Archiv für Dezember, 2010

Das neue suchradar 27 ist da: Titelthema “Aus- und Rückblick”

Mittwoch 15. Dezember 2010 von Markus

cover-dec-2010-150wSo, das suchradar Ausgabe 27 ist fertig. Einen Tag zu spät, aber dafür mit viel Liebe gemacht :)

Danke an Richard und Tina (für das Design), Martin (für den AdWords-Artikel), Maik (für das Management und den Video-Artikel), Martin Schirmbacher (für den juristischen Jahresrück- und ausblick), Arne-Christian Sigge (für den Artikel über Contentkauf) und Eric Kubitz (für den Artikel über Google News). Und auch Danke an meine Frau und die Kinder, dass ich heute noch mal ins Büro durfte, obwohl ich eigentlich Urlaub habe. Aber ich habe das heute morgen mit einem Einkaufsmarathon in Spielzeug- und Modegeschäften wettgemacht.

Danke auch an alle, die es gestern zum suchradar-Treffen in Münster geschafft haben. Ja, es war wirklich a***kalt, aber umso mehr muss man den Einsatz derer gedenken, die das durchgehalten haben :)

Also, wie immer: viel Spaß beim Lesen.

Titelthema “Aus- und Rückblick”:
> Der SEO-Rück- und Ausblick: Was war, was wird?
> Suche und Recht: Was war in 2010, was wird in 2011?

Außerdem:
> Google AdWords Werkstatt: Neues im AdWords Interface
> SEO in Action: Linkaufbau mit Google Alerts
> Videos für Unternehmen: Inspiration für bewegte Bilder
> Praxistipp: Linkaufbau mit Beziehungen
> Unique Content: Reibungsloser Ablauf des Einkaufs für Agenturen
> Google News: Lohnt sich Google News für Website-Betreiber?
> suchradar persönlich: Fragen an Oliver Hauser, Organisator der SEOkomm

Jetzt suchradar 27 runterladen:
www.suchradar.de/magazin/

Und allen wünsche ich an dieser Stelle schon mal ein Frohes Fest, einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr. Nächstes Jahr geht’s weiter mit suchradar, Internetkapitänen und Bloofusion.

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TripAdvisor blockiert Google: Pro und Contra Google

Freitag 10. Dezember 2010 von Markus

Zwei interessante Beiträge zeigen eine ganz interesante Entwicklung:

  1. TripAdvisor Blocking Google Places From Indexing Reviews (SER)
  2. TripAdvisor Blocks Google: The Start Of A Larger Trend? (SEL)

Die Frage, die SEL hier aufwirft, ist wirklich sehr interessant: Gibt es hier einen Trend?

Grundsätzlich haben die Sites, die – ob proaktiv oder duldend – Google erlauben, ihre Bewertungen (oder ähnliche Daten) abzuholen und in die eigenen Dienste zu integrieren, ja ähnliche Überlegungen. Und die will ich mal zusammenfassen.

Pro:

Auf der einen Seite kann man potenziell durch Google einiges an Traffic bekommen. Wenn TripAdvisor die Bewertungen an Google übergibt, können Besucher z. B. auf das Google-Places-Profil eines Hotels gelangen und von dort aus auf die Bewertung bei TripAdvisor klicken. Wieviele Klicks hier erfolgen, wissen wohl nur die Portale und Google selber.

Auch ist es in der öffentlichen Wahrnehmung natürlich nicht unbedeutend, wenn Google den Namen “TripAdvisor” regelmäßig als Quelle nennt. Auch so kann man sich natürlich einen Markennamen aufbauen und so langfristig der Google-Falle entkommen.

Con:

Man fragt sich natürlich schon, was dem Vorteil des Traffics und der Nennung als Nachteil entgegenstehen kann. Grundsätzlich ist es ja möglich, dass Bewertungen auch bei Google abgegeben werden können. Die TripAdvisor-Bewertungen wären also gewissermaßen Backfill: Google könnte sie nur solange anzeigen, wie genügend eigene Bewertungen vorliegen und TripAdvisor abklemmen. Dann hätte TripAdvisor Google geholfen, größer, relevanter und abhängig von anderen Quellen zu werden.

Auch ist es natürlich so, dass Google z. B. auf den Places-Profilen bereits den größten Teil der Bewertung anzeigt. Vielleicht klicken sich gar keine Nutzer zu TripAdvisor durch. Dafür aber verdient Google Geld mit lokalen AdWords, Google Tags und anderen Diensten. Und dabei hilft TripAdvisor dann ja auch noch.

Also?

