Bloofusion
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Rabatt auf denTicketpreis für die belboon academy 2011 sichern

26. September 2011 | Von in Sonstiges | Keine Kommentare

Das Affiliate-Marketing-Netzwerk belboon bietet auch in diesem Jahr mit der belboon academy eine Konferenz, auf der es um Themen wie Affiliate Marketing, Real Time Bidding, Mobile Performance Advertising, Re-Targeting und Social Media Marketing geht.

Zu den Rednern der insgesamt zwölf Vorträge gehören u. a. Markus Kellermann (explido), Jens Maurer (DC Storm), Dr. Martin Bahr (Kanzlei Dr. Bahr) und Philipp Roth (allfacebook.de). Nach diesen Vorträgen folgt eine von Frank Kemper (Internet World Business) moderierte Podiumsdiskussion zum Thema “Vom klassischen Affiliate Marketing zum Performance Advertising – Wohin entwickelt sich die Branche?”.

Die Fachkonferenz findet am 27. Oktober 2011 im Hotel The Ritz Carlton am Potsdamer Platz statt. Abends klingt die Konferenz in der Szene-Bar Play Berlin aus, wo bei Prosecco, Bier und Long Drinks gefeiert und genetzwerkt werden kann.

Übrigens: Über den Coupon-Code “suchradar” erhalten Interessierte einen Rabatt auf den Ticketpreis (209 Euro anstatt 249 Euro).

Neues Tag von Google News: Standout!

26. September 2011 | Von in SEO | Keine Kommentare

Google hat ein neues Tag vorgestellt, mit dem Unternehmen, die bei Google News gelistet werden, bestimmte Artikel hervorheben können. Derzeit gibt es das nur für die USA, aber wenn’s gut läuft, kommt’s bestimmt auch nach Deutschland.

Die Syntax ist relativ simpel:

<link rel=”standout” href=”URL eines Artikels” />

So können auf Websites bestimmte Artikel als “besondere Artikel” markiert werden, die von Google potenziell hervorgehoben werden. Google selber schreibt hierzu:

Google News may show the article with a ‘Featured’ label on the Google News homepage and News Search results

Aber: Man darf maximal nur sieben Artikel pro Woche hervorheben. Sonst droht Google damit, das Tag einfach zu ignorieren.

Der Vollständigkeit halber: Auch SEL hat über das Tag berichtet.

Lokale Verfügbarkeit in der Google Produktsuche gestartet

19. September 2011 | Von in SEO | Keine Kommentare

Die Google Produktsuche wird dieser Tage um eine neue Funktion erweitert: Ab sofort werden dort auch lokale Verfügbarkeiten von Produkten angezeigt. Das gab es vorher schon in den USA und es war auch schon für Deutschland angekündigt. Aber jetzt gibt es von Google auch die offizielle Mitteilung, dass es jetzt in Deutschland soweit ist.

Wer in der Produktsuche sucht, sieht die lokale Verfügbarkeit jetzt schon in der Übersicht:

Bild

Bei Produkten, die nur ein Anbieter hat (bzw. die nicht gruppiert sind), sieht man auch einen direkten Link auf die Ladengeschäfte:

Bild

Wer auf ein Produkt klickt, sieht genau, wo das Produkt verfügbar ist/sein soll:

Bild

So hilft mir das natürlich noch nicht. “Preis erfragen” und “Verfügbarkeit erfragen” ist so noch relativ wertlos, aber es scheint nicht an Google zu liegen, denn es gibt durchaus Produkte, die einen Preis haben (wenn auch wg. der Buchpreisbindung einen Einheitspreis):

Bild

Derzeit sehe ich bereits Einträge von:

  • 7mobile
  • atelco.de
  • The Phone House
  • Karstadt
  • Weltbild
  • Thalia
  • babywalz
  • wmf.de

Wer nun seine Produktdaten auch um die lokalen Verfügbarkeiten erweitern möchte, findet weitere Informationen auf der Google-Hilfeseite “Geschäfte in der Nähe“.

