Archiv für August, 2009

Linkbuilding-Tipp: Interviewen Sie doch mal jemanden…

Freitag 28. August 2009 von Markus

Jetzt gab’s schon seit einigen Tagen keinen Linkbuilding-Tipp mehr. Das liegt vor allem daran, dass ich sehr viel Zeit in ein neues White Paper stecke und nebenbei noch Kunden und neue Mitarbeiter verarztet werden wollen.

Genug der Vorrede, hier mein Tipp:

Interviewen Sie mal jemanden

Interviews eignen sich oftmals hervorragend, um mit wenig Aufwand viel Text zu erzeugen. Bei Interviews muss man natürlich beachten, dass man jemanden interviewt, der auch von Anderen als relevant eingestuft wird. Als Interviewpartner eignen sich also z.B. Mitarbeiter von kontroversen Unternehmen oder Organisationen (siehe Beispiel 1), Mitarbeiter von großen Unternehmen (siehe Beispiel 2), “Veteranen” der Branche (siehe Beispiel 3) oder auch Menschen, die einen neuen Trend setzen (siehe Beispiel 4).

Beispiele:

(1) www.gamestar.de/interviews/1957632/schiessen_sie_bitte_in_den_kopf.html
Die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) ist sicherlich in der Computerspielebranche eine kontrovers diskutierte Größe: Die einen haben Angst vor Killerspielen, die anderen halten die Bewertungen für unfair. Das Interview mit dem Leiter der USK-Testabteilung hat also durchaus Potenzial für gute Links – in diesem Fall immerhin ca. 25 Verlinkungen.

(2) www.affiliate.de/google-adsense-interview.htm
Google AdSense ist für viele Webmaster ein wichtiges Mittel, um Einnahmen über Werbung zu generieren. Das Interview, in dem Google-Mitarbeiter u.a. behaupten, dass Google AdSense die Werbeplattform mit den höchsten Einnahmen ist, hat immerhin zu ca. 20 Verlinkungen (u.a. von www.basicthinking.de) geführt.

(3) www.gamersglobal.de/interview/interview-mit-boris-schneider-0
Wer mit dem C64 groß geworden ist, kennt auch Boris Schneider, der u.a. an Adventures wie Maniac Mansion und Monkey Island 2 mitgearbeitet hat. Das Interview mit ihm ist also sicherlich attraktiv und hat auch zu ca. zehn Verlinkungen (u.a. www.4players.de und www.gamepro.de) geführt.

(4) www.best-practice-business.de/blog/?p=9864
“Prezi” ist in aller Munde: Eine neue Präsentationsmethodik, die langweiligen PowerPoint-Präsentation den Kampf ansagt. Das Interview mit Matthias Garten, der Prezi nach Deutschland gebracht hat, ist also durchaus für viele Leser interessant und hat so zu ca. 10 Verlinkungen geführt.

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Search Engine Ranking Factors 2009: Alles bleibt anders…

Mittwoch 26. August 2009 von Markus

Das “Must-Read” für SEOs, die von SEOmoz zusammengestellte Meinung vieler bekannter SEOs zu Ranking-Faktoren, ist seit einigen Tagen verfügbar: Search Engine Ranking Factors 2009

Insgesamt hat sich gegenüber 2007 schon einiges getan. So spiegelt die Auflistung auf jeden Fall den zunehmende Fokus auf Verlinkung wider. Wenn man sich die Top 5 Faktoren 2009 anschaut, könnte man meinen, dass On-Page-Faktoren niemanden mehr interessieren:

  1. Keyword Focused Anchor Text from External Links (heißt: die Suchbegriffe müssen in den Linktexten externer Links vorkommen)
  2. External Link Popularity (heißt: Anzahl und Qualität externer Links)
  3. Diversity of Link Sources (heißt: Links müssen von vielen unterschiedlichen Domains kommen)
  4. Keyword Use Anywhere in the Title Tag (heißt: Suchbegriffe müssen im Titel vorkommen)
  5. Trustworthiness of the Domain Based on Link Distance from Trusted Domains (heißt: Suchmaschinen müssen den verlinkenden Websites trauen)

Und das muss man mal mit den Ergebnissen von 2007 vergleichen:

  1. Title Tag
  2. Anchor Text of Links
  3. Keyword Use in Document Text
  4. Accessibility of Document
  5. Links to Document from Site-Internal Pages

Also: In 2009 haben gewinnen die Off-Page-Faktoren gegen die On-Page-Faktoren 4:1. 2007 war’s mit 1:4 noch genau umgekehrt.

Das ganze könnte jetzt natürlich einen falschen Schluss erlauben – nämlich, dass On-Page-Faktoren unwichtig sind. Oder: Egal, wie ich meine Website zusammenschustere – Hauptsache, ich habe die besten Links.

Das stimmt so sicherlich nicht. Google & Co. sind etwas schlauer geworden und können z.B.

  • besser mit Flash umgehen
  • besser mit JavaScript umgehen
  • Splash-Pages erkennen und überbrücken
  • PageRank Splits besser verkraften

Aber ich glaube nach wie vor nicht, dass man an On-Page vorbeikommt. Man braucht eben beides: Gute, auf Suchbegriffe abgestimmte Inhalte und viele gute Links.

Was ich zwischen den Zeilen lese, ist das Folgende:

  1. Google wird immer schlauer und anspruchsvoller in Bezug auf Verlinkung, so dass es mehr Aufwand braucht, gute Links zu besorgen.
  2. On-Page ist zwar nach wie vor wichtig und unerlässlich, wird aber als der unkritischere Teil eines Projektes angesehen. Das deckt sich nicht unbedingt mit meiner täglichen Erfahrung (vor allem bei größeren Projekten).

Ich denke, dass man sich die Search Engine Ranking Factors 2009 durchaus mal zu Gemüte führen sollte. Die Analyse hat ja durchaus Implikationen für die tägliche Arbeit.

Für ein Unternehmen könnte das nochmal der Anstoß sein, über mehr attraktiven Content und kontroverse Inhalte nachzudenken, um so mehr organische Links von Websites zu bekommen, die man eben nicht um einen Link bitten kann.

Interessant sind übrigens auch, dass im neuen Report auch Negativfaktoren aufgenommen wurden. Hier die Top 5:

  1. Cloaking with Malicious/Manipulative Intent
  2. Link Acquisition from Known Link Brokers/Sellers
  3. Links from the Page to Web Spam Sites/Pages
  4. Cloaking by User Agent
  5. Frequent Server Downtime & Site Inaccessibility

Die Punkte (2) und (3) sind schon einen Blick wert: Wer Links über Link-Broker kauft, läuft natürlich Gefahr, dass Google entweder die Netze selber kennt oder derartige Links algorithmisch erkennen kann. Linkkauf über Netze stand noch nie wirklich auf unserer Empfehlungsliste, aber jetzt kann man das einem unbelehrbaren Kunden wenigstens schwarz auf weiß geben.

Und Punkt (3) behandelt das Problem der ausgehenden Links und dem damit einhergehenden Trust-Verlust. Oder: Wie toll kann meine Website schon sein, wenn ich nur auf Porno- und Poker-Sites verlinke? Derartige Links sind also zu vermeiden bzw. per Nofollow zu blocken. Fraglich ist nach wie vor, ob auch der Umkehrschluss gilt: Steigt der Trust meiner Website, wenn ich auf viele andere vertrauenswürdige Websites verlinke? Unsere Empfehlung ist hier generell, dass man schon auf relevante thematisch passende Websites verlinken sollte. Aber einen schlüssigen Beweis dafür habe ich noch nicht gesehen.

So bleiben die Search Engine Ranking Factors 2009 dann auch das, was sie sind: Gebündelte Meinungen, die nicht unbedingt der Realität entsprechen. Es ist übrigens auch schön zu sehen, dass es durchaus Unstimmigkeiten bei den befragten SEOs gibt. Denn nach wie vor hat SEO ein bisschen was mit Wissenschaft, aber jede Menge mit Erfahrung, Gefühl und Gespür zu tun.

