Vor ein paar Tagen (etwa 19. Juli) hat Google durch eine – nun ja – recht pauschale Nachricht bei vielen Webmastern einige Sorgenfalten auf die Stirn getrieben. Folgende Nachricht tauchte im Nachrichtenbereich der Webmaster Tools auf:

Bild

Im Anschluss gab es bei vielen Unternehmen und SEO-Agenturen so etwas wie Panik, dass die eigene Seite demnächst im Nirvana der Suchergebnisse verschwinden würde. Fieberhaft wurde nach “schlechten” Links gesucht, die möglichst bald entfernt werden sollten. Doch es gab auch Protest gegen diese Nachricht, die von vielen Unternehmen und SEOs als zu pauschal eingestuft wurden und auch nicht unbedingt mit Transparenz glänzte. Denn welche Seiten infrage gestellt werden, wurde natürlich nicht beantwortet.

Offenbar sah man sich bei Google dann auch genötigt, auf den Protest zu reagieren und die Pauschalaussage zu präzisieren. Dies tat unter anderem Matt Cutts in einem Post bei Google+, in dem er unter anderem wissen ließ:

“If you received a message yesterday about unnatural links to your site, don’t panic. In the past, these messages were sent when we took action on a site as a whole. Yesterday, we took another step towards more transparency and began sending messages when we distrust some individual links to a site. [...] but it’s not necessarily something that you automatically need to worry about.”

Ferner schrieb er:

“If we’ve taken more severe action on your site, you’ll likely notice a drop in search traffic [...]“

und auch

“[...] we changed the messages themselves that we’ll send out to make it clear that for a specific incident ‘we are taking very targeted action on the unnatural links instead of your site as a whole.’”

Wenn also kein Einbruch im Such-Traffic (s. eigene Analytics oder Webmaster-Tools) zu verzeichnen ist, kann man erst einmal wieder ausatmen. Eine weitere Beruhigungspille kommt dann bei vielen über die Webmaster Tools, wo bei Seiten, die sich weniger Sorgen wegen unnatürlicher Links machen müssen, eine weitere Nachricht auftaucht (allerdings ohne das warnende gelbe Symbol):

Bild

Im Klartext heißt das: Wer unnatürliche Links hat und sie beeinflussen (= löschen lassen) kann, sollte dieses tun, es mithilfe von E-Mails, einer Liste mit kontaktierten Websites etc. dokumentieren und im Anschluss bei Google einen Antrag auf Erneutprüfung stellen. Wenn man das nicht tut, ist das (vermutlich) kein Beinbruch, denn beim Suchmaschinenbetreiber weiß man natürlich auch, dass man nicht auf alle Links im Web Einfluss haben kann oder auf entstandene Links Einfluss hatte.

Also kurzum: Keine Panik. Insbesondere dann nicht, wenn man Empfänger der zweiten Nachricht geworden ist.

Es schadet natürlich trotzdem nicht, sich gelegentlich das eigene Linkprofil anzuschauen und gewisse merkwürdige Links entfernen zu lassen, wenn man sie nicht mit hinreichend gutem Gewissen beibehalten möchte. Vielleicht gibt es ja auch irgendwann in den Google Webmaster Tools die gleiche Möglichkeit wie bei Bing … Links selbst zu entwerten (siehe Blogpost von Markus).