Die Internetkapitäne

Das SEO/SEM-Blog von Bloofusion

Archiv für Oktober, 2009

Das neue suchradar Ausgabe 20 ist da

Mittwoch 28. Oktober 2009 von Markus

cover-oct-2009-150wWie immer sind die letzten Stunden vor dem Erscheinen eines suchradars stressig - so auch diesmal. Umso mehr freuen wir uns, dass wir’s jetzt freigeben können. Also: Das neue suchradar Ausgabe 20 ist da!

Richard, der Mann fürs Layout, hatte nicht mal Zeit für ein Kickerspiel. Naja, so bleibt uns wenigstens eine Demütigung erspart.

Und, was bietet das suchradar diesmal? Ich hoffe einiges:

Titelthema “Online-Shops optimieren”:
> SEO für Online-Shops: Mehr als nur der Standard
> So steigert man Conversions
> Usability-Optimierung: Interview mit Johannes Altmann

Außerdem:
> Duplicate Content: Neue Option bei den Webmaster Tools
> SES Berlin 2009: Interview mit Thomas Bindl
> Websites und Landing Pages auf Trab bringen
> Google AdWords Werkstatt: Matching-Optionen
> Was tun bei Identitätsklau in Social Networks?
> Angetestet: Acquisio SEARCH
> construktiv startet Social Media Unit

Viel Spaß beim Lesen!

Kategorie: Sonstiges | Keine Kommentare »

Google sagt: 410 ist besser (=endgültiger) als 404

Dienstag 27. Oktober 2009 von Markus

Es gibt sehr viele HTTP-Codes, mit denen man nicht jeden Tag in Berührung kommt. Den Code 404 (=Page not Found) kennt wohl jeder, aber einen 410 (=Gone) sieht man nicht alle Tage. Wo sind die Unterschiede? Beide Codes bedeuten zunächst, dass eine Seite derzeit unter dieser URL nicht mehr existiert.

Google hat nun in einem Forum gesagt, dass es die Codes eventuell unterschiedlich deutet: Der Code 410 bedeutet demnach, dass eine Seite wirklich nicht mehr existiert, während der Code 404 eher bedeutet, dass die abgefragte Seite aktuell nicht mehr existiert. Das klingt fast so, als wenn Google einer 404-Seite noch eine Chance geben würde, während die 401410-Seite direkt ins digitale Nirvana geht.

Laut Google kann es also im Zweifelsfall schneller sein, einen 410 zu verwenden, wenn man sicher ist, dass die Seite wirklich weg soll. Wer also dringend was aus dem Index bekommen möchte, kann jetzt auf den 410 ausweichen - oder sollte wie eh und je die Google Webmaster Tools nutzen, weil die noch viel viel schneller funktionieren.

Kategorie: SEO | 2 Kommentare »

Google Social Search startet als Test

Dienstag 27. Oktober 2009 von Markus

Google hat mal wieder was neues gebraut: Google Social Search. Dieses Video zeigt sehr gut, um was es eigentlich geht:

Auch da wird natürlich wieder der Aufschrei wegen der Datenkrake Google kommen. Google kennt mein soziales Netzwerk und schlägt mir deren Beiträge in den Suchergebnissen vor? Ganz nette Idee, aber auch etwas, auf das ich persönlich ganz gut verzichten kann. Aber vielleicht sieht der Rest der Welt das anders…

Kategorie: SEO | Keine Kommentare »

Sitelinks für alle Seiten jetzt in den Google Webmaster Tools abrufbar

Montag 26. Oktober 2009 von Markus

Über die Google Webmaster Tools konnten ja schon lange die Sitelinks abgerufen werden. Jetzt hat Google diese Funktion erweitert, so dass man die Sitelinks auch für bestimmte Seiten abrufen kann. Das sieht dann so aus:

sitelinks

(Sorry, musste die Pfade ausblenden, weil die von einem Kunden stammen)

Man sieht also, dass es neben der Startseite noch drei Unterseiten der Website gibt, die jeweils eigene Sitelinks haben. Wenn man auf den Link “X Sitelinks” klickt, kann man sich dann auch noch die genauen Sitelinks anzeigen lassen und bestimmte Sitelinks wie gewohnt blockieren.

Kategorie: SEO | Keine Kommentare »

Sollte man einen SEO anheuern, der einen ungefragt kontaktiert?

Montag 26. Oktober 2009 von Markus

Bei Search Engine Guide findet man einen interessanten Beitrag: “Should You Hire An SEO Who Cold Calls You?“. Interessante Fragestellung.

