Wir sind ja käuflich. Ist immer gut, Geld für seine Arbeit zu bekommen. Aber manchmal helfen wir halt auch einfach nur so. Letzte Woche hat ein netter Schwabe (www.e-faun.de) angerufen & hatte ein kleines Problem, das man gut am Telefon in einigen Minuten lösen konnte. Danke, bitte & gut.
Und dann kam die Woche (als ich auf der SMX war) ein nettes Päckchen mit 1a Hüftgold. Der Absender: besagter Schwabe. So muss das doch laufen
Auf diesem Wege nochmal ein Dankeschön für das Päckchen.
Bei Google AdWords wurde gerade ein neues Reporting-Feature angekündigt: Search Funnels. Mit einer Reihe von neuen Reports sollen Advertiser das Suchverhalten analysieren können, das zu Conversions geführt hat. Die Reports, die in den kommenden Wochen verfügbar werden sollen, können dann unter Berichterstellung - Conversions eingesehen werden.
Hintergrund: Assists
Einer Conversion geht oftmals ein längerer Suchprozess voraus. Wer z.B. einen hochpreisigen LCD-Fernseher kaufen möchte, sucht vielleicht erst mal nach “lcd fernseher”, dann nach einer Marke und schließlich nach einem konkreten Produktnamen, was schließlich im Kauf mündet. Für den Advertiser ist es eigentlich wichtig, zu wissen, welche Berührungspunkte es vor der Conversion gab, was also zu der Conversion geführt hat. Hat ein Besucher vielleicht mehrere Anzeigen angeklickt, bevor er gekauft hat? Und hat er noch weitere Anzeigen eingeblendet bekommen, ohne darauf zu klicken? Bei AdWords wird die Conversion immer dem letzten Klick auf eine Anzeige zugeordnet. Die restlichen Berührungspunkte, Assists genannt, fielen bisher unter den Tisch. Das kann jedoch zu falschen Schlüssen führen.
Im Beispiel könnte ein Advertiser zu dem Schluss kommen, dass nur die konkrete Produktbezeichnung als Keyword relevant ist und der Rest vernachlässigt werden kann. Vielleicht setzt er aber auch zusätzliche Tracking-Software ein, die immerhin die zusätzlichen Klicks erfasst, die zu einer Conversion geführt haben. Dieses Feature bringen zum Beispiel einige Bid-Management-Systeme mit, so dass Fehlsteuerungen vermieden werden können. Assists, die durch zusätzliche Einblendungen der Werbung stattfinden, kann allerdings nur Google selbst erfassen.
Welche Reports gibt es?
Für einen ersten Überblick über die neuen Reports hat Google ein kleines Video erstellt:
Im Folgenden eine kurze Vorstellung der einzelnen Reports. Ausführliche Infos dazu gibt es in der (bereits teilweise übersetzten) AdWords-Hilfe.
Zeitliche Analyse
Time Lag
Im Time-Lag-Report wird zunächst aufgezeigt, wie viel Zeit bis zur Conversion vergeht. Als Startzeitpunkt dient standardmäßig der erste Klick auf eine Anzeige, möglich ist aber auch die Betrachtung ab dem letzten Klick oder ab der ersten Impression. Umstellbar ist die Betrachtung außerdem zwischen Tagen und Stunden, sowie zwischen Conversion und Umsatz. Es lässt sich also z.B. ermitteln, wie viel Umsatz in den ersten Stunden nach dem letzten Klick gemacht wurde.
Path Length
Als Pfadlänge wird die Zahl der Klicks oder Impressions bezeichnet, die bis zu einer Conversion stattgefunden haben. Hier wird angegeben, wie viele Conversions bzw. welcher Umsatz nach wie vielen Klicks oder Impressions generiert wurden.
Quellenanalyse
Assist Clicks and Impressions
Zeigt die Anzahl der Klicks, die direkt zu Conversions geführt haben (”Last Clicks”), die Zahl der Assist-Clicks und die der Assist-Impressions. Außerdem wird das Verhältnis zwischen Assist-Clicks bzw. Assist-Impressions und Last-Clicks aufgeführt.
