An dieser Stelle möchte ich auf eine aktuelle Entwicklung hinweisen, auf die mich der Google-Post „Rich snippets for shopping sites“ aufmerksam gemacht hat. Google hat wieder eine Neuerung bei den Rich Snippets eingeführt – wie üblich erstmal nur in den USA.

Am besten sieht man die Neuerung wohl derzeit bei Amazon:

Bild

Dass die Bewertungen in das Rich Snippet übernommen werden, ist alt. Neu ist aber die Anzeige des Preises und auch der Verfügbarkeit („in stock“).

Die Daten entstammen entweder dem Markup (z. B. nach diesen Regeln) oder aus dem Produktsuche-Feed. Der Produktsuche-Feed ist natürlich hier das bessere Mittel, weil a) man den sowieso haben sollte und b) die Daten dann einfach aktueller sind.

Wer das interessant findet, sollte sich den Blog-Post von Google einfach mal anschauen. Aber: Es dauert ohnehin noch, bis das nach Deutschland kommt. Rich Snippets werden immer noch so stiefmütterlich unterstützt, dass man die in Deutschland noch gar nicht so recht wahrnimmt. (Wir arbeiten übrigens gerade an einem „Rich Snippet Watch“, um hier die Veränderungen in Deutschland aufzeigen zu können)

Noch viel wichtiger finde ich aber die rechtlichen Konsequenzen. Ich habe da mal unseren „Chefjustiziar“ Martin Schirmbacher (@mschirmbacher) von HÄRTING Rechtsanwälte gefragt:

Die Einblendung von Preisen in die Google-Ergebnisse ist rechtlich problematisch. Wird gegenüber deutschen Verbrauchern mit Preisen geworben, müssen das Endpreise sein und angegeben werden, dass die Mehrwertsteuer enthalten ist. Außerdem muss sich aus der Preisangabe ergeben, ob und ggf. in welcher Höhe Versandkosten anfallen. Dies hat der BGH gerade wieder entschieden (http://www.haerting.de/de/3_lawraw/aktuell/index.php?we_objectID=1706).

Ob die strengen Anforderungen an die Aktualität der Preise in Spezialsuchmaschinen auch für Googles Suche übertragbar sind, lässt sich bisher nicht sicher vorhersagen. Der BGH hat in seinen Entscheidungen darauf abgestellt, dass bei einer Preissuche es gerade auf die niedrigen Preise ankomme und bei der Suche nach einem konkreten Produkt der Preis das wesentliche Kaufkriterium sei. Hier bestehen gegenüber einer Standardsuche durchaus Unterschiede.

Das ist natürlich das recht typische „Kommt drauf an“, aber so ist es eben leider: Im Zweifel wird das dann eben vor Gericht ausgefochten. Ich weiß also nicht, ob ich unseren Kunden derzeit raten würde, das einzubauen.

 

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About Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (SEO - Die neuen Regeln), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.