Schon vor einigen Monate habe ich hier im Blog das hreflang-Tag vorgestellt – und behauptet, dass sich das Tag im <head>-Bereich einer Seite befindet. Das stimmt nur bedingt, denn die hreflang-Informationen können an Google auch über zwei alternative Methoden übermittelt werden. Welche das sind, stelle ich in diesem Blog-Beitrag vor.

Alternative Möglichkeit #1: XML-Sitemap

Google hat in den letzten Jahren immer mehr Möglichkeiten definiert, wie man XML-Sitemaps nutzen kann, um zusätzliche Informationen abzubilden. So auch in diesem Fall: Über XML-Sitemaps können auch hreflang-Informationen an Google geliefert werden (siehe auch: https://support.google.com/webmasters/answer/2620865?hl=de).

<?xml version=“1.0″ encoding=“UTF-8″?>
<urlset xmlns=“http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9″
xmlns:xhtml=“http://www.w3.org/1999/xhtml“>
<url>
<loc>http://www.meinewebsite.com/seite/</loc>
<xhtml:link rel=“alternate“ hreflang=“de“
href=“http://www.meinewebsite.com/seite/“ />
<xhtml:link rel=“alternate“ hreflang=“en“
href=“http://www.meinewebsite.com/page/“ />
</url>

<url>
<loc>http://www.meinewebsite.com/page/</loc>
<xhtml:link rel=“alternate“ hreflang=“de“
href=“http://www.meinewebsite.com/seite/“ />
<xhtml:link rel=“alternate“ hreflang=“en“
href=“http://www.meinewebsite.com/page/“ />
</url>

</urlset>

Wenn es also zwei Seiten http://www.meinewebsite.com/seite/ (DE) und http://www.meinewebsite.com/page/ (EN) gibt, muss die XML-Sitemap Folgendes beinhalten:

  1. Jeweils einen Block der Form:
    <url><loc>URL der Seite</loc></url>
  2. In diesen Blöcken befinden sich jeweils die hreflang-Informationen aller Varianten (inkl. der Selbstreferenz)
    XML-Sitemaps können natürlich noch mehr Informationen beinhalten (z. B. „lastmod“, „changefreq“ und „priority“). Auf diese wurde im obigen Beispiel zugunsten der Übersichtlichkeit verzichtet.

 

Alternative Möglichkeit #2: HTTP-Header

Alternativ kann das hreflang-Tag aber auch im HTTP-Header ausgeliefert werden (siehe auch: https://support.google.com/webmasters/answer/189077?hl=de).

Wer das hreflang-Tag über den HTTP-Header ausliefern möchte, kann das in der folgenden Form tun:

Link: <URL1>; rel=“alternate“; hreflang=“Sprache 1″,<URL2>; rel=“alternate“; hreflang=“Sprache 2″

Also z. B.:

Link: <http://www.meinewebsite.com/seite/>; rel=“alternate“; hreflang=“de“,<http://www.meinewebsite.com/page/>; rel=“alternate“; hreflang=“en“

Die einzelnen hreflang-Tags werden also durch Kommata getrennt. Natürlich können dabei mehr als zwei hreflang-Tags ausgeliefert werden.

 

Sollte man das nutzen?

Beide Methoden sind dann interessant, wenn man diese Informationen – aus welchen Gründen auch immer – nicht in den HTML-Code einbauen kann, aber auf hreflang nicht verzichten möchte. Zu beiden Methoden kann man klar sagen: Sie funktionieren.

Aber: Fürs Debugging ist beides nicht optimal. So bietet der Screaming Frog SEO Spider ja ab Version 7 auch die Analyse von hreflang-Daten (weitere Tools finden sich in diesem Beitrag). Das funktioniert aber auch nur dann, wenn die Daten im HTML-Code direkt vorkommen. Und deswegen ist die Nutzung des „normalen Weges“ (im <head>-Bereich platzieren) deutlich besser.

 

Noch mehr Informationen?

Dieser Beitrag ist ein Kapitel aus meinem Kompakt-Ratgeber „International SEO: hreflang, Domain-Strategien, Tools + mehr„. Wie der Titel schon sagt, geht es in diesem Ratgeber darum, internationale Websites optimal auf die organische Suche auszurichten. Das Buch gibt es sowohl in gedruckter Form als auch für die gängen E-Reader. Jetzt kaufen…

 

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About Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (SEO - Die neuen Regeln), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.