Neues Logo-Markup für Unternehmen

Freitag 17. Mai 2013 von Markus

Google hat in seinem Blog vorgestellt , dass es nun ein neues Markup gibt, mit dem man eine Website mit einem Logo verbinden kann:

<div itemscope itemtype=”http://schema.org/Organization”>
<a itemprop=”url” href=”http://www.example.com/”>Startseite</a>
<img itemprop=”logo” src=”http://www.example.com/logo.png” />
</div>

Was das soll? Das ist mir auch noch ein wenig schleierhaft, aber Google sieht vor allem diesen Einsatzzweck:

Diese Art von Markup ist ein guter Hinweis für unsere Algorithmen, dass dieses Bild bevorzugt verwendet werden soll, wenn zum Beispiel der Knowledge Graph auf der rechten Seite bei einer Suchanfrage eines Nutzers erscheint.

Auch wenn das alles noch sehr spekulativ ist, könnte es eben dafür sorgen, dass dieses Logo dann beim Knowledge Graph angezeigt wird, was für einige wenige Unternehmen doch interessant sein könnte – so wie hier:

Bild

Vielleicht würde dann bei der Messe Nürnberg (die ja eigentlich NürnbergMesse heißt) nicht das recht düstere Leute-im-Schatten-Foto erscheinen – sondern eben das Logo.

Also: Wer das mit wenig Aufwand implementieren kann, sollte das machen.

Übrigens: Das Rich Snippets Testing Tool von Google kann das Markup zwar validieren, zeigt aber dann nicht das Logo an, so dass man nicht weiß, ob Google wirklich was damit machen wird.

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Neue Feed-Spezifikationen für Google Shopping

Donnerstag 16. Mai 2013 von Martin

Google hat kürzlich neue Spezifikationen für Produktfeeds angekündigt. Nicht jeder Händler muss deshalb aktiv werden, aber es lohnt sich, die Änderungen durchzugehen und zu prüfen, ob man davon betroffen ist bzw. ob man davon profitieren kann.

Ausschnitt Attributsanforderungen
Auch die Übersicht der Attributsanforderungen wurde aktualisiert

Im Folgenden gehe ich die Änderungen durch. Die genauen Spezifikationen habe ich immer über das jeweilige Attribut verlinkt.

Hochauflösende Bilder

Ganz generell empfiehlt Google nun höher aufgelöste Produktbilder mit mindestens 800×800 Pixeln; akzeptiert werden Bilddateien bis 4 MB. Ich denke, in der Praxis wird das erst mal noch keinen Unterschied machen, da Bilder momentan noch deutlich kleiner angezeigt werden. Das größte mir bekannte Beispiel sind Produktbilder im Format 400×400 auf hochauflösenden Tablets.

Produktkennzeichnungen

Als relevanter für die Praxis scheint mir das neue Attribut Kennzeichnung existiert bzw identifier_exists. Hier kann man mit dem Wert false angeben, dass es für ein Produkt eben keine eindeutige Kennzeichnung gibt.

Für die meisten Produkte müssen Händler eine EAN, MPN oder Marke angeben, oftmals sind zwei dieser drei Angaben gefordert. Das stellt Händler hin und wieder vor Probleme, wenn Produkte keine EAN und MPN aufweisen – etwa, weil sie selbst hergestellt sind. Ganz konkret nennt Google hier vom Händler selbst gebündelte Produkte. Wer beispielsweise Laufschuhe und Laufsocken zusammen anbietet, kann die Kombination nun als Produkt ohne existierende Kennzeichnung einstellen.

Spannend finde ich nun die Frage, inwiefern man sich mit diesem Attribut auch bei fehlenden Daten helfen kann. Es kommt ja oft genug vor, dass große Datenbestände unvollständig sind. Was wohl passiert, wenn Händler bei unvollständigen Daten einfach angeben, dass es gar keine Kennzeichnung gibt? Google hat sich dazu nicht geäußert, aber von Experimenten dieser Art kann ich generell nur abraten.

Multipacks

Wenn Händler mehrere Exemplare des gleichen Artikels im Paket anbieten, dann bezeichnet Google dies als Multipack, wofür spezielle Regeln gelten. So muss das Attribut Multipack verwendet werden, um die Anzahl der Produkte darin anzugeben. Ansonsten ist zu beachten, dass sich das Produktbild sowie die Angaben zu Kennzeichnungen auf den enthaltenen Einzelartikel beziehen müssen.

