Linkedin Direct Ads: Tolles Tool, aber nicht für Deutschland…
Freitag 14. August 2009 von Markus
Ich habe mir eben mal das neue Self-Service-Werbessystem von Linkedin (Linkedin Direct Ads) angeschaut. Man kann über das System Werbung auf Linkedin schalten - sehr ähnlich zu dem, was man von AdWords kennt. Die Oberfläche sieht gut aus.
Ich zeige im folgenden mal kurz die drei Schritte, die man zum Erstellen der Werbungen braucht. Dabei fallen dann auch gleich ein paar Problemchen auf.
Schritt 1: Werbung erstellen
Sieht gut aus. Einziger Nachteil aus Sicht eines Unternehmens ist die Tatsache, dass die Werbung jeweils auch auf eine Profil-Seite (Person oder Unternehmen) verlinkt. Das müsste meiner Meinung nach nicht sein.
Schritt 2: Zielgruppe auswählen
Von diesem Tool bin ich sehr beeindruckt. Man kann aus einer Vielzahl an Faktoren maximal drei aussuchen, um die eigene Werbung einzuschränken. Das System zeigt dann auch im unteren Bereich direkt an, wie stark man damit die “Zielgruppe” einschränkt, also wie viele Linkedin-Mitglieder darauf passen.
Hier kommt dann allerdings der dickste Nachteil ins Spiel: Man kann zwar Werbung für Länder wie Holland schalten, aber eben noch nicht für Deutschland. Habe da eben mit der PR-Agentur gesprochen. Holland ist wohl für Linkedin ein extrem wichtiger Markt - für Deutschland scheint das noch etwas anders zu sein. Auf jeden Fall konnte man mir keinen Termin nennen, zu dem man die Werbung auch in Deutschland schalten kann.
Schritt 3: Budget, Klickpreise
Und dann muss man noch das finanzielle regeln. Das Tagesbudget muss minimal zehn Dollar betragen. Bei der Abrechnung kann man zwischen CPM und CPC wählen, wobei der CPC anscheinend minimal 2$ beträgt. Das ist natürlich ein stolzer Preis (auch wenn der Dollarkurs das derzeit etwas humaner aussehen lässt).
Mein Eindruck
Das System sieht wirklich gut aus. Leider disqualifiziert es sich im Moment für mich dadurch, dass es in Deutschland nicht verfügbar ist. Auch die Klickpreise finde ich etwas hoch. Aber wenn man damit die richtigen Leute erreicht, soll’s mir das wert sein.
Übrigens: Man kann natürlich trotzdem auf Linkedin werben (über iq digital), aber eben nicht über das Self-Service-Tool.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 14. August 2009 um 10:15 und abgelegt unter SEM, Sonstiges. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.





Freitag 14. August 2009 um 12:14
2$ ist wirklich ein stolzer Preis - trotz schwachen Dollarkurses!
Für mich bleibt dabei die Frage, ob ich am Ende mehr Conversions generiere, als über Adwords. Und mein Bauchgefühl sagt mir nein: LinkedIn ist ein Social Network für Business Kunden. Da sucht dann niemand nach bestimmten Produkten und die Werbung ist eher uninteressant.
Von daher werde auch ich wohl bei Google bleiben…
Freitag 14. August 2009 um 12:16
Für B2C ist das vielleicht wirklich nicht so dolle, aber im B2B (vor allem für Dienstleistungen) könnte das vielleicht sogar funktionieren.
Montag 17. Mai 2010 um 14:53
Hallo,
Update: Man kann (leider nur auf englisch) jetzt mit DirectAds nach Geographie Deutschalnd und Schweiz werben. Damit wird es wirklich interessanter.
Da man drei Selektionskriterien auswählen kann, ist eine Einschränkung auf managementebene etc. möglich, was den Klickpreis erklärt.
Ich stimme auch Markus zu, dass für B2C bzw. Massenleadgenerierung dieses Tool kaum geeignet ist (wegen Preis / Leistung).
Wenn ich allerdings beispielsweise Marketing für Banken betreibe, kann ich
- Deutschland
- Banken
- Marketing
eingrenzen. So gezielt kann ich kaum woanders Leute ansprechen. Ich finde es sinnvoll.
Liebe Grüße
Stephan