Archiv für September, 2010

Rich Snippets: Jetzt auch für einzelne Events

Freitag 10. September 2010 von Markus

Über Rich Snippets für Events haben wir ja schon berichtet. Dort gibt es jetzt aber noch eine Neuerung.

Bereits bekannt war das, was man beim zweiten Suchergebnis sieht. Wenn eine Seite über multiple, entsprechend markierte Events verfügt, werden diese im Suchergebnis als Dreierblock angezeigt.

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Neu ist jetzt, dass auch einzelne Events (also wie im Beispiel auf der Event-Detailseite) jetzt davon profitieren, wenn man die Events dort entsprechend markiert. Nicht schlecht. Wird jetzt nur Zeit, dass Google die Rich Snippets endlich mal für alle Websites ausrollt…

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Latent Dirichlet Allocation (LDA): Ein Blick auf das SEOmoz-Tool

Freitag 10. September 2010 von Markus

Zum Thema LDA habe ich in den letzten Tagen hier in Deutschland sehr wenig gelesen – vielleicht auch, weil es ein recht sperriges Thema ist. zu LDA und dem LDA-Tool von SEOmoz gibt es zwei sehr gute Artikel, für deren tiefes Verständnis man gerne einen Doktortitel in Kernphysik vorweisen sollte:

Ich versuche das Thema mal aufs wesentliche zu reduzieren und die Thematik einzuschätzen.

Worum geht es eigentlich bei LDA und dem Tool?

Eigentlich geht es bei LDA um eine alte Frage, und zwar: Wie kann einen guten von einem schlechten Text unterscheiden? Wenn ich zwei SEO-Texte habe, in denen das jeweils das Keyword “porzellan” vorkommt, haben diese eine unterschiedliche semantische Qualität:

  1. Wenn auch Sie an Porzellan interessiert, finden Sie in unserem Online-Shop alles, was das Herz begehrt. Porzellan zu Tiefstpreisen von Markenherstellen – das gibt’s bei uns. …
  2. Feines Porzellan für den Tisch gibt es von vielen Marken wie Villeroy & Boch oder auch traditionellen Manufakturen wie KPM. Das “weiße Gold” überzeugt nicht nur wohlhabende Liebhaber, sondern auch immer mehr “Neueinsteiger”, die ihr Geld in eine Tassen und Teller investieren. …

Über die Sinnhaftigkeit meiner Ausführungen mag man debattieren (bin kein Porzellan-Experte), aber gefühlt ist der zweite Text einfach besser. Denn: Der Text enthält nicht nur Füllwörter, sondern auch Wörter, die häufig in Verbindung mit “porzellan” stehen, also z.B. konkrete Marken oder auch aus Porzellan gefertigte Produkte.

LDA ist nun eine Methode, um die semantische Nähe einer Seite zu einer Suchanfrage zu bewerten. Dazu wird zunächst gelernt, welche Wörter zueinanderpassen, um dann später einen Text bewerten zu können. Der Algorithmus funktioniert also “nicht einfach so”, sondern muss erst die wichtigen Relationen aus vorhandenen Texten lernen.

Was meint SEOmoz dazu?

SEOmoz hat nun ein Tool geschrieben, das einen Text hinsichtlich einer Suchanfrage bewertet. Außerdem hat SEOmoz festgestellt, dass es eine Korrelation zwischen den Google-Rankings und dem LDA-Score gibt.

SEOmoz legt nun den Schluss nahe, dass Google entweder LDA oder etwas ähnliches nutzt, um einen Text zu bewerten. Und dass man z.B. das LDA-Tool nutzen kann, um einen eigenen Text bewerten zu lassen und ihn so Schritt für Schritt zu verfeinern.

Was gefällt mir daran nicht?

Erstmal muss ich SEOmoz zustimmen. Ich glaube auch, dass Google nicht einfach nur schaut, ob Keywords im Text vorkommen, sondern dass Google Texte hinsichtlich der Semantik bewerten kann.

ABER:

(1) Ich glaube auch, dass Google Texte noch hinsichtlich anderer Metriken bewertet. So gibt es in allen Sprachen bestimmte Durchschnittswerte, z.B. der Anteil der Füllwörter an einem Text, die unterschiedliche Satzlänge, etc. Wenn man wirklich schauen will, ob es ein sinnvoller Text ist und nicht nur ein Aneinanderhängen von relevanten Suchbegriffen, sind derartige Auswertungen sinnvoll.

(2) In das Ranking fließen viele andere Faktoren ein, z.B. die Tiefe einer Seite innerhalb der Website, die externe Verlinkung, die interne Verlinkung, die Abstimmung der Seitenelemente, die Nutzung von Strukturen wie Zwischenüberschriften, etc.

(3) Ich glaube auch, dass Google nicht nur eine Seite bewertet, sondern auch die gesamte Website an sich. Ein Indiz dafür ist für mich die Funktion der Keywords bei den Google Webmaster Tools. Dort zeigt Google mir an, welche Suchbegriffe auf meiner Website wie oft verwendet werden. Daraus kann man einen hervorragenden Fingerabdruck machen.

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Oder: Wenn Google weiß, dass die Suchbegriffe “seo” und “sem” verwandt sind, ist es doch ein gutes Zeichen für eine Website, wenn es Seiten zum Thema “seo” und Seiten zum Thema “sem” gibt.

Was folgt eigentlich aus dem Tool?

Wer sich nicht durch die ganzen Formeln buddeln möchte, findet eigentlich eine sehr einfache Konsequenz. Google liebt gute Texte – auch ein Grund, warum die Wikipedia so weit vorne steht.