Wichtig ist, dass diese Regeln nur für vom Händler selbst definierte Multipacks gelten. Multipacks vom Hersteller werden wie jedes andere Produkt behandelt.

Grundpreise

Speziell für die EU und wohl Deutschland ermöglicht Google nun die Angabe von Grundpreisen. So muss in Deutschland nach der Grundpreisverordnung bei bestimmten Waren neben dem Endpreis auch ein Preis pro Mengeneinheit angegeben werden – etwa, wie viel der Liter Wasser im 12L-Kasten kostet. Bisher hat Google diese Verordnung schlicht ignoriert, was die ein oder andere Abmahnung zwischen Wettbewerbern zur Folge hatte.

Um von der Angabe Gebrauch zu machen müssen Werbetreibende zwei Attribute liefern. Das Grundpreis Maß gibt an, welche Menge der Artikel enthält, zum Beispiel “250 g”. Das Grundpreis Einheitsmaß legt anschließend die Basis fest, für die der Grundpreis angegeben werden soll, zum Beispiel “100 g”. Google behält sich vor, später eine andere Basis anzuzeigen (z. B. 1 kg).

Händler, die von der Grundpreisverordnung betroffen sind, haben derartige Angaben bereits auf ihren Websites, so dass die Beschaffung der Daten kein Problem sein sollte. Hier ist dann auch dringend dazu zu raten, diese Daten in den Feed zu übernehmen. Google selbst empfiehlt dieses Attribut, sofern es verwendbar ist – eine Pflichtangabe ist es seitens Google also nicht.

Energieeffizienzsiegel

Ebenfalls möglich ist nun die Angabe der Energieeffizienzklasse. Hierfür gibt es nur die ganz konkreten Werte von G bis A, A+, A++ und A+++. Auch dieses Attribut empfiehlt Google, sofern es anwendbar ist, allerdings nur, wenn es lokale Bestimmungen erfordern.

Nicht jugendfreie Artikel

Mit dem Attribut Nicht jugendfrei bzw. adult können Händler nun einzelne Produkte kennzeichnen, ohne dass dafür der ganze Feed als nicht jugendfrei gelten muss. Google weist darauf hin, dass die Zielseiten jugendfreier Produkte natürlich ebenfalls komplett jugendfrei sein müssen. Maßgeblich für die Definition von jugendfrei sind dabei Googles Richtlinien.

Klarstellungen

Neben den neuen Attributen hat Google auch die Spezifikation von zwei bestehenden Attributen klarer gefasst. So nennt Google nun genauere Anforderungen für die Beschreibung eines Produktes. Diese soll zwischen 500 und 1000 Zeichen liegen (maximal 10.000 Zeichen) und die wichtigsten Eigenschaften des Produkts hervorheben. Google nennt außerdem einige Dinge, die nicht vorkommen sollten, was im Wesentlichen darauf hinausläuft, dass sich die Beschreibung nur auf das Produkt selbst, nicht aber auf den Shop oder andere Produkte beziehen soll.

Konkretisiert wurde außerdem das Attribut Farbe. Dieses soll in Zukunft nur noch die Hauptfarbe und ggf. bis zu zwei Nebenfarben des Produkts enthalten, welche mit Schrägstrichen getrennt werden (Hauptfarbe/Nebenfarbe/Nebenfarbe, also z. B. Rot/Gelb/Grün). Für bestimmte Artikel, bei denen Oberfläche oder Material gleichbedeutend mit der Farbe ist (z. B. Mahagoni, rostfreier Stahl), darf diese Angabe im Attribut Farbe gemacht werden.

Bei den Werten nimmt Google nur noch richtige Farben an, also keine Farbwerte wie #000fff, “W” oder “siehe Bild”. Auch zusammengesetzte Werte wie “RotRosaBlau” will Google nicht mehr sehen. Ich denke, Händler sind hier gut beraten, bei der Benennung nicht zu exotisch zu werden, damit Google die Farben noch erkennen und zuordnen kann.

Weggefallene Attribute

Einige Attribute werden nicht länger unterstützt. Betroffen sind Menge, Merkmal, Hersteller, Genre, Sonderposten, Jahr, Autor und Ausgabe.

