„Die Google Analytics Konferenz ist die größte Veranstaltung in der D-A-CH Region, die sich ausschließlich dem Thema Google Analytics widmet.“

Für uns (Maik Bruns und meine Person) war diese Ankündigung Grund genug, den weiten Weg vom Münsterland nach Wien anzutreten, um am 08.10 an der Konferenz und am 09.10 am Workshop Day am schönen Schloss Schönbrunn teilzunehmen.

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Konferenztag

Die Begrüßung der Teilnehmer und Einleitung des Konferenztages übernahm Siegfried Stepke von e-dialog. Er ließ die letzten 12 Monate in der Online-Analyse mit Google Analytics Revue passieren und wies auf über 70 Updates hin, die in dieser Zeit veröffentlicht wurden.

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Anschließend hielt Stefan Schnabl von Google die Keynote und verwies dabei auf die vielseitigen und wichtigen Projekte, die Google aktuell auf der Agenda hat. So zum Beispiel Google Fiber – ein Projekt zum Aufbau eines Glasfasernetzes. Des Weiteren wies er auf das Nutzerverhalten hin, welches sich zu Zeiten von Facebook und Twitter durchaus verändert hat. So werden viele Produktinformationen vor dem Kauf im Netz eingeholt, worauf Google Analytics wiederum mit Instrumenten wie dem Remarketing reagiert, um potenzielle Kunden an sinnvollen Stellen abzuholen.

Nach der Keynote fand das weitere Konferenzprogramm aufgeteilt in drei Tracks statt. So konnte man je nach Schwerpunkt entscheiden, was einem wichtig ist.

Wir saßen im Vortrag von Thomas Tauchner (e-dialog), der sich dem Google Tag Manager widmete. Vor allem wurden die Fragen beantwortet, warum und für wen sich ein Einsatz des Tag Managers lohnt. War zum Beispiel der Realisierungs-Prozess zwischen der Marketing- und der IT-Abteilung bisher ziemlich langwierig, so gestaltet sich dieser mit dem Tag Manager wesentlich kürzer und effektiver. Dabei wurde klar, dass sich der Tag Manager auf Grund vieler vorgefertigter Tags wohl vor allem für große Konzerne eignet. Auch wurden die „Gefahren“ aufgezeigt, die bei einem Einsatz vom GTM entstehen können. Ungewollte Veröffentlichung und die Nutzung des GTM ohne Unterstützung der IT-Abteilung waren dabei zwei Punkte, die man unbedingt vermeiden sollte.

Holger Tempel von der Firma Webalytics brachte das Thema Universal Analytics näher, zeigte dabei die Historie der Trackingcodes auf und wies auf die Unterschiede zwischen dem klassischen Google Analytics Tracking und dem Tracking mit Universal Analytics hin. Neben den vielen Vorteilen, die Universal Analytics mit sich bringt, wurde auch an Hand eines interessanten Praxisbeispiels („Freizeitpark“) aufgezeigt, wie so eine vollumfängliche Analyse in Zukunft aussehen könnte.

Nach der Mittagspause, in der man neben dem guten Essen auch ausreichend Zeit für nette Gespräche bekam, ging es mit der Podiumsdiskussion zum Thema „Webanalyse & Datenschutz“ weiter.

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Dabei ging es unter anderem um den Einsatz von Cookies, die Privatsphäre der Internet-Nutzer und um das Datenschutzrecht in Europa im krassen Gegensatz zu Amerika. Insgesamt eine recht spannende Diskussion mit Gesprächsteilnehmern, welche auf Grund Ihrer beruflichen Position unterschiedliche Ansichten vertraten.

Nach der Podiumsdiskussion ging es mit dem zweiten Vortrag von Holger Tempel mit dem Titel „Universal Analytics 2: Codewise“ weiter. Dabei ging es um die Implementierung des neuen Trackingcodes, Cross-Domain-Tracking und vielen weiteren nützlichen Informationen rund um das neue Trackingverfahren. Gesondert wurde dabei auf die Wichtigkeit der Anonymisierung von IP-Adressen und die erforderliche Anpassung der Datenschutzvereinbarungen hingewiesen.

Am Nachmittag entschieden wir uns dann für die beiden SEO-Vorträge „SEO challenges in GA“ und „not provided“ von Vincent Bönig & Lukas Wojcik (e-dialog) sowie von Patric Liebold (Searchmetrics).

In erster Linie ging es in beiden Vorträgen um die aktuellen Entwicklungen in Sachen „not provided“ und die Folgen für die Analyse von organischen Suchzugriffen. Es wurde auf eine Möglichkeit hingewiesen, mit der man auf Basis der Zielseiten und den (wenigen) Keyword-Zugriffen Rückschlüsse auf das Verhältnis der einzelnen Rankings schließen und so einen ungefähren Score erstellen kann.

Nach abschließenden Worten und aktuellen Projektbeispielen von Stefan Schnabl (Google) fand der erste Konferenztag einen netten Ausklang.

Workshoptag

Der zweite Tag am Schloss Schönbrunn wurde wieder in drei Tracks aufgeteilt, mit dem Unterschied, dass am Nachmittag die Workshops vom Vormittag wiederholt wurden. Damit konnte man an vier von sechs Workshops teilnehmen. Für uns kamen leider nur zwei bzw. drei Workshops in Frage, da wir noch am Nachmittag bzw. am Abend den Heimweg antraten.

Zusammen nahmen wir am Workshop „Extending Reports & Dashboards“ von Angela Fauck und Marie Adams (e-dialog) teil. Dort wurden unter anderem sinnvolle Möglichkeiten und Methodiken zur Erstellung benutzerdefinierter Berichte vorgestellt. Auch Dashboards für unterschiedliche Unternehmensbereiche wie SEO, SEM und E-Commerce wurden mit nützlichen Widgets befüllt. Des Weiteren wurden noch unterschiedlichste Nutzer-Fragen beantwortet.

Nach der Pause ging es für mich mit dem Workshop „Universal Analytics in der Praxis“ von Holger Tempel weiter. Dort wurden primär Fragen anwesender Analytics-Nutzer beantwortet und Fallbeispiele abgehandelt. So kam ein recht interaktiver Austausch zustande, der viele interessante Aspekte mit sich brachte.

Nach der Mittagspause nahm ich dann am Workshop „Kampagnen Tracking“, ebenfalls unter der Leitung von Holger Tempel, teil. Auch hier kam ein reger Austausch mit ein paar sehr interessanten Fallbeispielen zustande. Da ich zuvor mit Kampagnen-Tracking als solches noch nicht viel zu tun hatte, aber gerne mal wissen wollte, worum es dabei geht und welche Herausforderungen es gibt, beschränkte ich mich dabei auf’s Zuhören.

Das war’s …

Nach einem angenehmen Aufenthalt in Wien mussten wir uns leider verabschieden und traten die Rückreise über München bzw. Düsseldorf an.

Insgesamt war die Google Analytics Konferenz 2013 eine gelungene Veranstaltung. Manche Vorträge waren noch recht „basic“, aber so konnte sicherlich jeder etwas mitnehmen.

Persönlich hatte ich noch auf eine Ankündigung von etwas völlig Neuartigem gehofft, musste mich aber am Ende mit den knallharten Fakten rund um Universal Analytics & Co. zufrieden geben. Dennoch konnten wir auf jeden Fall einige nützliche Praxistipps und neues Wissen mit nach Deutschland nehmen.

 

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