Details bei Google Maps: Google sammelt eifrig Daten…

Donnerstag 17. Juni 2010 von Markus

Bei Google Maps ist mir wieder ein neues Feature aufgefallen, das es vielleicht schon seit Monaten gibt – aber das mir halt vorher noch keinen Blick wert war. Google holt sich für nahezu jeden Eintrag “Details” von anderen Websites. Ein Beispiel sieht man hier:

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Die Daten in der Sektion “Details” stammen u.a. von den genannte Websites booking.com und schlummer-atlas.de. Wer auf “Weitere Details” klickt, sieht dann noch mehr Daten, die Google aggregiert:

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Insgesamt sehe ich hier drei Schlussfolgerungen/Empfehlungen:

  1. Man sollte seine Daten über alle externen Plattformen aktuell halten. In diesem Fall stimmen ja alle Angaben, aber beim “Hotel im Wasserturm” in Köln gibt es doch unterschiedliche Details, z.B. was die Zimmeranzahl betrifft (78 oder 88?). Auch habe ich gerade bei Hotels oft Kosten auf anderen Plattformen gefunden (“X Doppelzimmer zum Preis von Y Euro”). Hier sollte man natürlich darauf achten, dass im Profil auch aktuelle Preise erscheinen.
  2. Ich denke, dass Google die eigenen Daten, die man bei Google Places ja setzen kann, bevorzugt anzeigt. Wer also in seinem Account alle relevanten Daten bereitstellt, sorgt dafür, dass im eigenen Profil die eigenen (i.d.R. richtigen) und nicht die fremden (manchmal falschen) Daten angezeigt werden.
  3. Da Google ja ein Matching durchführen muss, sollte man darauf achten, dass man konsequent auf allen Plattformen dieselben Kontaktdaten benutzt (Unternehmensname, Adresse, Telefon/Fax, Websites, etc.). So macht man es Google insgesamt leichter, das Matching korrekt auszuüben. Das mag in diesem Fall nicht so wichtig sein, aber bei eingesammelten Bewertungen ist das deutlich wichtiger, weil diese eben schon einen Einfluss auf das Maps-Ranking haben.

Ob die von Google gesammelten Details auch rankingrelevant sind, kann ich nicht sagen. Primär sammelt Google die Daten natürlich, um mehr relevanten Informationen auf den Profilseiten anzeigen zu können. Aber es würde meiner Meinung nach schon Sinn ergeben, wenn es einen Ranking-Schub für Websites gäbe, die auch auf möglichst vielen anderen Plattformen zu finden sind – und dort auch nicht immer mit exakt denselben Texten.


Markus Hövener ist geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion und Chefredakteur des Magazins suchradar.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 17. Juni 2010 um 14:53 und abgelegt unter Local Search, SEO. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

3 Kommentare über “Details bei Google Maps: Google sammelt eifrig Daten…”

  1. Markus BauerNo Gravatar schrieb:

    Danke für den Beitrag. Local Search wird immer wichtiger. Zu Deiner Frage: Diese Daten sind sehr Ranking-relevant. Die Quantität der Erwähnungen bei “wichtigen Datenlieferanten” (= Branchenverzeichnisse / Internet Yellow Pages) liegt auf Platz 4 und die Qualität dieser Erwähnungen auf Platz 7 von insgesamt 58 positiven Rankingfaktoren für Google Maps-Einträge (Quelle = aktuelle Umfrage von David Mihm), hier auf Deutsch: http://s1-suchmaschinenoptimierung.de/lokale-suche/

  2. MarkusNo Gravatar schrieb:

    Die Daten von David Nihm kenne ich natürlich, aber hier geht es um die Frage, ob konkret diese “Details” rankingrelevant sind. Und da bin ich mir nicht so sicher…

  3. Markus BauerNo Gravatar schrieb:

    Was Google (externe) “Details” nennt, ist m. E. das, was in David Mihm’s Umfrage unter Qualität subsummiert ist (siehe dort in den Kommentaren). Je umfangreicher die Informationen in einem Eintrag (z. B. bei Booking.com), je konsistenter die Informationen über alle Erwähnungen und natürlich auch je relevanter die Quellen, desto besser.

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