Für Unternehmen mit Online-Shops ist es nicht nur wichtig, einfach „Produkte zu verkaufen“, sondern auch ein entsprechend gutes Image zu pflegen, um Kaufanreiz im Shop zu fördern. Und speziell in Zeiten der Google Produktsuche (Shopping), Rich Snippets und dem lokalen Aspekt bei Google Maps wird es letztlich immer wichtiger, das im Internet eine (eben möglichst positive) Meinung zu dem Shop herrscht. Zur Meinungsbildung gibt es mittlerweile verschiedene Portale, die es Kunden, zum Beispiel nach dem Kauf, ermöglichen, gelistete Shops zu bewerten bzw. sich dort aufgeführte Bewertungen anzuschauen.

Mit den Produktergebnissen bei Google werden auch Bewertungen des Shops mit eingeblendet.

Auf einige dieser Portale greift auch die Google Produktsuche zurück, um die Bewertung einzelner Shops in der Produktsuche vorzunehmen (siehe Abbildung 1). Und da die Anzahl und Qualität der Bewertungen auch in anderen Google Suchdiensten durchaus Einfluss auf die Platzierung in den Suchergebnissen haben, wollten wir wissen, welche externen Plattformen für die Bewertung von Shops innerhalb des Google Angebotes herangezogen werden – denn bei der Suchmaschine selbst sind aktuell (noch) keine Bewertungen möglich. Die Suche nach den Bewertungsplattformen hat dabei eines unserer hierfür entwickelten Tools übernommen.

Die Bewertungsplattformen sind im Folgenden aufgelistet. Wir haben dabei unterschieden in kostenlose und kostenpflichtige sowie reine Preissuchmaschinen, die keine Möglichkeit bieten, den eigentlichen Shop zu bewerten.

Kostenlose Möglichkeiten

Wenn ich einen Online-Shop besitze, bin ich natürlich zunächst daran interessiert, mich kostenlos bewerten zu lassen. Vor allem, wenn Google bei der Shop-Bewertung eben auch auf diese kostenlos nutzbaren Portale zurückgreift.
Folgende Portale bieten die Möglichkeit, sich kostenlos als Shop eintragen und bewerten zu lassen:

Die Voraussetzungen zur Teilnahme sind oft erfreulich harmlos. Bei shopvote.de beispielsweise gelten u. a. folgende Bedingungen:

  • Der Bewerber muss selbst Inhaber der Webseite sein.
  • Die Webseite muss dem Kunden die Möglichkeit geben, auf dieser etwas kaufen zu können. Webseiten, die nur auf Shops Dritter verlinken sind ausgeschlossen.
  • Auf der Webseite müssen mindestens ein Impressum und AGB für den Kunden vorhanden sein.

Für vernünftige Shops kein Problem.

Auch bei Cheap Charlie liegt die Messlatte nicht besonders hoch. Der Shop-Betreiber muss als Merchant bei einem der deutschen Affiliate-Netzwerke aktiv sein. Auch machbar, aber längst nicht jeder Shop möchte das.

Wie geht denn das? Das Beispiel 11880.com

Am Beispiel von 11880.com sieht man auch, wie einfach eine Anmeldung teilweise möglich ist. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Einen bereits vorhandenen Eintrag für sich beanspruchen („claimen“)
  2. Einen neuen Eintrag anlegen

Dabei ist es natürlich wie so oft: Nicht den zweiten vor dem ersten Schritt tun.
Einen bereits vorhandenen Eintrag kann man schnell bearbeiten. Über die Suchfunktion der Seite kann man schnell herausfinden, ob der eigene Shop im Verzeichnis aufgeführt ist. Ist er gefunden, kann man mit einem Klick auf „Ihre Firma?“(siehe Abbildung 2) und dem nachfolgenden Dialog die eigenen Daten schnell eingeben. Nach der Eingabe aller benötigten Informationen wird man noch darauf hingewiesen, dass in den nächsten Tagen ein Anruf von 11880 erfolgt, um die Daten zu verifizieren. Danach ist man innerhalb von ca. 8 Tagen mit aktualisierten Daten im Netz.