Man kann sicherlich das LDA-Tool nutzen, um damit Texte semantisch zu optimieren, aber im Endeffekt kann man das auf einen simplen Nenner runterbrechen: Schreib gute Texte. Und “gut” meint hier eben nicht, dass man sein Keyword 5x im Text unterbringt, sondern dass man auch verwandte Wörter einbringt. Aber das macht man fast automatisch, wenn man seine Texte nicht gerade vom SEO-Fließband kauft.

Fazit

Erstmal Hut ab vor SEOmoz: Ich mag die Jungs, wir nutzen deren APIs und die bringen immer wieder extrem gute Inhalte, Studien und auch Tools. LDA ist eben so ein Tool, das von einigen schon hastig zum “Game Changer” ernannt wurde.

Das ist es meiner Meinung nach nicht, weil es einfach zu kurz greift. Und weil die Konsequenz wie schon oben geschrieben viel zu einfach ist: Schreib gute Texte.

Übrigens…

In diesem Text kommt die Phrase “ich glaube auch” ziemlich oft vor. Hier geht es natürlich primär um Glauben. Man beobachtet etwas, das man nicht 100% versteht, von außen und versucht dann Rückschlüsse auf die Funktionsweise zu schließen. Das klingt ein bisschen nach Bletchley Park – mit der Ausnahme, dass man versucht etwas zu analysieren, das sehr komplex ist und das sich zudem permanent ändert.

Und:

Wer das Tool testen möchte, findet es hier: http://www.seomoz.org/labs/lda

Update:

Es gibt auch ein Video zum Thema: http://www.seomoz.org/blog/discussing-lda-and-seo-whiteboard-friday

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Google Instant: Umgang mit Suchergebnissen

Donnerstag 9. September 2010 von Martin

Heute morgen scheint es neben Google Instant ja kein anderes Thema mehr zu geben. Ich muss sagen, das Thema scheint mir zu viele Facetten zu haben, als dass man man es mal eben umfassend abhandeln könnte. Deshalb geht es in diesem Post erst mal nur um einen Einzelaspekt: Wie gehen Nutzer eigentlich mit den Suchergebnissen um, wenn sie Instant Search verwenden?

Suchergebnisse werden gescannt

Ich habe mich eben mit Maik, der sich in letzter Zeit viel mit Eye-Tracking beschäftigt hat, über Google Instant unterhalten. Unser Fazit: Durch Instant wird die Suche schneller, unruhiger. Die Tendenz zum Scannen der Suchergebnisse wird dadurch verstärkt. Je weniger richtig gelesen wird, desto wichtiger werden die fett markierten Wörter in Suchergebnissen und Anzeigen. Es ist also zu erwarten, dass Anzeigen, die den Suchbegriff aufgreifen, im Vergleich mit anderen Anzeigen noch etwas höhere Klickraten erzielen werden.

Mehr Gewicht für Anzeigen?

Eine weitere Folge von Google Instant ist die Einschränkung des Platzes, der für organische Suchergebnisse zur Verfügung steht. Durch das Feld mit den Suchvorschlägen rücken die Suchergebnisse in der Mitte nach unten. Dadurch sind effektiv weniger Suchergebnisse zu sehen, so dass den Anzeigen in der Mitte mehr Gewicht zukommt – ein Effekt, der bei kleineren Monitoren bzw. geringeren Bildschirmauflösungen verstärkt wird.

Die ersten Suchergebnisse werden wichtiger

Weniger Platz für Suchergebnisse und verstärktes Scannen bei schnellerer Suche: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nutzer sich mehr auf die ersten Suchergebnisse konzentriert, ist hoch. Das könnte bedeuten, dass die Anzeigen auf Premium-Plätzen sich bezüglich der Klickrate in Zukunft noch deutlicher von den übrigen Anzeigen abheben werden. Das könnte also weitere Klicks von den organischen Suchergebnissen zu den bezahlten Premium-Anzeigen lenken. Andererseits würden dann auch die Anzeigen am rechten Rand leiden. Dass Google das bewusst in Kauf nehmen würde, kann ich mir aber nicht vorstellen …

Maik hatte noch den Gedanken, dass durch den Fokus auf die ersten Suchergebnisse die Suchanfragen theoretisch auch wieder vielfältiger werden könnten. Denn wer unter den ersten Suchergebnissen nicht das findet, was er gesucht hat, ist eher angehalten, seine Suche zu verfeinern, was den Long Tail wieder stärken könnte.

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Conversion Camp Review – ein guter Tag in Frankfurt

Montag 6. September 2010 von Maik

Heieiei… was ist im Vorfeld schon viel darüber geredet worden. Und im Nachhinein muss man sagen: Ein voller Erfolg für Freunde der Konversionsoptimierung. Die Rede ist natürlich vom ersten deutschen Conversion Camp in Frankfurt am Main (http://www.conversion-camp.com) am 02. September – einer interessanten Mischung aus (leider nur etwa 20 Minuten kurzen) Fachvorträgen und der Möglichkeit, sich in Rückzugsräumen mit den Referenten vis-a-vis zu den Themen auseinanderzusetzen (verbal, versteht sich). Und auch von unserer Seite soll es hierzu noch einen kurzen Nachbericht geben.