Assisted Conversions
Zeigt, wie viele Conversions und welchen Umsatz es mit oder ohne Assists gab, sowie deren Verhältnis. Diese Auswertung ist sowohl für Click-Assists, als auch für Impression-Assists verfügbar.
Interaktionsanalyse
First Click Analysis
Hier lässt sich ermitteln, wie viele Conversions es ausgehend von einem Keyword, einer AdGroup oder einer Kampagne gab. Nachdem man etwas selektiert hat, lassen sich ausgehend davon weitere Reports aufrufen.
Beispiel: Auswahl eines First-Click-Keywords und Aufruf des Top-Paths-Reports zeigt die Pfade, die mit dem ausgewählten Keyword begonnen und mit einer Conversion abgeschlossen haben.
Last Click Analysis
Analog zur First Click Analysis.
Top Paths
Zeigt die Pfade, die zu einer Conversion geführt haben. Hier gibt es eine Reihe unterschiedlicher Betrachtungsweisen. Man kann entweder reine Klick- oder auch Anzeige-Pfade betrachten. Außerdem können mehrfache Impressionen oder Klicks zusammengefasst werden. Man muss hier aber nicht zwangsläufig Suchbegriffs-Pfade betrachten. Statt dessen ist auch die Betrachtung von Anzeigengruppen oder Kampagnen möglich. Je nach Kampagnenstruktur könnte man so auch Pfade wie diesen zu Gesicht bekommen: “Kampagne XYZ - Kampagne Eigener Name”. Viele Shops schalten ja auch Anzeigen für ihren eigenen Namen - so ließe sich feststellen, wie viele Nutzer diesen Namen aus anderen AdWords-Anzeigen kennen.
Einschätzung
Die Search Funnels sind erst mal eine große Neuerung für AdWords. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich das Feature in der Praxis macht, denn in vielen größeren Kampagnen kommt automatisiertes Bid Management zum Einsatz, welches erst mal Zugriff auf die neuen Daten benötigt. Außerdem dürfte deren Berücksichtigung einen Eingriff in bewährte Routinen erfordern - keine guten Voraussetzungen für eine schnelle Umsetzung. Andererseits beziehen viele Systeme auch jetzt schon Click-Assists in ihre Berechnungen mit ein, so dass die Neuerung eigentlich nur in den Impression-Assists liegt.
Von der Reporting-Perspektive bringen die Search Funnels einige neue Erkenntnisse mit sich. Das gilt vor allem für solche Advertiser, die bisher keine Tracking-Software einsetzen, die Assist-Clicks auswertet. Grundsätzlich neu sind jedenfalls auch hier die Assist-Impressions - vorher gab es einfach keine Möglichkeit zu wissen, wonach die eigenen Kunden sonst noch gesucht haben, wenn sie nicht auf eine Anzeige geklickt haben.
Allerdings sollte man die Erkenntnisse daraus nicht überbewerten. Denn alle Daten beziehen sich nur auf die Einblendungen der eigenen Anzeigen. Suchanfragen, für die keine eigene Anzeige geschaltet wird (weil man den Suchbegriff nicht eingebucht hat, weil der AdRank zu niedrig ist oder weil das Budget aufgebraucht ist) fallen unter den Tisch.
Problematisch ist auch, dass man im Zusammenhang mit Search Funnels nur aggregierte Daten bekommt. So erfährt man zum Beispiel nicht die konkreten Suchanfragen, sondern nur das Keyword, das die Anzeigenschaltung ausgelöst hat. Ferner erfährt man grundsätzlich nur solche Search Funnels, die mit einer Conversion abgeschlossen haben. Grundsätzlich populäre Suchpfade erfährt man also nicht. Ein großes Manko der Assist-Impressions sehe ich außerdem im Fehlen der Informationen zur Platzierung. Ein Assist auf einer Top-Position über den organischen Listings ist sicher anders zu werten als einer rechts unten.
Im Hinblick auf die Privatsphäre der Google Nutzer habe ich bei Searchengineland noch Folgendes Zitat gefunden:
[...] any “non-popular” search paths are not reported. In other words, you shouldn’t be able to single out a particular individual. Instead, only popular funnels drawn in aggregate from data are reported.
Ich frage mich allerdings, ob das stimmt. Immerhin sieht man im letzten Screenshot zu den Top Paths ganz unten auch einen Pfad, der zu einer einzelnen Conversion geführt hat - das sollte wohl unter “non-popular” fallen.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Search Funnels in der Praxis machen und ob sie tatsächlich verwertbare neue Erkenntnisse mit sich bringen. Die bereits größtenteils übersetzte AdWords-Hilfe lässt jedenfalls hoffen, dass wir auch in Deutschland bald mit dem Feature rechnen dürfen.
Es gab wohl seit Monaten kein so gutes Interview mit jemandem von Google, das so viele Wellen geschlagen hat: “Matt Cutts Interviewed by Eric Enge” - gut gemacht, mit vielen Infos. Schlussendlich muss man ja nicht immer alles glauben, was von Google nach außen getragen wird. Man sollte sich da ruhig seine eigene Meinung bilden. Ein paar Aspekte des Interviews würde ich aber gerne hier beleuchten und kommentieren.
“[...] here isn’t really such thing as an indexation cap [...]“
Das sehe ich in der Praxis auch so. Es gibt nicht wirklich eine harte Grenze (Anzahl an indexierten Seiten), bis zu der Google Inhalte einer bestimmten Website erfasst. Das hätte wohl so auch niemand vermutet, dass Google ab einer Zahl X einfach abbricht. Aber:
“[...] the number of pages that we crawl is roughly proportional to your PageRank [...]“
Gemeint ist hier: Jeder Seite wird ein PageRank zugewiesen. Man kann das auch internen Link Juice oder internes Gewicht nennen. Wenn eine Seite nun innerhalb der Website so tief liegt, dass sie nur wenig Link Juice hat, kann es passieren, dass Google den Links auf dieser Seite nicht mehr folgt.
Sein Kommentar, dass die Anzahl der indexierten Seiten ganz grob vom PageRank abhängt, macht also durchaus Sinn: Je mehr PageRank die Startseite einer Website hat, desto mehr PageRank kann sie an tiefere Seiten abgeben - und desto wahrscheinlicher ist es dann, dass eine bestimmte Seite auch indexiert wird.
“[...] there is the concept of host load. [...] In theory, you can run into limits on how hard we will crawl your site. [...]“
Es gibt nach Aussage von Matt Cutts keine definierte Anzahl an gecrawlten Seiten pro Zeiteinheit. Es kann aber passieren, dass weniger Seiten gecrawlt werden, weil die Site nicht performant ist und/oder weil von derselben IP bereits zeitgleich viele andere Seiten geholt werden. Das könnte ein Argument gegen Shared IPs sein.
“[...] My overall advice is that it helps enormously if you can fix the site architecture upfront [...]
Hier die Empfehlung von Matt Cutts, dass man Duplicate Content auf jeden Fall verhindern sollte, wenn man es denn kann, denn:
“[...] Typically, duplicate content is not the largest factor on how many pages will be crawled, but it can be a factor. [...]“
Und für den Fall, dass jemand von Google noch einen Hinweis braucht, dass Session-IDs schlecht sind, hat Matt auch einen recht klaren Hinweis parat:
“[...] Don’t use them. [...]“
Und dann geht es noch um die Frage, ob PageRank
“[...] the 301 Redirect would pass PageRank. [...]“
Aber:
“[...] There is some loss of PR through a 301. [...]“
Das hatten viele SEOs ohnehin schon sehr lange vermutet - jetzt hat Google es zumindest bestätigt. Durch eine 301-Umleitung geht also etwas PageRank verloren.
Interessant ist auch ein Kommentar zur alten Frage “Crawling vs. Indexierung”:
“[...] So it doesn’t necessarily save your crawl budget. [...]“
Wenn man also eine Seite (per robots.txt) für Suchmaschinen blockt, ist es laut Matt Cutts nicht unbedingt so, dass damit mehr nicht geblockte Seiten abgeholt werden. Die robots.txt verhindert eben nur, dass die Seite gecrawlt, also vom Web-Server abgeholt wird. Es kann aber trotzdem vorkommen, dass die betroffene Seite im Index erscheint.