Miriam Ellis hat meiner Meinung nach auf jeden Fall in einem Punkt Recht:

“[...] There are a heck of a lot of rotten spammers and scammers out there who very much do contact business owners with the intention of rooking them. [...]“

Man kann das natürlich nicht pauschalieren, aber ich teile diese Einschätzung. Interessanterweise rufen ja auch bei uns immer SEOs an, die unsere Portale optimieren möchten. Und wenn schon jemand anruft, dann frag ich die natürlich auch gleich mal aus.

Ohne jetzt einen Taschenrechner bemühen zu müssen, war es bisher so, dass 100% der Anfragen bei uns deutlich Richtung Betrug oder Unwissen ging. Diverse Vereine und Systemhäuser haben uns schon so ziemlich alles angeboten. Einer hatte sogar eine SEO-Lizenz von Google - hat er zumindest behauptet. Zeigen konnte er mir die aber nicht.

Viele werden dann leider auch am Telefon schnell ruppig, wenn sie erkennen, wo sie da eigentlich anrufen. Als wenn das mein Fehler gewesen wäre.

Also: Ich glaube auch, dass Telefonakquise nicht der beste Weg für eine SEO-Agentur ist, um relevante Kunden zu bekommen. Kleine Handwerker um die Ecke bekomme ich wohl immer mit einem guten Vertriebler, aber an denen kann man leider auch nicht viel verdienen.

Das soll nicht heißen, dass ich es nicht für sinnvoll halte, dass SEO-Agenturen gezielt und proaktiv nach spannenden Neukunden Ausschau halten. Viele SEO-Agenturen haben es nicht nötig, weil man ihnen auch so die Hütte einrennt. Aber das heißt nicht, dass sich das mal nicht ändern könnte.

Wir haben da mal einen internen Testlauf gemacht und dabei extrem viele interessante Unternehmen entdeckt, die sicherlich Interesse an SEO haben und auch durchaus jede Menge falsch machen.

Aber ich denke, dass wir uns diesen Unternehmen anders nähern müssen als per Telefon :) Aber das machen wir dann im nächsten Jahr…

Kategorie: SEO, Sonstiges | 9 Kommentare »

Nur 30% aller deutschen Online-Shops übermitteln Produktdaten zur Google Produktsuche

Montag 26. Oktober 2009 von Markus

Wir haben wieder ein neues Bloofusion Advisory online gestellt: “Die Google Produktsuche für Online-Shops nutzen“. Das kann man gerne bei uns auf der Website runterladen - oder eben hier nachlesen:

Die Google Produktsuche

produktsucheBei Google hat sich in den letzten Jahren ein Wandel vollzogen, den Google selber als “Universal Search” bezeichnet: Es gibt immer seltener nur noch zehn organische Suchergebnisse. Vielmehr werden die Ergebnisse immer häufiger durch vertikale Suchergebnisse angereichert, z.B. YouTube-Videos, aktuelle Nachrichten, Blog-Beiträge, lokale Listings - und auch Produkte.

Die Google Produktsuche, die früher den Namen Froogle trug, steuert - wie in der Abbildung oberhalb des ersten Suchergebnisses zu sehen - Produkte bei. Je nach Suchanfrage gibt es verschiedene Darstellungen der Produkt-Listings, die aber allesamt einen Vorteil haben: Sie fallen in den Suchergebnissen auf.

Die Technologie hinter der Google Produktsuche nennt sich Google Base. Wenn Shop-Betreiber ihre eigenen Produkte zu Google Base übermitteln möchte, müssen sie dazu einen so genannten Feed bereitstellen und über das Google Merchant Center bei Google bekanntgeben. Ein Feed ist eine Datei, in der in einem bestimmten Format (XML, TSV, …) alle relevanten Attribute eines Produktes enthalten sind. Zu diesen Attributen zählen u.a. der Produktname, eine Beschreibung, der Preis, die Versandkosten und viele andere Informationen.

Die Sortierung der Produkte bei der Google Produktsuche erfolgt nicht wie bei vielen Preissuchmaschinen nach dem Preis, sondern nach der Relevanz. Google versucht also, anhand der übermittelten Attribute die Relevanz eines bestimmten Produkts zu bewerten.

Um die Relevanz eines Eintrags bei Google Base zu verbessern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zunächst ist die klassische textliche Abstimmung wichtig, d.h. dass im Produktnamen und in der Beschreibung die jeweils relevanten Suchbegriffe aufgegriffen werden müssen. Darüber ist es aber auch sinnvoll, möglichst viele wichtige Attribute mitzugeben, z.B. Größe, Farbe, Material oder Marke. Hier ist klar im Vorteil, wer viele strukturierte Informationen über seine Produkte besitzt.

Die Google Produktsuche hat übrigens noch einen weiteren klaren Vorteil: sie kostet nichts. Anders als viele Preissuchmaschinen, die oft auf Klick-Basis abrechnen, entstehen bei der Google Produktsuche weder für das Aufnehmen der Daten noch für die Klicks Kosten.

Der Test

Um zu überprüfen, wie beliebt die Google Produktsuche derzeit bei Shop-Betreibern ist, haben wir eine Test-Menge von ca. 4.000 deutschsprachigen Online-Shops daraufhin überprüft, ob deren Produkte auch in der Google Produktsuche zu finden sind. Insgesamt konnte nur bei 30,1% der Online-Shops festgestellt werden, dass diese mit mindestens einem Produkt in der Google Produktsuche vertreten sind - und das, obwohl dieser Google-Dienst kostenlos ist.

Für jeden Online-Shop wurde zudem die Anzahl der Produkte, die von Google angegeben wird, ausgewertet. In der Auswertung sieht man, dass mehr als die Hälfte der Online-Shops, die in der Google Produktsuche vertreten sind, weniger als 1.000 Produkte eingestellt haben.

Anzahl der Produkte: Anteil an Shops *
1-1.000: 56,39%
1.001-5.000: 28,55 %
5.001-1.0000: 5,91 %
>10.000: 9,15%

*Datum der Überprüfung: 23. September 2009

Meine Meinung

Die Google Produktsuche hat zwei ganz klare Vorteile: Man erhält mehr relevante Reichweite in den Suchergebnissen und es kostet nichts (abgesehen von den Kosten für die Erstellung des Feeds). Dass also derzeit nur ca. 30% aller Online-Shops ihre Produkte dort listen lassen, zeigt vor allem, dass es noch sehr viel Potenzial gibt. Shop-Betreiber sollten hier ihre Hausaufgaben machen und einen Produkt-Feed für Google bereitstellen.

Kategorie: SEO | 8 Kommentare »

Googles Empfehlungen für Duplicate Content - nicht ganz ungefährlich

Donnerstag 22. Oktober 2009 von Markus

Google hat einen ganz guten Beitrag (”Duplicate Content zusammenführen“) geschrieben, in dem sie sagen, welche Möglichkeiten man im Kampf gegen Duplicate Content hat. Prinzipiell ist das schon eine gute Zusammenfassung der Möglichkeiten, aber eine Empfehlung halte ich dann doch für nicht ungefährlich:

“[...] Wir empfehlen mittlerweile, den Zugriff auf Duplicate Content auf eurer Site nicht zu blockieren - egal ob mittels robots.txt oder anderer Methoden.[...]“

Prinzipiell mag das bei kleineren Websites eine gute Empfehlung, aber bei großen Portalen halte ich das für kritisch. Bei großen Portalen können die Anzahl der doppelten Inhalte mal schnell in die Millionen gehen (hatte erst gestern so einen Fall). Und dann halte ich es nicht für empfehlenswert, Google diese Seiten indexieren zu lassen, nur damit Google dann feststellt, dass das alles DC war.

Außerdem passt mir an dem Artikel nicht, dass es eben nur Empfehlungen für Google sind. Ja, Google hat dieses tolle Tool zur Parameterbehandlung. Ja, funktioniert auch bei unseren Tests sehr gut. Nein, die anderen Suchmaschinen können das eben leider nicht. Jetzt kann man argumentieren, dass Bing dann eben meinen DC schlucken muss, aber das gefällt mir nicht.

Wenn man schon Duplicate Content auf der Website hat, sollte man diesem auch selber und proaktiv Herr werden und sich nicht auf Google & Co. verlassen.

Die Empfehlung Googles hat natürlich trotzdem ihren Grund: Wenn man das Canonical-Tag nutzt, kann man einen PageRank Split ausgleichen. Heißt: Wenn es eine Seite unter zwei (oder mehr) URLs gibt, dann werden diese bei Nutzung des Canonical-Tags zusammengeführt, so dass deren interne Gewichtung zusammengerechnet wird. Wenn man hingegen die doppelten Lottchen einfach sperrt, passiert das nicht und eine Seite hat potenziell weniger interne Gewichtung. Aber würde ich dafür das Risiko eingehen und den Google-Index mit Millionen unnötiger Seiten zumüllen? Eher nicht.