Terminliches

Die neuen Spezifikationen gelten ab dem 15. Juli, so dass Händlern noch zwei Monate Zeit für eventuelle Umbauten an ihren Feeds bleiben. Konten, die von der Pflicht zur eindeutigen Kennzeichnung ausgenommen sind, haben hierzulande sogar bis zum 16. Septemter Zeit, das Attribut Kennzeichnung existiert einzubauen.

Fazit

Die meisten Händler dürften nach der Überprüfung ihrer Feeds feststellen, dass keine Änderungen notwendig sind. Für einige bieten sich neue Chancen, insbesondere im Hinblick auf die gestiegene Rechtssicherheit im Zusammenhang mit Grundpreisen und Effizienzsiegeln sowie die Möglichkeit, gefahrlos einzelne, nicht jugendfreie Produkte zu bewerben.

Aufwändige Umbauten sollten die neuen Richtlinien eigentlich nirgends erfordern. Die hochauflösenderen Bilder mag nicht jeder Händler zur Hand haben, aber solange Google das als Empfehlung formuliert sehe ich hier kein Problem. Insofern kann ich die neuen Spezifikationen nur begrüßen: Neue Möglichkeiten, wenig Aufwand, viel Zeit zur Umsetzung.

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Matt Cutts guckt in die Zukunft: 10 SEO-relevante Updates in den nächsten Monaten

Mittwoch 15. Mai 2013 von Markus

Matt Cutts hat in einem neuen Blog-Beitrag einen Ausblick auf die nächsten Monate geboten:

In aller Kürze redet Matt dabei über das folgende (siehe auch Zusammenfassung von Search Engine Land):

  1. Penguin Update 2.0 (bessere und tiefere Link-Analyse)
  2. Advertorial Spam (insgesamt stärkere Kampf gegen bezahlte Links aus redaktionellen Umgebungen)
  3. Spammy Queries (Google will sich vermehrt um die Suchergebnisse von umkämpften Suchbegriffen kümmern – genannt werden die Bereiche Finanzen und Sex/Porn)
  4. Going Upstream at Link Spammerrs (bessere Abwertung von gekauften Links; hier fehlt mir die Abgrenzung zu Punkt 1)
  5. More Sophisticated Link Analysis (dito)
  6. Hacked Sites (bessere Kommunikation mit Website-Betreibern, die Opfer von gehackten Sites und/oder Malware sind)
  7. Authority Boost (besseres Ranking für Websites, die innerhalb einer Thematik/Branche als Autorität gelten)
  8. Panda Update (Google will zusätzliche Signale bei Websites heranziehen, die durch Panda negativ bewertet werden, die aber eigentlich ein Grenzfall sind)
  9. Domain Clusters In SERPs (Suchergebnisse sollen zum Teil nach Domains geclustert werden)
  10. Improved Webmaster Communication (bessere Kommunikation über die Google Webmaster Tools)

Matt Cutts verweist natürlich gerne darauf, dass das Update den “normalen” Website-Betreiber gar nicht betreffen wird. Aber:

“if you’ve been hanging out on a lot of black-hat forums [...] then it might be more of an eventful summer for you”

Na dann…

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Das nächste Bloofusion-Webinar: Content Marketing Clinic

Montag 13. Mai 2013 von Markus

In unserer Reihe der SEO-/SEM-Webinare versuche ich am 31. Mai mal was neues. SEO-Clinics haben wir schon mal gemacht, aber noch nicht zum Thema Content Marketing.

Jeder kann bei der “Content Marketing Clinic” seine eigene Website einreichen. Wir suchen dann 3-5 heraus und zeigen anhand dieser Websites, wie man dafür gute Themen für Content findet, mit dem man dann auch Links erzeugen kann. Dabei geht es mir eben primär darum, Recherche-Werkzeuge für gute Inhalte zu zeigen und das auch direkt am Beispiel zu zeigen.

Also: Es haben sich schon viele Teilnehmer angemeldet, aber wir haben durchaus noch Luft nach oben. Einige gute Kandidaten für die Clinic sind auch schon dabei, aber auch da bin ich noch absolut flexibel. Meldet Euch also gerne noch schnell an!