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Job-Portale unter der SEO-Lupe (Monster, Stepstone, …)

Dienstag 25. August 2009 von Markus

Seit heute Nacht gibt es eine neue SUMAXX-Rangliste für Jobs/Arbeit. Insgesamt bin ich von den Ergebnissen recht überrascht, weil ich erwartet hätte, zumindest in der Top 10 einen der mit bekannten Platzhirsche zu entdecken. Stattdessen: Monster.de auf Platz 16, Stepstone.de auf Platz 15, Jobpilot.de auf Platz 28. Selbst die nicht gerade als internetaffin zu bezeichnende Arbeitsagentur liegt auf Platz 13 und damit (zumindest für die geprüften Suchbegriffe) besser als Monster.

Insgesamt haben wir eine Vielzahl von Suchbegriffen aus den folgenden Clustern überprüft, u.a.

Lokale Anfragen:
jobangebote bayern, jobbörse berlin, …

Anfragen bezogen auf konkrete Unternehmen:
dpd jobangebote, daimler stellenbörse, …

Anfragen bezogen auf Beruf:
jobangebote arzthelferin, jobsuche controller, …

Anfragen bezogen auf Branche:
jobs einzelhandel, stellenangebote gastronomie, …

Der SUMAXX zeigt dann auch schnell, wer für alle diese Cluster optimiert.

Kimeta.de unter der Lupe

Ich finde, dass Kimeta.de da einen ganz guten Job macht. Die haben für eine Vielzahl von Suchbegriffen verschiedene Seiten angelegt, die auch recht gut optimiert sind. Beispiele:

  1. “stellenangebote bahn”: http://www.kimeta.de/stellenangebote-Bahn
    Der Seitentitel ist mit “Stellenangebote Bahn Stellenanzeigen Bahn Stellenangebot Bahn” vielleicht etwas überfrachtet, weil das Wort Bahn immerhin drei mal vorkommt. Das hätte man auch kürzen können, aber anscheinend funktioniert’s ja ganz gut.
  2. “jobbörse hamburg”: http://www.kimeta.de/Jobsuche_Hamburg_.aspx
    Auch für viele Städte existieren optimierte Seiten – leider auch hier mit den etwas vollen Titeln.
  3. “jobs gastronomie”: http://www.kimeta.de/Jobs?q=Gastronomie
    Für sehr viele Branchen gibt es hier Suchergebnisseiten, die auch verschiedene Schreibweisen (z.B. “gastronomie” und “gastro” abdecken.

Insgesamt ist es schon so, dass die Seiten automatisiert erstellt werden. Ich habe an keiner Stelle manuell erstellten Content gefunden (z.B. eine schöne textliche Einleitung für die Gastroseite). Trotzdem: Hut ab. Mir fallen da viele Detailverbesserungen ein, aber hinsichtlich der Suchbegriffe wird extrem viel abdeckt.

Monster.de unter der Lupe

Und was macht Monster.de? Die haben z.B. für viele Berufe Seiten eingerichtet, z.B. http://jobsuche.monster.de/Bauzeichner/Jobs-erhalten-5.aspx. Diese Seite zeigt dann alle Jobs für Bauzeichner an.

Hier gibt’s schon noch viel Potenzial. Den Seitentitel (derzeit: “Bauzeichner Jobs | Monster.de”) könnte man schon noch um ein paar Suchbegriffsvarianten ergänzen. Auch wäre ein bisschen händisch erstellter Text nicht verkehrt.

Interessant ist aber auf jeden Fall deren Filter-Funktion, die ich fast übersehen hätte. Am Ende findet man zwei unscheinbare Links, die jeweils zu unterschiedlichen Filterseiten führen:

monster

Diese Links führen dann zu entsprechenden Unterseiten. Ich hätte ja auf diese keywordlastigen Links verzichtet. So kommen die Wörter “Bauzeichner” und “Jobs” doch arg oft in der Seite vor. Vor allem aber hätte ich darauf verzichtet, diese im Quellcode als “<!– Start SEO Context Links –>” zu kommentieren :)

Auch wäre es gut gewesen, die interne Verlinkung noch zu verbessern. Im Moment gibt es jeweils eine Oberseite (z.B. http://jobsuche.monster.de/Bauzeichner/Jobs-erhalten-5.aspx), die dann auf ca. 200 Unterseiten verlinkt (z.B. http://jobsuche.monster.de/Niedersachsen/Hannover/Bauzeichner/Jobs-erhalten-125.aspx). Es wäre doch nicht verkehrt, die Unterseiten untereinander zu verlinken (“Bauzeichner-Jobs in benachbarten Städten”).

Stepstone.de unter der Lupe

Stepstone.de war auch nicht ganz untätig. Die haben ganz viele Seiten eingerichtet – oftmals auch mit händisch erstelltem Content:

Für Berufe:
http://www.stepstone.de/jobs/Arzthelferin-Arzthelfer.html

Für Städte:
http://www.stepstone.de/jobs/Koeln.html

Für Bundesländer:
http://www.stepstone.de/jobs/Brandenburg-BL.html

Für Berufsfelder:
http://www.stepstone.de/jobs/Brandenburg-BL–Design-Architektur.html

Schön ist auch, dass Stepstone.de auch an die Kreuzungen dieser Cluster gedacht, also z.B. eine Seite für Arzthelfer-Jobs in Berlin eingerichtet hat (http://www.stepstone.de/jobs/Berlin–Arzthelferin-Arzthelfer.html).

Nachteilig ist schon, dass Stepstone.de ein Problem mit internem Duplicate Content hat. Die folgenden Seiten kennt Google:

http://www.stepstone.de/jobs/Koeln.html
http://www.stepstone.de/jobs/koeln.html
http://www.stepstone.de/Jobs/Koeln.html
http://www.stepstone.de/jobs/Koeln.html?cid=arbeitende

Hier sollte man dringend mal aufräumen: Auf jeden Fall das Canonical-Tag einbauen und insgesamt mal die Website überarbeiten, damit alle internen Verlinkungen auch auf die jeweils richtige Version zeigen.

Und was noch?

Die anderen Sites haben z.T. sehr ähnliche Lösungen und Probleme. Ich gebe zu, dass ich mir jetzt nicht die ganze Top 100 angeschaut habe – dann würde ich diese Woche wohl gar nichts anderes mehr hinbekommen. Ich finde solche Analysen aber immer ganz spannend – auch um zu sehen, dass es immer noch viel Potenzial gibt.

Wer eine solch große Menge an Seiten aufzieht – und bei Job-Portalen muss man wirklich durch die Komplexität der Thematik sehr viele Seiten erzeugen – muss auf viele Faktoren achten:

  1. Wenn man schon sprechende URLs einsetzt, dann auch bitte konsequent in der richtigen Schreibweise. Sonst erzeugt man internen Duplicate Content und bindet zudem Crawler-Energie.
  2. Bei so einer großen Site würde ich schon per se ein Canonical-Tag einbauen.
  3. Wenn man eine Seite erzeugt, sollte man das nicht für ein Keyword (z.B. “jobangebote köln”) machen, sondern kann hier auch gleich noch ein/zwei weitere Keywords einbauen (z.B. “jobs köln”).
  4. Auch sollte man auf Varianten achten, bei denen nach einer Sache in Varianten gesucht wird (“gastronomie” und “gastro”).
  5. Die interne Verlinkung der SEO-Seiten nicht aus den Augen verlieren.
  6. Auch wenn man eine andere Schlussfolgerung aus den Daten ziehen kann: Ein bisschen manuell erstellter Content ist durchaus nicht verkehrt.

Falls jemand noch ein paar Ideen zu den anderen Job-Portalen hat: immer her damit.

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Neue Mini-Studie von Bloofusion: Filialisten und Franchise-Geber ignorieren lokales Potenzial

Dienstag 25. August 2009 von Markus

covert-150wWir haben gestern ein neues Advisory online gestellt. Wir haben uns insgesamt mal angeschaut, wie stark Unternehmen mit Ladenketten eigentlich die lokalen Inhalte auf Suchmaschinen ausrichten.