Mich würde natürlich interessieren, wie sehr das Feature auch genutzt werden wird. Nutzen Kunden, die online nach Produkten suchen, auch wirklich die Möglichkeit, diese lokal zu kaufen? Das wird wohl nur die Zukunft zeigen. Wir werden das natürlich mit allen Kunden implementieren, für die das relevant ist.

Vielleicht können wir hier schon bald ein Fazit ziehen – auch wenn das Tracking hier natürlich ungleich schwieriger sein wird…

Google liefert neue Empfehlungen: prev/next und View-All

16. September 2011 | Von in SEO | 3 Kommentare

Im Google Webmaster Blog sind zwei neue Beiträge erschienen, die grundsätzlich interessant sind. Dabei geht es um paginierte Inhalte. Google scheint es dabei primär – zumindest wenn man sich die Beispiele anschaut – um Artikel zu gehen, die in verschiedene Teile aufgeteilt werden.

rel prev/next

Im Artikel “Pagination with rel=“next” and rel=“prev”” geht es darum, dass man nun über ein <link>-Tag von einer Seite aus auf seinen Vorgänger und Nachfolger verlinken kann. So würde die dritte Seite einer Serie per <link rel=”prev” href=”URL der zweiten Seite”> auf die zweite Seite hinweisen.

Google kann mit den neuen Tags gezielter aus einzelnen Seiten einer Serie das gesamte Bild erkennen, indem es die Seiten intern zusammenfügt. Es könnte also passieren, dass eine Seite für eine Suchanfrage “wort1 wort2″ gefunden wird, wenn “wort1″ in Seite 1 und “wort2″ in einer Seite 2 vorkommt.

View-All

Beim zweiten Artikel “View-all in search results” geht es um etwas ganz ähnliches. Google glaubt, dass es grundsätzlich besser ist, einen paginierten Beitrag auch in einer Version anzubieten, in der alle Beiträge auf einer Seite zusammengefasst sind.

Wenn man das anbieten möchte, sollten die paginierten Teilseite per Canonical-Tag auf den “View-all”-Beitrag hinweisen. Falls es also Unterseiten wie

  1. seite1.html
  2. seite2.html
  3. seite3.html

und eine Seite wie seite.html (mit den Inhalte von seite1.html, seite2.html und seite3.html) gibt, dann sollten die Seiten seite1.html, seite2.html und seite3.html per Canonical Tag auf seite.html verweisen.

Einschätzung

Primär glaube ich, dass diese Tags für textliche Inhalte anzuwenden sind und nicht für andere paginierte Seiten. Die Implementierung kann etwas bringen, aber dafür gibt es noch keine Indizien.

Grundsätzlich könnte das alles sogar etwas für Panda helfen. Wenn man viele kurze Beiträge hat, die eigentlich zu größeren Einheiten gehören, könnte man so Google helfen zu verstehen, dass es sich nicht nur um kleine Content-Stückchen mit geringem Wert, sondern eher um gute Artikelserien handelt.

Google Produktsuche: Test-Feeds einrichten und Produktdaten debuggen

9. September 2011 | Von in SEO | Keine Kommentare

Wie hier schon geschrieben wurde, ändern sich die Anforderungen an Product Feeds für die Google Produktsuche. Unternehmen haben bis zum 22. September Zeit, ihre Feeds an die neuen Anforderungen anzupassen.

Wer seinen Feed aktualisiert hat und wissen möchte, ob der Feed so funktioniert, kann im Google Merchant Center übrigens auch Test-Feeds anlegen:

Bild

Die Test-Feeds erlauben es, dass man wie gewohnt Produktdaten hochladen kann, aber ohne dass diese dann auch im Produktindex landen. Und dann kann man über die gewohnte Diagnostik (im Status-Feld auf “Fehler anzeigen” klicken) prüfen, welche Fehler es im Feed gibt.

Mehr Informationen dazu gibt es bei Google:
http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?answer=1188998

Neues Bloofusion Advisory: Professionelle Videos für Online-Shops

6. September 2011 | Von in SEO | Ein Kommentar

cover-150wIch möchte kurz auf ein neues Bloofusion Advisory hinweisen:

Professionelle Videos für Online-Shops

Für einen Test haben wir insgesamt 130 deutsche Premium-Shops untersucht (Online-Shops, die über eine gewisse Bekanntheit und eine hohe Suchmaschinen-Reichweite verfügen). Dabei haben wir geprüft, wie viele dieser Shops im Google-Video-Index vertreten sind. Die Zahlen dabei hätte ich so gar erwartet.