Content Marketing Clinic
31. Mai
10-11 Uhr

Anmelde-Link auf www.bloofusion.de/infos/webinar/

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Google Analytics: Conversions in der Echtzeit-Auswertung

Freitag 10. Mai 2013 von Marvin

Das Google Analytics Team setzt den Fokus weiter auf die Echtzeit-Funktionen, denn schon wieder wurde die Echtzeit-Auswertung um ein neues Feature erweitert (http://analytics.blogspot.de/2013/05/see-your-conversions-in-real-time.html). So steht seit kurzem unter den Echtzeit-Berichten die Option “Conversions” zur Auswahl.

analytics-conversions

Wählt man diesen neuen Menüpunkt an (der sich laut Markierung übrigens noch in der Beta befindet), gelangt man zu einer ziemlich simpel strukturierten Übersicht, wie man sie auch schon von anderen Berichten aus Google Analytics gewohnt ist.

conversions

Auf der linken Seite findet man die sogenannten “Zieltreffer” der letzten 30 Minuten, auf der rechten Seite die Zieltreffer der letzten 60 Sekunden. Unterhalb der grafischen Darstellung finden sich die für das Projekt definierten Ziele und deren Zieltreffer für die letzten 30 Minuten in der tabellarischen Darstellung wieder.

Soweit so gut, doch so mancher Shop-Betreiber wird beim Anblick der grafischen Echtzeit-Auswertung ein wenig irritiert sein, denn die Daten aus dem E-Commerce-Tracking werden nicht angezeigt.

Es werden ausschließlich jene Conversions angezeigt, welche zuvor in der Verwaltung als URL-Ziel definiert worden sind. Ziele, die bei einem Event, einer bestimmten Besuchsdauer oder bei einer bestimmten Anzahl Seiten pro Besuch ausgelöst werden, finden derzeit ebenfalls keine Beachtung.

Schön, dass das Google Analytics Team weiter an den Funktionen der Echtzeit-Auswertung arbeitet – der Umfang der kürzlich veröffentlichten Conversion-Auswertung lässt jedoch noch etwas zu wünschen übrig. Da sich das Feature aber noch in der Beta befindet, kann man sicherlich darauf hoffen, dass auch an dieser Stelle noch die ein oder andere Feinjustierung vorgenommen wird.

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Bing Webmaster Tools sinnvoll erweitert: Geo-Targeting + Malware Reports

Donnerstag 2. Mai 2013 von Markus

Bing hat seine Webmaster Tools um zwei Funktionen erweitert, von denen zumindest eine einen Blick wert ist:

Geo-Targeting

Das ist mal wirklich cool. In den Google Webmaster Tools gibt es ja auch die Möglichkeit, eine geographische Ausrichtung einzustellen, aber bei Bing kann man das feiner und auch mit weniger Aufwand machen.

Und: Es scheint so zu sein, dass man auch Einstellungen für ccTLDs vornehmen kann, was bei Google eben nicht geht. Man kann also bei Google nicht einstellen, dass es auf einer .de-Domain einen /uk/-Unterordner gibt, der bitte so zu behandeln ist, als wäre er eben für UK. Bei Google geht das nur für generische Domains.

Auch cool: Man kann das Ganze auch für Verzeichnisse oder Seiten einrichten, die es (noch) nicht gibt. Ich habe das mal für ein fiktives Unterverzeichnis gemacht – ohne Beschwerden:

Bild

So kann man z. B. vor einem Relaunch oder einem Go-Live alles richtig einstellen, ohne dass es die Ordner oder Subdomains real schon gibt.

Malware

Bing hat anscheinend auch das Malware-Reporting überarbeitet, aber das kann ich zum Glück derzeit nicht austesten :) Es scheint aber so zu sein, dass hier nur der Stand der Google Webmaster Tools erreicht wurde.

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So war die SEMSEO 2013 in Hannover: Content für das Internet von morgen

Samstag 27. April 2013 von Andreas Schülke

Keine Sorge, dieses Recap wird bei weitem nicht so lang wie meine Zusammenfassung der SMX.

Konferenzsaal der SEMSEO 2013 in Hannover mit atmosphärischer, lilafarbener Beleuchtung

Eröffnet wurde der Konferenztag mit der Keynote von Dr. Nadine Höchstötter. Sie zeigte, wie die Analyse von Suchverhalten hilft die Absichten von Usern immer besser zu verstehen. Somit gelingt der Blick in die “Black Box”, also nachzuvollziehen, was zwischen Stimulus und Rekation im Kopf geschieht.

