Das Ende der Google-Auswertungen? Google kappt (zum Teil) Referrer-Informationen
Mittwoch 19. Oktober 2011 von Markus
Ein kurzer Blog-Beitrag hat einen kleinen Sturm der Entrüstung unter SEOs ausgelöst:
Making search more secure: Accessing search query data in Google Analytics
Also: Zukünftig soll es so sein, dass eingeloggte Google-Nutzer auf die SSL-Version von Google verwiesen werden. Und wenn diese sich dann auf eine andere Website durchklicken, soll dann die Suchanfrage nicht mehr im Referrer übermittelt werden:
“[...] will no longer report the query terms that the user searched on to reach your site”
Google selber meint, dass das nur einen geringen Anteil der Nutzer betreffen wird:
“Keep in mind that the change will affect only a minority of your traffic”
Aber trotzdem: Der Verlust der Suchanfragen scheint vielen schon vorab weh zu tun.
Grundsätzlich wird das meiner Meinung nach wenig ändern. Wenn es wirklich nur ein gewisser Anteil der Besucher ist, werden ja nach wie vor Suchanfragen übermittelt. Wenn man davon ausgeht, dass die wichtigen Suchanfragen auch von nicht eingeloggten Menschen gesucht werden, sollte sich an der Top-Liste der Suchanfragen im Reporting nichts ändern. Die Zahlen verringern sich idealerweise alle um denselben Faktor.
Die Anzahl der über die Suchmaschine kommenden Besucher wird sich hingegen nicht ändern, weil der Referrer ja nach wie vor übertragen wird – nur eben ohne Suchanfrage.
Für SEOs wird also nach wie vor genug Futter bleiben, um anhand der übermittelten Suchanfragen permanent an den Websites und deren Inhalten zu arbeiten.
Wer noch mehr zum Thema lesen möchte:
Markus
Markus Hövener ist geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion und Chefredakteur des Magazins suchradar.
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 19. Oktober 2011 um 15:37 und abgelegt unter SEO. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.



Mittwoch 19. Oktober 2011 um 16:04
hmm…wird das voraussichtlich auch Auswertungen von Google-Analytics betreffen? Oder nur “Fremdsysteme”, die auf die Referrer-Daten angewiesen sind?
Mittwoch 19. Oktober 2011 um 16:07
Das wird wohl alle Systeme gleichermaßen betreffen.
Mittwoch 19. Oktober 2011 um 21:02
Also was das wieder soll. Ich frage mich ernsthaft ob google den SEOs Schaden zuführe will um mehr Werbeeinnahmen zu erzielen. Bisher sind laut einer Studie gerade einmal 3% dauerhaft eingeloggt beim Surfen, was dazu führt das noch genug Platz für SEOs ist, aber wie lange noch?
Wenn ich von mir und meinen Kunden ausgehe, sind wir bereits Teil der 3%. Ich bin dauerhaft eingeloggt … und ich kenn auch einige Personen die es genauso handhaben…
Also ich werde diese Entwicklung weiterverfolgen, aber mir auch schon einmal einen Plan B zulegen.
Sehr guter Artikel!
Donnerstag 20. Oktober 2011 um 00:43
Keine Sorge, demnächst alles wieder verfügbar bei “Google Analytics – Premium”. Alle anderen Anbieter von Tracking-Lösungen können sich schon mal nach einem neuen Geschäftsmodell umschauen!
Donnerstag 20. Oktober 2011 um 13:12
Markus, vielen Dank für die Verlinkung im Artikel. Das ehrt mich sehr.
Ich habe mittlerweile ein 2. Update gepostet und auch die Referrer bei AdWords Ads untersucht:
http://www.dc-storm.de/news/Google+k%C3%BCndigt+SSL-Suche+an+-+Gedanken+dazu/#update2
Für mich hat das dann nichts mehr mit Datenschutz, sondern reiner Willkür zu tun.
Google könnte die Suchanfrage genauso für alle Typen freigeben oder auch für alle Typen entfernen.