Diese Aussage von Matt Cutts erscheint mir aber nicht schlüssig - mal davon abgesehen, dass es eben “not necessarily” heißt, was man wohl mit “kann sein, kann aber auch nicht sein” übersetzt. Das deckt sich nicht mit unseren Beobachtungen bei sehr großen Websites, wo sehr viele irrelevante Seiten für Suchmaschinen geblockt werden.
Interessant ist auch die Nachfrage in Bezug auf Faceted Navigation (die Nutzung von Filtermechanismen). Hier geht es um das Schlüsselproblem von Faceted Navigation, dass man schnell viele Seiten erzeugt, die sehr textarm sind und vom Crawler durchaus als nicht “unique” genug eingestuft werden können. Hier gibt Matt immerhin einen Tipp:
“[...] one thing to think about is if you can limit the number of lenses or facets [...]“
Denn:
“[...] If there are a large number of pages that we consider low value, then we might not crawl quite as many pages from that site. [...]“
Auch das können wir so aus der Praxis bestätigen. Google will einfach viel “Unique Content” auf Seiten finden. Wenn das immer nur zusammengewürfte, textarme Elemente sind, gibt der Crawler aktuell in der Tat schnell auf.
Und dann fand ich diesen Kommentar noch hilfreich:
“[...] Google has gotten smarter about JavaScript and can execute some JavaScript. [...]“
Ja, kann ich so bestätigen. Wir haben da ein paar Testseiten angelegt mit JS-Code in unterschiedlichem Komplexitätsgrad. Einige der URLs kann eine Suchmaschine nur dann raten, wenn sie auch wirklich den Code ausführt, weil dort eine Schleife läuft und auf eine Variable zugreift. Um das erkennen zu können, muss man JS-Code ausführen können. Und Google kann das. (Y! und Bing schaffen das derzeit noch nicht)
Also: Ein großartiges Interview mit vielen Informationen. Ich kann jeden nur motivieren, es selber zu lesen, denn es geht dort auch noch um andere Themen, z.B.
“Ab sofort erhalten auch Nutzer der deutschen Google Suchseite per Echtzeitsuche Zugang zu [...] höchst aktuellen Informationen. Darunter beispielsweise Twitter-Nachrichten, jüngste Statusmeldungen von sozialen Netzwerken wie Facebook und MySpace sowie Schlagzeilen von Nachrichten und Blogposts, die erst Sekunden zuvor veröffentlicht wurden.”
Ich habe auf Anhieb nicht sehen können, dass die Echtzeitergebnisse auch in einer normalen Suchergebnisseite eingebettet erscheinen (wie bei Google.com). Auch der deutsche Blog-Post zu dem Thema erwähnt das mit keinem Wort. Muss ich mal die Augen offen halten…
Ich freue mich, dass es auch in diesem Jahr wieder geklappt hat: Ich rede wieder auf dem Internet-Kongress iico.de - und das auch noch zu einem meiner Lieblingsthemen. Hier die Koordinaten:
Die Verlinkung einer Website ist eines der wichtigsten SEO-Kriterien, um gute Google-Rankings zu erreichen. Aber gute Links kommen nicht von selber, wenn man nicht gerade Google oder Facebook heißt.
Welche Strategien bieten sich für Unternehmen an, um gezielt Links zu erwerben? Linkkauf, Linktausch, Einträge in Verzeichnisse, Linkbait, Widgetbait - was ist das, wie funktioniert es, was sind Vor- und Nachteile?
Wir haben gestern eine Email von Google bekommen, die uns einlädt, unser US-Listing aufzuwerten:
We’re writing to let you know about a new way to make your local business listing stand out on Google, for a low monthly price. [...] now you can add a visual enhancement to your listing that makes it stand out from the crowd in search results on Google.com and Google Maps. While similar services can cost hundreds of dollars each month, we’re offering this new option for just $25 each month with the option to cancel anytime. Here’s how you can get started:
Wahrscheinlich ist das nur ein Test - aber ein Test, der zeigt, dass Google natürlich Wege sucht, Google Maps zu monetarisieren. Und 25$ ist für viele Unternehmen vielleicht wirklich in einer Größenordnung, in der man das schon mal machen kann.
