Die Ankündigung von Google, in manchen AdWords-Kampagnen demnächst die Anzeigenrotation umzustellen, ist eigentlich kaum erwähnenswert. Trotzdem hat sie diese Woche für etwas Unruhe gesorgt, weshalb ich kurz darauf eingehen möchte.

Konkret wurde folgendes angekündigt: Kampagnen, die

  • das Conversion-Optimierungstool und/oder
  • den auto-optimierten CPC verwenden und
  • die Anzeigenrotation auf für Klicks optimieren eingestellt haben,

bekommen die Anzeigenrotation automatisch umgestellt auf für Conversions optimieren. Die Umstellung soll im Februar erfolgen. Wer das nicht möchte, muss bis Ende Januar ein Formular ausfüllen.

Google hat für diesen Eingriff etwas Kritik einstecken müssen. In meinen Augen ist das Ganze aber nur sinnvoll – für Google wie für die Werbekunden.

Für Werbekunden gilt üblicherweise, dass die Einstellung für Conversions optimieren sinnvoller ist als für Klicks optimieren . Das gilt gerade für solche Kunden, die durch die Verwendung von einem der beiden Tools zeigen, dass sie primär an Conversions interessiert sind. In den meisten Fällen dürfte einfach vergessen worden sein, die Standardeinstellung zu ändern.

Für Google ist die Änderung natürlich auch sinnvoll. Einerseits, weil einige AdWords-Kunden wegen der besseren Ergebnisse zufriedener mit AdWords sein können. Vor allem aber, weil Google damit mehr Geld verdienen kann. Denn je besser eine Anzeige konvertiert, desto höhere Gebote können die Optimierungstools abgeben.

Also auch wenn dieser Zug von Google wie eine unwillkommene Zwangsmaßnahme daher kommt: Schaden sollte das niemandem, so dass man dem gelassen entgegen sehen kann. Klüger ist es natürlich, die Umstellung ggf. gleich selbst vorzunehmen.

About Martin Röttgerding

Martin Röttgerding ist Head of SEM und schreibt schwerpunktmäßig über Google AdWords bei den Internetkapitänen, im suchradar und hin und wieder in seinem AdWords-Profi-Blog PPC Epiphany.

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