Test-Ergebnisse

Es zeigte sich, dass lediglich 30 der 130 Shops (23,08%) mit Videos im Google-Video-Index vertreten waren. Lediglich 12 der 130 untersuchten Shops (9,23%) hatten dabei mehr als 100 Videos im Video-Index.

Die 30 Shops, die mit mindestens einem Video im Index zu finden waren, wurden noch hinsichtlich drei unterschiedlicher Fragestellungen bewertet:

(1) Handelt es sich überwiegend um selbst produzierte Videos?
Ergebnis: 15/30 (=50%)

(2) Sind die Videos auf den Zielseiten gut sichtbar?
Ergebnis: 23/30 (=76,67%)

(3) Handelt es sich überwiegend um produktbezogene Videos?
Ergebnis: 25/30 (=83,33%)

Es zeigt sich also, dass sich nur wenige Shops die Mühe machen, eigene Inhalte zu erstellen. Sicherlich sind vom Hersteller gelieferte Videos oft sehr professionell produziert – sie stellen aber auch kein Alleinstellungsmerkmal dar und sollten daher nur bedingt genutzt werden.

Wie die Auswertung auch zeigt, werden in Videos meist Produkte vorgeführt und getestet. Unternehmen sollten sich aber auch überlegen, Ratgeber-Videos zu erstellen. Darin geht es dann z. B. bei einem Online-Shops für Gartenbedarf nicht darum, eine bestimmte Heckenschere vorzuführen, sondern Pflanztechniken oder einen Jahresplan für die Düngung aufzuzeigen.

Mehr dazu – und welche drei Shops wir für vorbildlich in Bezug auf Online-Videos halten – gibt’s wie gesagt im Advisory

Zählen Links von der eigenen Subdomain bei Google als Backlink?

6. September 2011 | Von in Linkbuilding, SEO | 7 Kommentare

In der letzten Woche geisterte etwas durch die sozialen Netzwerke. Google hatte die Webmaster Tools so geändert, dass Links von einer Subdomain (also angebote.meinefirma.de verlinkt auf www.meinefirma.de) als Backlink angezeigt wurden.

In der Konsequenz wurde darüber spekuliert, dass das ein Beleg dafür sein könnte, dass die Behandlung von Subdomains durch Google geändert wurde.

Pierre Far von Google hat sich nun dazu geäußert:

This change is only for how Webmaster Tools displays link data to help webmasters understand their links a bit better.

Also: Es bleibt wohl alles beim alten. Wäre ja wohl auch zu schön gewesen…

Branding-Anzeigen – lohnt sich das? (Teil 3)

5. September 2011 | Von in SEM | 2 Kommentare

Am Donnerstag ging es zu diesem Thema um Markenbildung, am Freitag um die Aspekte Wettbewerbsabwehr und Qualitätsfaktor. Gerade wenn man AdWords aber nicht auf eigene Rechnung betreibt, sondern als Agentur oder auch Verantwortlicher in einem Unternehmen an jemand anderen berichtet, spielt im Zusammenhang mit Branding-Anzeigen auch der Aspekt Reporting eine Rolle. Hier treten immer mal wieder Interessenskonflikte auf, die teilweise nur ungern thematisiert werden. Ich wage es trotzdem mal, das Thema öffentlich anzuschneiden.

Verfälschte Statistiken

Der Ausgangspunkt: Traffic für den eigenen Unternehmensnamen lässt sich, aufgrund des hohen Qualitätsfaktors, sehr billig einkaufen. Gleichzeitig kommen hierüber besonders qualifizierte Besucher, so dass extrem hohe Conversion-Raten die Regel sind. Kurz: Vergleicht man Branding-Anzeigen mit normalen AdWords-Anzeigen, schneiden sie geradezu traumhaft ab.

