Bloofusion lüftet das Geheimnis des AdWords-Qualitätsfaktors

Donnerstag 13. Januar 2011 von Martin

Japp, wirklich wahr: Vor einiger Zeit bin ich hinter das Geheimnis des Qualitätsfaktors gekommen, jetzt wird es Zeit, das zu veröffentlichen. Für einen Post ist das Thema zu umfangreich, deshalb gibt es stattdessen eine Serie hier im Blog.

Was meine ich mit dem “Geheimnis” des Qualitätsfaktors? Den ultimativen Tipp, um demnächst immer den höchsten Qualitätsfaktor zu haben? Sorry, um ordentliche Kampagnen führt weiterhin kein Weg herum. Geht es um bisher unbekannte Einflussfaktoren des Qualitätsfaktors? Nein, eigentlich nicht. Und die Formel für den Qualitätsfaktor habe ich auch nicht aus dem Googleplex entführt.

Nein, mit dem “Geheimnis” meine ich den Schlüssel zum Verständnis des Qualitätsfaktors. Das mag nach Basiswissen klingen, wird unser aller Sicht auf den Qualitätsfaktor aber gründlich umkrempeln. Und als wäre das nicht genug: Das Thema Qualitätsfaktor wird dadurch auch noch radikal vereinfacht.

Gut, damit dürften die Erwartungen jetzt erst mal genug geschürt sein. Fangen wir also an: Worum geht es eigentlich?

Das Qualitätsfaktor-Puzzle

Seitdem der Qualitätsfaktor 2005 eingeführt wurde, wurden unzählige Artikel darüber geschrieben. Viele Mythen wurden verbreitet und widerlegt. Auf großen Konferenzen wie der SMX werden dem Qualitätsfaktor regelmäßig mehrere Vorträge gewidmet. Das Thema ist wichtig, daran besteht kein Zweifel: Der Qualitätsfaktor beeinflusst Anzeigenpositionen und Klickpreise. Er hat damit eine unmittelbare Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit eines Werbetreibenden bei Google AdWords. Kein Wunder also, dass AdWords-Nutzer aus aller Welt ein starkes Interesse daran haben, den Qualitätsfaktor zu verstehen.

Trotzdem tut man sich mit dem Thema schwer. Denn die Informationen zum Qualitätsfaktor sind vergleichsweise unzusammenhängend. Es ist ein bisschen so, als hätte man ein paar Teile aus einem großen Puzzle. So ist zum Beispiel bekannt, dass die Klickrate wichtig ist. Ebenso die Relevanz. Wir wissen, wie der Qualitätsfaktor in die Anzeigenauktion eingeht. Und wir haben noch viele weitere einzelne Puzzleteile.

Ab und zu bekommen wir neue Puzzleteile. Das passiert in der Regel, wenn sich Google äußert. Es passiert auch öfters, dass ein Google-Mitarbeiter ein Detail zum Qualitätsfaktor preisgibt. Daraufhin gibt es dann wieder Artikel und Vorträge, in denen das neue Puzzleteil präsentiert wird.

Leider befinden sich unter den Puzzleteilen auch ein paar falsche Teile. Diese schleichen sich manchmal ein, z. B. weil es irgendwo ein Missverständnis gab. Die Behauptung, eine AdWords-Zielseite müsste Keywords enthalten, ist zum Beispiel so ein falsches Puzzlestück. Falsche Puzzleteile werden aussortiert, indem Google etwas richtig stellt – offiziell, oder gegenüber einzelnen Werbetreibenden. Dann gibt es meistens Artikel und Vorträge, die von “Mythen” sprechen und das wieder gerade rücken.

Wenn sich Experten über den Qualitätsfaktor austauschen, wenn Vorträge gehalten und Artikel veröffentlicht werden, dann geht es praktisch immer um einzelne Puzzlestücke. Das Gesamtbild spielt keine große Rolle. Und warum auch, schließlich kennen wir alle das Gesamtbild. Es geht um Qualität, und davon haben wir alle eine Vorstellung. Dumm nur, dass jeder seine eigene Vorstellung davon hat. Denn Qualität scheint subjektiv zu sein. Und so hat jeder ein anderes Puzzle vor Augen, wenn er versucht, die Teile zu ordnen und in einen Zusammenhang zu bringen. Es ist deshalb auch kein Wunder, dass es so viele Mythen gibt und nur Google zuverlässig neue Teile herausgeben kann, denn nur Google kennt das korrekte Gesamtbild.

Das wird sich nun ändern. Denn es gibt ein Gesamtbild, das eine objektive Sicht auf den Begriff “Qualität” bietet. Und mit Hilfe dieses Gesamtbildes lassen sich die Puzzleteile einordnen – und neue Puzzleteile entdecken.