Ich habe keine Ahnung, wie die Fakten hier sind. Das wissen wohl wie gesagt nur Google und die Portal-Betreiber.

Aber ich weiß schon, dass sehr viele Unternehmen Angst haben, ihre Daten an Google auszuliefern, weil sie eben fürchten, dass Google sie irgendwann fallen lässt, sobald genug eigene Daten vorliegen. Ob das so passieren würde, sei mal dahingestellt. Aber die Angst ist da. Für den eigenen Content hat man jede Menge Geld bezahlt und dann soll man den einfach an Google abgeben?

Ich kann mir vorstellen, dass es hier in Zukunft noch mehr Konfliktpotenzial gibt. Es bleibt spannend…

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Die AdWords Wettbewerbsanalyse

Donnerstag 9. Dezember 2010 von Martin

AdWords hat ein paar Neuerungen bei den “Werbechancen” eingeführt (mehr dazu im offiziellen Blogpost) und dabei anscheinend auch die Wettbewerbsanalyse in deutschen Konten verfügbar gemacht.

Das Feature ist eigentlich ganz interessant: Es zeigt für Klicks, Impressionen, Klickrate und durchschnittliche Position, wie man selbst im Vergleich zum Wettbewerb da steht. Ermitteln lässt sich das fürs ganze Konto, für Kampagnen oder auch einzelne Anzeigengruppen. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Wettbewerbsanalyse

Google sortiert Keywords in Kategorien und hat in diesem Fall festgestellt, dass ein Teil der Keywords in die Kategorie “Haus und Garten” und ein Teil in “Hobbys und Freizeitbeschäftigungen” fällt. Ein Klick darauf führt zunächst zu Unterkategorien und am Ende zur Keywordliste (dort gibt’s dann aber keine Statistiken mehr).

In der Spalte Mitbewerber-Bereich sieht man, in welchem Leistungsbereich der Werbetreibenden man sich in Bezug auf die Kategorie bewegt. Genauere Werte erhält man, wenn man mit der Maus darüber fährt, wichtig ist aber vor allem das Fünftel, in dem man sich bewegt. Im Screenshot ist das der Bereich 80-100%.

Die Balken rechts beziehen sich wiederum auf dieses Fünftel. Im Beispiel-Screenshot zeigt der obere Balken die eigene Impressionen-Zahl und den Durchschnitt für Werbetreibende im gleichen Leistungsbereich. Mit anderen Worten: Man erfährt, wie man im Vergleich zu den Wettbewerbern abschneidet, die in etwa so gut abschneiden wie man selbst.

Bitte mehr Geld für AdWords ausgeben

In meinen Augen spornen die Vergleiche mit dem Wettbewerb dazu an, sich in den jeweiligen Disziplinen zu verbessern. Das wird besonders dadurch befördert, dass man sich immer mit Werbetreibenden im gleichen Leistungsbereich vergleichen muss. Da liegt man natürlich die meiste Zeit nur knapp davor oder knapp dahinter, was meiner Meinung nach den Ansporn noch verstärkt.

Aber egal ob Impressionen, Klicks, Klickrate oder Durchschnittsposition: Um hier weiter nach vorne zu kommen, ist es vor allem hilfreich, mehr Geld bei AdWords ausgeben. Ein Vergleich in Kostendisziplinen ist dagegen nicht vorgesehen. Man stelle sich mal vor, ein Werbetreibender würde sehen, dass er einen höheren Klickpreis zahlt als seine Wettbewerber.

Fazit: Eher nutzlos

Wie der ganze Bereich Werbechancen scheint sich auch die Wettbewerbsanalyse primär an unwissende Werbetreibende zu richten. Die bunten Balken sehen schön aus, verleiten aber zu Fehlschlüssen und bieten nur in seltenen Fällen einen tatsächlichen Erkenntnisgewinn.

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suchradar meet + greet am 14. Dezember in Münster: Glühwein trinken für den guten Zweck

Donnerstag 9. Dezember 2010 von Markus

Wie schon angekündigt treffen wir uns am 14. Dezember (Dienstag) zu einem suchradar meet + greet. Auch wenn es derzeit nicht ganz danach aussieht, als würden wir es noch rechtzeitig schaffen, wird an diesem Tag das letzte suchradar in diesem Jahr erscheinen. Ein Grund für uns, Danke zu sagen an unsere Stammleser und auch an die vielen Personen und Unternehmen, die uns beim suchradar unterstützen.

