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Google Produktsuche stellt höhere Anforderungen für Elektronik-Produkte – warum?

29. Juli 2010 | Von in SEO | Keine Kommentare

Diese Email von Google haben wahrscheinlich viele bekommen (zumindest alle, die Produkte in die Google-Produktsuche einstellen):

Anfang des Jahres 2011 werden wir einige Änderungen vornehmen, die das Anzeigen von Elektronik-Produkten auf der britischen und deutschen Version der Google Produktsuche betrifft. Um unseren Nutzern so viele Informationen wie möglich zu bieten, benötigen wir Ihre Hilfe dabei, Ihre Produkte unseren “Produkt-Seiten” zu zuordnen, auf der Benutzer nützliche Daten wie Produkt-Spezifikationen oder Bewertungen erhalten können. Wenn Sie Elektronik-Produkte übermitteln, fügen Sie mindestens zwei der folgenden drei eindeutigen Produkt-IDs Ihrem Feed hinzu: MPN, Marke, und EAN.

Dem Ganzen folgt noch ein lustiger Absatz nach dem Motto “Ihr müsst das nicht machen, aber wenn Ihr’s nicht macht, gibt’s halt keinen Traffic”:

Diese Attribute werden nicht für Ihren Feed erforderlich sein. Um jedoch zu vermeiden, dass der Traffic aus der Produktsuche zurückgeht, empfehlen wir Ihnen, mit der Verwendung dieser eindeutigen Kennungen bei nächster Gelegenheit zu beginnen. Für den Elektronik-Bereich zum Beispiel finden Sie eindeutige Produkt-ID-Informationen über Produkt-Seiten unter “Technischen Spezifikationen”.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Hilfe unter http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?hl=de&answer=160161

Ich frage mich natürlich schon, was Google da vorhat. Die Produktseiten gibt es ja schon. Wenn ich z.B. nach “Samsung LE40B530″ suche, sehe ich das folgende Ergebnis, das dann auf eine Produkt-Seite verlinkt:

Bild

Auf der Produktseite finde ich dann vor allem Preisinformationen:

2010-07-29 11h36 07

Es gibt dort auch schon Händlerbewertungen, die von anderen Plattformen aggregiert werden. Aber es fehlen noch Produktbewertungen – der nächste logische Schritt.

Mir ist natürlich etwas schleierhaft, warum das nur für Elektronik-Produkte gefordert wird. Hier gibt es sicherlich viel Suchvolumen, aber auch für andere Produkte ergibt das durchaus Sinn.

Wie auch immer: Google hat gesprochen. Wer mit Elektronik-Produkten handelt, sollte mindestens zwei der drei Merkmale MPN, Marke, und EAN in den Product Feed aufnehmen.

Broken Links auf interessanten Seiten zum Linkaufbau nutzen

26. Juli 2010 | Von in Linkbuilding, SEO | 5 Kommentare

Die Idee ist ja relativ alt, wurde aber auf der SMX Advanced nochmal in mein Gedächtnis geschaufelt: Seiten mit Broken Links zum Linkaufbau nutzen.

Heißt: Wenn es auf einer anderen Seite einen Broken Link gibt, kontaktiert man den Website-Betreiber und weist ihn auf den kaputten Link hin. Wenn der Website-Betreiber sich zurückmeldet und sich bedankt, fragt man ihn, ob man nicht auch einen Link von der Seite haben kann. Sozusagen als Gegenleistung für das Entdecken des kaputten Links.

Psychologisch gesehen ist das wohl auch ganz schlau, weil man schon in einem Dialog ist und die Gegenseite einem etwas “schuldet”.

In den letzten Tagen habe ich mich an den LinkReport (unser internes Linkbuilding-Tool) gesetzt und habe die zusätzliche Fähigkeit eingebaut, dass die Software auf den Zielseiten nach 404-Fehlern schaut. Das Erzeugen des Reports dauert dadurch natürlich ungleich länger, weil man eben jeden externen Link überprüfen muss. Aber es scheint sich durchaus zu lohnen.

Die Quoten der Broken Links sind auch recht hoch. Je nach Thematik finden wir auf 10-15% der Seiten jeweils einen Broken Link. Als Broken Link erkennen wir derzeit nur 404-Fehler, nicht aber nicht mehr existente Domains. Das könnte man noch ausbauen.

Interessanterweise liefern die “üblichen Verdächtigen” (allgemeine Verzeichnisse, Social Bookmarking, etc.) einen recht hohen Anteil an Broken Links. Ich hätte erwartet, dass Verzeichnisse ihre ganzen Links permanent auf Broken Links überprüfen, aber anscheinend ist das nicht der Fall. Die “üblichen Verdächtigen” filtern wir intern ohnehin raus, so dass aber immer noch viele gute Sites bleiben.

Ein Beispiel: Die Seite http://www.tennis-aaron.de/tennis-camps-tennis-ferien.htm verlinkt derzeit auf http://www.ever-court.de/html/ubersicht.html. Diese Seite liefert aber einen 404. Jetzt würde ich vielleicht nicht unbedingt einen Link von der Seite haben wollen, weil mir die Links dann doch etwas überoptimiert aussehen, aber das Prinzip funktioniert. Dafür würde ich’s dann bei der Seite http://www.fitfortennis.com/resources.htm versuchen, die auf die kaputte URL http://www.nsca-lift.org/SIGTennis/sig_tennis.htm verlinkt.

Also: interessante neue Möglichkeit. Und dadurch, dass unser Tool das jetzt kann, kann das eben auch jeder unserer Linkbuilder strukturiert nutzen.

Modifiziertes Broad Match verfügbar

15. Juli 2010 | Von in SEM | 3 Kommentare

Das ging schnell: AdWords hat das Modified Broad Match nun auch weltweit eingeführt. Das bedeutet, dass man nun Keywords mit der Option Broad Match (dt. weitgehend passende Übereinstimmung) mit Modifikatoren ausrüsten kann, welche die Übereinstimmung wieder etwas einschränken. Damit wird ein Mittelweg zwischen den Optionen Phrase Match (dt. Wortgruppe) und Broad Match verfügbar. Warum das wichtig ist, wie das genau funktioniert und was das für Konsequenzen hat, habe ich in diesem Beitrag beschrieben. Die folgende Grafik demonstriert außerdem noch mal den Zusammenhang der Matching-Arten.

Für uns bedeutet das jetzt erst mal viel Arbeit. Denn die neue Option bietet zu viel Potenzial, um es ungenutzt zu lassen. Das gilt vor allem für Kampagnen, bei denen bisher auf Broad Match verzichtet wurde. Prinzipiell kann man hier die Phrase Matches um entsprechende modifizierte Broad Matches ergänzen, um zusätzliche Wortstellungen, Füllwörter und Fehlschreibungen mitzunehmen.

Ein ganz grober Ansatz wäre, wirklich alle Phrase-Matches zu kopieren, vor jedes Wort ein Pluszeichen zu schreiben und alles als modifiziertes Broad Match einzubuchen. Das lässt sich mithilfe von Excel und dem AdWords-Editor auch problemlos in fünf Minuten für Konten beliebiger Größe umsetzen. Das Problem dabei ist allerdings, dass man sich die Konten dadurch auch ein Stück weit zumüllt. Denn das modifizierte Broad Match vereint eine ganze Reihe von Phrase Matches auf sich: Singular und Plural, Wortstellungen, Fehlschreibungen, Füllwörter, … Am Ende hat man also viele Keywords, wo eigentlich eins gereicht hätte. Das muss nicht schaden, aber ich habe es eigentlich lieber übersichtlich.

Ein Problem ist sicher auch, dass noch nicht ganz klar ist, wie sich das modifizierte Broad Match in der Praxis schlägt. Was passiert z.B. mit Zahlen oder Fragmenten wie im Keyword “+acer +aspire +5740g” – passt dies auch auf die Suchanfragen “acer aspire 5740″ und “acer aspire 5741g”? Klar ist jedenfalls, dass man nach einer Umstellung von Phrase auf Modified Broad die Suchanfragen wieder öfters auswerten sollte, um ggf. gegensteuern zu können.

Klar ist auch die Empfehlung, das neue modifizierte Broad Match ausgiebig zu nutzen. Für den Moment bedeutet dies sicher einen Mehraufwand für den Einbau. Mittelfristig dürfte es uns aber das Leben erleichtern – beim Aufbau neuer Kampagnen sogar radikal.