Darauf folgte eine lange Session zu lokalen Suchanfragen. Frank Fuchs von Valopex wies auf die zunehmende Bedeutung von Suchen mit lokalem Charakter hin. Wer bei entsprechenden Suchergebnissen in den lokalen, organischen Ergebnissen an einer prominenten Position erscheint, profitiere von erhöhter Aufmerksamkeit und Klickrate. Um dies zu erreichen, sei es für Suchmaschinen in erster Linie wichtig, viele deckungsgleiche Erwähnungen des Unternehmens im Netz zu finden (d.h. mit immer gleicher Adresse, Telefonnummer, usw.). Denn nur so erkennt die Suchmaschine, dass es sich um vertrauenswürdige Informationen handelt.

Auch sehr interessant war die Analogie von Google und Co. zu dem sogenannten Feynman Restaurant Problem. Um die maximale Zufriedenheit der Nutzer zu erreichen, präsentieren Suchmaschinen nicht immer nur die bisher besten Ergebnisse, sondern auch neue Kandidaten, die noch nicht probiert wurden. Das birgt zwar das Risiko, dass sich die empfundene Relevanz der Suchergebnisse für den Menschen in manchen Fällen verschlechtert. Die Alternative aber wäre, dass Ergebnisse sich nie weiter verbessern, sondern auf einem (guten aber nicht perfekten) Niveau stagnieren.

Frank Fuchs über lokale Suche und SEO, SEMSEO 2013 Hannover

In der Fragerunde im Anschluss fasste Frank Fuchs den Vortrag in drei Tipps für Unternehmen, die in der lokalen Suche punkten wollen, zusammen:
1. Einträge in Verzeichnissen erstellen, wenn immer möglich verifizieren. Nicht vergessen die Einträge zu pflegen und auf dem aktuellen Stand zu halten.
2. Die Kunden zum König machen und Inhalte über bestehende, zufriedene Kunden produzieren.
3. Mitarbeiter als Helden nach außen wirksam darstellen. Damit gibt man dem Unternehmen ein menschliches Gesicht und baut Barrieren zum Kunden ab.

Nach der Kaffeepause erzählte Uwe Tippmann (ABAKUS) einen Schwank über die Evolution der Suchmaschinen. Von Meta-Tags bis hin zu strukturierten Daten und Mark-ups habe es immer einen Deal zwischen Suchmaschinen und Webmastern gegeben. Im Gegenzug für maschinenlesbare Daten erhalten Website-Betreiber schönere Ergebnisse und somit mehr Aufmerksamkeit und Klicks. Hier vertrauen Suchmaschinen den gelieferten Informationen aber nur bedingt, weil Menschen immer Fehler machen oder manipulieren. Daher wurden Mechanismen wie Page-Segmentation und Textanalyse entwickelt und Nutzersignale erhalten mehr Gewicht, damit die Relevanz der Suchergebnisse garantiert wird.

Die zwei SEO-Experten Uwe Tippmann und Markus Hövener im Gespräch auf der SEMSEO 2013 in Hannover

Als nächstes betrat Markus Hövener (Bloofusion) die Bühne und präsentierte Inhalte, die nachhaltige Online-Shops brauchen. Zu allererst zeigte Markus, dass es zwei grundlegend unterschiedliche Arten von Content gibt. Zum einen Texte wie Produkt- und Rubrikenbeschreibungen, die nötig sind für Rankings. Zum anderen Content, der Verlinkungen erzielen soll. Es wurde betont, dass guter Content allein nicht ausreicht um Links zu erhalten. Es muss auch immer dafür getrommelt werden.

Im Laufe der Präsentation wurden sieben verschiedene Orte einer eCommerce-Website aufgezeigt und mit welchen Inhalten diese gefüllt werden können:
1. Die Startseite
Einzigartiger Text mit den 3-4 Top-Suchbegriffen, der im direkt sichtbaren Bereich angezeigt werden sollte. Weiterhin Links zu den wichtigsten Rubriken und Marken.
2. Rubrikenseiten
Möglichst jeweils eine thematisch passende Rubrik für alle generischen Suchbegriffe. Außerdem einen uniquen Beschreibungstext, bei Paginierung nur auf Seite 1.
3. Produktseiten
Beschreibungstext (natürlich unique). Produktname und Beschreibung sollten mit generischen Suchbegriffen angereichert werden und typische Suchmuster aufgreifen.
4. Produktbewertungen
Wichtig sind schriftliche Bewertungen, also nicht nur Sterne oder Punkte. Hier bietet es sich an, nach einem Kauf per E-Mail zur Bewertung zu ermutigen. Die Bewertungen sollten dann moderiert und auf der Produktseite angezeigt werden. Bei sehr vielen Bewertungen können z. B. die letzten 10 Bewertungen angezeigt werden.
5. Ratgeberseiten zu Rubriken oder Produkten
Zunächst sollte hier geklärt werden, was potenzielle Kunden wissen wollen. Dafür kann man Google Suggest nutzen oder über passende pre-purchase Suchanfragen nachdenken.
6. Blog / Magazin
Markus stellte hier nüchtern klar, dass Blogs keine automatischen Selbstläufer sind. Ein solcher Kanal kann nützlich sein, denn hier können Keywords abgedeckt werden, die man im Shop selbst nicht aufgreifen kann und mit exzellentem Content kann man Links erhalten, die ansonsten unerreichbar gewesen wären. Ein Problem sei aber häufig, dass mit der entkommerzialisierten Zone Links und Traffic generiert werden aber keine Umsätze.
7. Foren
Vorsicht SPAM! Fragen und Probleme müssen hier geklärt werden, sonst bleibt das Forum ein Brachland.

