Die neue Google-Suchoberfläche: Gut für Shops
Freitag 7. Mai 2010 von Markus
Auch wenn es von vielen Kollegen bissige Kommentare auf das neue Google-Interface gab (“Google sieht jetzt endlich aus wie Bing”), finde ich doch, dass das neue Interface Vorteile für Unternehmen – und vor allem für Online-Shops – bietet. Im Kern hat sich ja nichts geändert: Wenn ich nach einer Produktkategorie oder einem konkreten Produkte suche, sehe ich nicht nur die altbekannten zehn organischen Ergebnisse (“ten blue links”), sondern auch das, was man “Universal Search” oder “Blended Search” nennt:
Eine Website wie www.tableware24.com erhält durch die One Box “Shopping-Ergebnisse für …” zusätzliche relevante Reichweite. Jetzt gibt es aber eben auch links den Filter “Shopping”, der dann ebenfalls in die Shopping-Ergebnisse weiterleitet:
Die Chance, dass ein Google-Nutzer also die Produktsuche betritt, ist so insgesamt deutlich höher. Der Link zur Produktsuche war vorher recht brav oben versteckt. Mit der neuen Einbindung liegt der Link aber endlich mehr im Fokus der Nutzer – und damit dürften auch mehr Nutzer draufklicken.
Gerade die Google Produktsuche wird also für Online-Shops noch wichtiger werden als sie es ohnehin schon ist.
Noch mehr zur neuen Suchoberfläche
Interessant sind natürlich auch die anderen Filter, von denen jeweils nur die angezeigt werden, die auch jeweils sinnvoll ist. Wenn ich also nach “porzellan thomas loft weiß” suche, erhalte ich erstmal keinen Link auf die Video-Ergebnisse (den kann ich natürlich trotzdem über Klick auf “Mehr” bekommen). Insgesamt ist das sehr intuitiv und funktioniert in der Regel sehr gut.
Der einzige Filter, der aus der Reihe tanzt, ist übrigens “Maps”. Bei allen anderen Filtern sehe ich in der linken Navigation immer die Liste mit Filtern. Nur bei Google Maps verliere ich diese. Hier sollte Google dringend nachbessern – auch, wenn das sicherlich nicht einfach wird.
Spannend ist übrigens auch die Option “Websites mit Bildern”. Während bei den benachbarten Optionen wie “Mehr Text” so ist, dass sich das Ranking nicht ändert, passiert das bei “Websites mit Bildern” schon. Beispiel:
Bei der normalen Darstellung findet man die Seite http://www.tableware24.com/Porzellan/Thomas/Loft/Loft-Weiss/ auf dem ersten Platz, während man sie mit dieser Option erst auf dem vierten Platz findet. Es gibt auch andere Suchanfragen wie “villeroy und boch fliesen”, bei denen die Unterschiede viel dramatischer sind.
Es handelt sich hierbei also nicht nur um eine geänderte Darstellung. Vielmehr werden eben bevorzugt Seiten mit vielen guten Bildern nach oben gespült. Ein durchaus spannendes Feature, das aber wohl kaum Relevanz in Bezug auf SEO haben wird – aber vielleicht eben doch Unternehmen motiviert, noch mehr als bisher über die Optimierung für die Bildersuche nachzudenken.
Markus
Markus Hövener ist geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion und Chefredakteur des Magazins suchradar.
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 7. Mai 2010 um 15:28 und abgelegt unter SEO. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.






Freitag 7. Mai 2010 um 20:38
Es ist wohl erstmal eine Frage der Gewöhnung, bis einem das neue Design sympathischer vorkommt.
Von der Nutzung hat es für Internet Verkäufer sicher einige Vorteile durch die Übersichtlichkeit!
Mittwoch 12. Mai 2010 um 12:26
Ob das gut für Shops ist, bleibt abzuwarten. Spätestens wenn Google den Sack zu macht und nach Amazon/Adword-Manier sich den Transfer vergolden lässt, wähnt sich der treudoofe Shopbetreiber, der seine Daten frei Haus geliefert hat, als willfähiger Aufbauhelfer der Google-Shopping-Mall, die ihm den Googletraffic abgräbt und künftig teuer zum Kauf anbietet.
Freitag 14. Mai 2010 um 23:35
Es bleibt noch abzuwarten wie sich alles auswirken wird. Warten wir es ab.