Abbildung 2 Bei 11880.com lässt sich ein bereits vorhandener Eintrag schnell claimen

Auch ein neuer und kostenloser Basiseintrag bei 11880 ist schnell gemacht. Nach Klick auf das Feld „Ihre Firma eintragen“ (siehe Abbildung 3)Abbildun 3: Schnell die eigene Firma eintragen kann ein Shopbesitzer wie bei einem bestehenden Eintrag die Daten editieren. In den darauffolgenden Tagen erfolgt der obligatorische Anruf eines Mitarbeiters des Portals und danach die Freischaltung. Alles innerhalb von ca. 1 Woche, wie es auf der Website heißt.

Im Anschluss muss man seine Kunden „nur“ noch auf die Bewertungsseite im Netz aufmerksam machen. So etwas lässt sich etwa über einen Grafik-Button, einen Hinweis im E-Mail-Newsletter oder viele andere Möglichkeiten verwirklichen.

Wie geht denn das (Teil 2)? Das Beispiel Trusted Shops

Als zweites Beispiel lässt sich hier auch das Trusted-Shop-System erklären. Dort muss sich der Shopbetreiber in der – für ein Jahr – kostenlosen Variante zwar mit weniger Features als die zahlende Kundschaft zufriedengeben, Bewertungen durch Kunden können aber trotzdem vorgenommen werden. Und darauf kommt’s an.

Die Anmeldung ist auch hier mit wenigen Eingaben gemacht. Nach der Eingabe bekommt man das bekannte Widget (siehe Abbildung 4)Abbildung 4: Das bekannte Trusted-Shops-Widget, das auf der Shopseite integriert werden muss und Kundenbewertungen anzeigt. Dann kann’s los gehen.

Kostenpflichtige Angebote und Preissuchmaschinen

Es gibt auch viele kostenpflichtige Dienste (vor allem Preissuchmaschinen), deren Bewertungen Google ebenfalls übernimmt. Die allermeisten arbeiten dabei auf Basis des Cost per Click (CPC).

Folgende kostenpflichtige Portale zieht Google für die Shopbewertung in Betracht.

Zu den einzelnen Preismodellen der Portale muss sich der Shop-Betreiber auf der jeweiligen Website informieren. Oft ist es dabei leider so, dass wenige greifbare Informationen zu holen sind. Die Anbieter lehnen sich hier selten aus dem Fenster, sondern wollen „individuelle Angebote“ an den Mann bringen.

Unsere Empfehlung

Wer als Online-Shop bisher noch keine oder zu wenige Bewertungen hat, sollte sich die oben genannten Möglichkeiten – speziell die kostenlosen – einmal genauer anschauen und dafür sorgen, dass Kunden hier Bewertungen abgeben können. Dabei kann man sich der Einfachheit halber auf nur einen Bewertungsdienst stürzen. Schöner und in den Augen der größten Suchmaschine auch „organischer“ ist es aber sicherlich, wenn sich ein Shop auf verschiedenen Bewertungsplattformen wiederfindet. Speziell wenn die Anzahl der Bewertungen zunimmt.

Unsere Empfehlung ist, sich auf jeden Fall eine der oben genannten Möglichkeiten zu sichern, um in den Google Shopping-Bewertungen berücksichtigt zu werden. Denn das ist nicht nur optisch hübscher, sondern kann sich auch auf das Ranking auswirken. Welcher Möglichkeit man sich anschließt, ist Frage der eigenen Vorlieben und natürlich auch des Geldbeutels. Die kostenlosen müssen dabei nicht schlechter sein als die kostenpflichtigen.

 

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About Maik Bruns

Maik Bruns ist Berater für SEO und Webanalyse in der Online-Marketing-Agentur Bloofusion, Online-Marketing-Enthusiast und schreibt zu diesen Themen im Bloofusion-Blog Internetkapitäne, im SEO-, SEA- und E-Commerce-Magazin suchradar und natürlich bei Twitter und Google+. Er spricht außerdem zu SEO- und Webanalyse-Themen auf Konferenzen und gibt Seminare/Workshops zum Thema Google Analytics.

Daneben ist Maik Bruns glücklich verheirateter Papa, Marketing- und Analytics-Fan (Analytics Qualified Individual), leidenschaftlicher Fotograf, Bildbearbeiter und Freeletics-/Volleyball-Lover.

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