Das Problem ist nun, dass die Statistiken von Branding-Anzeigen auch gerne mal mit den übrigen Statistiken vermischt werden. Im Ergebnis hat man dann geschönte Gesamtstatistiken, da die Branding-Ergebnisse verschiedene Durchschnittswerte enorm verbessern. Im Extremfall erscheint eine verlustreiche AdWords-Kampagne dadurch hochprofitabel.

Wenn diese Problematik diskutiert wird, werden üblicherweise namenlose Agenturen gescholten, die auf diese Weise ihre Kunden mit geschönten Statistiken mehr oder weniger hinters Licht führen. Wird dann auch noch erfolgsabhängig abgerechnet, könnte man das schon als Betrug ansehen. Seriöse Agenturen schaffen in der Regel Transparenz, indem sie Brand-Traffic separat ausweisen, etwa durch separate Kampagnen. Damit ist das Thema meistens schon beendet.

Versehentliche Branding-Anzeigen

Ich glaube allerdings, dass die Sache keineswegs so einfach ist, sondern deutlich mehr Schattierungen hat. Da wäre beispielsweise der “versehentlich” mitgenommene Brand-Traffic. Würde die Firma “Müller Laufschuhe” beispielsweise auf das Keyword “laufschuhe” bieten, so würde die zugehörige Anzeige ja auch für “müller laufschuhe” angezeigt. Der Brand-Traffic wäre dem Keyword “laufschuhe” aber gar nicht anzusehen, wenn man nicht tiefer gräbt und sich die Suchanfragen ansieht (und das Problem erkennt).

Das muss dann auch nicht immer an einer schlechten Agentur liegen: Wer seine AdWords-Kampagnen ohne professionelle Hilfe nebenbei selber steuert, tappt regelmäßig in solche Fallen. Zuweilen kommt es auch vor, dass generische Keywords von Google als “weitgehend passend” für Branding-Begriffe herangezogen werden und Anzeigenschaltungen auslösen. Je bekannter der Anbieter ist, desto stärker kommt dieser Effekt zum Tragen.

Auf der anderen Seite macht es Google einem auch nicht immer einfach, die Beimischung von Brand-Traffic gänzlich zu verhindern. Im Laufschuhe-Beispiel ließe sich das ja versuchen, indem man das Wort “müller” ausschließt. Erfahrungsgemäß gibt es aber immer noch eine Unmenge von Fehlschreibungen (“müllr”, “mueller”, u.v.m.), die man im Vorfeld gar nicht ausschließen kann.

Reporting durch die Hierarchie

In manchen Fällen wird der Brand-Traffic allerdings als notwendige Beimischung zur Aufbesserung der Gesamtergebnisse gesehen. So gibt die Autorin eines Artikels bei SearchEngineLand ganz freimütig zu:

Removal of brand keywords will seriously impact retailers’ ability to hit forecasted goals from this channel.

Und:

Removing brand keywords will result in shrinking efficiencies in terms of reported ROAS.

Das sind zwar einerseits krasse Aussagen, erweckt aber nicht den Eindruck als wolle die Autorin damit jemanden täuschen – bei der Agentur, die sie vertritt, kann ich mir das nicht vorstellen und sie hätte es dann wohl auch kaum auf SearchEngineLand geschrieben.

Ich glaube eher, dass sie auf etwas anderes anspielt. Denn bei aller Transparenz seitens der Agentur bleibt das Problem oftmals bestehen. Wenn die Agentur ihren Job richtig macht, sollte dem Ansprechpartner auf Kundenseite der Unterschied zwischen normalen und Branding-Kampagnen klar sein. Aber die Statistiken sehen oft auch Uneingeweihte, insbesondere, wenn die Zahlen innerhalb der Hierarchie weitergegeben werden. Dann werden eher Gesamtergebnisse betrachtet; Details wie die Unterscheidung der Kampagnen treten in den Hintergrund.

Dramatisch wird es, wenn Branding-Ergebnisse auf einmal nicht mehr in den Gesamtstatistiken enthalten sind, denn dann ändern sich die Gesamtergebnisse plötzlich radikal. Wenn dann am Jahresende die Geschäftsleitung die Budgets vergibt und einen schnellen Blick auf die Zahlen wirft, fehlt oft der Kontext. Die Kurve, die steil nach unten geht, wird dann zur Entscheidungsgrundlage.

