Archiv für Juli, 2009

Noch mehr Black-Hat-Linkbuilding: Sorry, aber Google hat noch einen weiten Weg vor sich…

Freitag 10. Juli 2009 von Markus

Ich wollte eigentlich noch einen zweiten Beitrag zum Thema Black-Hat-Linkbuilding schreiben (hier der erste Teil). Wir durchforsten seit Tagen die Backlinks von bestimmten Websites rund um Viagra, Poker und anderen “linkunwürdigen” Themen. Und ich bin immer mehr darüber erstaunt, wie billig manche Methoden sind, aber vor allem auch, wie unglaublich Google auf diese billigen Methoden immer noch anspringt.

Wenn man’s mal zusammenfasst, kommen die meisten Links eigentlich aus den folgenden Quellen:

  1. Artikelverzeichnisse
  2. Kommentar-Spam in Blogs und ähnlichen Sites
  3. Fake Referrers an Websites schicken, um in den Stats zu erscheinen
  4. Blog-Posts bzw. Blogs auf Portalen, auf denen man kostenlos einen Blog betreiben kann
  5. Seiten auf Websites, auf denen man eine eigene Website anlegen kann
  6. Profilseiten auf Foren
  7. Posts in Foren (.ru, manchmal auch .com), die offensichtlich nicht mehr moderiert werden
  8. Social Bookmarking (deutschsprachig und international)
  9. Getauschte oder getauschte Links (oft mit einer eigenen Content-Seite auf der anderen Website)
  10. Frage-Antwort-Portale

Bei all dem sind mir eigentlich keine wirklich intelligenten Methoden aufgefallen. Alles recht stumpf und zum großen Teil auch (semi-)automatisierbar. Ich verzichte an dieser Stelle mal auf die Top 10 der schlimmsten Seiten. Es geht mir nicht darum, jemanden reinzureiten.

Ein Beispiel (ein Poker-Portal mit tollen Inhalten) hatte immerhin einige gute Links von bekannten PR6-Websites, weil es dort eben wirklich gute Inhalte gab. Da greift dann also doch das Google-Mantra.

Solange man aber mit einem Mix aus derart schlechten und seit Jahren bekannten Link-Quellen zum Ziel kommt, fragt man sich schon manchmal, warum man den Weg gehen sollte, attraktive Inhalte aufzubauen und nur White-Hat-Linkbuilding zu betreiben.

Keine Sorge, wir bleiben unserem White-Hat-Auftrag treu. Ich könnte unsere Kunden wohl auch kaum über irgendwelche .ru-Foren verlinken. Zumindest nicht, wenn ich auch im nächsten Jahr noch Einnahmen erzielen möchte :)

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Link Consolidation: Das neue PageRank Sculpting? Eher nicht…

Donnerstag 9. Juli 2009 von Markus

Rand Fishkin hat mit “Link Consolidation: The New PageRank Sculpting” einen ganz interessant Post abgeliefert, der prinzipiell nicht unspannend ist. Es geht dabei im Kern immer noch um die Frage, wie man ohne Nofollow-Links die interne Verlinkung so optimieren kann, dass die irrelevanten Seiten möglichst wenig “Link Juice” abbekommen, so dass möglichst viel für die guten Seiten übrig bleibt.

Die Idee, die er in seinem Post beschreibt, ist prinzipiell nicht schlecht. Ein Beispiel: Oft verlinkt ein Template auf eine Kontakt-Seite und ein Impressum, also z.B.

<a href=”/kontakt/”>Kontakt</a> | <a href=”/impressum/”>Impressum</a>

Hier werden also zwei Links gebraucht, wo es nach Meinung von Rand auch ein einziger tun würde. Man könnte ja eine einzige Seite für beide Zwecke anlegen und dann über Marken darauf verlinken, also z.B.:

<a href=”/kontakt/#Kontakt”>Kontakt</a> | <a href=”/kontakt/#Impressum”>Impressum</a>

Super Idee. Keine Frage. Aber für viele Zwecke greift das eben nicht. Wenn ich in der linken Navigation auf zwanzig Marken verlinke (weil es aus Usability-Gründen Sinn macht), aber davon nur fünf SEO-relevant sind, komme ich mit diesem Prinzip nicht sehr weit. Ich werde wohl kaum eine Seite bauen, auf der ich meine 15 unwichtigen Marken aufliste und per Marker darauf verweise. In der Praxis könnte das schwierig werden.