Wir treffen uns am Glühweinstand vor dem Extrablatt am Aegidiimarkt (Aegidiimarkt 1):
http://www.cafe-extrablatt.com/cms/front_content.php?idcat=1149&standort_id=76

Vorteil: Wenn das Wetter hundsmiserabel werden sollte, können wir einfach reingehen und dort was warmes trinken (und essen).

Wir treffen uns dort um 17 Uhr. Parken kann man direkt nebenan im Parkhaus.

Wir sammeln auch an dem Abend für die Aktion Kinderhilfe Münster e.V. und freuen uns natürlich über ungehemmt ausgelebte Wohltätigkeit.

Jetzt bei Facebook anmelden:
http://www.facebook.com/event.php?eid=168775616471730

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Google nimmt Kurs auf den lokalen Markt: Riesen Potenzial, aber wie soll man das heben?

Donnerstag 9. Dezember 2010 von Markus

Auf Search Engine Land gibt es einen neuen Artikel, der mir aus der Seele spricht: “Google: Local Is Job One“.

Google ist ein börsennotierter Konzern und muss auch eine Wachstums-Story anbieten. Wo soll das Wachstum denn herkommen? Nahezu alle Online-Shops und Portale und so investieren doch schon Unsummen in AdWords. Dadurch, dass viele ihre AdWords-Ausgaben hinterfragen und immer besser tracken und steuern können, wird auch nicht gerade mehr Geld ausgegeben.

Wenn also Wachstum sein muss, könnte das durchaus von lokalen Unternehmen kommen. Diese sind aktuell zum großen Teil in Bezug auf SEO und SEM nicht aktiv – zumindest hier in Deutschland.

Zwar gibt ein lokaler Kunde keine Unsummen für AdWords aus, aber dafür gibt es eben auch sehr viele lokale Kunden. Strategisch ist es also in der Höhe der Ausgaben interessant – aber auch, weil Google sein Risiko minimiert, indem die Einnahmen auf viele Schultern verteilt werden.

Aber bei diesem Blick aufs Geld darf man ja auch nicht vergessen, dass es hier auch einen hohen Bedarf gibt. Wenn ich die ganzen Werbeblättchen lese, wundere ich mich immer wieder, dass ein lokaler Handwerker dafür Geld ausgibt, aber für “maler münster” oder “klempner dortmund” nicht zu finden ist. Die meisten lokalen Unternehmen verschlafen das Internet einfach. Und genau hier kann Google angreifen.

Leicht wird das sicherlich nicht. Viele lokale Unternehmen sind weit davon entfernt, Zugang zu ihrer Website zu haben – wenn sie denn überhaupt eine Website haben.

Sicherlich: Es gibt immer Unternehmen, die genau wissen, wie viel Traffic man über Google Places und lokal ausgerichtete AdWords generieren kann. Aber das sind eben immer noch Ausnahmen.

Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass diese Aufmerksamkeit in den USA deutlich anders ist. Vielleicht stimmt es ja hier, dass die USA uns ein paar Jahre voraus sind und im nächsten Jahr all die Ärzte, Anwälte und Brautmode-Shops aufwachen und das Internet als professionelle Plattform nutzen.

In jedem Fall wünsche ich Google dabei viel Erfolg. Auch von uns wird im nächsten Jahr was zum Thema “Lokale Suche” kommen. Mal schauen…

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Duplicate Content and Multiple Site Issues: Meine Präsentation von der SES jetzt in Farbe!

Mittwoch 8. Dezember 2010 von Markus

Vor zwei Wochen habe ich Berlin einen Vortrag auf der SES gehalten. Das Thema der Session war “Duplicate Content and Multiple Site Issues” – und da haben ja nicht wenige Websites Probleme.

Da nicht alle auf der SES waren, habe ich die Präsentation noch kurz minimal überarbeitet und dann aufgesprochen. Das Ergebnis gibt’s in unserem YouTube-Channel. Und hier:

Ich freue mich über Kommentare.

Die Zeit war leider mit 15 Minuten etwas knapp bemessen. Irgendwie könnte man da stundenlang drüber reden. Aber meine Meinung – vor allem zum Thema D/A/CH – sollte klar geworden sein :)

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AdWords Produkterweiterungen in Deutschland

Dienstag 7. Dezember 2010 von Martin

Die offizielle Ankündigung steht zwar noch aus, aber allem Anschein nach sind Produkterweiterungen nun auch in deutschen AdWords-Konten verfügbar.

AdWords-Produkterweiterung

Voraussetzung dafür ist, dass das AdWords-Konto im Merchant-Center hinterlegt ist (Einstellungen > AdWords). Im AdWords-Konto ruft man dann das Tab Anzeigenerweiterungen und dort die Ansicht Produkterweiterungen auf. Dort klickt man auf Neue Erweiterung und wählt Kampagne und Merchant-Konto aus.

