Black-Hat-Linkbuilding in Action: Statistik-Software ausnutzen
Mittwoch 1. Juli 2009 von Markus
Wir sind ja eine 105%-White-Hat-Agentur, aber ich finde einige Black-Hat-Linkbuilding-Methoden trotzdem spannend. Wir analysieren laufend, mit welchen Mitteln andere Websites, die Viagra, Pornos oder ähnliches verkaufen, nach oben kommen. Denn eins ist klar: Wer sich jenseits des Mainstreams befindet, wird wohl kaum tolle Links von relevanten Portalen bekommen.
Zu diesem Thema wollen wir im nächsten suchradar mal einen Artikel schreiben, weil glaube ich nicht jedem unbedingt klar ist, wie man schnell an tausende Links kommt, ohne wertvollen Content zu haben. Was diese tausend Links dann wert sind, steht auf einem anderen Blatt.
Eine Methode, die ich sehr spannend finde, ist das Zuspamen von Web-Statistiken. Die meisten Web-Auswertungen sind natürlich nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, aber bei einigen Websites findet man dann doch öffentlich zugängliche Auswertungen.
Wer bei Google sucht, findet dort einige Webalizer-Statistiken:
http://www.google.de/search?hl=de&safe=off&q=intitle%3A%22Nutzungsstatistik+f%C3%BCr%22+webalizer
Wenn man den Auswertungen glauben mag, haben einige Website extrem viele Besucher von zwielichtigen Websites, z.B. wenn man einen Blick in die Auswertung http://www.sks-tangerhuette.bildung-lsa.de/stats/usage_200906.html wirft:
Nun gibt es wohl keine unschuldigere Website als www.sks-tangerhuette.bildung-lsa.de und es gibt wohl auch keinen Link von www.exschlampe-nackt.com auf diese Website. Man kann aber über manipulierte HTTP-Anfragen so tun, als wenn es Zugriffe von Website A auf B gegeben hätte, indem man den Referrer entsprechend setzt.
Wenn man also viele für Suchmaschinen zugängliche Statistiken kennt und zudem hunderte von diesen HTTP-Anfragen stellt, erscheint man innerhalb kurzer Zeit in den Referrer-Auswertungen der jeweiligen Statistiken und sorgt dafür, dass man eben von den jeweiligen Websites angelinkt wird.
Wer mit einer Skript-Sprache gut umgehen kann, sollte das in weniger als einer Stunde und mit weniger als 100 Zeilen Code hinbekommen.
Wie gesagt: Koscher ist das alles nicht und wir empfehlen das natürlich auch nicht. Google wird diesen Links auch nicht viel Wert beimessen, aber das Verhältnis aus Zeitaufwand und Ergebnis ist schon faszinierend.
Demnächst mehr von der Black-Hat-Baustelle… (bin jetzt erstmal froh, dass wir das neue suchradar Ausgabe 18 fertig bekommen haben… meine Schreiblust ist erstmal für ein paar Tage aufgebraucht…)
Markus
Markus Hövener ist geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion und Chefredakteur des Magazins suchradar.
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 1. Juli 2009 um 12:43 und abgelegt unter SEO. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.




Donnerstag 2. Juli 2009 um 08:06
das ist doch ein uralter hut und klappt schon lange nicht mehr.
vor ca. 5 jahren konnte man damit noch was reissen.
gut dass die die stat.-seiten per default nicht zugänglich sind, auf noindex stehen oder per robots.txt gesperrt sind.
Donnerstag 2. Juli 2009 um 08:07
ausserdem braucht man dazu keine stunde. das lässt sich alles mit firefox-plugins erreichen.
Donnerstag 2. Juli 2009 um 09:27
Dass das nicht “Cutting Edge” ist, weiß ich auch. Es wird trotzdem immer noch in ausreichendem Maße gemacht – wie man an aktuellen Stats sehen kann.
Falls das falsch rüber kam: Das hier ist kein How-To, sondern ein How-Not-To.
Donnerstag 2. Juli 2009 um 12:06
Das ist schon ein spannendes Thema. Bin schon gespannt auf den angesprochenen Artikel im Suchradar. Geht ihr auch auf “graue” Techniken ein, also die weder klar “White Hat” noch “Black Hat” sind?
Donnerstag 2. Juli 2009 um 12:22
Schwebt Dir da was besonderes vor? Ansonsten gibt es natürlich Sachen, die je nach Ausführung eher weiß oder schwarz sind… wer einen guten Kommentar in ein Dofollow-Blog schreibt, ist natürlich weißer als jemand, der mit Software 1000e Blogs zumüllt.
Freitag 3. Juli 2009 um 15:36
Von wegen immer gesperrt via robots.txt
blogtopf.de/besucheranalyse/statistik-und-blog-spionasche/
Dienstag 7. Juli 2009 um 12:04
Na ja, meistens ist es Auslegungssache. Während Zeug wie Artikverzeichnisse und Social Bookmark Linkschleudern für die einen noch weiss sind, sehen andere dieses Zeug schon als grenzwertig an. Wäre mal interessant zu lesen, wo ihr denn so die Trennlinie zwischen weissen und schwarzen Techniken zieht.
Dienstag 7. Juli 2009 um 13:27
Ach, die Grenze zwischen weiß und schwarz will ich gar nicht ziehen. Für mich geht es eher um die Frage, woher man Links bekommt, wenn man eben nicht “verlinkungswürdig” ist, also man eben im Rotlichtbereich unterwegs ist oder Viagra/Poker, etc. abdeckt – also alles Themen, bei denen weder WDR.de noch Spiegel Online auf meine Website verlinken
Dienstag 14. Juli 2009 um 14:03
Mich würde mal interessieren, was Ihr zum Thema Linkbuilding für shopping Sites zu sagen habt. “Natürliche Links” fallen gerade in diesem Bereich ja nicht vom Himmel.
Dienstag 14. Juli 2009 um 14:12
Könnte sein, dass wir da schon bald was zu schreiben. Ich finde das Thema nämlich auch superspannend.
Auf jeden Fall arbeite ich gerade an einem neuen White-Paper für Shop-Betreiber. Mal schauen, wie ich da vorwärts komme…