Im letzten suchradar haben wir vier SEO-Tools getestet (SEOlytics Light, Searchmetrics Rapid, Xovi, SISTRIX Toolbox), die einen Großteil ihrer Funktionalität aus der Erfassung und Analyse von Rankings beziehen. Was genau die Tools daraus machen, ist recht unterschiedlich. Alle können zu einer Domain die gefundenen Rankings und gebuchten Suchbegriffe liefern. Was nach dieser Kernfunktionalität kommt, unterscheidet sich dann aber schon (für Details siehe SEO-Tools im Überblick).
Bei einigen Punkten ist mir völlig klar, dass es da Unterschiede geben muss. Wenn man z.B. Rankings im Zeitverlauf anzeigen will, dann muss man entsprechend viele Daten bereitstellen und verarbeiten - die Funktion ist also mit viel Aufwand verbunden.
An anderen Stellen denke ich aber, da wäre ein Feature quasi “billig zu haben” gewesen. Beispiel: SEOlytics und SISTRIX erfassen, ob eine AdWords-Anzeige über oder neben den organischen Suchbegriffen gefunden wurde. Bei SISTRIX sehe ich dann in der SEM-Übersicht gleich Anzahl und Anteil der On-Top-Anzeigen. Das ist vielleicht nicht die Hammer-Information, aber doch eine interessante Größe, die einen Beitrag zur Einschätzung der Qualität der SEM-Maßnahmen liefert. Eigentlich könnten alle Tools dieses Feature haben - wenn man schon regelmäßig Millionen von Keywords bei Google prüft, dann kann man auch gleich noch festhalten, ob eine Anzeige oben oder rechts platziert war.
Klar ist, der Aufwand, die Suchergebnisseiten bei Google abzuholen, ist gewaltig. Deren Verarbeitung erfordert viel Rechenkapazität. Beides wird aber schon gemacht, also warum nicht das Maximum aus den Suchergebnissen herausholen? Vor diesem Hintergrund habe ich mir Gedanken gemacht, welche Features es eigentlich noch geben könnte.
SEO
Aus den organischen Suchergebnissen könnte man noch einige Zusatzinformationen ziehen. Zum Beispiel:
Sind die Bestandteile eines Suchergebnisses auf den Suchbegriff abgestimmt? Man könnte immerhin recht einfach prüfen, ob Wörter fett markiert sind.
Wie lang sind Überschriften und Snippets? Werden diese von Google abgeschnitten? Problematisch hier und beim vorherigen Punkt ist natürlich, dass Snippets und teilweise auch Überschriften aus dem DMOZ kommen können. Damit müsste man aber leben können.
Existiert ein Cache-Link?
Ist eine URL “sprechend”? Automatisiert und mit vertretbarem Aufwand lässt sich die Frage vielleicht nicht abschließend klären, aber man könnte immerhin prüfen, ob Fragezeichen vorkommen oder wie viele URL-Parameter es gibt.
Wie lang ist eine URL? Auf welche Verzeichnisebene bezieht sich der Pfad?
Kommen Breadcrumbs im Suchergebnis vor?
Dürfte in Zukunft wichtiger werden: wie sieht’s mit Rich Snippets aus?
Das alles sind natürlich Informationen, die mich für einzelne Suchergebnisse kaum interessieren dürften. Spannender sind die Angaben in Bezug auf die ganze Domain: Wie viele Suchergebnisse haben abgeschnittene Überschriften oder Snippets? Wie lang sind URLs im Durchschnitt? Kommen Breadcrumbs oder Rich Snippets irgendwo vor?
Betrachtung von Teilbereichen
Bei einigen Werten kann einem der Umfang einer Website einen Strich durch die Rechnung machen. Es könnte z.B. sein, dass eine Website sehr unterschiedliche Bereiche hat, so dass die Gesamt- und Durchschnittswerte kaum Aussagekraft besitzen. Deshalb sollte es auch möglich sein, Teilbereiche einer Website zu betrachten, indem man URLs filtert. So könnte man z.B. an die Information kommen, dass alle Seiten im Ordner “/Produkte/” kryptische URLs und abgeschnittene Snippets haben.