Meine größte Sorge ist aber, dass Google derartige Konstruktionen sehr leicht erkennen kann, wenn das wieder mal zu massiv von allen Websites eingesetzt wird. Auch ist nicht gesagt, dass Google zwei Marker-Links nicht doch als zwei Links wertet und dadurch nicht mehr “Link Juice” für die wichtigsten Seiten zur Verfügung steht.

Kategorie: SEO | 6 Kommentare »

Internetkapitäne machen ein bisschen Sommerpause

Donnerstag 9. Juli 2009 von Markus

In den nächsten Tagen wird’s hier definitiv etwas ruhiger. Die Schulferien in NRW haben letzte Woche begonnen und Familie Hövener verkrümelt sich für ein paar Tage an die deutsche Nordsee (Schillig). Freue mich schon auf ein paar ruhige Tage mit Sandburgenbauen, Wattwandern, Eiscreme (gibt’s noch Brauner Bär oder Ed von Schleck?), Pizza, Freibad (bitte Süß- und nicht Salzwasser!), Strandkorb und hoffentlich gutem Wetter.

Ende Juli geht’s dann mit vollem Schub weiter…

Kategorie: Agenturleben, Sonstiges | 1 Kommentar »

Black-Hat-Linkbuilding in Action: Statistik-Software ausnutzen

Mittwoch 1. Juli 2009 von Markus

Wir sind ja eine 105%-White-Hat-Agentur, aber ich finde einige Black-Hat-Linkbuilding-Methoden trotzdem spannend. Wir analysieren laufend, mit welchen Mitteln andere Websites, die Viagra, Pornos oder ähnliches verkaufen, nach oben kommen. Denn eins ist klar: Wer sich jenseits des Mainstreams befindet, wird wohl kaum tolle Links von relevanten Portalen bekommen.

Zu diesem Thema wollen wir im nächsten suchradar mal einen Artikel schreiben, weil glaube ich nicht jedem unbedingt klar ist, wie man schnell an tausende Links kommt, ohne wertvollen Content zu haben. Was diese tausend Links dann wert sind, steht auf einem anderen Blatt.

Eine Methode, die ich sehr spannend finde, ist das Zuspamen von Web-Statistiken. Die meisten Web-Auswertungen sind natürlich nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, aber bei einigen Websites findet man dann doch öffentlich zugängliche Auswertungen.

Wer bei Google sucht, findet dort einige Webalizer-Statistiken:
http://www.google.de/search?hl=de&safe=off&q=intitle%3A%22Nutzungsstatistik+f%C3%BCr%22+webalizer

Wenn man den Auswertungen glauben mag, haben einige Website extrem viele Besucher von zwielichtigen Websites, z.B. wenn man einen Blick in die Auswertung http://www.sks-tangerhuette.bildung-lsa.de/stats/usage_200906.html wirft:

webalizer

Nun gibt es wohl keine unschuldigere Website als www.sks-tangerhuette.bildung-lsa.de und es gibt wohl auch keinen Link von www.exschlampe-nackt.com auf diese Website. Man kann aber über manipulierte HTTP-Anfragen so tun, als wenn es Zugriffe von Website A auf B gegeben hätte, indem man den Referrer entsprechend setzt.

Wenn man also viele für Suchmaschinen zugängliche Statistiken kennt und zudem hunderte von diesen HTTP-Anfragen stellt, erscheint man innerhalb kurzer Zeit in den Referrer-Auswertungen der jeweiligen Statistiken und sorgt dafür, dass man eben von den jeweiligen Websites angelinkt wird.

Wer mit einer Skript-Sprache gut umgehen kann, sollte das in weniger als einer Stunde und mit weniger als 100 Zeilen Code hinbekommen.

Wie gesagt: Koscher ist das alles nicht und wir empfehlen das natürlich auch nicht. Google wird diesen Links auch nicht viel Wert beimessen, aber das Verhältnis aus Zeitaufwand und Ergebnis ist schon faszinierend.

Demnächst mehr von der Black-Hat-Baustelle… (bin jetzt erstmal froh, dass wir das neue suchradar Ausgabe 18 fertig bekommen haben… meine Schreiblust ist erstmal für ein paar Tage aufgebraucht…)

Kategorie: SEO | 10 Kommentare »