Die SMX in München ist vorbei. Meine Eindrücke und einige Schlüsselpunkte von einer tollen Veranstaltung …

SMX 2015 großer Saal

Voll war’s auf der SMX 2015

Die zwei Tage SMX waren anstrengend. Anstrengend und gut. Und ich bin ehrlich: Für mich war es die beste SMX, die ich bislang besucht habe.

Warum? Weil ich im Online-Marketing an Strategien glaube, statt an Taktiken. Und weil ich das Gefühl habe, dass die SMX nun nach ein, zwei (vielleicht auch drei) Jahren konsequenter Entwicklung endlich dort angekommen ist, wo sie hingehört, meiner Meinung nach. Sie ist nun eine Konferenz mit Fokus auf Strategien im Online-Marketing in der Nähe von Suchmaschinen. Und das war sie nicht immer, weil in der Vergangenheit oftmals – speziell bei SEO-Themen – die Taktiken im Vordergrund standen („Ändere ein Tag hier“, „Pack dort ein Keyword rein“) und zudem ein gewisses Inseldenken vorlag.

Das wiederum lag zum einen an der Auswahl der Redner, zum anderen an der Auswahl der Themen. Und bei beidem sind sowohl Breite als auch Tiefe in diesem Jahr wesentlich besser gewesen.

Alexander Holl SMX 2015

Die Moderatoren waren super – etwa Alexander Holl.

Danke an die nimmermüde Sandra Finlay, ihr Moderatoren-Team und die Mannschaft hinter der Veranstaltung. Ihr habt einen fantastischen Job gemacht.

[EDIT: Auch unsere Lisa Bekurdts hat mittlerweile eine Zusammenfassung der SMX aus Ihrer Sicht verfasst]

Die Keynotes

Ich war begeistert von allen Rednern, die Keynotes präsentiert haben. Sie waren inspirativ, sie waren nicht auf SEO-Themen fixiert, sondern ließen einen Blick über den Tellerrand zu, und sie sind großartige Persönlichkeiten, die aus der Masse herausstechen. Ganz gleich, ob Rand Fishkin (Moz), Peter Figge (Jung v. Matt), Behshad Behzadi (Google) oder Marcus Tandler (Tandler Doerje Partner/Onpage.org) – von allen konnte ich mich inspirieren lassen und Dinge mitnehmen, die meinen Kopf rattern und über Strategien nachdenken lassen.

An der Keynote von Behshad Behzadi fand ich besonders gut, dass es nicht das übliche „Google-sagt-nichts-neues-in-Keynotes“ war, sondern dass tatsächlich neue Funktionalitäten von Googles Personal Assistant gezeigt wurden. „OK Google, …“ konnte man danach zwar erstmal nicht mehr hören, aber cool war es trotzdem. Vor allem, weil der Vortrag in Kombination mit der Vorstellung von Microsofts Cortana (s. weiter unten) eine spannende Vision von zukünftiger Suche oder zukünftigen Anwendungen für Smartphones gaben.

Einige Impressionen zu den Keynotes:

Meine Vortragswahl

Ich kann nicht anders, ich bin schon lange nicht mehr an „Klein-Klein“-Themen interessiert. Das mag daran liegen, dass sich im Verlaufe eines Berufslebens eine gewisse Wissens-Sättigung einstellt. Das mag andererseits durch meinen Hang zu Marketing-Strategien begründet sein. Dementsprechend habe ich mir meine Sessions gewählt.

Was mir bei der Vorauswahl mittels „Topi“-App (mehr zur App weiter unten) erst noch nicht aufgefallen ist, wurde mir später klar, als ich in den Sessions saß. Meine bevorzugten Themen sind offenbar „Datenanalyse“/“Aufbereitung von Daten für Reports“, „Die Zukunft der Suche“ (ferner: Die Zukunft im Online-Marketing), „Markenbildung“ und – natürlich – „Mobile“. Und bei allen besuchten Sitzungen wurde ich nicht enttäuscht.

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Jeff Sauer, für mich einer der besten.