Bei diesem Problem sind Agenturen eigentlich machtlos. Die Transparenz, Marken-Traffic gegenüber dem Kunden auszuweisen, sollte selbstverständlich sein und offensiv kommuniziert werden. Dass diese Differenzierung auch intern beim Kunden erhalten bleibt, ist aber alles andere als gewiss. Insofern muss man wohl sagen, dass Agenturen, genau wie interne SEM-Abteilungen, in bestimmten Konstellationen auch ein eigenes Interesse daran haben, dass Branding-Kampagnen nicht abgeschaltet werden.

Search Funnels

Soweit die üblicherweise diskutierte Problematik der Auswirkungen von Brand-Traffic auf SEM-Statistiken. Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt, nämlich die Berücksichtigung im “Search Funnel”. Denn es kommt ja durchaus vor, dass ein Besucher den Werbetreibenden zunächst über ein normales Keyword (“laufschuhe”) findet und dann später gezielt nach dem Anbieter sucht (“müller laufschuhe”). Klickt der Besucher dann auf die Branding-Anzeige, so wird AdWords eine mögliche Conversion dieser Branding-Anzeige zurechnen. Hätte es dagegen keine Branding-Anzeige gegeben, hätte die ursprüngliche Anzeige für das normale Keyword (“laufschuhe”) die Conversion verbucht.

Werden solche Ketten nicht gesondert bewertet, dann bewirkt das Vorhandensein von Brand-Anzeigen also, dass andere Anzeigen etwas schlechter dastehen. Wenn der Brand-Traffic dann separat betrachtet und als selbstverständlich angesehen wird, stehen die “richtigen” Kampagnen etwas schlechter da. In diesen Fällen bewirkt das Vorhandensein von Branding-Kampagnen also paradoxerweise eine Verschlechterung der Statistiken.

Interessant ist dieser Fall im Zusammenspiel zwischen Kunde und Agentur, wenn erfolgsabhängig vergütet wird, die Branding-Kampagne dabei aber (natürlich) außen vor bleibt. In diesem Fall wird es für den Kunden nämlich günstiger, wenn die Branding-Anzeigen einen Teil der Conversions “abfangen”. Für die Agentur ergibt sich dann also der Anreiz, keine Branding-Anzeigen zu schalten, so dass die Conversions (richtigerweise) den Kampagnen zugeschrieben werden, über die ein Kunde den Anbieter gefunden hat.

Fazit

Ob man Anzeigen für seine eigene Marke bzw. den eigenen Unternehmensnamen schalten soll, hängt vom Einzelfall ab. Im Hinblick auf Markenbildung ist das teilweise eine Philosophiefrage. Es gibt zwar Studien zu dem Thema, welche auch üblicherweise zu dem Schluss kommen, dass Marken-Anzeigen einen wertvollen Beitrag zur Markenbildung leisten. Ob man sich darauf verlässt, ist aber eine andere Frage. Auf jeden Fall lassen sich die eigenen Anzeigen leichter kontrollieren und anpassen als das Erscheinungsbild des organischen Listings.

Einfach ist die Entscheidung, wenn die eigene Marke von Konkurrenten belagert wird. Viele Werbetreibende versuchen allerdings, diesen Fall zu vermeiden und schließen teilweise auch Waffenstillstände mit ihren Konkurrenten.

Anbieter, deren Unternehmensname auch generische Begriffe enthält (“Müller Laufschuhe”), haben allerdings zwangsläufig so viel Konkurrenzanzeigen dabei, dass sie in der Regel nicht drum herum kommen, auf ihren Namen zu bieten.

Bevor man Branding-Anzeigen schaltet oder abschaltet, sollte man sich auch klar machen, welche Auswirkungen dies auf die Statistiken haben wird und welche Interessen davon berührt werden. Separate Kampagnen für Branding-Anzeigen sind zwar inzwischen weitgehend zum Standard geworden, allerdings ist das Thema damit in der Praxis oft noch nicht beendet – auch wenn alle Beteiligten einen Interessenskonflikt weit von sich weisen.