Überhaupt könnte man die Ordnerstruktur einer Domain auch visualisieren. Die meisten Tools zeigen schon Tortengrafiken für die SEM-Anzeige-URLs. So etwas könnte man auch für die wichtigsten Unterordner oder Pfade machen. Beispiel: Startseite 5 Rankings, Ordner “Produkte” 75 Rankings, Ordner “Unternehmen” 20 Rankings. Ein Klick auf eine dieser Angaben könnte dann zu einer ähnlichen Darstellung für den jeweiligen Bereich führen. Noch schöner wäre freilich eine Baumdarstellung des Ganzen.
Chancen-Keywords
Einige Tools bieten ein Feature für “Chancen-Keywords”. Bei Xovi sind das zum Beispiel solche Keywords, die sich gerade stark verbessert haben, oder für die eine Domain irgendwo auf den Plätzen 11-30 steht. Das Kalkül ist also, dass man diesen Keywords einen kleinen Schubs gibt, damit die Domain zu den vorderen Rängen aufschließt. Dieses Feature ließe sich noch verbessern, indem man prüft, ob das jeweilige Keyword in der Überschrift des gefundenen Listings schon vorkommt. Falls nicht, dann ist die Chance auf einen “Quick Win” durch Anpassung des Seitentitels da. Dabei könnte man auch direkt aufzeigen, wie viele andere Rankings die jeweilige Seite noch hat - die könnte man ja durch eine Änderung gefährden.
SEM
Im SEM-Bereich sind die Anzeigen weniger vielfältig als die organischen Rankings. Dennoch gibt es auch hier eine Reihe von Informationen, die man daraus ziehen könnte. Allgemein wäre die Frage interessant, wie ausgefeilt die SEM-Maßnahmen zu einer Domain sind. Kommen Anzeigenerweiterungen zum Einsatz? Wie viele verschiedene Anzeigen gibt es? Wie viele Anzeigen enthalten das gesuchte Keyword oder einen Teil davon (=enthalten Fettschreibung)? Wie viele verschiedene Ziel-URLs kommen zum Einsatz? Diese Fragen ließen sich natürlich nur unter dem Vorbehalt beantworten, dass keine Keyword-Insertion verwendet wird. Immerhin für die Ziel-URLs könnte man dem einigermaßen begegnen, indem man bekannte Tracking-Parameter herausfiltert (z.B. “?adword=”).
SEM-SEO-Integration
Allgemein vermisst habe ich die Integration von SEO und SEM. Analysiert wird jeweils, für welche Keywords eine Domain rankt oder Anzeigen schaltet - interessant wäre aber auch, wie eine Domain für ihre eingebuchten Suchbegriffe rankt. Bei den SEM-Keywords einer Domain kann man ja einigermaßen davon ausgehen, dass diese als wichtig angesehen werden. Es wäre also interessant, SEO-Analysen für diese Untermenge von Suchbegriffen einsehen zu können.
Konkurrenzanalyse
Funktionen zur Konkurrenzanalyse bieten alle Tools in irgendeiner Form an. Interessant wären hier noch Vergleichsdaten, sowohl für SEO, als auch für SEM: Wie sind die Positionierungen bei den gemeinsamen Keywords? Wie oft liegt wer vorne? Welche Position wird im Schnitt erreicht? Wie ist der Abstand im Schnitt? Wo sind Abstände besonders groß, wo sind sie so klein, dass man direkt um Positionen konkurriert?
Allgemein ermitteln die Tools Konkurrenten über gemeinsame Keywords und gemeinsame Keywords sind solche, für die beide Domains in den Top 100 ranken. Dass das funktioniert kann ich nach dem Test der Tools bestätigen: die ermittelten Konkurrenten waren größtenteils auch tatsächlich solche, die aus Kundensicht im Wettbewerb mit der jeweils analysierten Domain standen. Dennoch frage ich mich, ob man die Ermittlung der Konkurrenz nicht auch anders durchführen könnte. Denn eigentlich sind meine SEO-Konkurrenten ja solche, mit denen ich direkt um Rankings konkurriere - also die Websites, deren Rankings in der Nähe von meinen sind. Wenn ich für ein Keyword auf Platz 3 bin, dann sind die Websites in den Top 5 für mich ja viel eher Konkurrenten als die restlichen Top-100-Websites.