Also: Für kleine Websites finde ich die Empfehlung gar nicht mal so schlecht. Für größere Websites (und das sind eben unsere Stammkunden) würde ich das nicht empfehlen, sondern Wege suchen, DC zu verhindern.

Kategorie: SEO | 1 Kommentar »

Man muss auch mal einen Tag freinehmen: Bloofusions Day Off

Montag 19. Oktober 2009 von Markus

Manchmal muss man einfach nur das Tagesgeschäft hinter sich lassen & in Ruhe über ein Ideen nachdenken. Das haben wir am letzten Montag in Münster gemacht.

Im Laufe des Jahres ist mir immer wieder aufgefallen, wie wichtig die interne Kommunikation ist. Je größer das Team ist, desto wichtiger ist es, alle auf einen Stand zu bringen und gemeinsame Ideen voranzutreiben.

Auf jeden Fall haben wir die gemeinsame Zeit genutzt, um z.B. eine Unternehmens-Charta voranzutreiben, über unsere Eigenportale zu reden (und vor allem über potenzielle neue Projekte) und natürlich auch über SEO und SEM. Man mag mir verzeihen, dass ich hier nicht unsere ganzen neuen Ideen ausplaudere :)

Hier auf jeden Fall noch das Gruppenbild mit Dame:

CIMG4580 Edit

Von links nach rechts: Andreas Müller (Bloofusion USA), Doris Plagge (Marketing), Markus Hövener (Chef), Fabian Haubner (Linkbuilding), Maik Bruns (SEO), Martin Röttgerding (SEM), Udo Fleckenstein (Content)

Kategorie: Agenturleben | Keine Kommentare »

Darf eine SEO-Agentur eine andere SEO-Agentur abmahnen?

Donnerstag 15. Oktober 2009 von Markus

Heute morgen stand ich vor einer Entscheidung. Eine andere Agentur hatte einfach einen unserer Artikel aus dem suchradar übernommen und ihn kreativ an die eigenen Bedürfnisse angepasst. Der Text war extrem identisch, die Bilder hatten denselben Inhalt. Nicht 1:1, aber 1:0,95.

Ich habe das gemacht, was ich immer in diesen Fällen machen: Ich schreibe eine recht unmissverständliche Email an denjenigen, den’s betrifft und fordere die Entfernung unserer Inhalte. Die Inhalte wurden auch sofort runtergenommen - wenn auch ohne Schuldeingeständnis und auch ohne Entschuldigung.

Diese Fälle häufen sich. Immerhin war das schon das zweite Mal in dieser Woche, dass ich aktiv werden musste. Wie ich das ehrlich gesagt finde, schreibe ich hier lieber nicht. Ich weiß, dass andere Kollegen in derartigen Fällen gerne mal direkt zur Abmahnung greifen. Meine Art ist das nicht - auch, weil ich meinen Rechtsanwalt nicht noch reicher machen muss.

Wir stecken jede Menge Arbeit in die Erstellung unserer Inhalte und meine Geduld ist langsam wirklich am Ende. Wenn das also noch weiter zunimmt, muss ich meine Position da mal überdenken.

Oder würdet Ihr das anders sehen?

Kategorie: Agenturleben, Sonstiges | 11 Kommentare »

Mann, sind wir alle Google-konform geworden…

Donnerstag 15. Oktober 2009 von Markus

Mir ist gerade ein Post aufgefallen: “Microsoft’s Bing Hiding Search Results For Perez Hilton“. Da beschwert sich jemand, dass Bing bei einer Suche nach “perez hilton” nur ein einziges Ergebnis (Best Match) anzeigt. Wenn man auch die anderen Resultate bekommen möchte, muss man auf den Link “Search for other results containing Perez Hilton” klicken.

Der Post endet mit der Frage:

But why show only the “best match” when there are plenty of other great matches?

Nun ja, weil Bing das halt so entschieden hat. Ich finde, dass wir mittlerweile so an Google gewöhnt sind, dass wir jede Abweichung davon sofort bemerken.

Ich wünsche mir auf jeden Fall, dass andere Suchmaschinen wie Bing (well… eigentlich haben wir nur noch Bing als Konkurrenten, wenn Yahoo bald auch noch abdankt) die ganzen Google-Paradigmen mal ordentlich hinterfragen und viele eigene Wege suchen. Das ist zumindest die beste Taktik, um im direkten Kampf mit Google zu gewinnen.

Kategorie: Sonstiges | 2 Kommentare »