Vorab: Die Veranstaltung war garniert mit gutem Essen und einigen Kaffeepausen, in denen auch Zeit zum Networken respektive zum Tauschen von Sammelkarten war. Letzteres war eine wirklich gute Idee, wie ich finde. Die Karten mit verschiedenen Motiven wurden bei der Anmeldung ausgegeben. Jeder hatte zunächst nur mehrere Exemplare des gleichen Kartenmotivs, musste aber versuchen, die anderen Motive von den anderen Teilnehmern durch Tauschen zu bekommen. Das war so manches Mal ein guter Anlass einfach einmal den Nächstbesten anzusprechen … und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Ich und Fabian haben es leider nicht ganz geschafft, die Karten vollständig zu tauschen. Allerdings war Fabian zugegebenermaßen schon weiter als ich, habe mich zu oft verquatscht. Es lag aber – selbstverständlich – auch daran, dass wir schon vor Ende der Konferenz unseren Zug erwischen mussten. So werden wir wohl nie erfahren, was gewesen wäre, wenn wir es geschafft hätten, die Karten vollständig zu tauschen (Lottogewinn, ein kostenloser Twitter Account, …?). Und: Der Zug hatte natürlich auch noch Verspätung.

Networking während der Pausen

 

Was gab es denn an Themen, über die ich hier berichten kann? Es drehte sich natürlich alles um Konversionen und wie man sie erreichen kann. Viele Kleinigkeiten wurden schon über die vielen Twitterer in der Union-Halle während der Konferenz angerissen (einfach bei Twitter nach “#cc10” oder “#cc2010” suchen) und auch da kristallisierten sich bereits einige Dinge heraus, die man als Quintessenz durchgehen lassen kann.

  1. Es geht nicht um mehr Traffic, es geht um mehr Konversionen
  2. Erwarte das Unerwartete
  3. darum testen, testen, testen, …
  4. …, Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung

Herausragend aus der Masse, auch was die direkten Feedbacks angeht, waren sicherlich die spannenden Vorträge, die sich mit Neuromarketing beschäftigten. Hier gab es immer wieder erstaunliches über das menschliche Gehirn zu entdecken (Stichwort “Das rote Auto ist lauter”).

Aber der Reihe nach:

9 Uhr, die Frisur sitzt, Fabian und ich treten an, um zusammen mit knapp 250 anderen den ersten Beitrag von Raquel Hirsch (WiderFunnel) zu hören (“Confessions of a CRO Strategist“).

Blick-in-Reihe

Sie brachte dann auch gleich eines der meist getwitterten Statements des Tages auf die Spur: “You don’t need more traffic – you need more conversions!” – ein Credo, das vielen klarmachen sollte, dass man nicht immer auf Äußerlichkeiten achten soll.

  • Außerdem ein anderes klares Wort “You have to test. Guessing is NOT an option!”. Letzteres sollte noch häufiger an dem Tag gehört werden.
  • Unterlegt wurde ihre Theorie von meist sehr überraschenden Vergleichen zwischen Landingpage-Varianten, die getestet wurden – die Teilnehmer im Saal sollten jeweils abstimmen, welche Variante im A/B-Testing besser abschnitt. Dabei lag man totsicher bei der Hälfte der Tests mit der eigenen Einschätzung falsch. :-) Und wie Raquel richtig bemerkte: “There’s no crystal ball [...] and there is no shortcut”, um die richtige Lösung zu bekommen.

Außerdem in Kürze einige erwähnenswerte Stichwörter von Raquel:

  • Ohne Risiko kein Gewinn (im Zusammenhang mit der Brand Police, die intern im Unternehmen auf “Layoutveränderungen” überreagiert)
  • Was in einer Branche funktioniert (emotionale Fotos, dicke Headline etc.) funktioniert in anderen nicht.
  • Es kommt nicht auf die Software zum Testen an, Hauptsache man testet.
  • Je mehr Variationen eingesetzt werden, desto besser. Aber nicht zu viele einsetzen, sonst wird die Datenbasis zu schlecht.
  • Googles Website Optimizer nutzen (“It’s powerful and for free”)

Stephen Pavlovitch (Conversions Factory): “Beyond Testing”

  • A/A-Testing (2 exakt gleiche Varianten) einige Tage durchführen, um zu prüfen, ob die die Datenbasis valide ist. Heißt: Wenn sich beim Gegeneinandertesten von 2 exakt gleichen Versionen eine deutlich durchsetzt, kann etwas an der Datenbasis oder der Software nicht passen.
  • Aber Aufpassen: Der Zufall lässt sich nicht ausschalten. Das heißt, auch bei deutlichen Ergebnissen besteht immer noch die Restchance darauf, dass das Ergebnis falsch ist.
  • Bei der Berechnung der zu veranschlagenden Testdauer hilft http://bit.ly/gwocalc
  • Wichtig: Es kann sein, dass Tests zur “falschen Zeit” ausgewertet werden, wenn beispielsweise der Konversionsprozess länger andauert. So kann es zum Beispiel sein, dass sich ein potenzieller Käufer nach einem Besuch vorher noch bei der Konkurrenz informieren möchte, Preise vergleicht, die Entscheidung nicht alleine treffen kann und Rücksprache hält etc. Dinge, die Zeit kosten …

Patricia Hader (intel)/Raquel Hirsch (WiderFunnel): “Intels CRO Strategies bei Partnern”

Hier ging es mehr um das interne Vorgehen in großen Unternehmen als vielmehr um Bahnbrechende Erkenntnisse zur CRO (Conversion Rate Optimization). Speziell um

  • Interne Beeinflussung und Mission, andere zu überzeugen
  • Klein anfangen und mit kleinen Erfolgen Leute (die Budgets herausgeben) neugierig machen
  • Andere am Erfolg teilhaben lassen (Stichwort “interne Roadshow”), um Appetit auf mehr zu machen
  • Außerdem hat sie noch eine Strategie für die Arbeit mit Business-Partnern vorgestellt (Priorisiere, schaffe eigene Erfolgs-Maßstäbe, “Leverage Insights” -> Nimm das Gelernte und wende es woanders an)
  • Im Anschluss folgte noch eine Case Study von Raquel Hirsch, ohne, dass ich dort besonderes entdecken konnte.