Ich kam auf das Thema, weil wir das bei einem Kunden mit großem Filialnetz empfohlen haben, aber der Kunde das bis heute nicht umgesetzt hat. Da wollte ich mal wissen, ob das wenigstens die Konkurrenten machen…

Suchverhalten

Die Schätzungen, wie viele Suchanfragen in Suchmaschinen wie Google lokal sind, gehen zum Teil recht weit auseinander. Unstrittig ist aber in jedem Fall, dass in Suchmaschinen nicht nur allgemeine Suchbegriffe wie “kontaktlinsen”, “blumen” oder “herrenmode” eingetippt werden. Oft werden Suchanfragen eben auch mit einer lokalen Komponente gesucht, also z.B. “kontaktlinsen berlin”, “blumenladen münchen” oder “herrenmode augsburg”.

Insbesondere Filialisten, Franchise-Geber und Kooperationen (also eine Kette von stationären Ladengeschäften) verfügen hier über ein sehr großes Potenzial, da diese mit einer entsprechenden Optimierung ihrer Websites für Suchmaschinen sehr viele Suchanfragen abdecken können.

Anforderungen an Ladenketten

Damit Ladenketten für lokale Suchbegriffe aller Standorte gefunden werden können, müssen diese zunächst über einen so genannten Filialfinder verfügen. Es muss also eine Datenbank aller Standorte geben, die in die zentrale Website der Ladenkette integriert ist. Einen solchen Filialfinder bieten derzeit nahezu alle Ladenketten – aber eben leider in einer Form, die von Suchmaschinen oft nicht gelesen werden kann. Oftmals wird ein Formular angeboten, das nach Eingabe einer Postleitzahl oder einer Stadt die entsprechenden Filialen auflistet. Suchmaschinen können aber leider keine Formulare ausfüllen, so dass alle Inhalte, die über das Formular abgefragt werden können, für Suchmaschinen nicht auffindbar sind.

Unternehmen müssen die Auflistung der Filialen also für Suchmaschinen aufbereiten und verschiedene Seiten für Suchmaschinen öffnen: Viele Websites bieten eine Seite pro Filiale an, auf der u.a. Anfahrt und Öffnungszeiten zu finden sind. Zusätzlich sollte es auch jeweils eine Seite pro Stadt geben, auf der die Filialen aufgelistet sind. Insgesamt muss dann dafür gesorgt werden, dass Suchmaschinen diese Seiten – ob Filialseiten oder Stadtseiten – über Links innerhalb der Website finden können.

Zudem ist es wichtig, die für Suchmaschinen geöffneten Seiten auch konsequent auf Suchbegriffe abzustimmen. Wenn eine Ladenkette für eine Suchanfrage wie “herrenmode augsburg” gefunden werden möchte, muss es eben eine Seite geben, die alle Filialen in Augsburg anzeigt und in der zudem die Wörter “herrenmode” und “augsburg” sinnvoll oft und an den für Suchmaschinen wichtigen Stellen vorkommen.

Der Test

Um zu überprüfen, wie viele Ladenketten ihre Websites auf lokale Suchbegriffe optimieren, wurden die folgenden Websites, die jeweils alle über einen Filialfinder verfügen, manuell überprüft:

Apollo.de, ATU.de, Blume2000.de, Bonita.de, Daenischesbettenlager.de, DeutschePost.de, DM-Drogeriemarkt.de, Douglas.de, Euronics.de, Fielmann.de, Fressnapf.de, Goertz.de, HM.com/de/, Karstadt.de, Kaufland.de, Marktkauf.de, McDonalds.de, Norma-online.de, Postbank.de, Rossmann.de, Schlecker.de, SinnLeffers.de, Takko-Fashion.com/de/, Tchibo.de, xxxlutz.de

Für jede dieser Websites wurde geprüft, ob es Filialseiten und/oder Stadtseiten gibt, die von Suchmaschinen gefunden werden können. Falls solche Seiten gefunden werden konnten, wurde zudem geprüft, ob diese für Suchmaschinen textlich optimiert waren.

Das Ergebnis zeigt, dass es zwar einige Ladenketten gibt, die prinzipiell Seiten für Suchmaschinen öffnen. Die textliche Optimierung dieser Seiten fand aber bei keiner der überprüften Websites statt, so dass hier oftmals mögliche Suchmaschinen-Rankings verschenkt wurden.