Fazit
Ich glaube, auf Basis der eh schon vorhandenen Daten könnte man noch eine ganze Menge cooler Features in die Tools einbauen. Klar, als Außenstehender, der das am Ende nicht umsetzen muss, sagt man so etwas leicht. Aber ich glaube, da geht noch was.
Bloofusion hat Zuwachs bekommen. Die beiden neuen Mitarbeiter Fabian Haubner, zuständig für PR, Marketing und Vertrieb, und Maik Bruns, im Bereich SEO, hatten bislang noch keine Gelegenheit, sich vorzustellen. Das sollte noch nachgeholt werden. Die beiden interviewen sich gegenseitig …
Fabian Haubner [F]:
Hallo Maik, du bist jetzt schon zwei Monate bei Bloofusion und hast dich noch gar nicht vorgestellt! Was hast du denn gemacht, bevor du hier angefangen hast?
Maik Bruns [M]: Also, ich freue mich, dass ich jetzt die Chance bekomme, mich offiziell vorzustellen. Naja, bislang war “Maik Bruns” nicht wirklich in der Internetbranche tätig, sondern ganz allgemein im Marketing, speziell in der Marketing-Produktion. Nach meiner Ausbildung zunächst bei der pro-art werbeagentur, zuletzt bei Brillux, dem Farben- und Lackhersteller aus dem schönen Münster - dort ist ja auch deine Heimat, Fabian, oder?
Für mich stellte sich in der ganzen Zeit eigentlich nie die Frage, ob, sondern vielmehr ab wann ich in der Internetbranche tätig sein möchte. Daher auch das berufsbegleitende Studium zum Informatik-Betriebswirt. Und jetzt habe ich die Chance bei Bloofusion direkt beim Schopfe gegriffen und bin direkt in das “freakigste” und irgendwie spannendste Thema eingestiegen: Suchmaschinen-Optimierung.
Apropos Frage: Warum bist du denn nicht gleichzeitig mit mir im Januar angefangen?
[F]: Ich arbeite ja schon längere Zeit bei Bloofusion. Vor zwei Jahren habe ich als studentischer Mitarbeiter im Bereich Linkbuilding angefangen. Ich konnte leider noch nicht eher als fester Mitarbeiter bei Bloofusion anfangen, da ich im Februar noch meine letzten Klausuren geschrieben habe. Nun bin ich mit meinem BWL-Studium fertig und kann voll durchstarten. Maik, was sind denn genau deine Aufgaben bei Bloofusion?
[M]: Ich unterstütze den Chef im Bereich SEO und allem, was ihm gerade so einfällt. Und da gibt’s eine ganze Menge zu tun. Ich hätte vor meinem Start hier nie damit gerechnet, dass der Bereich so vielseitig ist. Angefangen bei Keywordrecherchen und dem doch recht monotenen Keywordlisten-durchgucken bis hin zu Kundenberatung, Blogs schreiben, Mitarbeit am suchradar und einigen technischen Dingen, die für die Kundenberatung wichtig sind - also zu tun gibt’s hier immer was. Aber das wird dir ja nicht anders gehen …
Aber was bringt jemanden, der in der Weltstadt des Fahrrades studiert hat, denn darauf, in Emsdetten einen Job anzutreten?
[F]: Durch das Linkbuilding habe ich einen ersten Einblick in die Thematiken der Suchmaschinenoptimierung und des Suchmaschinenmarketings bekommen und fand dies superspannend und interessant. Ein Schwerpunkt meines Studiums war das Marketing und unser Chef hat u. a. für diesen Bereich eine neue Arbeitskraft gesucht und so habe ich nun bei Bloofusion den Bereich Marketing, PR und Vertrieb übernommen. Ich hoffe, dass ich als jemand, der mit frischem Elan von der Uni kommt, im Unternehmen als eine Art Quereinsteiger neue Impulse setzen und Ideen einbringen kann.
