Ich sitze im ÖBB-Railjet von Salzburg nach München, um dann gleich Richtung Heimat zu fliegen. Wenn alles gut geht, bin ich so gegen 23 Uhr daheim. Mein Wochenende habe ich mir dann auch verdient 🙂

Die letzten 24h standen ganz im Zeichen der SEOkomm, der zweiten Auflage der ersten und bislang einzigen SEO-Konferenz Österreichs. Im letzten Jahr war ich aus terminlichen Gründen nicht dabei, aber dies Jahr führte kein Weg dran vorbei.

Mein Gesamteindruck: Das ist eine tolle Veranstaltung. Vor allem ist mir die professionelle Organisation aufgefallen, die sich z. B. in einem gut funktionierenden WLAN, aber auch in dem Speaker-Rundum-Paket (kostenloses Hotel + Bustransfer für die Redner) zeigten.

Bei den Vorträgen will ich mich (wie immer) lieber zurückhalten. Ich bin da nicht die primäre Zielgruppe. Ein paar Ideen nimmt man natürlich immer mit, aber es gibt einfach zu wenig neues, das einen noch aus den Socken hauen kann. Vor allem, wenn man vorher schon zig andere SEO-Konferenzen besucht hat.

In jedem Fall ist hervorzuheben, dass die meisten Präsentationen wohl wirklich vorab durch die Veranstalter geprüft wurden. Auch das ist nicht selbstverständlich.

Man merkt, wenn so eine Konferenz von Leuten organisiert wird, die das nicht nur zum Geld verdienen machen, sondern die auch in der Szene gut vernetzt sind und sich in der Thematik perfekt auskennen. Von daher: Großes Lob an die Herren Cemper und Hauser.

Location (oder: haben Sie Wien schon bei Nacht gesehn?)

Die Location war gut. Viel Platz für die Leute, die meisten Plätze im großen Saal auch mit Tisch. Der Raum für Track 3 ging aber irgendwie gar nicht (zu klein) & im Raum für Track 2 war das Beamerbild von der letzten Reihe wohl nur noch schemenhaft zu erkennen.

Was mich nicht begeistert, ist Salzburg. Wobei ich über die Stadt an sich auch nicht viel positives sagen kann, weil ich einfach kaum was davon gesehen habe. Mir bleibt dort vor allem das MAREDO in negativer Erinnerung, das in Sachen Kundenservice am Donnerstag Abend wohl nicht besonders gut aufgestellt war.

Wichtig ist mir aber: Salzburg ist einfach nicht besonders gut zu erreichen. Wien wäre wohl deutlich besser.

Party Time

Die SISTRIX-Party war wohl auch gut, aber ich war nur kurz da. Es war einfach zu eng und deutlich zu verraucht. Aber in der Lobby vom Speaker-Hotel haben wir uns dann ja auch noch nett unterhalten.

Gut gewesen für 2011

Ich bin – wie wohl viele andere SEOs – froh, dass jetzt erstmal Schluss ist mit den Konferenzen. Nach SEO Day, 2x Search Conference und Conversion Conference – alles in den letzten vier Wochen – hat’s jetzt echt gereicht. Man hört doch immer irgendwie dasselbe und trifft auch regelmäßig die gleichen (netten) Nasen. Und das Reisen geht mir dann auch irgendwann auf die Nerven.

In dem Punkt waren sich auch viele einig. Ich bin da mal gespannt, wie das im nächsten Jahr so wird. Wahrscheinlich werden sich einige SEOs dann einfach überlegen müssen, ob sie auf allen Hochzeiten tanzen oder ob sie etwas selektiver werden. Sichtbarkeit auf Konferenzen ist ja schön, aber das muss ja auch alles vorbereitet werden (wenn man denn nicht auf allen Konferenzen dasselbe bringen will).

Ich will auch meine Folien in den nächsten Tagen noch aufsprechen und dann auf BloofusionTV veröffentlichen. Ich denke, dass da noch einige interessante Sachen dabei sind…

About Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEM spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (SEO - Die neuen Regeln), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEM und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.