Optional lassen sich die Produkte hier auch noch filtern, damit nur bestimmte Produkte in den Anzeigen verwendet werden. Das ist anzuraten, wenn man vermeiden möchte, dass Google nur zufällig ausgewählte Produkte anzeigt – denn das trifft oft genug die Ladenhüter und nicht die Bestseller.

AdWords-Produkterweiterung-Filter

Gefiltert werden kann nach den Standard-Attributen Produkttyp, Marke und Zustand sowie nach adwords_grouping und adwords_labels. Außerdem lässt sich im Feed selbst über das Attribut adwords_publish festlegen, ob ein Produkt auch in AdWords angezeigt werden kann. Mehr dazu steht in der bereits übersetzten AdWords-Hilfe.

Google zufolge kann es 12 Stunden dauern, bis die Produkterweiterungen sichtbar werden. Die Auswertung der Ergebnisse sieht man dann bei den Produkterweiterungen, wo allerdings Conversion-Statistiken vollständig fehlen. Genauere Ergebnisse sieht man, wenn man sich z. B. auf dem Kampagnen-Tab die Segmentierung nach Klicktyp anzeigen lässt. Sofern die Produkterweiterungen schon aktiv waren, sieht man dann die vollständigen Statistiken dafür.

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SEOs vor der Kamera: Wie war das SEO-Jahr 2010, was kommt 2011?

Montag 6. Dezember 2010 von Markus

Auf der SES hatte ich in diesem Jahr die Gelegenheit, vier SEOs zu fragen, was denn 2010 in Bezug auf SEO das wichtigste war – und was wohl 2011 noch relevant werden wird. Ich freue mich sehr, dass Marco Janck, Herbert Hartung, Stefan Fischerländer und Marcus Tandler für mich Zeit hatten.

Und hier kommt auch schon das Video:

Das Ganze ist auch ein guter Preview fürs suchradar, das dann am nächsten Dienstag (14. Dezember) erscheinen wird. Das Fokus-Thema lautet nämlich “Was war, was wird”. Dabei analysiere ich, was in 2010 so passiert ist und was 2011 meiner Meinung nach kommen wird. Dabei schaue ich mir vor allem die folgenden Themen an:

  • Lokale Suche
  • Bewertungen
  • Video
  • Social Media & Realtime
  • Google Produktsuche, Google Base
  • Verlinkung, Linkaufbau
  • Google-Suche und -Algorithmus

Und dann freue ich mich natürlich auf zahlreiches Erscheinen beim suchradar meet & greet. Wir treffen uns am 14. Dezember auf einen Glühwein in Münster und lassen die Spendendose für den guten Zweck kreisen. Wäre absolut klasse, wenn möglichst viele von Euch vorbeikommen!

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Wie kann Google eigentlich Paid Links identifizieren? Eigentlich gar nicht, wenn’s gut gemacht ist…

Donnerstag 2. Dezember 2010 von Markus

Ich möchte kurz auf einen interessanten Artikel von Rand Fishkin hinweisen: “A Recommendation for Google’s Webspam Team“. Ich glaube zwar nicht, dass er denen was empfehlen muss, aber der Artikel ist trotzdem interessant.

Denn er zeigt eine der großen Schwachstellen beim Linkaufbau auf, die Google sicherlich nutzen wird oder es bereits macht.

Wer Linkaufbau betreibt, wird derzeit hauptsächlich Keyword-Links aufbauen, also z. B.

<a href=”http://www.meinschuhshop.de/”>Herrenschuhe</a>

Und von derartigen Keyword-Links gibt es halt sehr viele. Man muss sich ja nur mal die Backlinks von bestimmten Websites angucken, die für konkurrenzstarke Begriffe ganz oben zu finden sind. Damit will ich nicht sagen, dass alle großen Unternehmen Links kaufen, aber in letzter Zeit sind mir da schon ein paar sehr krasse Fälle untergekommen, bei denen ich eine Abstrafung durch Google definitiv befürworten würde.

Der Artikel von Rand zielt jetzt darauf ab, zunächst konkurrenzstarke Phrasen zu identifizieren und dann nach Sites zu suchen, die mit genau diesem Ankertext verlinken. Denn: Es ist nicht wirklich sehr wahrscheinlich, dass es Links mit einem Ankertext wie “Immobilien Augsburg” gibt.