Wie hast du denn den Einstieg bei Bloofusion erlebt? War es eine große Umstellung zu deinem bisherigen Job?
[M]: Der Einstieg ist mir definitiv leicht gemacht worden. Natürlich fragt man sich vor so einem thematischen Wechsel - und ein Einstieg in Suchmaschinen-Optimierung ist ja zunächst mal einer -, ob das wohl alles gut geht und wie man sich im Team zurechtfindet. Aber nach den knapp zwei Monaten kann ich jetzt sagen: Alles bestens. Ich finde es auch enorm gut, dass ich mich in der kurzen Zeit schon an so vielen Dingen beteiligen und mitarbeiten konnte. Hätte ehrlich nicht gedacht, dass das “Reinkommen” so schnell geht.
Die Umstellung zu meinem bisherigen Job ist aus mehrere Gründen immens. Zum einen ist meine tägliche Fahrzeit pro Tag mal eben um knapp 2 Stunden gesunken, zum anderen lerne ich gerade wieder kleine Büros schätzen, nachdem ich zuletzt im Großraumbüro gesessen habe. Aber für meinen Job hier bei Bloofusion ist das auch nicht verkehrt. Und da wir hier ja noch viel vorhaben, ist es nicht verkehrt, auch mal weniger als 40 Leute um sich herum zu haben.
Was erhoffst du dir denn von deinem Start? Was sind deine Ziele bei Bloofusion?
[F]: Mir geht es ähnlich wie dir. Die Umstellung vom Studentenalltag auf das Berufleben ist ebenfalls enorm. Kurzfristig muss ich mich erstmal in mein neues Aufgabenfeld einarbeiten und mich noch mehr in das Thema SEO und SEM vertraut machen. Mittel- und langfristig will ich dann mehr und mehr meine eigenen Ideen und Impulse bei Bloofusion einbringen. Abschließend kann ich nur sagen: Ich freue mich auf die Herausforderung.
Eine kurze, aber nicht unwichtige Nachricht von Google, die uns Agenturen das Leben einen kleinen Tacken leichter macht: “Sharing the verification love“.
Es geht, dass es jetzt viel leichter ist, mehreren Accounts Zugriff auf eine Site zu geben. Bislang musste für jeden Account ein eigener Verification-Code eingebaut werden. Jetzt muss nur noch ein Code rein. Derjenige, dem der Account gehört, kann dann weitere Accounts einladen. Praktisch.
Wie richtet man das ein? Zuerst auf die Verifikationsseite gehen (Klick auf “Verified” in der Übersicht):
Und dann einfach auf “Add a user” klicken und die Email-Adresse eingeben (muss ein Google-Konto sein):
Auf der Google-Website findet man seit einiger Zeit auch Informationen zum Microformat “Products”, mit dem man Produktdaten innerhalb einer Seite für Google und andere Dienste markieren kann. Die technischen Informationen dazu gibt’s bei Google.com selber.
Und man kann auch schon sehen, dass die Daten durchaus erkannt werden. Wenn man den Beispiel-Code von Google mal in eine HTML-Seite steckt und diese dann über das Rich Snippets Testing Tool ausprobiert, sieht man, dass die Informationen auf der Seite durchaus schon zu einem Rich Snippet führen:
Nach derzeitigem Stand würden also der Preis und die Kategorie zusätzlich im Rich Snippet angezeigt werden. Natürlich, wie üblich: “Some restrictions may apply”:
“Note that there is no guarantee that a Rich Snippet will be shown for this page on actual search results.”
Ja, Rich Snippets findet man in der freien Wildbahn noch selten. Selbst wenn eine Website den entsprechenden Markup hat, heißt das nicht, dass Google diese auch entsprechend anzeigt. Aber andersrum formuliert: Wer auf den Markup verzichtet, hat eine 0%-Chance auf ein Rich Snippets. Und alles ist besser als 0%.
Also: Das Ganze ist ein besonders spannendes Thema für alle Online-Shops. Jetzt für die Zukunft rüsten und dann hoffentlich in einigen Monaten davon profitieren.