In Google AdWords gibt es nun eine neue Metrik: View-through Conversions. Hat ein Besucher eine Display-Anzeige eingeblendet bekommen, nicht darauf geklickt, trotzdem aber innerhalb von 30 Tagen eine Conversion generiert, zählt dies als View-through Conversion. Um die Werte angezeigt zu bekommen, muss man ggf. die Spalten in AdWords anpassen. Möglich ist die Anzeige auf allen Ebenen (Kampagnen, Anzeigengruppen, Keywords, Anzeigen, Werbenetzwerke/Placements), wobei die Keyword-Ansicht natürlich keinen Sinn macht, da sich View-through Conversions eben nur auf Display-Anzeigen beziehen.
Prinzipiell ist diese Größe sehr hilfreich, um Websites zu identifizieren, auf denen sich auch tatsächlich die eigene Zielgruppe herumtreibt. Ob die Einblendung der eigenen Anzeige dabei allzu viel zur Conversion beisteuert, lässt sich ohne Weiteres allerdings kaum sagen - auch wenn Google hier vermutlich eine andere Meinung haben dürfte
Das alte Google Base-Interface hat ausgedient. Unternehmen, die ihre Produkte in die Google Produktsuche befördern möchten, können dafür jetzt das neue Google Merchant Center nutzen.
Das neue Interface gefällt mir gut. Hier ein Screenshot von einem Testaccount:
Spannend finde ich, dass die AdWords-Option nun wohl für die breite Masse verfügbar ist:
Damit kann man die Produkte und einen AdWords-Account verbinden, so dass die AdWords-Anzeigen dann um Produktdaten ergänzt werden. Also: Gleich mal ausprobieren.
Das Ganze passt auch zu einer Mini-Studie, die wir nächste Woche rausbringen werden. Da geht es darum, wie viele Online-Shops derzeit in Deutschland eigentlich ihre Produkte für die Google Produktsuche übermitteln. Vorab schon mal: Es ist weniger als ein Drittel
Die AdWords-Oberfläche wurde mal wieder leicht verändert. Neu ist der Reiter “Werbechancen”, der in diesen Tagen nach und nach in allen Accounts freigeschaltet wird. Dafür verschwindet der Reiter “Tools” aus dem Hauptmenü.
Die Werbechancen möchte Google nach und nach zu einer zentralen Anlaufstelle für Optimierungen machen. Für den Anfang erinnert das neue Feature aber an den alten Campaign Optimizer und beschränkt sich erstmal auf Vorschläge zu neuen Keywords und Budgets.
Die Budgetvorschläge sind recht offensichtlich: Wenn eine Kampagne allzu deutlich an ihre Budgetgrenzen stößt, schlägt Google vor, das Budget zu erhöhen. Das sieht schick aus, der Erkenntnisgewinn ist aber begrenzt.
Die Keyword-Vorschläge basieren auf den Keyword-Listen der AdGroups. Bei den Vorschlägen scheint es sich jeweils zur Hälfte um Broad- und Phrase-Matches zu handeln, wobei unklar ist, warum die jeweilige Matching-Option gerade gewählt wurde. Die Qualität ist dabei typisch für automatisierte Keyword-Vorschläge: Viele davon sind unsinnig oder glatt kontraproduktiv, oftmals würden die Vorschläge auch besser in eine andere als in die vorgeschlagene Anzeigengruppe passen.
Bewertung
Ich glaube nicht, dass Googles Vorschläge irgendjemandem großartig helfen können. Erfahrenen Account-Managern können die “Werbechancen” höchstens ein paar neue Anregungen liefern, aber auch dafür muss man viel Zeit aufwenden und sich durch haufenweise irrelevante Keywords wühlen. Das Ziel der Maßnahme ist indes recht offensichtlich: Advertiser werden durch die Vorschläge angehalten, mehr Geld bei Google auszugeben.
Weniger erfahrene Advertiser sollten mit der Nutzung dieses neuen Features auf jeden Fall vorsichtig sein. Durch die vielen Broad-Match-Vorschläge, welche in vielen Fällen auch noch einer sauberen Kampagnenstruktur zuwider laufen, läuft man schnell Gefahr, die Kontrolle über seine Anzeigen zu verlieren.
Hal Varian, Chefökonom bei Google, hat mal wieder ein sehenswertes Video veröffentlicht. Diesmal geht es um CPA-Bidding mit dem Bid Simulator. Erläutert wird insbesondere das Konzept des inkrementellen Cost per Click (ICC).
In der Tat, der ICC ist eine extrem hilfreiche Größe, wenn es darum geht, mittels Bid Simulator optimale Gebote zu finden. Da fragt man sich nur: Wenn selbst Google das erkannt hat und dem so viel Bedeutung einräumt, warum wird diese Größe nicht gleich im Bid Simulator angezeigt? Wer so vorgehen möchte, wie Hal Varian es vorgemacht hat, müsste sich erstmal die Daten aus dem Bid Simulator in eine Tabellenkalkulation überführen und dort die Berechnungen vornehmen. Konsequenterweise müsste Google deshalb eigentlich eine ICC-Spalte in die Anzeige der Simulationsergebnisse aufnehmen.
So oder so bleibt der Bid Simulator nach wie vor ein Tool für kleine manuelle Optimierungen. Großes Potenzial hat es, aber jedes Keyword einzeln von einem Account-Manager analysieren zu lassen ist in großen Kampagnen einfach nicht praktikabel. Erst wenn die lange angekündigte API-Anbindung endlich verfügbar wird, dürfte das Tool in Verbindung mit automatisierten Bid-Management-Systemen großflächig Potenziale heben können.
Es gibt ein wahrscheinlich sehr hilfreiches Tool in den Google Webmaster Tools namens “Parameterbehandlung”:
Duplicate Content ist oft ein Problem, da es zusätzliche Parameter in der URL geben kann, die aber dieselbe Seite erzeugen, z.B.
http://www.meineseite.de/ und http://www.meineseite.de/?sid=sfd78g6sdogsd8f6g (Session-ID in der URL)
http://www.meineseite.de/ und http://www.meineseite.de/?src=AdWords (Quelle in der URL kodiert)
http://www.meineseite.de/ und http://www.meineseite.de/?lang=de (Sprache in URL)
…
Derartige Parameter kann man nun mit diesem Tool aus den URLs entfernen. Wenn man also über die Parameterbehandlung eingestellt hat, dass der Parameter “sid” auf “Ignorieren steht”, entfernt Google diesen aus der URL. Wenn Google also über die URL http://www.meineseite.de/?sid=sfd78g6sdogsd8f6g stolpert, wird der Parameter entfernt, so dass Google die URL http://www.meineseite.de/ nutzt.
Insgesamt empfehlen wir auch hier - analog zum Canonical-Tag - dass man derartige Parameter in den URLs besser verhindern sollte. Gerade bei komplexen Online-Shops und Websites ist das aber nicht immer einfach, so dass das Tool schon eine gute Lösung ist.
Ich würde das also auf jeden Fall einrichten und die wichtigsten URL-Parameter (sid, src, …) auf “Ignorieren” setzen. Ob das Ganze funktioniert, ist allerdings noch offen, weil es hierzu noch keine Erfahrungsberichte gibt.
Ein toller Off-Topic-Post - aber vielleicht kann man trotzdem was daraus lernen
Am Samstag hatte ich ein Schreiben der Deutschen Telekom in der Post. Man müsse auch mal Danke sagen. Gute Idee. Und das mit einem Gewinnspiel. Auch eine gute Idee. Auf der Karte war ein Login für eine Landing Page. Alles brav eingegeben. Ein Clown lächelt mich an & macht Faxen. Dann klicke ich weiter zu “Am Gewinnspiel teilnehmen”:
Hmm… da war ich doch gerade schon. Der Login hat ja auch geklappt - sonst hätte ich den Clown ja gar nicht sehen können. Immerhin ist oben ein Kontakt-Button, um meinem aufkeimendem Ärger Luft zu machen:
Es gibt einfach keinen Menüpunkt für derartige Anfragen Hätte ich mir ja auch denken können…
Also: Danke sagen ist eine total tolle Idee. Aber dann sollte man auch sicher stellen, dass Kunden, die wegen diverser Telekom-Mätzchen der Vergangenheit ohnehin schon ein bisschen angefressen sind, auch ihren wohlverdienten Preis abstauben können.
Mit Sprungmarken in Suchergebnissen experimentiert Google schon seit einigen Wochen. Ein Beispiel:
Google hat also in diesem Fall erkannt, dass
Die Seite zur Suchanfrage passt (alle drei Wörter kommen auf der Seite vor)
Es dort eine Sektion gibt, die besonders gut zur Suchanfrage passt (dort gibt es u.a. eine Headline zu “MO files”)
Es eine Sprungmarke gibt, die dieser Sektion zugeordnet wird (die Sprungmarke wird auch einmal in der Seite verlinkt)
In diesem Fall ist das natürlich gänzlich unspektakulär und zeigt, dass man Sprungmarken in Zukunft vielleicht etwas sorgfältiger benennen sollte. Eine Sprungmarke wie “gettext_files” lädt nun nicht gerade zum Anklicken ein.
Da gibt’s doch durchaus kreative Einsatzmöglichkeiten. Ein Shop-Betreiber könnte eine Marke “SPAR-ANGEBOTE” anlegen und innerhalb der dazugehörigen Sektion dann auch Super-Schnäppchen anpreisen. Dann würde Google das Snippet mit “Zu SPAR-ANGEBOTE springen:” beginnen.
Ich bin mir nicht sicher, ob das was bringen würde bzw. ob Suchende das überhaupt wahrnehmen. Dann vielleicht doch lieber eine ordentliche Meta Description schreiben, um das Snippet aufzuhübschen.
Das suchradar ist jetzt seit zehn Tagen draußen & ich habe im Tweetdeck einen Tracker für “suchradar” laufen. Freue mich immer, wenn jemand was drüber schreibt - und vor allem, wenn niemand was grundlos negatives schreibt.
In jedem Fall freue ich mich aber, wenn - wie in diesem Fall - Google selber was zum suchradar schreibt:
Ist jetzt nur schade, dass der Profi-Artikel gar nicht von uns (also Bloofusion) war
Aber beim nächsten Mal haben wir wieder einen tollen Profi-Artikel, an dem Martin gerade schreibt… freue mich drauf…
Ich arbeite immer noch am neuen Linkbuilding-White-Paper. Das frisst leider unglaublich viel Zeit, von der man ohnehin zu wenig hat. Heute möchte ich wieder einen kleinen “Happen” daraus posten.
Taktik: Erstellen Sie Checklisten
Damit man nicht immer wieder dieselben Fehler macht, empfehlen sich Checklisten - nicht nur für Astronauten und Piloten. Die folgenden Beispiele zeigen verschiedene Checklisten, die jeweils zu sehr interessanten Verlinkungen geführt haben.
Beispiele:
www.bibb.de/de/checkliste.htm
Diese Checkliste ist eigentlich nicht einmal eine Checkliste im klassischen Sinne - und dennoch hat sie zu ca. 100 Verlinkungen geführt. Wer eine berufliche Weiterbildung machen möchte, erhält hier sehr detaillierte Informationen und jeweils Fragen, die man sich selbst und dem Anbieter einer beruflichen Weiterbildung stellen sollte.
dciwam.de/checkliste/
Eine sehr interessante Liste für Webdesigner, die mit immerhin ca. 80 Verlinkungen bedacht wurde: Neben den Fragen (”Hast du dein (X)HTML validiert?” findet man jeweils auch direkt Verlinkungen auf andere Tools oder Websites, um die Fragestellung direkt durchzuführen oder zumindest Hintergrundinformationen zu bekommen.
www.waizmanns-checkliste.de
Der Kauf und Verkauf von Immobilien ist sicherlich nicht einfach und bietet viele Fallstricke. Die Immobilien-Checkliste deckt alle wichtigen Fragestellungen ab und hat insgesamt ca. 45 Verlinkungen.
www.schmetterling.de/specials/checklist.htm
Eine eigentlich sehr banale Checkliste: An was muss ich vor einem Urlaub denken? Die Checkliste vom Reiseveranstalter Schmetterling hat aber immerhin ca. 40 Verlinkungen aufgebaut.