Ergebnisse (Datum der Überprüfung: 18. August 2009)

Websites überprüft: 25 (100%)
Filialseiten gefunden: 8 (32%)
Stadtseiten gefunden: 2 (8%)
Optimierte Seiten gefunden: 0 (0%)

Meine Einschätzung

Viele Suchanfragen sind lokal. Vor allem Ladenketten mit einem dichten Netz an Standorten haben ein sehr großes Potenzial, eine Vielzahl von lokalen Suchbegriffenn abdecken zu können, von Aachen bis Zwickau. Der Test zeigt deutlich, dass dieses Potenzial aber derzeit nicht genutzt wird. Filialisten, Franchise-Geber und Kooperationen verzichten also auf wertvolle Kundenkontakte – und überlassen das Feld damit vielleicht ungewollt anderen lokalen Unternehmen.

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Conversion-Rates und Anzeigenpositionen: Kein Zusammenhang?

Mittwoch 19. August 2009 von Martin

Das Thema kommt immer mal wieder hoch: Gibt es einen Zusammenhang zwischen der AdWords-Anzeigenposition und der Conversion-Rate? Google Chefökonom Hal Varian hat dazu eine Untersuchung durchgeführt und kommt zum Ergebnis, dass höchstens ein sehr geringer Zusammenhang bestehen dürfte:

“For example, for pages where 11 ads are shown the conversion rate varies by less than 5% across positions. In other words, an ad that had a 1.0% conversion rate in the best position, would have about a 0.95% conversion rate in the worst position, on average.

The bottom line: conversion rates don’t vary much by position.”

Etwas ausführlicher stehen die Ergebnisse im offiziellen Google AdWords Blog.

Natürlich bezieht sich die Untersuchung auf alle Anzeigen bei Google, d.h. die Übertragbarkeit auf den Einzelfall ist nicht zwangsläufig gegeben. Wer glaubt, dass das für ein bestimmtes Gebiet anders ist, sollte natürlich trotzdem selber nachforschen. Dass dabei aber einige Fallstricke lauern, deutet Hal Varian bereits an.

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Google mit und ohne Koffein: Neues Tool zur direkten Gegenüberstellung

Dienstag 18. August 2009 von Markus

Über Google Caffeine, das neue Google, haben wir schon berichtet. Jetzt gibt es ein nettes Tool, das die beiden Ergebnislisten (altes und neues Google) nebeneinander stellt: www.comparecaffeine.com. Wer dort also einige Suchbegriffe (z.B. “kredit”) eintippt, sollte erkennen, dass die Suchergebnisse z.T. recht unterschiedlich sind.

Ich würde aber hier (noch) nicht in Panik verfallen, wenn eine Website beim neuen Google ganz andere Rankings hat. Das Ganze ist sicherlich “work in progress”, so dass es hier noch Änderungen geben wird.

Vielen ist auch aufgefallen, dass es anscheinend weniger Universal Search-Ergebnisse (Videos, Produktsuche, …) gibt. Auch da glaube ich nicht, dass hier das letzte Wort gesprochen ist.

Also: Reinschauen, aber nicht erschrecken :)

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Professionelles Linkbuilding: Gar nicht so einfach…

Montag 17. August 2009 von Markus

Ich muss zum Wochenanfang mal eine Email-Konversation wiedergeben, die ich ganz erhellend fand. Da kam am Wochenende eine Email mit folgendem gekürztem Inhalt rein:

> mit dieser Email möchte ich Ihnen meine Dienste im Bereich “Linkbuilding” anbieten.
> [...]
> Ich betreibe professionelles Linkbuilding als Freiberufler und kann Sie auch bei der
> On-Page/Off-Page-Optimierung umfassend unterstützen und beraten.
> [...]

Die angebotenen Kosten waren natürlich erstaunlich. Möchte hier gar keinen Zahlen nennen, aber an Qualität (er sprach ja von professionellem Linkbuilding) war da wohl so nicht zu denken.

Meine launige Antwort auf die Anfrage kam dann am Sonntag morgen:

> In dieser Form ist das sicherlich nicht interessant, weil die Links, die Sie da aufbauen
> können, auch kaum Wert haben. Wenn Sie in der Lage sind, qualitativ hochwertige
> Links zu erzeugen, haben wir immer Interesse.

Und dann postwendend seine Antwort:

> Professionelle Linkakquise betreibe ich im Moment aus Zeitgründen nur für eigene Projekte,
> kann Sie hierbei also nicht unterstützen. Sollte sich daran etwas ändern, werde ich mich
> bei Ihnen melden.

Immerhin ehrlich :)

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Wie bekommt man Seiten aus dem Google-Index raus?

Freitag 14. August 2009 von Markus

Nix neues, aber an dieser Stelle möchte ich kurz auf einen aktuellen Fall hinweisen. Ein Kunde hatte aus Versehen eine Sub-Domain für Suchmaschinen geöffnet, auf der sich recht sensible Daten befanden. Nichts kritisches, aber auch nichts, was man freiwillig ins Netz stellen sollte. Was macht man in einem solchen Fall?

Methode 1: Die Seiten sperren

Man kann die zu sperrenden Seiten (in diesem Fall die gesamte Sub-Domain) per robots.txt sperren und/oder den Seiten ein Meta-Robots-Tag (noindex) hinzufügen. Der Nachteil ist hier vor allem der, dass das dauert – Tage, Wochen, manchmal Monate, bis alles restlos weg ist.

Methode 2: Google Webmaster Tools

Wenn’s schnell gehen soll, sollte man auf jeden Fall die Google Webmaster Tools nehmen. Dort gibt es unter “Website-Konfiguration > Crawler-Zugriff” die Option “URL entfernen”. Wenn man dann auf “Neuer Antrag auf Entfernung” klickt, erhält man so einen Dialog:

gwt

In diesem Fall haben wir uns für “Ihre gesamte Website” entschieden. Und innerhalb einer Nacht war alles weg.

Wichtig: nichts hält ewig. Wer einen Antrag auf Entfernung stellt, tut das nur auf Zeit:

“Die Entfernung einer URL bleibt 90 Tage wirksam. [...] Wenn die Seite nach 90 Tagen gesperrt oder nicht vorhanden ist, wird sie nicht in den Google-Suchergebnissen angezeigt.”

Zeitgleich mit der Entfernung über die Webmaster Tools sollte man also auf jeden Fall eine robots.txt anlegen oder die Seiten anderweitig für Suchmaschinen sperren.

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Linkedin Direct Ads: Tolles Tool, aber nicht für Deutschland…

Freitag 14. August 2009 von Markus

Ich habe mir eben mal das neue Self-Service-Werbessystem von Linkedin (Linkedin Direct Ads) angeschaut. Man kann über das System Werbung auf Linkedin schalten – sehr ähnlich zu dem, was man von AdWords kennt. Die Oberfläche sieht gut aus.

Ich zeige im folgenden mal kurz die drei Schritte, die man zum Erstellen der Werbungen braucht. Dabei fallen dann auch gleich ein paar Problemchen auf.

Schritt 1: Werbung erstellen

step1

Sieht gut aus. Einziger Nachteil aus Sicht eines Unternehmens ist die Tatsache, dass die Werbung jeweils auch auf eine Profil-Seite (Person oder Unternehmen) verlinkt. Das müsste meiner Meinung nach nicht sein.

Schritt 2: Zielgruppe auswählen

step2

Von diesem Tool bin ich sehr beeindruckt. Man kann aus einer Vielzahl an Faktoren maximal drei aussuchen, um die eigene Werbung einzuschränken. Das System zeigt dann auch im unteren Bereich direkt an, wie stark man damit die “Zielgruppe” einschränkt, also wie viele Linkedin-Mitglieder darauf passen.

Hier kommt dann allerdings der dickste Nachteil ins Spiel: Man kann zwar Werbung für Länder wie Holland schalten, aber eben noch nicht für Deutschland. Habe da eben mit der PR-Agentur gesprochen. Holland ist wohl für Linkedin ein extrem wichtiger Markt – für Deutschland scheint das noch etwas anders zu sein. Auf jeden Fall konnte man mir keinen Termin nennen, zu dem man die Werbung auch in Deutschland schalten kann.

Schritt 3: Budget, Klickpreise

step3

Und dann muss man noch das finanzielle regeln. Das Tagesbudget muss minimal zehn Dollar betragen. Bei der Abrechnung kann man zwischen CPM und CPC wählen, wobei der CPC anscheinend minimal 2$ beträgt. Das ist natürlich ein stolzer Preis (auch wenn der Dollarkurs das derzeit etwas humaner aussehen lässt).

Mein Eindruck

Das System sieht wirklich gut aus. Leider disqualifiziert es sich im Moment für mich dadurch, dass es in Deutschland nicht verfügbar ist. Auch die Klickpreise finde ich etwas hoch. Aber wenn man damit die richtigen Leute erreicht, soll’s mir das wert sein.

Übrigens: Man kann natürlich trotzdem auf Linkedin werben (über iq digital), aber eben nicht über das Self-Service-Tool.

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Ranking-Tracking am Ende? Meine Meinung…

Donnerstag 13. August 2009 von Markus

Ich hatte die Tage (im Urlaub natürlich) eine lange Diskussion mit meinem Mitgründer Andreas, der die US-Geschäfte leitet. Die US-Kunden bekommen immer viele große Ranking-Auswertungen von uns und für die meisten dieser Kunden ist das auch extrem wichtig.

Insgesamt habe ich aber Bauchschmerzen mit den Werten, die wir messen. Vor allem liegt das an den folgenden drei Gründen:

  1. Wir leben in Zeiten von Universal Search. Es könnte also sein, dass Website X auf Platz 3 ist und auf Platz 4 ein atemberaubendes Youtube-Video eingeblendet wird. Dann ist mein Platz 3 eigentlich nicht so viel wert. Wenn aber auf Platz 4 nur ein langweiliger Konkurrent zu finden ist, ist mein Platz wieder viel wert. Ich muss also eigentlich in das Ranking auch das Umfeld mit einbeziehen.
  2. Wir leben leider auch in Zeiten von personalisierten Suchergebnissen. Selbst in der Agentur haben wir ja oft von Platz zu Platz unterschiedliche Suchergebnisse. Das, was wir also messen, muss nicht unbedingt mit dem übereinstimmen, was andere sehen. Man muss sich einfach damit abfinden, dass es das Ranking nicht mehr gibt.
  3. Der Long Tail wird immer wichtiger. Ich kann gar nicht alle Suchbegriffe tracken, die für Kunden wichtig sind. Insbesondere bei unseren Portal-Kunden gibt es soooooooooooo viele Suchbegriffe, dass ich die nie im Leben tracken kann.

Also, Ranking-Tracking ist tot. Es lebe das Ranking-Tracking? Es gibt natürlich auch Argumente, warum man’s trotzdem machen sollte:

  1. Auch wenn der Long Tail so wichtig ist, zeigt mir das Ranking-Tracking natürlich Trends an. Wenn alle Rankings in einem Monat um 30% ansteigen, kann ich das erstmal als Zeichen nehmen, dass Google & Co es gut mit meiner Website meinen.
  2. Es gibt das Ranking nicht mehr. Trotzdem ist es ja nicht so, dass ich eine Website auf dem ersten Platz sehe und mein Kollege es auf der 234234ten Seite. Prinzipiell muss ich also einfach nur wissen, dass das Gemessene eine Momentaufnahme ist und eine grobe Richtung vorgibt.

Also, was machen wir jetzt mit den Pros und Contras? Wir werden weiterhin Ranking-Tracking durchführen, aber die Kunden eben deutlicher darauf hinweisen, wie die Werte zu verstehen sind. Auch finde ich Traffic-Analysen extrem wichtig. Den Erfolg würde ich also nie an zehn Keywords festmachen, sondern eher an der Frage “Wieviele Besucher kommen denn heute von Google, Yahoo, Bing und Konsorten?”.

P.S.: Der Anstoß für diesen Blog-Post war übrigens ein Post bei SEOmoz: “Case Study: How Much Do Rankings Matter?“. Interessanter Artikel…

Kategorie: Agenturleben, SEO | 3 Kommentare »