Nicht behandelt habe ich an dieser Stelle die Möglichkeit, den Effekt einer Zu- oder Abschaltung von Branding-Anzeigen einfach mal zu testen. Das kann man natürlich immer tun, allerdings lassen sich die Auswirkungen in der Disziplin Markenbildung schlecht messen.

Verlosung des SEOkomm-Tickets

5. September 2011 | Von in Sonstiges | Ein Kommentar

Wir haben ja am letzten Montag geschrieben, dass wir ein SEOkomm-Ticket verlosen. Wir haben dann auch wie versprochen einen Gewinner gezogen.

Heutzutage macht man sowas ja ganz unromatisch per Skript:

python
>>> random.seed( “wer wohl das ticket 2011 gewinnen wird?” )
>>> random.randint( 1, 41 )
12

Deswegen hat Ekmi (Kommentar #12) gewonnen. Habe ihm schon eine Email geschrieben & warte noch auf seine positive Rückmeldung. Sonst müssen wir nochmal an die digitale Lostrommel dran.

Auf jeden Fall: Vielen Dank an alle fürs mitmachen. Und: Wir sehen uns in Salzburg!

Branding-Anzeigen – lohnt sich das? (Teil 2)

2. September 2011 | Von in SEM | Keine Kommentare

Bei der Entscheidung, ob für den eigenen Unternehmens- oder Markennamen AdWords-Anzeigen geschaltet werden sollen, stand in der Vergangenheit meistens das Argument der Markenbildung im Vordergrund (siehe erster Artikel der Reihe). In letzter Zeit wird aber die Abwehr von Wettbewerbern immer mehr zum Hauptargument für eine solche Anzeigenschaltung. Denn seitdem fremde Marken praktisch offiziell und uneingeschränkt als Keywords freigegeben sind, wird eine versucht der eine oder andere schon mal, bei Konkurrenten Traffic abzugreifen. Besonders ärgerlich ist das, wenn dann eine Anzeige der Konkurrenz auf dem ersten Platz oberhalb der organischen Suchergebnisse auftaucht, was dann nicht nur der eigenen Marke schadet, sondern auch ganz konkret Kunden kostet.

Wettbewerber fernhalten

Mit einer eigenen Anzeige lassen sich Wettbewerber aber einfach und effektiv von der Top-Position fernhalten. Weil die Klickwahrscheinlichkeit der eigenen Anzeigen für die eigenen Markenbegriffe oder den Unternehmensnamen extrem hoch ist, profitiert man hier von einem besonders hohen Qualitätsfaktor. Ein Wettbewerber, der diesen Vorteil nicht hat, müsste das durch ein deutlich höheres Gebot ausgleichen, um sich doch noch die erste Position zu sichern.

Die AdWords-Mechanismen sorgen aber auch über die erste Position hinaus für Zutrittsbarrieren. Denn es ist keineswegs so, dass ein Wettbewerber sich dann für kleines Geld einfach mit dem zweiten Platz zufrieden geben könnte. Beim eigenen Markennamen bewirken der eigene hohe Qualitätsfaktor und die niedrigen Qualitätsfaktoren von Wettbewerbern, dass die Mindestgebote für andere Werbetreibende vergleichsweise hoch liegen. Um oberhalb der organischen Suchergebnisse zu erscheinen, und sei es nur auf dem zweiten oder dritten Platz, muss eine noch höhere Hürde genommen werden. In der Praxis verdrängen Branding-Anzeigen die Konkurrenz deshalb meistens an die Seite, wie etwa in diesem Fall:

Brand-Anzeigen-Wettbewerbsabwehr

Für Wettbewerber wird das Bieten auf den Namen des Markeninhabers also sehr viel teurer, selbst wenn sie es nur auf die hinteren Plätze abgesehen haben. Bietet der Markeninhaber aber nicht selbst mit, liegt das Mindestgebot deutlich niedriger, so dass Wettbewerber freie Bahn haben und wesentlich niedrigere Preise zahlen.

