Google hat angekündigt, die Anforderungen an Google-Produktsuche-Feeds weiter nach oben zu schrauben. Nach der Mitteilung haben Unternehmen bis zum 22. September Zeit, die Änderungen durchzuführen, sonst…

Starting on September 22, 2011 we will be taking action against accounts with feeds targeting the United States, France, United Kingdom, Japan, and Germany that do not comply with the new specification and policy requirements.

Für alle deutschen Feeds sind demnach die folgenden Änderungen relevant:

  1. Attribut „bildlink“ wird jetzt Pflicht; es kann aber nur einmal benutzt werden
  2. Ein neues Attribut „Zusätzlicher Bildlink“ kann für zusätzliche Bilder benutzt werden
  3. Attribut „verfügbarkeit“ muss gesetzt werden (mögliche Werte: „auf lager“, „bestellbar“, „nicht auf lager“ und „vorbestellt“)
  4. Attribut „Google-Produktkategorie“ wird jetzt Pflicht; hierfür steht wie gehabt die Taxonomie zur Verfügung

Außerdem gibt es neue Attribute für Bekleidungsprodukte:

  1. Attribut „marke“ wird jetzt Pflicht
  2. Attribute „geschlecht“ und „altersgruppe“ werden empfohlen, sollten also gesetzt werden; hier sind für „geschlecht“ die Werte „Male“, „Female“ und „Unisex“ und für „altersgruppe“ die Werte „Erwachsene“ und „Kinder“ möglich
  3. Attribute „farbe“ und „größe“ werden Pflicht

Varianten

Insgesamt geht Google auch anders mit Varianten eines Produkts um. Bislang wurden diese als separate Produkte angelegt.

Jetzt ist es so, dass alle Varianten eines Produktes ein gemeinsames Attribut (item_group_id) erhalten müssen, so dass Google die Varianten auch erkennen kann. Unterschiedlich sind dann bei den einzelnen Varianten die Attribute „farbe“, „material“, „muster“ und „größe“.

Einschätzung

All das erfordert natürlich wieder Arbeit bei der Erstellung der Feeds. Den Zeitraum von zwei Monaten bis zur Umstellung finde ich fast etwas knapp, wenn ich mir so einige Unternehmen anschaue und auch die bevorstehenden Ferien einkalkuliere.

Insbesondere wird es aber eigentlich nur für Modeprodukte und Varianten schwieriger. Auch die Abbildung der Produkte in die Taxonomie kann aufwändig sein, aber da muss jeder erstmal selber schauen, wieviele unterschiedliche Kategorien die eigenen Produkte eigentlich abdecken. Wer aber ein umfangreiches Produktportfolio über unterschiedlichste Kategorien hat, wird hier sicherlich jede Menge Arbeit haben – in der Hoffnung, dass Google die Taxonomie nicht so bald wieder ändert.

Insgesamt muss man natürlich abwarten, wie hart Google die Richtlinien dann auch durchsetzt. In der Vergangenheit war Google hier in Deutschland oft recht nachlässig – vor allem wenn man bedenkt, wie viele Affiliates ohne eigenen Shop sich in der Produktsuche tümmeln.

Aber die Produktsuche hat nach wie vor eine hohe Relevanz für viele Online-Shops, so dass die meisten die Änderungen wohl umsetzen werden (müssen).

Wer sich nun an die Arbeit möchte, findet hier den nötigen Lesestoff:

Übersicht über die Änderungen:
http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?answer=1346661

Die vollständigen Produkt-Feed-Spezifikationen:
http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?answer=188494

Übersicht über empfohlene und erforderliche Attribute nach Ländern:
http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?answer=1344057

About Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (SEO - Die neuen Regeln), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.