Google hat vorgestern noch drauf hingewiesen, dass es jetzt neue Alerts für die Google Webmaster Tools gibt (“Search Queries Alerts in Webmaster Tools“). Wenn man plötzliche Traffic-Verluste hat, weist Google einen nun drauf hin.

Heute hat ein Kunde dann eine solche Meldung bekommen, aber mit geändertem Vorzeichen:

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Der Traffic hat sich in der Tat nicht schlecht entwickelt:

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Gerne würde ich die Lorbeeren dafür einsammeln, aber es war wohl einfach nur gestiegene Nachfrage. Laut SISTRIX hat sich nämlich gar nicht so viel verbessert:

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Nachfrage-Steigerungen zu erkennen ist eben gar nicht so einfach. Am ehesten geht das noch mit Google Insights for Search. Dort erkennt man dann für einen der wichtigsten Suchbegriff auch eine echte Steigerung des Suchvolumens:

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Für viele andere Suchbegriffe liegen aber schlichtweg keine Daten vor:

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Da der Kunde Hunderte Suchbegriffe hat, müsste man also eigentlich alle Suchbegriffe überprüfen und schauen, ob es insgesamt einen Trend gibt. Leider geht das nicht, so dass man sich da auf die Top Suchbegriffe konzentrieren muss.

In diesem konkreten Fall hilft aber auch die Anschauung weiter, denn der Kunde verkauft Produkte rund ums Schwimmbad – und das war beim Ranklettern an die 40-Grad-Marke dann wohl für viele Kunden Grund genug, hier nochmal zuzukaufen.

Ein Tipp

Wer eine solche Nachricht von Google erhält – vor allem solche mit negativem Vorzeichen -, sollte zunächst einmal prüfen, ob wirklich die Rankings schuld am schlechten Traffic sind oder ob es einfach nur an der schwachen Nachfrage hängt. Und dort kann Google Insights for Search sehr gute Dienste leisten.

About Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEM spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEM und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.