In diesem Zusammenhang sollte man auch bedenken, dass Anzeigenschaltungen von Wettbewerbern auch unabsichtlich passieren können. Dies ist insbesondere im Zusammenhang mit der Keyword-Option weitgehend passend (Broad Match) schnell passiert. Bucht jemand beispielsweise das Wort “seo” mit dieser Option ein, so könnte es passieren, dass Google die Suchanfrage “internetkapitäne” als weitgehend passend für das Keyword “seo” annimmt und somit eine Anzeigenschaltung stattfinden könnte. Ob es tatsächlich dazu kommt, hängt dann davon ab, ob das zugehörige Gebot die Schwelle des Mindestgebots überschreitet. Und diese Schwelle hängt eben auch davon ab, ob der Markeninhaber selbst mitbietet.

Nicht mit der Brechstange

Übrigens sollten Werbetreibende es bei den Geboten für ihre eigenen Marken- oder Unternehmensnahmen nicht übertreiben. Wer bei CPCs von unter fünf Cent schon auf Platz 1,0 steht, kommt möglicherweise auf die Idee, ein Gebot von fünf oder gar fünfzig Euro mache keinen Unterschied mehr, weil man ja eh nur ein paar Cent zahlt. Allerdings kann es durchaus vorkommen, dass der Qualitätsfaktor stellenweise mal ins Bodenlose fällt, etwa, wenn ein Nutzer sehr, sehr oft nach dem Unternehmensnamen gesucht, aber nie auf die Anzeige geklickt hat. Weil die Klickwahrscheinlichkeit dann für diesen Nutzer sehr niedrig geschätzt wird, kann es vorkommen, dass, wenn es dann doch mal zu einem Klick kommt, plötzlich ein sehr hoher Klickpreis fällig wird.

Mehr zum nutzerspezifischen Qualitätsfaktor kann im aktuellen suchradar (Ausgabe 31) oder direkt im suchradar-Archiv nachgelesen werden: Der Nutzer als Qualitätsfaktor-Kriterium .

Apropos Qualitätsfaktor

Wie schon gesagt, die Klickwahrscheinlichkeiten sind für den eigenen Unternehmensnamen immer herausragend hoch. Viele AdWords-Spezialisten glauben, dass sich die hohen Klickraten positiv auf die Kontohistorie auswirken und dass die Kontohistorie wiederum in alle anderen Qualitätsfaktoren mit eingeht. Es wird daher oft behauptet, dass sich die Branding-Anzeigen auf diesem Wege positiv auf den Rest des Kontos auswirken. Überprüfen lässt sich das nicht, allerdings wurde es von Spezialisten inzwischen so oft wiederholt, dass es mittlerweile praktisch als Fakt durchgeht. Ich persönlich halte das inzwischen allerdings für Unsinn.

Wie unter anderem hier im Blog und im suchradar (Ausgabe 29 ) dargelegt, denke ich, dass der Qualitätsfaktor kein mystisches, subjektives Maß für Qualität ist, sondern schlicht eine Schätzung der Klickwahrscheinlichkeit. Je genauer diese Schätzung, desto mehr Geld verdient Google. Anders herum: Fehlschätzungen kosten Google Geld.

Aus der Performance von Branding-Anzeigen Schlüsse für die Klickwahrscheinlichkeit von ganz normalen Anzeigen zu ziehen, wäre ganz klar eine Fehleinschätzung. Denn jeder weiß, dass Branding-Anzeigen einen Sonderfall darstellen und überhaupt keinen Rückschluss auf die anderen Elemente eines AdWords-Kontos zulassen. Dieser Sonderfall kommt in praktisch jedem Konto vor, so dass es für Google schlichtweg dumm wäre, die Problematik zu ignorieren. Es wäre für Google aber auch dumm, hier Aufklärung zu betreiben – schließlich profitiert Google auch von Branding-Anzeigen noch ganz gut.

Im dritten Teil der Reihe geht es in ein paar Tagen um die Problematik des Reportings im Zusammenhang mit Branding-Anzeigen. Bis dahin freue ich mich wieder über Kommentare.