Joachim Graf (Herausgeber iBusiness): “koversionsraten deutscher Online-Shops”

Bei ihm drehte sich alles um “Konversionsraten deutscher Online-Shops 2009″. Hier einige wichtige Eckpunkte:

  • “Konversionsratenoptimierung ist das Direktmarketing der Zukunft”
  • Das “potente” (Entschuldigung) S-Vergleich-Bild, das andeuten soll: Wenn man Konversionsraten mit anderen vergleicht, dass man weiß, wie viel Luft noch nach oben ist – es hat bei amerikanischen Gästen den Gesichtsausdruck verändert.

S-Vergleich, ein Wort, das Amerikanerinnen rot werden lässt

  • Vergleich deutscher und US-Zahlen, was die Conversion Rate (CR) betrifft: Deutschland hinkt hinterher
  • Im Vergleich ist die Elektronikbranche am schlechtesten (CR-Durchschnitt 1,9 %), gefolgt von Einrichtung (3,8 %), Mode (6,8 %), Medien (8,3 %) und den – wie ich finde – Knallern Genussmittel (22 %) und Gesundheit (30 %), dabei greifen Shops über 10 Mio. Umsatz dabei am meisten abgreifen.
  • Höherer Customer Lifecycle = höhere CR
  • Mehr/bessere Kundenbewertung = höhere CR

Claus Eulgem (DKV): “Auf den Kontext kommt es an” – am Beispiel der DKV

  • Selbst Kleingedrucktes kann Sicherheit geben, wenn der Kontext es erfordert (obwohl ansonsten Kleingedrucktes eher abschreckend wirkt, aber das Weglassen, bewirkte das Gegenteil von besserer Konversion)
  • Man muss die Realität der Nutzer berücksichtigen (in welchem Kontext sehen sie welche Informationen, welche Lebenssituation haben sie)

Patrick Schneider (namics): “Was konnte die alte Site nicht, was die neue kann?”

  • Meist übernimmt der “Autopilot” die Steuerung des Gehirns – ein Großteil aller Entscheidungen wir unbewusst getroffen
  • Die Reihenfolge des Konversionsprozesses muss am Nutzer und dessen Denkweise ausgerichtet werden (Beispielsweise “Liefertermin” erst nach dem Artikel festlegen)
  • Außerdem eine schöne Auslegung der 80/20-Regel mit wieviel Aufwand man an diese Thematiken herangehen sollte: “Es ist besser [Anm.: mit 20 % Aufwand] ungefähr richtig [Anm.: 80 % Ergebnis] als absolut falsch zu liegen”.

Thorsten Wilhelm/Elske Ludewig (usabilityblog und eResult): “Innovative Marktforschungstechniken im Zeitalter des Social Web”

Sie führen einige Vorteile eines Kundenblogs auf, hier am Beispiel von Frankonia, einem Unternehmen im Bereich Jagdsport-Waffen

  • direkter Kundenkontakt
  • Möglichkeit positives Feedback zu sammeln und …
  • … auf negatives zu reagieren: schnelle Fehlerbeseitigung
  • Austausch unter Teilnehmern des Kundenblogs (wichtig dabei natürlich die “Wiederkehrer”)

Der Vortrag hat mich etwas an mein Facebook-für-Online-Shops-Paper erinnert, in dem ich ein paar Tipps zum Umgang mit Kunden auf der Facebook-Plattform gebe. Wer möchte, kann dort natürlich auch noch einen Blick hineinwerfen.

Heike Häfele (aexea): “Texte, die verkaufen”

Heike Häfele will der Audienz zeigen, warum Texte so wichtig sind

  • “Wir wollen nicht, lassen uns aber manipulieren”
  • Unterschied Skimmen (“Überfliegen”), Scannen (teilweise Lesen) und Lesen (alles): häufigste Form im Internet ist Scannen – dafür muss der Text optimiert werden mit Ankerpunkten, Zwischenüberschriften, Übersichtlichkeit, einfacher Sprache
  • Der Faktor Inhalt ist bei der Bewertung einer Website aus Nutzersicht zu 57,6 % wichtig = erfolgsbringend. Design, Navigation, Technik etc. fallen in der Wichtigkeit dahinter zurück.
  • Wichtig ist, eine Copystrategie (USP, Benefit, Reason Why, Tonality) für die zuvor definierte Zielgruppe zu definieren
  • Wenn möglich, mit Berühmtheiten arbeiten
  • Bei hochpreisigen Produkten Sicherheit vermitteln

Kai Radanitsch (eBusinessLab): “Advanced Landing Page Tactics”

Hier stand ein Heatmap-Check für “Deutsche Post” auf dem Programm

  • Schick den Besucher nicht visuell kreuz und quer über die Website [Anm.: Wobei ich hier jedoch die pseudo-genaue Analyse mit dem Attention Wizard - siehe hier - infrage stelle. Ansonsten gebe ich ihm absolut recht]
  • “Katzen sollte man auch nicht gegen den Strich streicheln” (darauf kam dann wieder so ein Twitter-Buzz)
  • Headline verkauft Leadtext, Leadtext verkauft Produkt

Frank Reese (webtrekk): “The Perfect Dashboard”