Highlights waren für mich die Vorträge von Jeff Sauer („Auf-die-Plätze-fertig-los-Marketing vermeiden“ und „Internal Storytelling mit Daten und Reports“), Jordan Koene („Die unbekannten KPIs der Internet Superstars“) und André Goldmann („Früher an später denken: Mobile Relaunch“), die mich auf viele neue Ideen gebracht oder mitunter sehr konkret Dinge aufgezeigt haben, die in meiner täglichen/nicht täglichen Arbeit von Wert sein werden. Speziell das umfangreiche Wissen, dass André Goldmann aufgezeigt hat, könnte den einen oder anderen vielleicht sogar zur Teilnahme an einem der Mobile-SEO-Seminare bei 121Watt bewegen.

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Microsofts Cortana war beeindruckend.

Außerdem ein Highlight: Die Präsentation von Cortana, dem überaus freundlichen Personal Assistant von Microsoft (wie schon oben erwähnt). Beeindruckend, wie Microsoft da gerade etwas schafft, dass mit Sicherheit die Zukunft der Suche und unseren Umgang mit mobilen Endgeräten verändern wird – vor allem durch die Nutzung der natürlichen Sprache und die durchaus smarten Antworten der App. In China ist das offenbar DER Renner. Mehr als die Hälfte der Cortana-Nutzer dort nutzen die Eingabe per „Voice“. Unfassbar viele, auch wenn China in der Hinsicht sicherlich eine gänzlich andere Kultur darstellt. Doch deckt sich das mit Behshad Behzadis Aussagen, dass auch bei Google die Voice Search immer stärkere Nutzung findet. Ich bin jedenfalls gespannt, ob im Bereich „Personal Assistant“ Cortana oder Google das Rennen machen werden.

„Witzig“ ist, dass Kai Spriestersbach in seinem Vortrag („Sie sind eine etablierte Marke – aber sieht Google das auch so?“) viele Dinge anriss, die im kommenden suchradar #53 in meinem Artikel ebenfalls stehen. In dem Sinne hätte mir den Besuch seines Vortrags zwar sparen können, aber interessant ist das Thema trotzdem. Vor allem, weil Nicole Otten von CeWe im Anschluss einige Unternehmens-Einblicke gab, wie und mit welchen Mitteln CeWe es geschafft hatte, auch mit neuen Projekten eine Marke zu werden.

 

Die „topi“-App

Enttäuscht war ich von der „topi“-App. Eigentlich eine gute Idee, auf diesem Wege die Vernetzung der Besucher untereinander zu verbessern und eine persönliche Agenda ganz ohne Zettel aufstellen zu können. Aber mich hat die App schlichtweg genervt. Warum? Darum:

  • Zu (häufige) Updates
  • Trotzdem häufige Abstürze
  • Die Benachrichtigungen, dass dies und jenes jetzt startet, kamem oftmals zu spät.
  • Trotz ausgeschaltetem Ton: Mein Smartphone meinte als einzige App noch „Pling“ sagen zu müssen, wenn irgendetwas passierte. Extrem nervig. Vor allem, weil ich sogar in den App-Einstellungen den Ton von topi selber zusätzlich ausgeknipst hatte.
  • Die App kann man per Code der SMX zuordnen. „Lustigerweise“ hat sie sich selbstständig zwischenzeitlich der Allfacebook-Konferenz angeschlossen, sodass die Infos zu SMX weg waren. SMX-Code wieder eingeben, ein paar Stunden später das gleiche Spiel.
  • Mir ist nicht klar, wofür die Vernetzung mit anderen Besuchern innerhalb der App dient. Nur, um mich zu unterhalten ist das wohl kaum nötig. Für mich wäre ein Mehrwert, wenn ich wüsste, wer von meinen Kontakten welche Sessions besucht oder ich mich mit ihnen mit der App sogar verabreden könnte.

Trotzdem würde ich der App im kommenden Jahr wieder eine Chance geben. Hoffentlich ist sie bis dahin ausgereift

 

TL;DR

Meine „Mach‘ das so!“-Zusammenfassung zum Mitnehmen:

  • Nicht kopieren!
  • Sei einzigartig. Sei kantig. (Ich weiß gar nicht, wie oft ich das meinen Kunden schon erzählt habe … 🙂 )
  • Es gibt nicht mehr den einen leichten Weg.
  • Setz dir Ziele! Sonst weißt du weder, welchen Weg du einschlagen solltest, noch, ob du Erfolg mit deinen Maßnahmen hattest.
  • Mach‘ die Menschen, denen du Reports schickst, schlauer.
  • Mobile First!

Meine Headlines, die ich außerdem nutzen würde:

  • Integration
  • Inspiration
  • Neue Strukturen, weniger Altes
  • Strategie vor Taktik

 

Und hier noch einige weitere Impressionen von der SMX:


Und wenn ihr euch für meine Twitter-Statements interessiert nach Tag 1 und 2, here we go:

 

Jetzt anmelden: Die BLOO:CON 2017

Die BLOO:CON ist der jährliche Online-Marketing-Strategietag von Bloofusion. Die Veranstaltung richtet sich an Marketing-Verantwortliche aus Unternehmen, die wissen möchten, welche Faktoren im Kampf um die vorderen Plätze wichtig sind.

Am 24. und 25. Januar 2017 geht die BLOO:CON in die nächste (mittlerweile fünfte) Runde. Das erwartet Sie:

  • Wichtige Strategien, Tipps und Praxisbeispiele aus sechs großen Themenblöcken: SEO, SEA, Content Marketing, Video, Social Media, Data Driven Marketing
  • Kurze, knackige Vorträge vom Bloofusion-Team und ausgewählten externen Rednern (z. B. von Google und YouTube)
  • Drei Praxisseminare: „On-Page-Optimierung für Einsteiger“, „Google Analytics für Einsteiger“ und „Der optimale ContentMarketing-Prozess“

Mehr Informationen zur BLOO:CON: www.bloofusion.de/events/bloocon/

 

 

Unser nächstes Webinar: Musst Du wissen - Der Online-Marketing-Jahresrückblick

Das Jahr 2016 wird schnell vorbeigehen - ein Jahr, in dem wie immer auch in Bezug auf Online-Marketing viel passiert ist. Bei Bloofusion verfolgen wir natürlich sehr genau, welche Neuerungen und Trends es gibt. Und dieses Wissen teilen wir mit Ihnen - inklusive extra langer Q&A-Sektion für Ihre Fragen.

In diesem Webinar werden verschiedene Bloofusion-Spezialisten die wichtigsten Entwicklungen für die folgenden Themengebiete in jeweils ca. 5-10 Minuten zusammenfassen:

  • SEO (Markus Hövener)
  • Google AdWords (Martin Röttgerding)
  • Bing Ads (Cora Rothenbächer)
  • Mobile (Maximilian Geisler)
  • Youtube, Video SEO/SEA (Lisa Bekurdts)
  • Google Analytics (Maik Bruns)
  • Content Marketing (Andreas Schülke)
  • Social Media (Julia Leutloff)

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Musst Du wissen - Der Online-Marketing-Jahresrückblick

 

About Maik Bruns

Maik Bruns ist Berater für SEO und Webanalyse in der Online-Marketing-Agentur Bloofusion, Online-Marketing-Enthusiast und schreibt zu diesen Themen im Bloofusion-Blog Internetkapitäne, im SEO-, SEA- und E-Commerce-Magazin suchradar und natürlich bei Twitter und Google+. Er spricht außerdem zu SEO- und Webanalyse-Themen auf Konferenzen und gibt Seminare/Workshops zum Thema Google Analytics.

Daneben ist Maik Bruns glücklich verheirateter Papa, Marketing- und Analytics-Fan (Analytics Qualified Individual), leidenschaftlicher Fotograf, Bildbearbeiter und Freeletics-/Volleyball-Lover.

Maik Bruns ist unter anderem in den folgenden sozialen Netzwerken zu finden: