AdWords bekommt eine neue Anzeigenerweiterung: Die sogenannten Callout Extensions, im Deutschen momentan Erweiterungen mit Zusatzinformationen. In der Praxis ist diese Erweiterung eher unscheinbar, weshalb ich die Zeile hier mal mit roten Pfeilen hervorgehoben habe:

Callout-Erweiterungen-runnerspoint

Bei der Erweiterung werden zwei bis vier Callouts (oder Zusatzinformationen) direkt unter dem Anzeigentext eingeblendet. Die bis zu 25 Zeichen langen Textschnipsel werden mit einem Trennzeichen voneinander abgegrenzt und eignen sich dazu, einzelne, abgeschlossene Verkaufsargumente unterzubringen.

Zum Einsatz kommen diese Erweiterungen derzeit nur auf Top-Positionen oberhalb der organischen Suchergebnisse, wo die Anzeigen ansonsten nur aus einer langen Textzeile bestehen. Mit der Erweiterung entstehen rein optisch zwei Textzeilen, was auch den meisten organischen Ergebnissen entspricht.

Callouts einrichten

Aktuell ist Google noch dabei, die Erweiterung für alle Konten zur Verfügung zu stellen. Sobald sie verfügbar ist, findet man bei den Anzeigenerweiterungen einen Hinweis:

Hinweis

Nachdem man die Erweiterungen mit Zusatzinformationen ausgewählt hat, kann man dort einzelne Zusatzinformationen hinterlegen:

Callout-einrichten

Zur Verfügung stehen hier 25 Zeichen, wobei es empfehlenswert ist, sich noch deutlich kürzer zu fassen. Damit die Erweiterung später gezeigt werden kann, müssen mindestens zwei Callouts verfügbar sein, da ein einzelner nicht angezeigt wird. Wenn der Platz reicht, können aber auch bis zu vier Callouts angezeigt werden.

Wie bei anderen Erweiterungen lassen sich auch für jeden Callout ein Zeitplan zur Schaltung und eine Präferenz für Mobilgeräte einstellen.

Die Verwaltung der Callouts ähnelt der der Sitelinks. So werden die einzelnen Zusatzinformationen in einer globalen Liste gesammelt und können dann einzelnen Anzeigengruppen, Kampagnen oder auch – und das ist neu – dem ganzen Konto zugeordnet werden.

Inhalte für Callouts

Überhaupt erinnern Callouts an Sitelinks. Vordergründig besteht der Unterschied nur darin, dass man sie nicht anklicken kann. Daraus ergibt sich aber nun eine klare Aufgabenteilung: Verkaufsargumente sollten zukünftig in Callouts untergebracht werden während Sitelinks nun primär für die Navigation zuständig sind. Hybride Sitelinks, die beispielsweise nur die Botschaft „kostenloser Versand“ transportieren sollen und gezwungenermaßen auf die Seite für die Versandkosten verlinken, sollten also der Vergangenheit angehören.

Die Richtlinien für Callout-Erweiterungen verbieten Sonderzeichen wie etwa kleine Herzchen oder Flugzeuge, die Google ja auch schon für Sitelinks unterbindet. Erlaubt sind augenscheinlich Ausrufezeichen, die derzeit beispielsweise sp24.com reichlich einsetzt:

Callout-Erweiterungen-sp24

Ich vermute mal, dass Google die Richtlinien hierzu noch verschärft, denn letztlich wirken die Zusatzinformationen ähnlich wie eine zusätzliche Textzeile, so dass hier vermutlich auch die gleichen Anforderungen gelten sollten.

Überschneidungsproblematik

Zu beachten ist eine Sonderregel für Callouts: Es darf keine Dopplung von Elementen innerhalb der Anzeige entstehen. Eine Zusatzinformation, z. B. „Keine Versandkosten „, darf sich also nicht gleichzeitig auch im Anzeigentext, in einem Sitelink oder in einem weiteren Callout wiederfinden. Bei Sitelinks und weiteren Callouts ist das wohl unproblematisch, im Hinblick auf den Anzeigentext kann das aber durchaus ein Problem sein.

Grundsätzlich bieten sich für Callouts kurze und knackige Verkaufsargumente an. Gerade starke Argumente wie „Kostenloser Versand“ sind hier gut untergebracht. Weil keine Dopplung stattfinden darf, muss das Argument dann aus der Anzeige gestrichen werden. Allerdings kann man sich kaum darauf verlassen, dass Google die Callouts auch immer anzeigt, so dass in manchen Fällen die wichtigsten Verkaufsargumente fehlen könnten.

Wie man dieses Problem in Einzelfall löst, muss letztlich jeder selbst herausfinden. Gut gefallen mir aber die Ansätze der hier gezeigten Beispiele von runnerspoint und sp24, die zusätzliche Argumente untergebracht haben, die in den Anzeigen selbst keinen Platz mehr gefunden hätten. Hier deutet sich schon an, dass sich das mit der Verhinderung von Dopplungen wohl eher auf wörtlich gleiche Elemente bezieht.

Fazit: An die Arbeit!

Zusatzinformationen für Anzeigen dürften in kürzester Zeit einen ähnlichen Stellenwert erreichen wie Sitelinks. Da keine zusätzlichen Kosten entstehen, dafür aber Verkaufsargumente präsentiert und Klickraten gesteigert werden können, wäre es ein Fehler, darauf zu verzichten. Dass Callouts auf Kontoebene hinterlegt werden können, macht den Einstieg sehr einfach.

 

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About Martin Röttgerding

Martin Röttgerding ist Head of SEM in der Online-Marketing-Agentur Bloofusion und schreibt schwerpunktmäßig über Google AdWords bei den Internetkapitänen, im suchradar und hin und wieder in seinem AdWords-Profi-Blog PPC Epiphany.

Martin Röttgerding ist unter anderem in den folgenden sozialen Netzwerken zu finden: