise “Liefertermin” erst nach dem Artikel festlegen)
  • Außerdem eine schöne Auslegung der 80/20-Regel mit wieviel Aufwand man an diese Thematiken herangehen sollte: “Es ist besser [Anm.: mit 20 % Aufwand] ungefähr richtig [Anm.: 80 % Ergebnis] als absolut falsch zu liegen”.

Thorsten Wilhelm/Elske Ludewig (usabilityblog und eResult): “Innovative Marktforschungstechniken im Zeitalter des Social Web”

Sie führen einige Vorteile eines Kundenblogs auf, hier am Beispiel von Frankonia, einem Unternehmen im Bereich Jagdsport-Waffen

  • direkter Kundenkontakt
  • Möglichkeit positives Feedback zu sammeln und …
  • … auf negatives zu reagieren: schnelle Fehlerbeseitigung
  • Austausch unter Teilnehmern des Kundenblogs (wichtig dabei natürlich die “Wiederkehrer”)

Der Vortrag hat mich etwas an mein Facebook-für-Online-Shops-Paper erinnert, in dem ich ein paar Tipps zum Umgang mit Kunden auf der Facebook-Plattform gebe. Wer möchte, kann dort natürlich auch noch einen Blick hineinwerfen.

Heike Häfele (aexea): “Texte, die verkaufen”

Heike Häfele will der Audienz zeigen, warum Texte so wichtig sind

  • “Wir wollen nicht, lassen uns aber manipulieren”
  • Unterschied Skimmen (“Überfliegen”), Scannen (teilweise Lesen) und Lesen (alles): häufigste Form im Internet ist Scannen – dafür muss der Text optimiert werden mit Ankerpunkten, Zwischenüberschriften, Übersichtlichkeit, einfacher Sprache
  • Der Faktor Inhalt ist bei der Bewertung einer Website aus Nutzersicht zu 57,6 % wichtig = erfolgsbringend. Design, Navigation, Technik etc. fallen in der Wichtigkeit dahinter zurück.
  • Wichtig ist, eine Copystrategie (USP, Benefit, Reason Why, Tonality) für die zuvor definierte Zielgruppe zu definieren
  • Wenn möglich, mit Berühmtheiten arbeiten
  • Bei hochpreisigen Produkten Sicherheit vermitteln

Kai Radanitsch (eBusinessLab): “Advanced Landing Page Tactics”

Hier stand ein Heatmap-Check für “Deutsche Post” auf dem Programm

  • Schick den Besucher nicht visuell kreuz und quer über die Website [Anm.: Wobei ich hier jedoch die pseudo-genaue Analyse mit dem Attention Wizard - siehe hier - infrage stelle. Ansonsten gebe ich ihm absolut recht]
  • “Katzen sollte man auch nicht gegen den Strich streicheln” (darauf kam dann wieder so ein Twitter-Buzz)
  • Headline verkauft Leadtext, Leadtext verkauft Produkt

Frank Reese (webtrekk): “The Perfect Dashboard”

Frank Reese fasste das perfekte Dashboard in etwa so zusammen: “Verdichtete Form von Auswertungen für potente Entscheider”

  • Dashboards sind in der Regel “Startseiten einer Web-Analytics-Lösung”
  • Dashboards können nicht effektiv genutzt werden, da die eigentlich für Analysen wichtigen Details nur auf den “dahinter” liegenden Spezialseiten zu sehen sind.
  • Konversionsoptimierung (CO) sollte Treiber für Dashboards sein (Stichwort: Konzentration auf wichtige, veränderbare Seiteninhalte)

Gabriel Beck (der conversiondoc.de – explido): “So entlarven Sie Konversionskiller”

  • “Man muss immer die komplette Strecke betrachten, nicht nur die Landingpage” (gemeint ist: vom Werbemittel, über Landingpage, Info/Produktdetails, Formular/Warenkorb bis zu Anfrage/Kauf) -> Wo brechen User ab?
  • Landingpage sind Erstkontakt des Users mit der Website, sie muss daher speziell optimiert werden
  • Webanalytics nutzen, weil kostenlos, Konversions-Killer können aufgedeckt werden, kann mit Testing und Marktforschung kombiniert werden, visualisiert die Zahlenflut
  • Basis-Aspekte für Landingpages: technische Aspekte (Geschwindigkeit, Auflösung, Fehler, Flash oder nicht, …) und Relevanz
  • Leistungsfaktoren: das konkrete Angebot, Usability, Design usw.
  • Killer: #1 “Alles auf die Startseite leiten”, #2 “Was will ich denn hier?” (Relevanz), 3# “Ich sehe was, was du nicht siehst!” (Thema Auflösung + Informationen above the fold setzen), #4 “Machen Sie sich bitte jetzt nackig!” (Formulare fragen zu viel und falsches ab)

Stefanie Rätz (Omikron Data Quality): “Die Optimale Shop-Suche”

  • Der Online-Handel wächst, die Anforderungen steigen, das Shopping-Verhalten ändert sich
  • Eine schlechte Suche auf der Site kostet Konversion
  • Drei Schritte: 1. Website besuchen, 2. Produkt wählen, 3. Kauf abschließen -> der mittlere Schritt muss weiter optimiert werden, denn jeder Besucher sucht etwas
    1. der “Jäger”: weiß, was er will, und geht, wenn er’s nicht findet -> Nutzer der Suchbox
    2. der “Sammler”: sucht im Shop und nutzt dabei die Navigation
    -> Suche + Navigation optimal gestalten
  • Fehlertolerante Suche implementieren (hier kam dann unter anderem das wunderschöne Beispiel vom Sabwufer) und die Suche komfortabel gestalten (zum Beispiel Größenvorschläge während der Eingabe liefern etc.)
  • Beeinflussungsmöglichkeiten der Suchergebnisse aus Shopsicht: Topseller nach oben, Sortierung nach Marge, Einscheintermin berücksichtigen (Beispiel: Die Mehrheit der Käufer möchte eher eine aktuelle CD einer Band kaufen als eine alte), Lagerräumung, Klickverhalten
  • “Lernen Sie aus dem Suchverhalten der Besucher”, zum Beispiel bei Vertippern
  • Das Potenzial der Suche nicht unterschätzen

Gruppe Nymphenburg: “Limbic Branding: Online-Kommunikation aus Sicht des Neuromarketing”

Sicherlich einer der spannendsten Vorträge des Tages. Schon alleine, weil er detailreiche Insights in das eigene Denke vermittelte.

  • Das Entscheidungsverhalten von Menschen ist steuerbar (unter anderem durch subliminale Botschaften o. ä.)
  • Irrationale Entscheidungen lassen sich bis zu einem gewissen Grad vorhersagen
  • Altes Denken: Vernunft entscheidet
    neues Denken: Emotionen entscheiden, Entscheidungen werden zu 70-80 % unbewusst gefällt, nur 5 % bewusst, denn “wenn wir denken, sind wir langsam”
  • Die Beschreibungskriterien der Zielgruppe sind wichtig (“Vergessen Sie 50+. Das ist nicht ausreichend.”). Dabei deutete er aber deutlich an, dass die Zeiten der rein demographischen Segmentierung vorbei sind.
  • Internet bedeutet aus limbischer Sicht: Autonomie, Edutainment, Effizienz, Erleichterung, Kontrolle, …

Die Viererkette der vierten Session

Matthias Henrici (Web Art AG): “Konversion passiert im Kopf des Kunden”

Und noch ein Top-Vortrag, der sich mit dem beschäftigt, was im Kopf in uns vorgeht. Exzellent präsentiert von Matthias Henrici.

Matthias Henrici erklärt, warum er unbedingt einen BMW braucht

  • “Silver Surfer sind die gefährlichste Zielgruppe, weil sie viel Zeit haben, Websitebetreiber fertig zu machen” ;-)
  • Der eigentliche Wert eines Guts kann durch Verpackung oder eine Geschichte erhöht werden -> man solle also bessere Verpackungen schaffen und Fotos der Umverpackung mit zeigen
  • “Nichts ist rational” (damit zahlte er nochmal auf den Beitrag der Gruppe Nymphenburg ein
  • Marketing-Denke 2000: Zielgruppe definieren > Creative Brief > Pitch > Kreation
  • Marketing-Denke 2010: Nutzer verstehen (Neuromarketing) > Wirkung analysieren (Konsumpsychologie) > ROI messen (Spieltheorie) > lernen

Dr. Jan Herstell (frontlineshop): “Die Kraft der Emotionen”

Jan Herstell zeigte in verschiedenen Videos (übrigens, die einzigen Videos, die überhaupt funktionierten während der Veranstaltung :-) ) sehr anschaulich, warum die Ansprache der Zielgruppe in der heutigen Zeit so unterschiedlich sein muss. Jeder ist anders. Darum ist es seiner Meinung nach am wichtigsten, statt sich auf Produktaussagen zu stürzen, eher der Usability zu widmen.

