Letzte Woche hat Google eine Aktualisierung der Produktfeed-Spezifikationen angekündigt, die zum 30. September in Kraft treten soll. Als groß kann man die Änderungen nicht unbedingt bezeichnen, aber für Arbeit sorgen sie trotzdem.

Konkret gibt es Änderungen zu den folgenden Aspekten:

Mobile Zielseiten

Wer über separate mobile Zielseiten verfügt, kann diese nun direkt im Feed übergeben. Mobile Nutzer können dann direkt dorthin geleitet werden.

Das ist erst mal eine nette Ergänzung, die man – sofern möglich – nutzen sollte. Dabei stellt sich mir die Frage, ob daraus auch Rankingvorteile folgen und ob man das Attribut nicht vielleicht in jedem Fall verwenden sollte. Schaden sollte es jedenfalls nicht.

Bundles

Wenn ein Händler mehrere unterschiedliche Produkte zusammen verkauft, können diese nun als Bundle markiert werden. Voraussetzung ist, dass es ein „Hauptprodukt“ im Bundle gibt. Würde zum Beispiel ein Laufschuh mitsamt Zubehör verkauft werden, wäre der Laufschuh das Hauptprodukt. Für das Hauptprodukt müssen dann Angaben zu Marke, EAN und MPN gemacht werden.

Über diesen Mechanismus sollen nun auch Handys mit Vertrag beworben werden, wobei das Handy dann das Hauptprodukt wäre.

Verfügbarkeit

Für das Attribut Verfügbarkeit entfällt der Status „bestellbar“ (bzw. „available for order“); entsprechende Produkte sollen nun als „auf Lager“ gekennzeichnet werden. Diese Änderung dürfte viele Händler betreffen.

Für vorbestellbare Artikel gibt es nun die Möglichkeit, ein Verfügbarkeitsdatum anzugeben.

Bekleidung

Für das für Bekleidungsprodukte relevante Attribut Altersgruppe wurden neue Optionen hinzugefügt. So lässt sich nun auch anzeigen, dass ein Produkt für Neugeborene, Säuglinge oder Kleinkinder gedacht ist.

Außerdem kommen zwei neue Attribute hinzu. Über den Größentyp lässt sich ein Artikel in die Kategorien Normalgröße, Kurzgröße, große Größen und Umstandsgröße einsortieren. Ferner lässt sich über das Größensystem nun ein Länderkürzel einreichen, anzuzeigen, ob etwa Schuhgröße 8 nun nach US, UK oder deutschem System zu interpretieren ist.

Zeichenbeschränkungen

Für viele Attribute gibt Google nun eine Obergrenze für die Zeichenzahl an. So dürfen beispielsweise für Titel 150, für Beschreibungen 5.000 und für verschiedene Links 2.000 Zeichen nicht mehr überschritten werden. Die Beschränkungen sind zwar nachvollziehbar, verkomplizieren die Sache aber ungemein – zumindest wenn man sich ordentlich daran halten will.

Für die Erstellung von Feeds heißt das, dass nun jeder Wert auf die Länge geprüft werden muss. Das bedeutet erstmal, dass sich Entwickler nun die unterschiedlichen Beschränkungen der einzelnen Attribute zusammensuchen müssen. Außerdem muss irgendwie mit zu langen Elementen verfahren werden: Durch automatische Kürzung oder manuellen Eingriff.

Die Alternative ist, das Merchant Center im Auge zu behalten und auf Fehlermeldungen zu reagieren. Die Zeichenbeschränkungen sind ja durchaus großzügig bemessen, so dass es nur in Einzelfällen zu Fehlern kommen dürfte. Da diese Fehler wohl nur zur Sperrung des jeweiligen Artikels führen dürften, wäre das eine praktikable Herangehensweise.

Bilder

Für Produktbilder hat Google die Richtlinien etwas ausführlicher gestaltet. So soll etwa bei Multipacks ein einzelnes Produkt, bei Sets das ganze Set abgebildet werden, das Produkt 75-90% des Bildes ausfüllen und so weiter.

Zielseiten-Richtlinien

Auch die Richtlinien zu Zielseiten wurden von Google überarbeitet. Hier handelt es sich allerdings im Wesentlichen um Konkretisierungen und Beispiele.

Fazit

Klar, riesige Änderungen stellen die überarbeiteten Spezifikationen nicht dar, aber Arbeit bedeuten sie dann doch. Das liegt vor allem an den Zeichenbeschränkungen, die eben für alle Händler gelten. Die Änderungen bei mobilen Seiten, Bundles, (vor-)bestellbaren Artikeln und Bekleidungsprodukten betreffen dagegen jeweils nur einen Teil der Händler, machen dort aber ebenfalls Eingriffe notwendig.

Praktisch wenig bis gar nichts folgt dagegen aus den Änderungen für Bilder und Zielseiten.

Letztlich sollten sich alle Google-Shopping-Werbetreibenden rechtzeitig mit den neuen Richtlinien auseinander setzen. Eine weitere Übersicht hat Google hier zusammengestellt. Die Details lassen sich dann in den Feed-Spezifikationen nachlesen, wobei ich immer empfehlen würde, für die Implementierung die englische Version zu verwenden, da die deutsche Version nicht unbedingt immer ganz sauber übersetzt ist.

 

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About Martin Röttgerding

Martin Röttgerding ist Head of SEM in der Online-Marketing-Agentur Bloofusion und schreibt schwerpunktmäßig über Google AdWords bei den Internetkapitänen, im suchradar und hin und wieder in seinem AdWords-Profi-Blog PPC Epiphany.

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