Frank Reese fasste das perfekte Dashboard in etwa so zusammen: “Verdichtete Form von Auswertungen für potente Entscheider”

  • Dashboards sind in der Regel “Startseiten einer Web-Analytics-Lösung”
  • Dashboards können nicht effektiv genutzt werden, da die eigentlich für Analysen wichtigen Details nur auf den “dahinter” liegenden Spezialseiten zu sehen sind.
  • Konversionsoptimierung (CO) sollte Treiber für Dashboards sein (Stichwort: Konzentration auf wichtige, veränderbare Seiteninhalte)

Gabriel Beck (der conversiondoc.de – explido): “So entlarven Sie Konversionskiller”

  • “Man muss immer die komplette Strecke betrachten, nicht nur die Landingpage” (gemeint ist: vom Werbemittel, über Landingpage, Info/Produktdetails, Formular/Warenkorb bis zu Anfrage/Kauf) -> Wo brechen User ab?
  • Landingpage sind Erstkontakt des Users mit der Website, sie muss daher speziell optimiert werden
  • Webanalytics nutzen, weil kostenlos, Konversions-Killer können aufgedeckt werden, kann mit Testing und Marktforschung kombiniert werden, visualisiert die Zahlenflut
  • Basis-Aspekte für Landingpages: technische Aspekte (Geschwindigkeit, Auflösung, Fehler, Flash oder nicht, …) und Relevanz
  • Leistungsfaktoren: das konkrete Angebot, Usability, Design usw.
  • Killer: #1 “Alles auf die Startseite leiten”, #2 “Was will ich denn hier?” (Relevanz), 3# “Ich sehe was, was du nicht siehst!” (Thema Auflösung + Informationen above the fold setzen), #4 “Machen Sie sich bitte jetzt nackig!” (Formulare fragen zu viel und falsches ab)

Stefanie Rätz (Omikron Data Quality): “Die Optimale Shop-Suche”

  • Der Online-Handel wächst, die Anforderungen steigen, das Shopping-Verhalten ändert sich
  • Eine schlechte Suche auf der Site kostet Konversion
  • Drei Schritte: 1. Website besuchen, 2. Produkt wählen, 3. Kauf abschließen -> der mittlere Schritt muss weiter optimiert werden, denn jeder Besucher sucht etwas
    1. der “Jäger”: weiß, was er will, und geht, wenn er’s nicht findet -> Nutzer der Suchbox
    2. der “Sammler”: sucht im Shop und nutzt dabei die Navigation
    -> Suche + Navigation optimal gestalten
  • Fehlertolerante Suche implementieren (hier kam dann unter anderem das wunderschöne Beispiel vom Sabwufer) und die Suche komfortabel gestalten (zum Beispiel Größenvorschläge während der Eingabe liefern etc.)
  • Beeinflussungsmöglichkeiten der Suchergebnisse aus Shopsicht: Topseller nach oben, Sortierung nach Marge, Einscheintermin berücksichtigen (Beispiel: Die Mehrheit der Käufer möchte eher eine aktuelle CD einer Band kaufen als eine alte), Lagerräumung, Klickverhalten
  • “Lernen Sie aus dem Suchverhalten der Besucher”, zum Beispiel bei Vertippern
  • Das Potenzial der Suche nicht unterschätzen

Gruppe Nymphenburg: “Limbic Branding: Online-Kommunikation aus Sicht des Neuromarketing”

Sicherlich einer der spannendsten Vorträge des Tages. Schon alleine, weil er detailreiche Insights in das eigene Denke vermittelte.

  • Das Entscheidungsverhalten von Menschen ist steuerbar (unter anderem durch subliminale Botschaften o. ä.)
  • Irrationale Entscheidungen lassen sich bis zu einem gewissen Grad vorhersagen
  • Altes Denken: Vernunft entscheidet
    neues Denken: Emotionen entscheiden, Entscheidungen werden zu 70-80 % unbewusst gefällt, nur 5 % bewusst, denn “wenn wir denken, sind wir langsam”
  • Die Beschreibungskriterien der Zielgruppe sind wichtig (“Vergessen Sie 50+. Das ist nicht ausreichend.”). Dabei deutete er aber deutlich an, dass die Zeiten der rein demographischen Segmentierung vorbei sind.
  • Internet bedeutet aus limbischer Sicht: Autonomie, Edutainment, Effizienz, Erleichterung, Kontrolle, …

Die Viererkette der vierten Session

Matthias Henrici (Web Art AG): “Konversion passiert im Kopf des Kunden”

Und noch ein Top-Vortrag, der sich mit dem beschäftigt, was im Kopf in uns vorgeht. Exzellent präsentiert von Matthias Henrici.

Matthias Henrici erklärt, warum er unbedingt einen BMW braucht

  • “Silver Surfer sind die gefährlichste Zielgruppe, weil sie viel Zeit haben, Websitebetreiber fertig zu machen” ;-)
  • Der eigentliche Wert eines Guts kann durch Verpackung oder eine Geschichte erhöht werden -> man solle also bessere Verpackungen schaffen und Fotos der Umverpackung mit zeigen
  • “Nichts ist rational” (damit zahlte er nochmal auf den Beitrag der Gruppe Nymphenburg ein
  • Marketing-Denke 2000: Zielgruppe definieren > Creative Brief > Pitch > Kreation
  • Marketing-Denke 2010: Nutzer verstehen (Neuromarketing) > Wirkung analysieren (Konsumpsychologie) > ROI messen (Spieltheorie) > lernen

Dr. Jan Herstell (frontlineshop): “Die Kraft der Emotionen”

Jan Herstell zeigte in verschiedenen Videos (übrigens, die einzigen Videos, die überhaupt funktionierten während der Veranstaltung :-) ) sehr anschaulich, warum die Ansprache der Zielgruppe in der heutigen Zeit so unterschiedlich sein muss. Jeder ist anders. Darum ist es seiner Meinung nach am wichtigsten, statt sich auf Produktaussagen zu stürzen, eher der Usability zu widmen.

[Anm. vom 09.09.: Hier muss ich nochmal nachbessern, nachdem mich Jan Herstell darauf aufmerksam gemacht hat: "Ich denke, da ist etwas unklar angekommen. Ich meine natürlich nicht, sich nur auf klassische Usability zu fokussieren. Das ist die Basis. Wichtig ist die emotionale Aufladung... Über Usability hinaus denken und im Sinne des Conversion Design oder User Centered Design den User mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellen. Konkrete Produktaussagen sind in dem Zshg. ggf. von großer Bedeutung." - Danke an Jan Herstell für den Hinweis.]

John Ekman (conversionista): “E-Mail-Conversion – Adding a new Dimension to CRO”

Die Präsentation von John Ekman war wirklich sehr kurzweilig, sehr ironisch und sehr interessant. Wie er die Fehler präsentierte, die beim E-Mail-Marketing gemacht werden, verdient schon Anerkennung. Es war so interessant, dass ich mir kaum Notizen machen konnte. Hier nur ein paar Stichworte:

  • Schlechte Nutzung der ersten E-Mail, um die Marke zu stärken oder Vertrauen aufzubauen.
  • Schlechte, nichtssagende, austauschbare Betreffzeilen
  • Newsletter sollten das Wort ”News” oder “Neueigkeiten” oder ein anderes Wort beinhalten, dass eben darauf hindeutet
  • Die Vorschau einer E-Mail wird in Ihrer Wichtigkeit unterschätzt
  • Es werden keinen klaren Konversionsziele für jede einzelne E-Mail definiert.
  • Die Aussagen aus der E-Mail finden sich nicht auf der Landingpage wieder

John Ekman bei seinem Vortrag

 

Leider, leider haben wir dann wie erwähnt die übrigen Beiträge von Manuel Ressel (konversionsKRAFT), Jos Meijerhof (Google) und James Kalbach (lexisnexis) nicht mehr sehen können. Dem Vernehmen nach waren aber auch diese es absolut wert, gehört zu werden.

Was außerdem für den gesamten Tag noch erwähnenswert ist, ist die Twitter-Performance der Anwesenden. Minütlich kamen mehrere Tweets, die die Außenwelt teilhaben ließ und so sicherlich den Appetit auf die (dann auch zweitätigige) Veranstaltung erhöht. Lustig und extrem professionell auch, dass Andre Morys und sein Team auf viele Tweets direkt reagierten. So wurde zum Beispiel das Fehlen eines “Mikrofongirls” umgehend behoben, nachdem irgendjemand das bemängelte. Respekt.

Die Twitter-Performance im Bild

Twitter-Buzz während der Veranstaltung

Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten, abschließend hier noch einige Links für die an den Vorträgen interessierten:

Alle offiziellen Infos zur Veranstaltung inkl. Bildern und den veröffentlichten Vorträgen gibt es auch auf der offiziellen Fanpage des Conversion Camp 2010 bei Facebook:
http://www.facebook.com/pages/ConversionCamp/100931223290083?v=wall

Außerdem interessant:
Website Optimizer Calculator: http://bit.ly/gwocalc
Tweeds zur Veranstaltung: Suche nach “#cc10” oder “#cc2010

Wer hat noch Links zu Präsentationen, die ich nicht aufgeführt habe? Bitte einfach einen Kommentar hinterlassen!

Jetzt dürfen wir aber gespannt sein, wie sich die Conversion-Konferenz im Oktober in Hamburg dagegen schlagen wird. Ich werde dort sein und bin jetzt schon sehr gespannt.

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Google erlaubt neuen Markup: Breadcrumbs markieren

Montag 6. September 2010 von Markus

Seit einigen Monaten übernimmt Google immer häufiger die so genannte Breadcrumbs-Navigations in das Snippet selber. Wenn man auf einer Seite wie Wandern.de also einen Breadcrumbs hat…

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… wird dieser auch gerne ins Snippet übernommen:

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Jetzt ist es allerdings leider so, dass Google die Breadcrumbs nicht immer automatisch erkennt. Um sicherzugehen, dass das passiert, kann man nun die Breadcrumbs im Code markieren.

Der Code von Wandern.de sieht derzeit (ohne Markup) so aus:

<A HREF=”/” CLASS=”Navi”>Wandern.de</A> &gt;
<a href=”/reisen.php” class=”Navi”>Gef&uuml;hrte Wanderungen </a> &gt;
<b> Amerika </b>

Der von Google unterstützte Code müsste nun so aussehen:

<div itemscope itemtype=”http://data-vocabulary.org/Breadcrumb”>
<a href=”http://www.wandern.de/” itemprop=”url”>
<span itemprop=”title”>Wandern.de</span>
</a> &gt;
</div>

<div itemscope itemtype=”http://data-vocabulary.org/Breadcrumb”>
<a href=http://www.wandern.de/reisen.php itemprop=”url”>
<span itemprop=”title”>Gef&uuml;hrte Wanderungen </span>
</a> &gt;
</div>

<b> Amerika </b>

Weitere Informationen (z.B. für den Fall, dass es auf einer Seite mehrere Breadcrumbs gibt) gibt’s in der Google-Hilfe.

