Noch mehr Black-Hat-Linkbuilding: Sorry, aber Google hat noch einen weiten Weg vor sich…
Freitag 10. Juli 2009 von Markus
Ich wollte eigentlich noch einen zweiten Beitrag zum Thema Black-Hat-Linkbuilding schreiben (hier der erste Teil). Wir durchforsten seit Tagen die Backlinks von bestimmten Websites rund um Viagra, Poker und anderen “linkunwürdigen” Themen. Und ich bin immer mehr darüber erstaunt, wie billig manche Methoden sind, aber vor allem auch, wie unglaublich Google auf diese billigen Methoden immer noch anspringt.
Wenn man’s mal zusammenfasst, kommen die meisten Links eigentlich aus den folgenden Quellen:
- Artikelverzeichnisse
- Kommentar-Spam in Blogs und ähnlichen Sites
- Fake Referrers an Websites schicken, um in den Stats zu erscheinen
- Blog-Posts bzw. Blogs auf Portalen, auf denen man kostenlos einen Blog betreiben kann
- Seiten auf Websites, auf denen man eine eigene Website anlegen kann
- Profilseiten auf Foren
- Posts in Foren (.ru, manchmal auch .com), die offensichtlich nicht mehr moderiert werden
- Social Bookmarking (deutschsprachig und international)
- Getauschte oder getauschte Links (oft mit einer eigenen Content-Seite auf der anderen Website)
- Frage-Antwort-Portale
Bei all dem sind mir eigentlich keine wirklich intelligenten Methoden aufgefallen. Alles recht stumpf und zum großen Teil auch (semi-)automatisierbar. Ich verzichte an dieser Stelle mal auf die Top 10 der schlimmsten Seiten. Es geht mir nicht darum, jemanden reinzureiten.
Ein Beispiel (ein Poker-Portal mit tollen Inhalten) hatte immerhin einige gute Links von bekannten PR6-Websites, weil es dort eben wirklich gute Inhalte gab. Da greift dann also doch das Google-Mantra.
Solange man aber mit einem Mix aus derart schlechten und seit Jahren bekannten Link-Quellen zum Ziel kommt, fragt man sich schon manchmal, warum man den Weg gehen sollte, attraktive Inhalte aufzubauen und nur White-Hat-Linkbuilding zu betreiben.
Keine Sorge, wir bleiben unserem White-Hat-Auftrag treu. Ich könnte unsere Kunden wohl auch kaum über irgendwelche .ru-Foren verlinken. Zumindest nicht, wenn ich auch im nächsten Jahr noch Einnahmen erzielen möchte
Markus Hövener ist geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion und Chefredakteur des Magazins suchradar.
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 10. Juli 2009 um 14:21 und abgelegt unter SEO. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


Mittwoch 15. Juli 2009 um 10:33
Die Frage die Du stellst ist schon interessant: Warum ist das für Dich gut erkennbar, Google unternimmt aber nichts dagegen? Ressourcenmangel kanns ja kaum sein
Donnerstag 16. Juli 2009 um 08:56
Ich würde nicht sagen, dass die nichts dagegen unternehmen. Mein Verständnis für die Bemühungen Googles ist so, dass die eigentlich alles algorithmisch erkennen wollen, also nicht manuell in den Index bzw. die Bewertung von Backlinks eingreifen wollen.
Naja, mir persönlich wäre das zu wenig. Wenn ich sehe, dass 1.000e von Forenprofilseiten auf dubiose Websites verlinken, sollte man diese Seiten auch mal manuell ausknocken.