Aktuelle Zahlen zu AdWords-Anzeigenformaten
Sonntag 3. Juli 2011 von Martin
In den vergangenen Monaten hat Google einige Änderungen an den AdWords-Anzeigenformaten vorgenommen, die wir hier im Blog eingehend behandelt haben. Ich habe Ende letzter Woche noch mal meine Testmenge von einigen hundert Keywords aus den Bereichen Shopping und Tourismus abgerufen, um zu sehen, was sich inzwischen getan hat.
Eingebettete Sitelinks
Die letzte Neuerung, die Google eingeführt hat, waren die eingebetteten Sitelinks, bei denen Teile des Anzeigentexts einer Top-Anzeige zu Links werden. Voraussetzung dafür ist, dass der entsprechende Textteil mit dem Text des hinterlegten Sitelinks übereinstimmt und dass die Anzeige auf einer Top-Position zu finden ist.
Kurz nach Einführung des eingebetteten Formats waren entsprechende Anzeigen kaum zu finden. Bei meiner Auswertung lag der Anteil der Top-Anzeigen mit eingebetteten Sitelinks knapp unter 0,5 % – das ist mehr als zu Beginn, aber immer noch sehr wenig. Hier ein paar Beispiele:


Einen Fall, in dem der Einsatz wirklich beabsichtigt bzw. geplant wirkte, habe ich nicht gefunden. Dafür habe ich ein schönes Beispiel gefunden, das einen Vorteil des neuen Formats zeigt:
Da das eingebettete Format keinen weiteren Platz wegnimmt, hat diese Anzeige gleich drei Erweiterungen: Verkäuferbewertung, Produkte und einen eingebetten Sitelink.
Anzeigenüberschriften
Bei den Anzeigenüberschriften für Top-Anzeigen hatte Google Anfang des Jahres ein Format eingeführt, dass das Aufrücken der ersten Textzeile in die Überschrift ermöglichte. Die Voraussetzung für diese verlängerten Überschriften war ursprünglich ein Satzzeichen am Ende der ersten Zeile, was später aber noch gelockert wurde. Im Mai kam dann auch ein Format dazu, bei dem der Domainname in die Überschrift aufrückte.
Ich habe noch mal analysiert, wie oft die Formate bei Top-Anzeigen zum Einsatz kommen. Hier sind die Zahlen:

Die gleiche Auswertung hatte ich vor einem Monat schon mal gemacht. Seitdem hat sich nicht allzu viel getan. Nur bei den verlängerten Überschriften gab es noch wirklich Bewegung. Deren Anteil ist seitdem von 51% auf 58% gestiegen – ein Trend, der seit Einführung des Formats anhält:

Zu welchen Teilen der Anstieg auf die gelockerten Anforderungen und auf verstärkte Bemühungen von Werbetreibenden zurückzuführen ist, lässt sich leider nicht sagen. Allerdings gibt es nach wie vor Probleme, weil Google manchmal ein Satzende sieht, wo keins ist:

Vor allem die Punkte nach Abkürzungen bereiten Google Probleme:

Neues Format für Suchergebnisse
Die letzten Beispiele zeigen ein ganz neues Problem: Google hat die Reihenfolge der Elemente bei den Suchergebnissen (Anzeigen und organisch) umgestellt und dabei den Beschreibungstext ans Ende gesetzt (einige der hier gezeigten Beispiele enthalten noch das alte Format). Zwischen Überschrift und Text steht jetzt also mindestens die Anzeige-URL. Die zweite Textzeile steht also noch einsamer da als zuvor – und ergibt dadurch in den obigen Beispielen wenig Sinn.
Leider gibt es für Werbetreibende kein Rezept, sich vor solchen Dingen zu schützen. Google feilt weiterhin an den Formaten, und sei es nur testweise. Manche Neuerungen fallen auch mehr oder weniger unter den Tisch – wer hat beispielsweise mitbekommen, dass seit Mitte Mai alle Anzeigen ohne Subdomain ein “www.” verpasst bekommen haben? Aber das ist ein Thema für einen anderen Post…
Martin
Martin Röttgerding ist Head of SEM bei der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion. Er bloggt und twittert hauptsächlich zu Google AdWords und schreibt für das suchradar.
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 3. Juli 2011 um 18:48 und abgelegt unter SEM. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.





Montag 4. Juli 2011 um 14:23
sehr interessanter Beitrag, vor allem über die alleinstehende Desc Line 2 sollte sich Google nochmals Gedanken machen!