Wie geht’s weiter?

In den nächsten Tagen werde ich zeigen, was es wirklich mit dem Qualitätsfaktor auf sich hat. Am Montag geht es hier richtig los, dann gehe ich auf die Widersprüche des Qualitätsfaktors ein und rüttle erst mal an der herrschenden Lehre. Anschließend geht es um die Fakten, die tatsächlich verlässlich scheinen. Auf deren Grundlage wird dann eine Theorie zum Qualitätsfaktor entwickelt. Die Theorie wird dann mit der Realität abgeglichen.

Bis zum Ende der Woche werden drei Fragen beantwortet sein:

  • Wozu ist der Qualitätsfaktor da?
  • Was ist Qualität?
  • Was ist der Qualitätsfaktor?

Also, schönes Wochenende. Ab Montag geht’s rund.

Martin
Martin Röttgerding ist Head of SEM bei der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion. Er bloggt und twittert hauptsächlich zu Google AdWords und schreibt für das suchradar.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 13. Januar 2011 um 09:45 und abgelegt unter SEM. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

7 Kommentare über “Bloofusion lüftet das Geheimnis des AdWords-Qualitätsfaktors”

  1. MartinNo Gravatar schrieb:

    Dieser Beitrag war quasi eine Einleitung, welche man sich zu 100% hätte sparen können. Bin gespannt, ob es dieses Mal bei Ihnen mehr als 10% Infos gibt, gegenüber den 90% Zeitfresser-Zeilen..

  2. MarkusNo Gravatar schrieb:

    Das bekommen wir schon hin :)

    Danke für die konstruktive Kritik…

  3. netzaffinNo Gravatar schrieb:

    Muss Martin leider zustimmen. An dem Punkt “Gut, damit dürften die Erwartungen jetzt erst mal genug geschürt sein.” hätte man aufhören können. Halb so wild, wenn das am Montag wieder rausgerissen wird. Als AdWords Dummie freu ich mich drauf :)

  4. MartinNo Gravatar schrieb:

    Ihr habt schon Recht, es ist relativ weit ausgeholt. Ich halte es aber für wichtig, dass man sich erst mal klar macht, dass alles von Google kommt. Wenn Google morgen sagt, Mondphasen sind wichtig für den Qualiätsfaktor, dann müsste man das wohl glauben.

    Vergleicht das mal mit SEO: Wenn Google sagt, eine Sache ist wichtig oder unwichtig fürs Ranking, dann haben viele Leute eine eigene Meinung dazu. Beispiel gekaufte Links: Wenn Google sagt, die bringen nichts, glaubt das längst nicht jeder. Das liegt daran, dass man, was SEO angeht, auch außerhalb von Google ein ganz gutes Verständnis von solchen Dingen hat. Beim Qualitätsfaktor dagegen müssen wir alles glauben, was Google uns vorgibt.

    Außerdem ist es wichtig, zu verstehen, dass es allgemein überhaupt kein einheitliches Verständnis zum Qualitätsfaktor gibt. Ich habe lange recherchiert und bin bei anerkannten Experten auf Interpretationen des Qualitätsfaktors gestoßen, die grenzen ans philosophische.

    Um Frust vorzubeugen: Auch am Montag kommt hier noch nicht der große Wurf. Wie angekündigt werde ich auf Widersprüche eingehen und die herrschende Lehre in Frage stellen. Auch dabei bin ich überzeugt davon, dass der Post wichtige neue Erkenntnisse beinhaltet. Ob es zunächst aber andere Reaktionen gibt, weiß ich nicht – vermutlich werden die meisten behaupten (und selber glauben), sie hätten das sowieso schon immer gewusst.

    Macht nix, bis zum Ende der Woche ist das Geheimnis gelüftet. Wer Angst hat, hier seine Zeit zu verschwenden, kann ja gerne bis dahin warten und anhand der Reaktionen entscheiden, ob er hier nachliest oder nicht. Ich habe in letzter Zeit zu viele vollmundige Ankündigungen zu nichtssagenden Artikeln gelesen, als dass ich’s jemandem übel nehmen könnte.

  5. CarstenNo Gravatar schrieb:

    Habe nur die Überschrift und die Kommentare gelesen, das reicht mir auch erstmal und ich warte gespannt auf nächste Woche.. und wehe es ist Basiswissen :)

  6. JanNo Gravatar schrieb:

    “und wehe es ist Basiswissen”
    … genau, dann wird Martin – mh.

    Dann führt Google den Martin-Faktor ein :-) . Richtig.

  7. MartinNo Gravatar schrieb:

    Hey, es geht darum, was der Qualitätsfaktor (wirklich) ist – mehr Basis geht gar nicht ;)

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