Ich erspare mir an dieser Stelle den obligatorischen SEO-Jahresrückblick. Es hat sich verdammt viel in Bezug auf SEO getan. Aber das will ich gar nicht alles hier zusammenfassen. Steht ja auch alles im suchradar und bei den Internetkapitänen.

Ich möchte aber meinen ganz persönlichen Jahresrückblick bieten. Für den, den’s interessiert.

Zunächst: Es war ein hartes Jahr auf der privaten Skala, weil ich zum vierten Mal Papa geworden bin. Das ist zwar ein absolut tolles Ereignis, aber es frisst einfach Nerven. Nächte ohne viel Schlaf konnte ich schon mal deutlich besser verkraften. Aber wie gesagt: Es ist schon eine tolle Sache, so eine Großfamilie zu haben.

Aber das war ja nicht alles in diesem Jahr.

Was gab’s sonst noch?

  1. Agentur: Ich hätte früher nie gedacht, dass so viel meiner Zeit für Aspekte jenseits von SEO drauf gehen würde. Verträge vorbereiten, Mitarbeitergespräche, geschäftsführerische Aufgaben und all das, was nötig ist. Je größer die Agentur wird, desto mehr wird das alles auch. Das macht natürlich bis zu einem gewissen Grad auch Spaß, weil man eben auch dort tolle Erfolgsmomente hat. Aber eben leider nicht immer. Da muss ich noch an meiner Einstellung arbeiten oder noch mehr Aufgaben abgeben.
  2. Mitarbeiter: Ich beneide immer Unternehmen in Branchen, in denen es klar definierte Berufsfelder gibt, für die man auf dem Arbeitsmarkt auch Personal findet. Das gilt bei uns weder für SEO noch für SEM – und das macht das Wachtstum der Agentur nicht leichter. Aber positiv ist in jedem Fall, wenn man sich “jemanden von der Straße holt” und es dann schafft, daraus einen guten SEO oder SEM zu machen. Das ist uns in diesem Jahr ein paar Mal wirklich gut gelungen. Und im nächsten Jahr machen wir das auch weiter so.
  3. Team: Ich finde, dass wir ein echt gutes Team haben. In diesem Jahr hatte ich leider nicht immer genug Zeit, mich um alle gleichermaßen zu kümmern, aber das Gute ist, dass das auch nicht immer an mir hängen muss. Die können einfach auch alle untereinander gut miteinander. Und das freut mich.
  4. Kunden: Auch mit Kunden hatten wir echt gute Momente in diesem Jahr. Es zahlt sich einfach aus, wenn man offen und freundlich miteinander umgeht und nicht immer zwanghaft an den Buchstaben eines Vertrages klebt. Es ist schön, wenn man kein Hardselling betreiben muss, sondern die Kunden einem einfach vertrauen. Wir bekommen ja auch gelegentlich Cold Calls von anderen Agenturen, die diesen Luxus offensichtlich nicht haben.
  5. Konferenzen: Davon gab es in diesem Jahr definitiv zu viele – vor allem gab es Oktober/November so eine “Crunch Time”, in der es einfach zu viel wurde. Ist ja immer alles spannend und es ist auch schön, zu networken. Aber irgendwann ist’s einfach genug. Im nächsten Jahr muss ich mal überlegen, wie ich da weitermachen möchte.
  6. Work-Life-Balance: Ich habe es einigermaßen geschafft, meine Arbeitszeiten familienfreundlich zu halten. Meistens habe ich es geschafft, nur acht Stunden am Tag zu arbeiten. Mir ist das wichtig, weil eben die Familie auch noch da ist. Wenn ich später mal vor meinen Schöpfer trete, wird er wohl kaum nach meinem Umsatz fragen, sondern hoffentlich danach, ob ich was gutes gemacht habe in diesem Leben. Ich hatte mir aber auch vorgenommen, einen Tag im Monat freizunehmen. Das habe ich ein paar Mal geschafft, aber zum Schluss ging das einfach nicht mehr (siehe auch “Konferenzen”). Das muss im nächsten Jahr besser werden. Ich kenne einfach zu viele Leute, die in diesem Jahr mit Burnout oder Vorstufen davon ausgeschieden sind. Das möchte ich auf jeden Fall vermeiden.
  7. Internetkapitäne + suchradar: Hat mir beides viel Spaß gemacht. Schreiben macht mir Freude, aber auch der Austausch mit der SEO-Community ist mir sehr wichtig. Da bleiben wir auf jeden Fall am Ball, werden aber auch neue Sachen ausprobieren (z. B. Webinare).

Ich glaube, das war’s für dieses Jahr. Am 2. Januar geht’s für mich wieder los. Und dann gibt’s hier im Blog auch wieder viele Neuigkeiten. In den letzten Tagen hatte ich schon viele Ideen für Sachen, die man mal machen könnte. Aber davon erzähle ich dann mehr im nächsten Jahr.

Bis dahin…