Kategorie: SEO | 9 Kommentare »

Studie zeigt: Meta Descriptions und Seitentitel sind wichtig

Samstag 4. September 2010 von Markus

Die Daten sind jetzt schon ein paar Tage draußen, aber ich habe erst jetzt Zeit, drüber zu bloggen :) Ich möchte die Ergebnisse aber dennoch in aller Kürze zusammenfassen und meine Meinung dazu sagen.

Mehr zu der Studie gibt es hier: “User behavior in SERPs. Eye tracking study July 2010“. Ani war so nett, die Ergebnisse einer spanischen Studie zu übersetzen, bei denen im Rahmen von Eye-Tracking ermittelt wurde, welche Elemente von Suchergebnissen besonders oft angeschaut werden. Interessant ist dabei, dass die Ergebnisse leicht variieren, je nach Art der Suchanfrage (Informational, Navigational, Transactional, Multimedia). Man kann da aber auch gut argumentieren, dass die Datenbasis der Studie nicht so extrem hoch ist, so dass manche Schwankungen vielleicht auch dadurch zu erklären ist, dass es einfach statistische Ungenauigkeiten gibt.

Zusammenfassung der Studie (ohne viele Zahlen):

(1) Snippet

Beim Suchergebnis wird das Snippet am häufigsten und am längsten angeschaut. Da man den Inhalt des Snippets über die Meta Description beeinflussen kann, sollte man eben auf das Folgende achten:

  • Aussagekräftige Argumente in die Meta Description aufzunehmen (ich wundere mich immer noch, dass man bei seinen AdWords das letzte Zeichen zu Tode optimiert, aber die Meta Descriptions oftmals einfach nur so hinschmiert)
  • Die Zeichengrenzen beachten (Faustregel: nicht weniger als 100 Zeichen, nicht mehr als 150), damit die sorgfältig geschriebenen Meta Descriptions dann nicht am falschen Punkt abgeschnitten werden

(2) Seitentitel

Das zweitwichtigste Element ist der Seitentitel, der manchmal auch sorgfältiger gesetzt werden könnte. Also: Relevante Suchbegriffe nach vorne stellen, das unwichtige nach hinten. Und gerne auch Verkaufsargumente mit aufnehmen.

Besser als

“Bergschmidt & Mayerhuber KG – Willkommen – CNC-Fräsmaschinen”

wäre also etwas wie

“CNC-Fräsmaschinen: Günstig direkt vom Hersteller”

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Erfolgsfaktoren für Google Place Labels: Wikipedia-Eintrag hilft, Suchvolumen auch

Samstag 4. September 2010 von Markus

Google Maps wird ab einer bestimmten Zoom-Stufe gerne mit unterschiedlichen POIs (Point of Interest) angereichert:

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Wie man im Beispiel sieht, gibt es überall POIs, bei denen Google aber manchmal thematisch etwas daneben liegt. Das Radisson Blu ist ja noch richtig als Hotel erkannt, aber im Polizeipräsidium essen gehen? Machen wohl die wenigsten – und die, die es machen, werden wohl darüber keine positiven Testberichte abgeben.

Es scheint hier für Google in Deutschland noch keine eindeutige Sprachregelung zu geben. Während die Symbole laut Hilfe in den USA noch Place labels heißen, werden sie in der deutschen Hilfe nur als Graue Symbole bezeichnet.

Aber wie wird ausgewählt, welche Symbole als Place labels erscheinen und welche nicht? Da schreibt Google zunächst nur:

Welche Unternehmen angezeigt werden, wird anhand unseres proprietären Algorithmus festgelegt.

Google gibt in der Hilfe nur den Hinweis, dass man seinen Eintrag bei Google Places bestätigen solle. Das kann aber nur ein Teil der Wahrheit sein, denn die meisten Labels fallen eher in die Kategorie “Landmarks” und haben daher wohl in der Regel keinen bestätigten Eintrag bei Places.

Google Product Manager Matthew Leske hat diesem Bericht zufolge jetzt noch weitere Faktoren genannt:

  1. Anzahl der Citations (Nennungen auf anderen Websites; nicht zwangsweise ein Link)
  2. Gibt es einen Wikipedia-Eintrag?
  3. Wie oft wird nach dem Objekt in Google gesucht?

Diese (und noch viele Faktoren) sind aber immer nur Signale, die insgesamt relativ zu sehen zu sind. Heißt: Innerhalb eines Kartenausschnitts scheint Google alle möglichen Labels herauszusuchen und sucht dann daraus die aus, die hinsichtlich der Signale relativ zu den anderen am besten passen.

Das heißt, dass in Emsdetten die Hoebing Reinigungsmittel GmbH durchaus noch ein Label bekommt, während es dazu in Berlin eben nicht mehr reichen würde. (Ich gehe mal davon aus, dass die Hoebing Reinigungsmittel GmbH keinen Wikipedia-Eintrag hat… habe das mal einfach nicht überprüft)

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AdWords-Editor Version 8.0.1

Freitag 3. September 2010 von Martin

Endlich: Für AdWords gibt es seit heute eine neue Version des AdWords-Editors. Die bisherige Version war mit verschiedenen Einstellungen (z.B. dem kürzlich eingeführten auto-optimierten CPC) inkompatibel und verweigerte den Upload, wenn solche Einstellungen in einer Kampagne vorhanden waren. Mit der neuen Version hat das nun ein Ende.