Beim anschließenden Vortrag von Nils Dreyer und Sebastian Brandt überraschte mich vor allem die Aussage, dass sie bei Textprovider bereits gute Erfahrungen mit Inhalten gemacht haben, die sich an WDF*IDF-Tools orientierten. Ansonsten war die Kernaussage, dass Marken zu Publikatoren werden sollten und auch entsprechende Prozesse für die Produktion von gutem Content brauchen.

Dr. Filip Grizelj (eviom) teilte sich die letzte Session mit Saša Ebach, der ein interessantes Fallbeispiel zeigte. Bei dem Online-Shop hatte die Sichtbarkeit in Suchmaschinen kurz vor dem Pinguin-Update abgenommen, die Konversionen aber dadurch zugenommen. Logisch, denn im Anschluss schickte Google qualifiziertere Besucher, die eher durch Longtail-Suchanfragen auf die Seite gelangten.

Außerdem zeigte Saša Ebach, dass man bei Ideen zum Linkaufbau sehr kreativ sein kann. Es sollte nur immer kritisch geprüft werden, dass Maßnahmen zu den Zielen der Gesamtstrategie und der angesprochenen Zielgruppe passen.

Den Schlusspunkt bildete eine spannende und lehrreiche SEO-Klinik mit Thomas Mindnich (ITam), Jens Faulsrath (takevalue), Jonas Weber (webhelps) und den Veranstaltern Alan Webb und Uwe Tippmann von ABAKUS.

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Bye-bye Instant Previews…

Freitag 26. April 2013 von Markus

Google hat leider vorgestern im Rahmen der Überarbeitung der Suchergebnisse auch die Instant Previews entfernt.

Zur Erinnerung: Man konnte sich dort immer eine Vorschau der Seite holen, was z. B. deswegen praktisch war, weil man so Kunden zeigen konnte, dass Google durchaus versteht, wo sich ein Text auf der Seite befindet:

Bild

Aber – wie Google im Produktforum schreibt – wurde das Feature wohl kaum benutzt:

Instant previews saw very low usage by our users, and we’ve decided to focus on streamlining the page to benefit more users.

Schade, schade.

Es gibt jetzt nur noch das Vorschau-Tool in den Google Webmaster Tools, mit dem man sich eine Vorschau – leider ohne die Hervorhebung von Suchanfragen – holen kann:

Bild

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Die neue Ausgabe 41 vom suchradar: Negative SEO, WDF*IDF-Tools, Analytics Alerts, …

Mittwoch 24. April 2013 von Markus

cover-apr-2013-150wUnd schon wieder sind zwei Monate ins Land gegangen. Es wird also Zeit für ein neues suchradar!

Auch wenn ich das Thema mittlerweile etwas abgegriffen finde, liegt unser Fokus auf “Negative SEO”. Da ist schon viel drüber geschrieben worden, aber ich denke, dass wir da nochmal einen anderen Blick anbieten können. Und auch sonst bieten wir hoffentlich wieder viele interessante Beiträge rund um SEO und SEM.

Es gibt auch dieses suchradar wieder als Kindle-Edition. Auch wenn die Download-Zahlen noch am unteren Rand der Erwartungen liegen, machen wir das gerne weiter. Allerdings befindet sich die aktuelle Ausgabe leider noch in der großen Amazon-Review-Schleife, sollte aber heute noch aus dieser entlassen werden und dann auch zum Download zur Verfügung stehen.

