Die Keynote von Rand Fishkin (Download: http://de.slideshare.net/randfish/fight-back-against-back) war sehr gut, um auf das Thema „Machine Learning“ einzustimmen. Für alle, die nicht vor Ort sind, folgen hier meine Notizen.

  • Kleiner Rückblick: SEO 2012 und 2014 waren nicht sehr unterschiedlich
  • In 2016 hat sich wahnsinnig viel geändert; alles Richtung „Machine Learning“
  • Früher (2008) wollte Google genau wissen, wie einzelne Ranking-Faktoren aussehen und gewichtet werden; mit Machine Learning geht das leider nicht mehr
  • 2013 hat Matt Cutts erstmalig öffentlich über Machine Learning gesprochen
  • Oktober 2015: RankBrain wurde erstmals von Google genannt
  • Wie funktioniert das in Bezug auf Rankings? Potenzielle Ranking-Faktoren festlegen, Trainingsdaten zusammenstellen (gute, schlechte Suchergebnisse), lernen lassen
  • Was macht eine gute Suchergebnisseite aus? Geringe Absprungraten, Nutzer bleiben lange auf Suchergebnissen, nur selten ändert jemand seine Suchanfrage, …
  • Deep Learning = man muss der Maschine keinen manuellen Input mehr liefern
  • „We’re talking about Algorithms that Build Algorithms“
  • Man steckt keine Ranking-Faktoren mehr rein; das System lernt das schon selber
  • Google: „We don’t fully understand RankBrain“
  • Google ist nicht allein: Facebook macht das, Twitter wird das machen, Instagram ist dran, …
  • Also: Engagement wird das wichtigste Qualitätskriterium, das Sichtbarkeit steuern wird
  • Jeder Besucher, der den Back-Button anklickt, tut uns damit weh

Fünf Taktiken:

  1. Verstehe den User Intent + bediene ihn optimal; Persona-Modelle greifen zu kurz; immer fragen: was muss ich dem anbieten, der etwas bestimmtes sucht? Immer auf Engagement hinarbeiten
  2. Seitentitel, Meta Description und URL nicht mehr unbedingt primär auf Suchbegriffe optimieren, sondern auf Enagement abzielen; zum Klicken anregen, z. B. Neugier bedienen; Branding ist unglaublich wichtig, um die CTR und damit auch die Position zu steigern
  3. Verhältnis Signal:Noise optimieren – in jedem Kanal; Panda fing damit: viel schlechter Content kann auch dem gutem Content schaden; ist bei Facebook auch so: ein guter Beitrag hilft dem nächsten Beitrag, Reichweite zu generieren (high signal, low Noise); deswegen: gute Rankings sind wichtiger als viele Rankings
  4. Am wichtigsten: die Nutzererfahrung (Speed, Mobiltauglichkeit oder besser: optimale Anpassung an jedes Endgerät, …); Rand sagt voraus, dass Overlays bald negativ gewertet werden, weil sie eben „annoying“ sind
  5. Immer auf den Call-to-Action achten; manchmal mit niedrigvolumigen Suchbegriffen Anfragen, um sich zunächst eine Engagement Reputation aufzubauen

About Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEM spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (SEO - Die neuen Regeln), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEM und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.