Abgesehen von der Behebung der Kompatibilitätsprobleme gibt es ein paar Neuerungen bei der Oberfläche und die Möglichkeit, Unternehmensstandorte im Tab Erweiterungen zu verwalten. Außerdem können die Platzhalter für Ad Parameter nun direkt im Editor gesetzt werden. Eine detaillierte Auflistung aller Neuerungen findet sich in dieser Übersicht in der Hilfe zum AdWords-Editor.

Backup nicht vergessen!

Ganz wichtig: Das Upgrade auf Version 8.0.1 macht es notwendig, alle Accounts neu herunterzuladen. Nicht gemachte Änderungen stehen also nicht mehr zur Verfügung. Das kann auch abgelehnte Anzeigen betreffen, die nicht wieder heruntergeladen werden. Es empfiehlt sich also, vor der Aktualisierung ein Backup anzulegen.

Upgrade

Das Upgrade auf die neue Version sollte automatisch angeboten werden, sobald der Editor geöffnet wird. Das ist allerdings noch nicht überall der Fall. Im englischen Blogpost schreibt Google:

We’re launching version 8.0.1 to all users over the course of the next few weeks, so don’t worry if you don’t get it right away.

Auf der offiziellen Download-Seite steht derzeit nur die alte Version zur Verfügung. Die neue Version bekommt man aber dennoch, indem man sich nämlich den alten Downloadlink vornimmt und darin die Versionsnummer 7.6.1 durch die neue (8.0.1) ersetzt. Kurzum, den neuen Editor gibt’s unter http://dl.google.com/adwords_editor/8.0.1/win32/de-DE/adwords_editor_de-DE.msi

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Google indexiert jetzt auch SVG

Donnerstag 2. September 2010 von Markus

Google hat bekanntgegeben, dass jetzt auch SVG-Dateien (Scalable Vector Graphics) indexiert werden können (“Google now indexes SVG“).

Wofür das gut sein soll, ist mir erstmal nicht ganz klar. PDF- und SWF-Dateien mögen ja noch sinnvoll sein, weil dort eben auch oftmals Text zu finden ist, aber SVG-Dateien?

Man kann auch mit dem filetype-Operator konkret nach SVG-Dateien suchen. Dabei fällt einem aber auf, dass Google hier nicht immer direkt SVG-Dateien zurückliefert:

Bild

Hier fällt Google wohl auch auf Seiten herein, die die Extension .svg haben, aber eigentlich HTML-Seiten sind (die erste URL ist eine HTML-Seite, die zweite URL eine “echte” SVG-Datei).

Kann man das Indexieren von SVG-Dateien für irgendwas aussnutzen? Da fällt mir erstmal wenig ein.

SVG-Dateien können auch Links enthalten, so dass man diese rein theoretisch auch zum Linkaufbau nutzen kann. Z.B. indem man einen SVG-Generator schreibt, der für andere Website irgendwas erstellt (z.B. einen Badge), der aber auch einen gut versteckten Link enthält. Dieser Trick ist aber schon recht komplex und sollte den Aufwand erstmal nicht wert sein – zumal nicht klar ist, ob Google die Links in SVG-Dateien auch wirklich wertet.

So bleibt das erstmal nur eine weitere Meldung von Google nach dem Motto “nice to have”…

Kategorie: SEO | 2 Kommentare »

Das neue suchradar ist da: Fokus-Thema “Linkaufbau”

Mittwoch 1. September 2010 von Markus

cover-aug-2010-150wSeit einigen Minuten ist auch das neue suchradar live: jetzt runterladen! Eigentlich sollte es eine Sommerausgabe mit weniger Inhalten werden. Wir haben auch einige Seiten gekürzt, aber dann sind’s doch wieder mehr geworden.

Wie immer möchte ich allen Mitstreitern danken:

  • Martin für seine beiden AdWords- und den XENU-Artikel
  • Maik für seinen Facebook- und seinen Linkaufbau-Artikel und natürlich dafür, dass er die gesamte Produktion in die Hand nimmt. Er hat auch das Titelbild geschossen und dafür meinen Jungs die Legosteine geklaut. (Er hat mit den Legosteinen auch erotische Szenen nachgestellt und fotografiert, aber die Fotos zeigen wir hier lieber nicht.)
  • Richard für das Layout (habe ihn sogar am Sonntag im Büro erwischt…)
  • Fabian für das Anbieterverzeichnis
  • Martin Schirmbacher, Kai Spriestersbach und Stephan Koß für Ihre Artikel
  • Meiner Frau dafür, dass Sie Sonntag morgen immer frei gibt, damit ich am suchradar werkeln darf :)

Und darum geht’s in diesem suchradar:

Titelthema “Linkaufbau”:
> Linkbuilding Quo Vadis? Nachhaltiger Linkaufbau
> Linkaufbau im Unternehmen: Mitarbeiter als Linkbuilder
> Linkaufbau mit Bildern: Infografiken unter der Lupe
> Linkaufbau für alle: Hilfreiche Ressourcen

Außerdem:
> Google AdWords Werkstatt:Modifiziertes Broad Match
> Google AdWords Trickkiste: Daten sammeln für Search Funnels
> SEO in Action: XENU
> SEO für Einsteiger: Google Webmaster Tools
> SEO-Maßnahmen: Bundesgerichtshof verurteilt Portal wegen Markenverletzungen
> Social Media erfolgreich nutzen: Facebook für Online-Shops
> HTML 5: Neue Möglichkeiten auch für SEO?
> Werbung in sozialen Netzwerken: LinkedIn DirectAds

Viel Spaß beim Lesen! Runterladen nicht vergessen…

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