Worum geht’s in dieser Ausgabe? Hier die Themen:

Fokusthema “Negative SEO”:
> Der Fall Noblego: Linkaufbau mit unsauberen Mitteln
> Negative SEO: Strategien für Angriff und Verteidigung
> Negative SEO: Ein Blick aus der Rechtsecke

Außerdem:
> WDF*IDF-Tools im Test: Werkzeuge für die Textverbesserung
> Alerts in Google Analytics: Einfache Überwachung relevanter Kennzahlen
> Suche nach SEO-Agentur: Warum die Ersten nicht immer die Besten sind
> SEO in Action: Optimierung der Website www.neutrale-produkte.de (Teil 2)
> Googles Kampf gegen SEO-Spam: Neue Einblicke in den Spam-Filter
> Bezahlte Links: Wieso Produkttests problematisch sein können
> Relaunch ohne SEO-Probleme: Staging Server für Suchmaschinen blocken
> Beruf „Sozialvernetzer”: Interview mit Maximilian Ehlers (Telefónica)
> Aus der Trickkiste: Canonical-Tag für Nicht-HTML-Dokumente
> Urteile im Online-Recht: Impressum, Produktangebot, Registrierungspflichten
> YouTube für Einsteiger: Mit dem eigenen Kanal zu mehr Traffic
> Meine Meinung: Den (mobilen) Benutzer nicht vergessen

Jetzt kostenlos runterladen…

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Google Analytics Dashboards: Echtzeit-Widgets verfügbar

Donnerstag 18. April 2013 von Marvin

Seit Kurzem ist es offiziell (http://analytics.blogspot.de/2013/04/real-time-widgets-now-available-in.html):
In den Dashboards von Google Analytics können nun auch Echtzeit-Widgets angezeigt werden.

Geht man in die Dashboard-Konfiguration und möchte ein Widget hinzufügen, wird man sofort auf die vier neuen Echtzeit-Widgets aufmerksam. Es stehen die gewohnten Visualisierungsformen zur Auswahl, einzig das Kreisdiagramm und die Balken-Visualisierung wurden aus unbekannten Gründen außen vor gelassen:

analytics-echtzeit-widget

Bei den Standard-Widgets sind die Metriken frei wählbar. In der Konfiguration der Echtzeit-Widgets sind diese allerdings bereits vorgegeben, was wohl mit den (noch) eingeschränkten Echtzeit-Auswertungsmöglichkeiten zusammenhängt:

analytics-echtzeit-widget2

Folgende Metriken wurden den einzelnen Visualisierungsformen zugewiesen:

Zähler Verlauf Landkarte Tabelle
Aktive Besucher Seitenaufrufe Aktive Besucher Aktive Besucher

Um die Anzeige zu verfeinern, können im Konfigurationsprozess je nach Visualisierungsform noch zusätzliche Gruppierungen vorgenommen und Filter gesetzt werden. So lassen sich beispielsweise auch Besucher aus unterschiedlichen Quellen im Dashboard abbilden.

Beispiel

Wir möchten die Besucher aus Deutschland in Echtzeit nach Trafficquellen abbilden.
Die Konfiguration sieht in diesem Fall wie folgt aus:

analytics-echtzeit-widget3

Ergebnis:

Die Anzeige des Echtzeit-Widgets (links) neben dem Verlauf der letzten Woche im Standard-Widget (rechts):

analytics-echtzeit-widget4

 

Ein kleines Update, welches einen großen Mehrwert bei der Erstellung von Dashboards bieten kann. Dadurch, dass die Echtzeit-Widgets mit den Standard-Widgets problemlos kombinierbar sind, können nun alle wichtigen Daten in einem Dashboard gemeinsam abgebildet werden.

So können brandaktuelle Trends und Besucherströme schon im Dashboard angezeigt werden und ersparen – sofern keine Auffälligkeiten vorliegen – einen tieferen Blick in die Auswertungen.

Einziger Negativpunkt ist wohl, dass die Visualisierungsform des Kreisdiagramms nicht gegeben ist. Gerade für die Anzeige der Besucherquellen wäre das sicherlich eine recht gute und vermutlich übersichtlichere Option.

Man darf gespannt sein, wann die Echtzeit-Auswertung und damit auch die Echtzeit-Anzeige in den Dashboards weiter ausgebaut wird.

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