[Anm. vom 09.09.: Hier muss ich nochmal nachbessern, nachdem mich Jan Herstell darauf aufmerksam gemacht hat: "Ich denke, da ist etwas unklar angekommen. Ich meine natürlich nicht, sich nur auf klassische Usability zu fokussieren. Das ist die Basis. Wichtig ist die emotionale Aufladung... Über Usability hinaus denken und im Sinne des Conversion Design oder User Centered Design den User mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellen. Konkrete Produktaussagen sind in dem Zshg. ggf. von großer Bedeutung." - Danke an Jan Herstell für den Hinweis.]

John Ekman (conversionista): “E-Mail-Conversion – Adding a new Dimension to CRO”

Die Präsentation von John Ekman war wirklich sehr kurzweilig, sehr ironisch und sehr interessant. Wie er die Fehler präsentierte, die beim E-Mail-Marketing gemacht werden, verdient schon Anerkennung. Es war so interessant, dass ich mir kaum Notizen machen konnte. Hier nur ein paar Stichworte:

  • Schlechte Nutzung der ersten E-Mail, um die Marke zu stärken oder Vertrauen aufzubauen.
  • Schlechte, nichtssagende, austauschbare Betreffzeilen
  • Newsletter sollten das Wort ”News” oder “Neueigkeiten” oder ein anderes Wort beinhalten, dass eben darauf hindeutet
  • Die Vorschau einer E-Mail wird in Ihrer Wichtigkeit unterschätzt
  • Es werden keinen klaren Konversionsziele für jede einzelne E-Mail definiert.
  • Die Aussagen aus der E-Mail finden sich nicht auf der Landingpage wieder

John Ekman bei seinem Vortrag

 

Leider, leider haben wir dann wie erwähnt die übrigen Beiträge von Manuel Ressel (konversionsKRAFT), Jos Meijerhof (Google) und James Kalbach (lexisnexis) nicht mehr sehen können. Dem Vernehmen nach waren aber auch diese es absolut wert, gehört zu werden.

Was außerdem für den gesamten Tag noch erwähnenswert ist, ist die Twitter-Performance der Anwesenden. Minütlich kamen mehrere Tweets, die die Außenwelt teilhaben ließ und so sicherlich den Appetit auf die (dann auch zweitätigige) Veranstaltung erhöht. Lustig und extrem professionell auch, dass Andre Morys und sein Team auf viele Tweets direkt reagierten. So wurde zum Beispiel das Fehlen eines “Mikrofongirls” umgehend behoben, nachdem irgendjemand das bemängelte. Respekt.

Die Twitter-Performance im Bild

Twitter-Buzz während der Veranstaltung

Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten, abschließend hier noch einige Links für die an den Vorträgen interessierten:

Alle offiziellen Infos zur Veranstaltung inkl. Bildern und den veröffentlichten Vorträgen gibt es auch auf der offiziellen Fanpage des Conversion Camp 2010 bei Facebook:
http://www.facebook.com/pages/ConversionCamp/100931223290083?v=wall

Außerdem interessant:
Website Optimizer Calculator: http://bit.ly/gwocalc
Tweeds zur Veranstaltung: Suche nach “#cc10” oder “#cc2010

Wer hat noch Links zu Präsentationen, die ich nicht aufgeführt habe? Bitte einfach einen Kommentar hinterlassen!

Jetzt dürfen wir aber gespannt sein, wie sich die Conversion-Konferenz im Oktober in Hamburg dagegen schlagen wird. Ich werde dort sein und bin jetzt schon sehr gespannt.

Kategorie: SEM | 6 Kommentare »

suchradar-Preview zum Schwerpunktthema “Linkaufbau” – hilfreiche Ressourcen

Dienstag 24. August 2010 von Maik

Es sind bald wieder 2 Monate um – es heißt also im Laufe der kommenden Woche wieder “Das suchradar hat eine neue Ausgabe”. Das Schwerpunktthema der Ausgabe 25 wird “Linkaufbau” sein, zu dem es insgesamt 5 Artikel geben wird, davon 4 von Markus, dem viel daran lag, mal etwas mehr zu diesem in den Medien oft vernachlässigten Thema zu schreiben. Unter anderem stellen wir dazu auch verschiedene Quellen vor, die für Linkaufbau-Interessierte sehr informativ sind (mein Beitrag).