Das Problem besteht natürlich vor allem darin, dass man die Ergebnisse dann noch einmal manuell prüfen muss, weil es eben auch legitime Fälle solcher Links geben kann. Und: Rand schlägt erstmal nur vor, Seiten zu bestrafen, die zeitgleich 3+ derartige Links haben.

In der Praxis mag das dann in der Tat einige wenige treffen, aber die meisten erreiche ich damit trotzdem nicht. Denn man findet sehr viele Blog-Beiträge, bei denen es nur einen einzigen Link gibt. Und hier gibt es auch ein echtes Problem, denn so einem Link kann man nicht ansehen, ob er bezahlt wurde oder nicht. Als SEO hat man da natürlich ein sehr sehr starkes Gefühl, aber das reicht eben leider nicht. Und man darf natürlich auch die Dimensionen nicht vergessen. Das alles muss man ja für alle Sprachen und Länder machen. Viel Arbeit.

Dennoch: Ich denke, dass die Aufräumaktionen bewirken werden, dass die ganzen Billig-Links verschwinden werden. Das macht’s aber nicht besser, weil es immer noch gekaufte Links geben wird. Man wird halt nur etwas intelligenter dabei werden müssen und auch mal zwischendurch die Ankertexte sinnvoll variieren müssen. Aber solange man es richtig anstellt, wird man einen gekauften nicht von einem organischen Link unterscheiden können.

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Ein Link ist ein Link? Google sagt: Being Bad to Customers is Bad for Business on Google

Donnerstag 2. Dezember 2010 von Markus

Ich hätte gar nicht gedacht, dass ein einzelner (gar nicht so kritischer) Artikel so viel Antworten heraufbeschwören kann. Dabei geht es um den Artikel “A Bully Finds a Pulpit on the Web“, der am 26. November in der NYT erschien.

Dabei geht es im Kern um die Frage, ob auch schlechte Bewertungen bzw. ein insgesamt schlechter Customer Service positive Auswirkungen aufs Google Ranking haben können. Der Artikel beschäftigt sich mit dem Online-Shop DecorMyEyes.com, der sehr ungeneriert damit umgeht, dass Kunden hier nicht wirklich wie Könige behandelt werden.

Nach Meinung des Unternehmens hat man mit negativen Kommentaren kein Problem, weil diese eben auch für Links sorgen und somit die Website in den Google-Rankings nach oben gespült wird. Prinzipiell klingt es ja ganz logisch: Ein Link ist ein Link.

Aber so einfach ist es dann wohl doch nicht – von den ganz offensichtlichen Konsequenzen abgesehen. Schließlich prüfen manche Neukunden sicherlich vorab die Suchergebnisse und entdecken dann auch zahlreiche negative Kommentare.

Für Google ist das Problem aber anscheined wichtig genug, um sich damit in aller Schnelle zu beschäftigen.

Blog-Post von Google zum Thema:
Being bad to your customers is bad for business

Google stellt in dem Artikel einige Lösungswege vor, die sie nicht gegangen sind. Interessant ist aber der folgende Kommentar:

[...] in the last few days we developed an algorithmic solution which detects the merchant from the Times article along with hundreds of other merchants that, in our opinion, provide an extremely poor user experience. The algorithm we incorporated into our search rankings represents an initial solution to this issue, and Google users are now getting a better experience as a result.

Und dann noch:

We can say with reasonable confidence that being bad to customers is bad for business on Google.

Hier hätten mich natürlich mehr Informationen interessiert, aber Google sagt natürlich nichts zu dem Thema.

Blog-Post von Search Engine Land:
No, You Can’t Rank Well Just By Cultivating Terrible Reviews

SEL geht der These auf den Grund, dass die Website so gute Rankings hat, weil sie Links über negative Bewertungen bekommen hat. Das ist aber wohl nur ein extrem kleiner Teil der Wahrheit:

  • A review of their site on Yahoo! Site Explorer reveals the actual sources of links, likely leading the site’s traffic:
  • Lots of spam sites.
  • Supsected paid links.
  • A few links from group shopping sites like Polyvore.
  • A smattering of links from blogs, including the NYT piece posted above, Oh No They Didn’t, and random blogs.

Ganz so einfach ist es wohl doch nicht. Also: Sei gut zu Deinen Kunden.

Interessant ist das ganze Thema aber auf jeden Fall, weil es eben zeigt, dass ein Link nicht unbedingt ein Link ist. Wie auch immer Google das mit der Analyse macht: Es macht Sinn und sollte Unternehmen dazu anspornen, Kunden auch dazu zu motivieren, positiv über sie zu berichten. Wenn Google schon negative Links rausfiltern kann, sollten doch positive Links auch einen Einfluss haben, oder?

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