Das neue suchradar Ausgabe 24 ist da

7. Juli 2010 | Von in Sonstiges | Ein Kommentar

cover-jun-2010-150wGerade haben wir das neue suchradar hochgeladen. Das ist wohl die dickste Ausgabe, die wir jemals gestemmt haben. Die nächste “Sommerausgabe” wird auf jeden Fall etwas schlanker, damit wir alle noch Zeit zum Grillen haben.

Danke wie immer an alle, die mitgeholfen haben: Martin (für seinen AdWords-Artikel), Maik (fürs PDF-Frickeln und seinen EyeQuant-Artikel), Fabian (fürs Korrekturlesen), Richard (fürs Layout) und Martin Schirmbacher (für seinen wie immer tollen juristischen Beitrag).

Titelthema “Facebook”:
> SEO für Facebook: Mehr Reichweite im Social Web
> Werbung auf Facebook: Interview mit Christian Pansch

Außerdem:
> Aufmerksamkeitstools: EyeQuant vs. AttentionWizard
> Google AdWords Werkstatt: Search Funnels
> Große Datenmengen für Crawler aufbereiten
> On-Page-Checkliste für die Startseite
> Google Analytics: Jetzt alles klar beim Datenschutz?
> Im Test: Link Research Tools
> Interview mit Tim Ash

Viel Spaß beim Lesen!

AdWords Keyword-Diagnose

7. Juli 2010 | Von in SEM | Ein Kommentar

Eine kleine Neuerung in AdWords erfreut gerade mein Herz: Man kann jetzt eine Keyword-Diagnose durchführen, die aufzeigt, ob Keywords auch tatsächlich geschaltet werden. Dazu klickt man auf der Keywords-Registerkarte auf Weitere Aktionen und dann auf Keywords diagnostizieren.

Keyword-Diagnose

Anschließend wählt man Domain (z.B. www.google.de), Sprache und Standort (Land, optional auch Bundesland oder gar Stadt) und lässt den Test laufen.

Keyword-Diagnose 2

Je nach Anzahl der Keywords dauert es nun einen Moment, danach sieht man die Ergebnisse in der Status-Spalte. Dort steht im Idealfall immer “Anzeige wird jetzt geschaltet”, manchmal aber so etwas wie “Freigabeproblem” oder “Wird nicht geschaltet (sonstige)”. Die Ergebnisse lassen sich auch noch filtern, um beispielsweise die Diagnosen “geringes Suchvolumen” oder “unter dem Gebot für die erste Seite” gar nicht erst angezeigt zu bekommen.

Im Inside-AdWords-Blog wurde das Tool zwar in der Kategorie Anfänger abgelegt, ich merke aber, dass es sich auch wunderbar für große Kampagnen verwenden lässt. Denn hiermit lassen sich problemlos tausende von Keywords auf einmal analysieren – dauert etwas länger, funktioniert aber tadellos. Dann sortiert man einfach nach der Status-Spalte und sieht sofort, wo es noch Probleme gibt. So habe ich eben bei einem Kunden unter tausenden von Keywords zwei Stück gefunden, die von ausschließenden Keywords blockiert wurden.

Mein Tipp: Einfach mal für alle Keywords eine Diagnose laufen lassen und gucken, was dabei heraus kommt. Dadurch kann man auf eine Menge von Dingen aufmerksam werden, darunter markenrechtlich geschützte Begriffe, fehlende Anzeigen, sich überschneidende Keywords oder Keywords, die eigentlich ausgeschlossen sind. Das sollten alles nur Kleinigkeiten sein, aber es hilft, auch große Konten weiter zu perfektionieren.

Infografiken zum Linkaufbau: Drei Beispiele unter der Lupe

2. Juli 2010 | Von in Linkbuilding, SEO | 2 Kommentare

Linkaufbau mit Infografiken – ein Thema, das sich einer gewissen Beliebtheit erfolgt. Wir haben uns in den letzten Tagen mal viele Infografiken angeschaut (für einen suchradar-Artikel) und ein paar ganz witzige Sachen gefunden.

Beispiel #1: FTD
http://www.ftd.de/it-medien/computer-technik/:infografik-apples-erfolgsgeschichte/50122986.html

Auch wenn es sich dabei nicht unbedingt um eine “klassische” Infografik handelt, hat sie immerhin für ein paar Verlinkungen gesorgt, z.B. http://blog.kooptech.de/2010/06/ftd-infografik-zu-apples-erfolgsgeschichte/.

Interessant ist hier, dass ein Medium wie die FTD in der Lage ist, Linkaufbau mit Infografiken zu betreiben, ohne dass (wie ich glaube) das unter diesem Aspekt passiert ist. Die Grafik war einfach für eine gewisse Klientel interessant und hat zu Verlinkungen geführt.

Man kann also annehmen, dass man das Ergebnis noch hätte verbessern können, wenn man es eben explizit gesteuert hätte. Außerdem fällt diese Grafik nicht in das klassische Schema von Infografiken (siehe Beispiel #2) – funktioniert aber trotzdem.

Beispiel #2: Koffein
http://www.homeownersinsurance.org/15-things-about-caffeine/

Eine sehr schön gemachte Infografik (“15 Things you should know about caffeine”), die sich sehr gut verbreitet hat. Interessant ist hier der sehr plumpe HTML-Code:

Bild

Wer den Code also 1:1 übernimmt, erzeugt einen direkten Link mit dem Anchortext “Homeowners Insurance”. Jetzt ist das nun mal auch der (wohl nicht zufällig gewählte) Name der Site, aber hier kann man auch Gefahr laufen, dass man durch mehrfache dieser Links dann auch von einem Google-Filter erwischt wird.

Interessant ist hier aber auf jeden Fall, dass man wirklich sehen kann, wie sich Multiplikatoren auswirken. Also:

Positiv ist hier also, dass sich das Ganze verselbständigt und durch Multiplikatoren andere Blogs erreicht. Negativ ist daran, dass dabei auf den ursprünglichen Beitrag gar nicht mehr verlinkt wird (wir haben das intern “Piggy-Back” genannt).

Beispiel #3: Fußball
http://www.estadao.com.br/especiais/2010/06/copa_jogadores.shtm

Eine gut gemachte Grafik, die zeigt, aus welchen Ländern die Spieler der unterschiedlichen Nationalmannschaften kommen. Witzig und informativ und vor allem interaktiv (einfach mal mit der Maus über die Länder huschen).

Auch diese Infografik wurde vielfachst eingebaut und verlinkt – auch von deutschen Websites wie http://niksneues.blockf1.de/infografik-wo-spielen-die-nationalspieler-hau, obwohl die Infografik selber weder in deutscher noch englischer Sprache verfügbar ist. Naja, die Flaggen reichen wohl aus, um das Konzept zu verstehen.

Erfolgsfaktoren

Insgesamt kann man sich natürlich fragen, wie und unter welchen Umständen Infografiken funktionieren. Wie immer gilt natürlich der übliche Disclaimer: Ich habe bei der Recherche viele Infografiken gesehen, die optisch genial waren und trotzdem nicht funktioniert haben – ebenso wie das Gegenteil. Genauso wie beim Thema Linkbait gibt es hier also keine Erfolgsgarantien.

Ein paar Faktoren kann man aber auch jeden Fall nennen:

  • Die Infografik muss relevant sein. Das kann für die breite Masse sein (Thema “Fußball” oder auch “Koffein”) oder auch für eine thematische Nische.
  • Die Infografik darf lustig sein, informativ, kontrovers – nur nicht dialektisch und langweilig. Mit Vorurteilen spielen, ein Thema in einen anderen Kontext rücken, historische Zusammenhänge ziehen, wichtige Personen zitieren, Erfolg und Misserfolg erklären – all das geht. Es muss nur richtig verpackt sein.
  • Sehr wichtig ist natürlich das Thema Seeding, also: Wie erreiche ich genau die Multiplikatoren, die die Grafik übernehmen und damit erst andere darauf aufmerksam machen? Noch besser ist es natürlich, wenn ich direkt eine Reichweite habe, um alle relevanten Personen (vor allem Blogger) direkt zu erreichen.
  • Wichtig ist natürlich auch, dass man das Sharing besonders einfach macht. Also: Den HTML-Code fürs Einsbetten direkt drüber oder drunter und natürlich auch die üblichen Links (Facebook, Twitter, Social Bookmarking, …) nicht vergessen.

Aber wie gesagt: Auch Infografiken sind nicht der Heilsbringer, für den sie gehalten werden. Auch damit kann man mit wehenden Fahnen untergehen. Und ebenso wie beim Linkbait gilt auch hier, dass es nicht die eine Einzelaktion, sondern Kontinuität ausmacht. Alles ist leichter, wenn man bereits eine gewisse Community um sich scharrt und auch ein gewisses Standing in der Branche/Thematik hat.

Gibt es eigentlich schon eine Infografik über Infografiken? Gleich mal den Grafiker beauftragen…

Bewertungen aus der Produktsuche jetzt auch bei AdWords

1. Juli 2010 | Von in SEM | 3 Kommentare

Wer bei Google.com (nicht Google.de) sucht, findet seit einigen Tagen dort manchmal auch Ratings der Shops. Hier ein Beispiel:

Bild

Hier werden die Shops Zalando.de, Shoes.com und Nordstrom.com jeweils mit Sternchen versehen. Der “rated”-Link zeigt dabei auf die Rating-Seite aus der Google Produktsuche – dieselbe Seite, die man in der Google Produktsuche auch erreicht, wenn man dort auf die Sternchen klickt:

Bild

Google hat die AdWords-Erweiterung Seller Rating Extensions getauft. In Deutschland gibt es das derzeit noch nicht. Wenn man dort AdWords von Zalando sucht, gibt es dort keine Sternchen – bei der Suche in Google.com (siehe oben) aber schon.

Woher kommen die Bewertungen?

Darüber haben wir schon mal was geschrieben. Die Bewertungen stammen von externen Plattformen, z.B. Trusted Shops.

Interessant ist dabei, dass Google nur Bewertungen zu übernehmen scheint, die auch einen Text haben. Auch scheint Google keine Bewertungen zu importieren, die älter als Februar 2010 sind.

Es gibt auch gewisse Mindestanforderungen, damit Google das Rating anzeigt: Ein Shop muss mindestens ein Rating von 4.0 haben und zudem über 30 Bewertungen verfügen (wie gesagt: Es zählen nur textliche Bewertungen).

Was empfehlen wir?

Seller Rating Extensions finde ich spannend, weil man damit wahrscheinlich einen gewissen Vorteil gegenüber anderen Werbetreibenden erlangen kann. Wer Sternchen hat, dürfte wohl auch auf einer niedrigeren Positionen attraktiver werden und damit eine höhere Click-Rate und in der Folge auch einen besseren Quality Score bekommen.

Grundsätzlich würde ich daher das Folgende empfehlen:

  1. Wer seine Shop-Kunden noch nicht dazu motiviert, Bewertungen für den Shop abzugeben, sollte das ändern.
  2. Wer Bewertungen abgeben lässt, sollte dazu Plattformen nutzen, die Google auch honoriert.
  3. Bewertungen sollten auch einen Text haben. Shop-Betreiber sollten also jeden Einfluss ausüben, den sie haben, damit Kunden eben auch einen Text schreiben.
  4. Das Review Management ist wichtiger denn je. Man sollte sich also gezielt um negative Bewertungen kümmern.
  5. Prinzipiell hat jeder Shop-Betreiber ja ein Interesse an möglichst positiven Bewertungen. Da die meisten Bewertungen auf dem Wege zustandekommen, dass Kunden nach Bestellung und Erhalt der Ware ein Link zum Bewerten zugeschickt wird, kann man hier ja durchaus selektiv vorgehen. So könnte man z.B. den Link nur an Kunden schicken, an die die Ware auch am Tag der Bestellung rausgegangen ist. So wird man tendenziell weniger Bewertungen generieren, in denen sich Kunden über Lieferverzögerungen beschweren.
  6. Und schlussendlich ist das natürlich eine Motivation, sich mit den (zu Recht ergangenen) Kritikpunkten auseinanderzusetzen. Manchmal tut’s ja schon ein Päckchen Gummibärchen im Paket (aber bitte nur helal-/halal-konforme, wenn man an muslimische Kunden schickt).

Ich weiß nicht, wann das Feature auch bei Google.de verfügbar sein wird. Aber so bleibt einem wenigstens Zeit, sich darauf vorzubereiten. (Unsere Kunden sind seit gestern jedenfalls richtig fleißig…)


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