Vielen Online-Shop-Betreibern ist dieses Problem vermutlich bereits bekannt, andere wundern sich aber vielleicht, warum der generierte Traffic durch die organische Suche oder durch Google AdWords nicht erwartungsgemäß konvertiert.

Auf den ersten Blick schaut doch alles normal aus: es kann weder ein Einbruch beim organischen Traffic, noch bei den Klickzahlen in Google Analytics festgestellt werden. In diesem Fall lohnt sich ein Blick auf die Channel-Auswertung via „Akquisition > Alle Zugriffe > Channels“.

Mittels direktem Vergleich der Umsätze verschiedener Kanäle findet man im deutlichsten Fall folgende Entwicklung vor:

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Wie sehr schön zu sehen ist, ist der Umsatz durch Referrals sprunghaft angestiegen, während die anderen Kanäle, insbesondere die bezahlte Suche, sehr an Umsätzen eingebüßt haben.

Welche Sites verbergen sich hinter diesen Referrals?

Interessant wird es, wenn man einen tieferen Blick in die Referral-Auswertung wagt. Absteigend nach dem Umsatz sortiert, erhält man hier vermutlich ein Bild, das dem folgenden sehr ähnelt:

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Bei diesen Referrals handelt es sich um Bezahlseiten, die während des Kaufprozesses zwischengeschaltet werden. Viele kennen dieses Verfahren von der Bezahl-Abwicklung mit Paypal, aber auch bei Zahlung mit der Kreditkarte oder per Direktüberweisung werden entsprechende Seiten der Bezahlsysteme zwischengeschaltet.

Dadurch werden die erzielten Umsätze nicht mehr den ursprünglichen Quellen, sondern der Verweisseite zugeordnet, was zu einer Verfälschung der Umsatzdaten in Google Analytics führt. In der Folge sind die Umsätze für die organische und bezahlte Suche ebenfalls nicht mehr valide.

Was kann man dagegen tun?

Damit die Umsätze in Google Analytics wieder den ursprünglichen Quellen wie Organic- oder Paid-Search zugeordnet werden, können die Referrals mittels Verweisausschlussliste gesperrt werden. Die Verweisausschlussliste findet sich in der Verwaltung von Google Analytics unterhalb der Property-Einstellungen:

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Die Liste ist ab dem Zeitpunkt gültig, ab dem die Verweisausschlüsse definiert wurden. Rückwirkend können die Daten leider nur noch manuell der ursprünglichen Quelle zugeordnet werden.

Sobald die Verweis-Ausschlussliste aktiv ist, gehen die Umsätze über Referrals deutlich sichtbar zurück. Die Umsätze der anderen Kanäle steigen dadurch parallel wieder an:

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Als Alternative zur Verweisausschlussliste kann auch eine zweite Datenansicht mit entsprechendem Profilfilter (Datenansichtsfilter) angelegt werden. Die Methode dahinter ist im Prinzip dieselbe, außer das noch eine Datenansicht mit den Ursprungsdaten existiert – wenn auch nicht valide ;).

 

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