Fanpage-Admins werden gerade von Facebook mit einer weiteren Targeting-Funktion bedient. Die erweiterte Zielgruppenauswahl wird aktuell ausgerollt …

pageposttargeting

Wie Thomas Hutter in seinem Blog berichtet, wird bei Facebook aktuell die erweiterte Zielgruppenfunktionalität für Seitenadministratoren ausgerollt.

Konkret bedeutet das, dass Administratoren beim Erstellen von neuen Beiträgen die Möglichkeit haben, die Einblendung in den Newsstreams der Nutzer zu beeinflussen bzw. die Einblendungen einzugrenzen. Auf die Anzeige in der Chronik der Fanpage hat das aber keinen Einfluss. Wenn also ein Beitrag mit der Einschränkung auf “Frauen” verfasst wird, wird dieser nur in den Newsstreams von Frauen eingeblendet (bzw. denen, die ihr Geschlecht mit “weiblich” angegeben haben). Dennoch wird der Beitrag auch Männern angezeigt, diese müssen dafür allerdings die Chronik der Fanpage besuchen – im Newsstream wird ihnen der Beitrag nicht angezeigt.

Hier kann die Funktion aktiviert werden (Bild von Thomas Hutters Blog):

pageposttargeting

Und so sieht das darauf folgenden Auswahlfeld aus (Bild von Thomas Hutters Blog):

pageposttargetingoptions

 

Folgende Kriterien können dementsprechend bei der Zielgruppenauswahl berücksichtigt werden (auch kombiniert):

  • Geschlecht
  • Beziehungsstatus (Single, in einer Beziehung, verlobt, verheiratet)
  • Ausbildung (Schüler, Student, Hochschulabsolvent)
  • Interessiert an (Männer/Frauen)
  • Ort (Land, Region, Stadt)
  • Sprache

Vorteile bringt das insbesondere, wenn bestimmten Zielgruppen Informationen zugespielt werden sollen, die für die übrigen Menschen nicht oder weniger relevant sind. Stichwort: “Streuverluste reduzieren”. So sind Infoposts zu Handtaschen oder zu Frauen-Düften möglicherweise für einen Mann weniger interessant als für eine Frau.

ABER: Bei der Auswahl der Zielgruppen sollte man behutsam vorgehen. Denn ich bin der Meinung, dass es sich bei “Streuverlusten” eher um “Kontakte außerhalb der Kernzielgruppe” handelt, die dennoch interessant und auch konversionsrelevant sein können. Ein Beispiel: H&M startet auf seiner Facebook-Seite eine Aktion, die ausschließlich für Frauen sichtbar gemacht werden soll. Der Ehemann einer Frau, die nicht Fan von H&M ist, sieht diesen Post aber nicht und kann seiner Frau dementsprechend nicht davon berichten.

Wie auch immer, in bestimmten Fällen wird diese Einstellung sicherlich Sinn ergeben. Vor allem ist sie mit nur minimalem Mehraufwand einzurichten. Es sei denn, man möchte die Tonalität für verschiedene Zielgruppen besonders anpassen.

Aktuell ist das Roll-Out noch nicht auf allen Seiten angekommen – auch bei uns ist es noch nicht zu sehen, daher habe ich auf Bildmaterial von Thomas Hutters Blog zurückgegriffen. Danke dafür.

 

UPDATE 10:22 Uhr: Wie allfacebook.de berichtet wird die Funktionalität nur für Seiten >5.000 Fans freigeschaltet. Mal abwarten, ob das irgendwann auch für kleiner Seiten relevant wird.

About Maik Bruns

Maik Bruns ist Berater für SEO und Social Media in der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion und schreibt zu diesen Themen im Bloofusion-Blog Internetkapitäne, im SEO- und SEM-Magazin suchradar und natürlich bei Twitter und Google+.

Daneben ist Maik Bruns außerdem glücklich verheirateter Papa, Analytics- und Marketing-Fan, leidenschaftlicher Fotograf, Bildbearbeiter und Volleyballer.

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