Aber auch die anderen Themen im suchradar können sich sehen lassen: Neues aus der AdWords-Werkstatt von Martin Röttgerding, der auch zusätzlich eine neue Rubrik (die AdWords-Trickkiste – klingt vielversprechend) UND SEO in Action einbringt; HTML 5 und der Relevanz für SEO hat sich Markus angenommen. Ach ja, auch ein Artikel zu LinkedIn (quasi als Nachtrag zur Ausgabe 24 – Social Media) ist von ihm. Manchmal stehe ich vor einem Rätsel, wie der Chef das alles vor die Reihe bekommt. :-)

Natürlich gibt es auch wieder einen Beitrag von Martin Schirmbacher zum Thema Recht. Und auch die Einsteiger kommen nicht zu kurz: Ich erkläre die wesentlichen Dinge der Google Webmaster Tools für alle, die sie noch nicht nutzen und habe mich auch intensiv mit “Facebook für Online-Shops” auseinandergesetzt und einige Tipps parat.

Hier jetzt aber schon einmal mein bescheidener Beitrag zum Schwerpunktthema “Linkaufbau”:

Hilfreiche Ressourcen und Informationsquellen

Linkaufbau als wichtige Säule der unternehmerischen Tätigkeit im Internet ist ein umfassendes und weitreichendes Gebiet. Daher sollte jeder, der Linkaufbau ernsthaft betreibt, nicht nur einer Quelle vertrauen, sondern sich stets bei mehreren informieren, um am Puls der Zeit zu bleiben. Wir haben daher einige Empfehlungen für Sie, auf welchen Portalen, Blogs oder Foren weitere Profis zu finden sind, von denen Sie noch etwas lernen können. Dabei konzentrieren wir uns im Wesentlichen auf solche Websites, die entweder eine Rubrik für den Linkaufbau oder sich vollständig diesem Thema verschrieben haben.

Erkenntnisgewinn

Wichtig zu wissen: Es gibt kaum deutschsprachige Seiten, die sich konzentriert zu diesem Themengebiet äußern. In unserem Land scheint es mehr Generalisten zu geben, die sich um die Gesamtthematik SEO und SEM mit daran angegliederten Bereichen wie Linkaufbau kümmern. Das heißt natürlich nicht, dass es in Deutschland keine guten Linkbuilder gibt, nur veröffentlichen diese nicht so konzentriert zu diesem Thema.

Was man auch beobachten kann: Viele der renommierten Linkaufbau-Autoritäten fahren mehrgleisig. Als Beispiel sei hier Eric Ward genannt, der nicht nur seinen eigenen Blog führt, sondern gleichzeitig auch auf Plattformen wie “Search Engine Watch” oder “Search Engine Land” veröffentlicht. Wir haben uns im Zweifel dafür entschieden, das Portal aufzuführen, da dort in aller Regel auch andere Autoritäten schreiben und die Qualität der Beitrage entsprechend ist.

Unsere Empfehlung für alle Leser: Wenn Sie sich umfassend mit dem Thema Linkaufbau auseinandersetzen wollen oder müssen, schauen Sie sich zunächst die Portale an. Wenn Sie dann später einen Überblick haben, folgen Sie den für Sie wichtigen Persönlichkeiten, entweder über deren Blogs oder bei Twitter, wo die meisten einen Account haben. Bei denen bekommt man dann häufig auch einen persönlicheren Einblick in Dinge außerhalb des Computers.

Wer sich im Übrigen einmal anschauen will, was vieles Profis zum Thema Linkaufbau empfehlen, der sollte sich das große Interview auf http://outspokenmedia.com/seo/link-building-interview/ (mit vielen Interviewpartnern) oder die Seite http://searchengineland.com/21-link-builders-share-advanced-link-building-queries-29848 anschauen, auf der zahlreiche Tipps zum Suchen von Linkquellen gegeben werden. Beide Quellen sind sehr umfangreich und sehr aufschlussreich.

Wissen pur: Portal-Empfehlungen

Wer sich umfassend und von Experten informieren möchte, dem seien zunächst die großen Portale ans Herz gelegt. Folgende können wir Ihnen empfehlen:

Mitreden können: Forum-Empfehlungen

Neben den Portalen gibt es natürlich auch noch viele Foren, in denen über Linkaufbau gesprochen wird. Hier besteht für jeden die Möglichkeit, eine Diskussion zu starten oder sich daran zu beteiligen. Voraussetzung ist in der Regel nur eine Registrierung.

Da es hier ständig wechselnde Themen und unterschiedliche Beteiligungen gibt, listen wir sie der Einfachheit halber nur auf.

Fazit

Um schnell Linkbuilding-Wissen aufzubauen sind Portale rund um das Thema die richtige Wahl. Wer sich dann noch spezieller informieren möchte, dem seien die einzelnen Autoren und ihre Blogs, Twitter-Accounts etc. zu empfehlen.

Kategorie: Linkbuilding, Sonstiges | 2 Kommentare »

Google Produktsuche: Review-Plattformen für Online-Shops

Montag 31. Mai 2010 von Maik

Für Unternehmen mit Online-Shops ist es nicht nur wichtig, einfach “Produkte zu verkaufen”, sondern auch ein entsprechend gutes Image zu pflegen, um Kaufanreiz im Shop zu fördern. Und speziell in Zeiten der Google Produktsuche (Shopping), Rich Snippets und dem lokalen Aspekt bei Google Maps wird es letztlich immer wichtiger, das im Internet eine (eben möglichst positive) Meinung zu dem Shop herrscht. Zur Meinungsbildung gibt es mittlerweile verschiedene Portale, die es Kunden, zum Beispiel nach dem Kauf, ermöglichen, gelistete Shops zu bewerten bzw. sich dort aufgeführte Bewertungen anzuschauen.

Mit den Produktergebnissen bei Google werden auch Bewertungen des Shops mit eingeblendet.

Auf einige dieser Portale greift auch die Google Produktsuche zurück, um die Bewertung einzelner Shops in der Produktsuche vorzunehmen (siehe Abbildung 1). Und da die Anzahl und Qualität der Bewertungen auch in anderen Google Suchdiensten durchaus Einfluss auf die Platzierung in den Suchergebnissen haben, wollten wir wissen, welche externen Plattformen für die Bewertung von Shops innerhalb des Google Angebotes herangezogen werden – denn bei der Suchmaschine selbst sind aktuell (noch) keine Bewertungen möglich. Die Suche nach den Bewertungsplattformen hat dabei eines unserer hierfür entwickelten Tools übernommen.

Die Bewertungsplattformen sind im Folgenden aufgelistet. Wir haben dabei unterschieden in kostenlose und kostenpflichtige sowie reine Preissuchmaschinen, die keine Möglichkeit bieten, den eigentlichen Shop zu bewerten.

Kostenlose Möglichkeiten

Wenn ich einen Online-Shop besitze, bin ich natürlich zunächst daran interessiert, mich kostenlos bewerten zu lassen. Vor allem, wenn Google bei der Shop-Bewertung eben auch auf diese kostenlos nutzbaren Portale zurückgreift.
Folgende Portale bieten die Möglichkeit, sich kostenlos als Shop eintragen und bewerten zu lassen:

Die Voraussetzungen zur Teilnahme sind oft erfreulich harmlos. Bei shopvote.de beispielsweise gelten u. a. folgende Bedingungen:

  • Der Bewerber muss selbst Inhaber der Webseite sein.
  • Die Webseite muss dem Kunden die Möglichkeit geben, auf dieser etwas kaufen zu können. Webseiten, die nur auf Shops Dritter verlinken sind ausgeschlossen.
  • Auf der Webseite müssen mindestens ein Impressum und AGB für den Kunden vorhanden sein.

Für vernünftige Shops kein Problem.

Auch bei Cheap Charlie liegt die Messlatte nicht besonders hoch. Der Shop-Betreiber muss als Merchant bei einem der deutschen Affiliate-Netzwerke aktiv sein. Auch machbar, aber längst nicht jeder Shop möchte das.

Wie geht denn das? Das Beispiel 11880.com

Am Beispiel von 11880.com sieht man auch, wie einfach eine Anmeldung teilweise möglich ist. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Einen bereits vorhandenen Eintrag für sich beanspruchen (“claimen”)
  2. Einen neuen Eintrag anlegen

Dabei ist es natürlich wie so oft: Nicht den zweiten vor dem ersten Schritt tun.
Einen bereits vorhandenen Eintrag kann man schnell bearbeiten. Über die Suchfunktion der Seite kann man schnell herausfinden, ob der eigene Shop im Verzeichnis aufgeführt ist. Ist er gefunden, kann man mit einem Klick auf “Ihre Firma?”(siehe Abbildung 2) und dem nachfolgenden Dialog die eigenen Daten schnell eingeben. Nach der Eingabe aller benötigten Informationen wird man noch darauf hingewiesen, dass in den nächsten Tagen ein Anruf von 11880 erfolgt, um die Daten zu verifizieren. Danach ist man innerhalb von ca. 8 Tagen mit aktualisierten Daten im Netz.

Abbildung 2 Bei 11880.com lässt sich ein bereits vorhandener Eintrag schnell claimen

Auch ein neuer und kostenloser Basiseintrag bei 11880 ist schnell gemacht. Nach Klick auf das Feld “Ihre Firma eintragen” (siehe Abbildung 3)Abbildun 3: Schnell die eigene Firma eintragen kann ein Shopbesitzer wie bei einem bestehenden Eintrag die Daten editieren. In den darauffolgenden Tagen erfolgt der obligatorische Anruf eines Mitarbeiters des Portals und danach die Freischaltung. Alles innerhalb von ca. 1 Woche, wie es auf der Website heißt.

Im Anschluss muss man seine Kunden “nur” noch auf die Bewertungsseite im Netz aufmerksam machen. So etwas lässt sich etwa über einen Grafik-Button, einen Hinweis im E-Mail-Newsletter oder viele andere Möglichkeiten verwirklichen.

Wie geht denn das (Teil 2)? Das Beispiel Trusted Shops

Als zweites Beispiel lässt sich hier auch das Trusted-Shop-System erklären. Dort muss sich der Shopbetreiber in der – für ein Jahr – kostenlosen Variante zwar mit weniger Features als die zahlende Kundschaft zufriedengeben, Bewertungen durch Kunden können aber trotzdem vorgenommen werden. Und darauf kommt’s an.

Die Anmeldung ist auch hier mit wenigen Eingaben gemacht. Nach der Eingabe bekommt man das bekannte Widget (siehe Abbildung 4)Abbildung 4: Das bekannte Trusted-Shops-Widget, das auf der Shopseite integriert werden muss und Kundenbewertungen anzeigt. Dann kann’s los gehen.

Kostenpflichtige Angebote und Preissuchmaschinen

Es gibt auch viele kostenpflichtige Dienste (vor allem Preissuchmaschinen), deren Bewertungen Google ebenfalls übernimmt. Die allermeisten arbeiten dabei auf Basis des Cost per Click (CPC).

Folgende kostenpflichtige Portale zieht Google für die Shopbewertung in Betracht.

Zu den einzelnen Preismodellen der Portale muss sich der Shop-Betreiber auf der jeweiligen Website informieren. Oft ist es dabei leider so, dass wenige greifbare Informationen zu holen sind. Die Anbieter lehnen sich hier selten aus dem Fenster, sondern wollen “individuelle Angebote” an den Mann bringen.

Unsere Empfehlung

Wer als Online-Shop bisher noch keine oder zu wenige Bewertungen hat, sollte sich die oben genannten Möglichkeiten – speziell die kostenlosen – einmal genauer anschauen und dafür sorgen, dass Kunden hier Bewertungen abgeben können. Dabei kann man sich der Einfachheit halber auf nur einen Bewertungsdienst stürzen. Schöner und in den Augen der größten Suchmaschine auch “organischer” ist es aber sicherlich, wenn sich ein Shop auf verschiedenen Bewertungsplattformen wiederfindet. Speziell wenn die Anzahl der Bewertungen zunimmt.

Unsere Empfehlung ist, sich auf jeden Fall eine der oben genannten Möglichkeiten zu sichern, um in den Google Shopping-Bewertungen berücksichtigt zu werden. Denn das ist nicht nur optisch hübscher, sondern kann sich auch auf das Ranking auswirken. Welcher Möglichkeit man sich anschließt, ist Frage der eigenen Vorlieben und natürlich auch des Geldbeutels. Die kostenlosen müssen dabei nicht schlechter sein als die kostenpflichtigen.

Kategorie: SEO | 8 Kommentare »